1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Gründe meiner Regelbeschwerden, oder: Mal wieder das Patriarchat.

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Zahya, 29. August 2005.

  1. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    Werbung:
    hallo ihr lieben,

    da ich vor und während meiner periode alle möglichen beschwerden bekomme(n habe), bin ich schon seit einiger zeit dabei, mich in dieser zeit genau zu beobachten, und mir die hintergründe dieser beschwerden anzuschauen und aufzulösen. und ich bin auf ein paar ziemlich tiefgreifende dinge draufgekommen! vielleicht geht es einigen von euch ja auch so? oder vielleicht habt ihr noch weitere assoziationen? ich freue mich, mit euch darüber zu diskutieren. :)

    zu menstruieren ist etwas sehr weibliches. als erstes muss ich wohl an meiner einstellung zur weiblichkeit arbeiten, denn da klebt noch ziemlich viel von der ideell patriarchalischen und christlichen struktur, in der ich aufgewachsen bin, dran. in unseren breiten wird die erste periode einer jungen frau nicht gefeiert, man gratuliert ihr nicht dazu, dass sie jetzt eine fruchtbare frau ist ... nein, bei mir war das so, dass ich geheult habe, von den frauen in meiner verwandtschaft bemitleidet wurde ("jetzt hats dich auch erwischt"), und es zwei jahre lang meinen freundinnen nicht erzählt habe, weil ich mich geschämt hab. wenn das mal nicht krank ist. *schmunzel* lange zeit hab ich mich schmutzig gefühlt, wenn ich meine periode hatte. die periode war für mich wie eine krankheit. und natürlich habe ich es mit dieser bewertung auch geschafft, während dieser zeit wirklich "krank" zu werden. wenn ich dagegen ankämpfe, eine fruchtbare frau zu sein, dann tut das mein körper selbstverständlich auch.

    ein oder zwei tage, bevor ich meine tage bekomme, habe ich immer schreckliche kopfschmerzen gehabt. ich bin drauf gekommen, dass das mit dem krampfhaften festhalten am verstand zu tun hatte. eine der fähigkeiten der frau ist der berühmte weibliche instinkt, und der findet nun mal nicht im kopf statt. in der zeit meiner periode fühle ich mich viel geerdeter als sonst, bin mit der erde viel mehr verbunden. mich besonders in dieser zeit an den verstand zu klammern, und nicht auf meinen instinkt zu hören ist ein verneinen meiner weiblichen fähigkeit ---> kampf ---> kopfschmerzen. die bin ich mit dieser erkenntnis bereits losgeworden. :)

    hinzu kommt, dass ich in den tagen vor meiner periode immer total ungeschickt bin. ungeschicklichkeit bedeutet unsicherheit, man weiß nicht, wo man selbst ist, und wo die anderen sind, deswegen schmeißt man dinge um, oder stößt sich selbst den kopf und so weiter. wenn ich nicht zu mir selbst als frau stehen kann, dann weiß ich nicht, wo ich stehe, und dann ist ja klar, dass ich ungeschickt bin. auch das zu erkennen hat mir sehr geholfen.

    wo ich noch nicht so ganz weiter komme: ich habe totale bauchkrämpfe, die aber nicht nur aus der gebärmutter kommen, sondern auch daher, dass ich während meiner tage totale verdauungsbeschwerden, nämlich verstopfung, habe. mein frauenarzt hat mir das so erklärt, dass sich die gefäße und die gebärmutter eben weiten, und die schon mal auf den darm drücken können. sicher ein mitgrund, aber bestimmt nicht der einzige. für mich bin ich sicher, dass das mit "nicht loslassen wollen" zu tun hat, aber mir fehlt noch ein baustein, um das zu lösen.

    hinzu kommt, dass die schmerzen auch nach hinten abstrahlen, ins kreuz und auf die nieren. und ich habe gelenkschmerzen, vor allem in den knien. rückenschmerzen: existenzangst. da liegt noch das uralte denken in mir, dass man dafür, dass man eine frau ist, bestraft wird (hexenverbrennungen, die erbsünde, die böse verführerin), und dass ich dann, wenn ich menstruiere, also gerade auf einem höhepunkt meines weiblichen zyklus bin, wenn es offensichtlich ist, dass ich eine frau bin, ich mich damit auch stärker auseinander setzen muss (immerhin erinnere ich mich spätestens dann, wenn ich auf die toilette muss, daran, dass ich gerade meine periode habe), um meine existenz fürchten muss. immerhin können die anderen im supermarkt dann auch sehen, dass ich meine periode habe, wenn ich slipeinlagen und tampons kaufe! :blue2: ;)
    knieschmerzen stehen für "mich nicht beugen wollen". ich will mich meinem "schicksal" als frau nicht beugen.


    da sehe ich wieder, wie viele probleme uns die christliche und die patriarchale ideologie bescheren. das kranke bild, das in dieser ideologie von der frau herrscht, sorgt dafür, dass ich (und bestimmt viele andere frauen) meine periode - meine weiblichkeit, meine fruchtbarkeit!! - als krankheit gesehen und darunter gelitten habe! es wird wirklich zeit, dass diese verquerten strukturen in unserem denken und vor allem in unserem fühlen endlich aufgelöst werden, dass wir wieder zu uns selbst und unseren fähigkeiten stehen können, unser innerstes nicht mehr verneinen müssen, und endlich wir selbst sind!

    von jetzt an feiere ich meine periode und meine weiblichkeit! :banane: :sekt:
    und sollte ich mal eine tochter haben, dann gibts zu ihrer ersten menstruation ein großes fest, bei dem sie und ihre weiblichkeit im vordergrund stehen, ihr dafür anerkennung entgegengebracht wird, dass sie eine frau ist und fruchtbar, und alle werden sich mit ihr freuen. :welle:


    alles LIEBE,

    tina :kiss4:
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hugh

    nun, als Mann ginge mich dein treat ja nicht viel an, wohl aber als Christ... irgendwie musste ich mir schon an den Kopf langen... wem man so alles Schuld in die Schuhe schiebt für Dinge, beidenen warscheinlich niemand Schuld ist?

    aber schon klar, du hast schmerzen, daran muss das Patriarchat schuld sein 8liegt ja auf der Hand oder?)
    Dir geht es schlecht, daran sind die Christen schuld (wer denn sonst?)
    Bei dir ist das und das nicht in ortnung oder macht dir Beschwerden und daran ist dieses und jenes Schuld...

    Das erinnert mich gerade wieder an ein ärztelied, das mit "Die Welt ist schlecht, alle Hassen mich, die Welt ist schlecht alle Hassen mich" endet... genau so wirkt dein Treat...

    Aber mahl ganz ehrlich --- wenn es dir dreckig geht und du mit etwas an dir nciht zu frieden bist und es dir mühe und Sorgen bereitet, dann ist das nur deine Schuld, wenn überhaupt und nicht die von jemand anderem... niemand zwingt dich etwas zu empfinden oder zu fühlen, das liegt nur bei dir...

    weist du, es gibt auch viele Dinge, die ich auf der Welt scheise Finde, aber ich gebe nicht diesen Dingen die Schuld für meine Migräne, ganz einfach weil ich weiss, das niemand Schuld daran trägt...

    Ich finds schön und gut, dass du zu deiner Weiblichkeit stehen kannst und sie auch feiern, aber gibt nicht die Schuld anderen Menschen, fals du das nicht kannst...

    mfg by FIST
     
    feee gefällt das.
  3. Destomona50

    Destomona50 Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2005
    Beiträge:
    333
    Ort:
    Californien-Palm Springs
    @zist,ich glaub das ist bei dir in die falsche kehle gekommen,ich glaube nicht dass sie schuld gesucht hat.Es war jediglich eine feststellung dass unsere erziehung,gesellschaft,kirche usw diese verhaltensmuster in uns praegen und der eine steckt das gut weg der andere hat eben probleme damit.
    Und somit hat sie sich selbst von den alten gedankenmustern getrennt und es geht ihr besser-herzlichen glueckwunsch!!! :banane:

    In vielen dingen wird eine pruefung verlangt-aber schade dass es keine schulung oder pruefungen gibt was das leben anbetrifft,
    Manche eltern wuerden dann mit ihren kindern anders umgehen.Aber man kann ja den eltern keinen vorwurf machen sie haben es ja widerum auch nicht anders von ihren eltern gelernt-und so ist das ein verdammter kreislauf.
    In einer hinsicht wird offiziell ueber alle sexproblematiken und techniken gesprochen die zeitungen sind voll,aber wenn es darum geht wie erklaere ich es meinem kind,dass er ein zufriedener mensch in der gesellschaft wird-ist scham und unwissenheit im spiel- und so entstehen dann solche ueberlieferten gedankenmuster die man lieber nicht haette.
    Fuer dich zahya alles liebe und gute-bist schon auf den richtigen dampfer :kiss3: viele liebe grusse
     
  4. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.867
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Hallo Tina,
    ich gebe dir prinzipiell recht.
    Meine Mutter hat ,solange ich denken kann,Probleme mit ihrer "Weiblichkeit". Schmerzen, schon Tage vorher angst vor den Schmerzen und natürlich daraus resultierende Probleme.
    ich habe irgendwann beschlossen dieses Muster nicht zu übernehmen.
    Ich freue mich auch über meine Weiblichkeit und sehe den reinigenden Aspekt. Ich sehe mich mit dem Mond verbunden und es geht mir sehr gut damit. :)
    Ich hoffe, dass ich nicht die gleichen Wechseljahrbeschwerden wie meine Mutter bekomme. sondern möchte harmonisch diese Dinge annehmen. (das stell ich mir so vor).

    Geholfen hat mir auch Rüdiger Dahlke mit seiner natürlichen Sicht auf den Mensch und die Natur.
     
  5. @fist:
    Zahya hat durchaus zu Recht die christliche "Moral" kritisiert. Immerhin wird in der Bibel (3. Buch Mose, 18. Kapitel) eine Frau, die die Regel hat, als "unrein" bezeichnet. Nach einer Feier der Fruchtbarkeit klingt das für mich nicht!

    lg,
    MK
     
  6. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    Werbung:
    hallo FIST,

    da hast du mich falsch verstanden, ich gebe nicht den anderen die schuld.
    ich glaube, in meinem posting habe ich oft genug erwähnt, dass die gründe dabei liegen, dass ICH meine weiblichkeit verneint habe. das impliziert ja schon, dass ich selbst schuld daran habe. hätte ich die schuld anderen gegeben, dann wäre es auch nicht möglich gewesen, dass ich meine probleme dadurch löse, indem ich diese falschen muster in mir selbst auflöse und mich verändere. wäre es anders, dann hätte die ganze welt sich verändern müssen, damit ich keine schmerzen mehr habe. ;)

    und dass wir in einer patriarchalen gesellschaft leben, und dass die christliche kirche in europa maßgeblich daran beteiligt ist, ist eine tatsache, die man nicht von der hand weisen kann. man nimmt unweigerlich die strukturen, in denen man aufwächst, an, wenn vielleicht auch nicht alle, weil man sie früh genug erkennt, und für sich als nicht richtig wertet. um etwas zu ändern, muss man natürlich immer bei sich selbst anfangen. das heißt aber nicht, dass nichts von dem, was man an sich verändern will, nicht von äußeren einflüssen geprägt wurde. die umwelt wirkt auf einen ein, genauso wie man selbst auf seine umwelt wirkt.
    vom verantwortung abschieben halte ich nicht viel, deswegen kann ich guten gewissens sagen: mit deiner interpretation meiner worte bist du am völlig falschen dampfer. :kiss4:

    alles LIEBE,

    tina :)
     
  7. Reinfried

    Reinfried Guest

    Hallo Tina!

    Du bist sicher schon am richtigen Weg :)

    Vielleicht hilft es Dir ein wenig, die positiven Seiten an der Natur zu sehen:

    Die Menstruation ist ein Reinigungsvorgang, den wir Frauen den Männern voraus haben..... Dieses Blut wird vom Körper ständig erneuert, wir "verjüngen" uns innerlich damit....

    Die positive Wirkung eines Aderlasses z.B. ist ja schon mehrfach beschrieben worden. Den ersparen wir uns damit, wir haben ihn einfach gratis, und das jeden Monat. :)

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  8. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    hallo Reinfriede,

    ja danke, das mit dem reinigenden aspekt hat mir schon sehr geholfen. ich hab während einer woche nullfasten meine periode gehabt ... zuerst hatte ich panik, dass das irgendwie schlecht wäre, aber dann hab ich in Dahlke's buch "Wege der Reinigung" gelesen, dass die menstruation auch eine art ist, wie der körper die giftstoffe abtransportiert. und das ist ein zusätzlicher toller aspekt! :)

    alles LIEBE,

    tina :kiss4:
     
  9. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    Liebe Zahya,
    nimm's mir bitte nicht uebel, aber du dramatisierst ...
    Was du schreibst, erinnert mich an ein Buch, das ich mal las: "Weise Wunde Menstruation".
    Ein dicker Waelzer, ich glaube, das wuerde dir gefallen ;)!
    Ich hatte auch immer "Probleme" bei meinen Perioden, d.h. Kraempfe.
    Meine erste Geburt war aeusserst schmerzhaft und langwierig, die zweite leicht und kurz, Wechseljahrebeschwerden hatte ich dafuer ueberhaupt keine (obwohl ich welche erwartete, weil man ueberall mit Informationen ueberschuettet wird)...
    Ich habe in all das nichts hinein interpretiert, weil es natuerliche Vorgaenge sind - ausserdem sind Kraempfe normal, weil sich aus der Gebaermutter schwammiges Gewebe abloest. Dieser Loesungsvorgang ist blutig und kann 1-2 Tage lang etwas weh tun, aber das war's auch schon!
    Man kann, wenn man will, fuer alles und jedes die Gesellschaft und das Christentum oder das Patriarchat bemuehen, aber so einfach ist das nun auch wieder nicht, d.h. es ist eigentlich viel einfacher.
    Manche koerperlichen Vorgaenge sind (etwas) schmerzhaft und bringen eine Frau durcheinander, weil sie hormonal bedingt sind - du darfst die Macht der Hormone nicht unterschaetzen - und auch ob man nun seine Weiblichkeit annimmt oder ablehnt, hat nix damit zu tun!
    So wie ich es beobachte, ist es Gluecksache, wie die einzelne Frau ihr "Hormonleben" uebersteht...
    Und glaubst du wirklich, in Matriarchaten oder bei Naturvoelkern gaebe es keine Menstruationskraempfe oder da seien die Geburten schmerzlos?

    Bijoux
     
  10. Zahya

    Zahya Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2004
    Beiträge:
    416
    Ort:
    Graz AT
    Werbung:
    hallo Bijoux,

    nein, ich dramatisiere nicht. ;)
    ein leichtes ziehen im bauch habe ich immer noch, aber dabei akzeptiere ich, dass das vom körperlichen vorgang herrührt, so wie du es beschrieben hast. das ist aber kein schmerz, da spüre ich ganz einfach, dass in meinem körper etwas passiert.

    ich akzeptiere deine auffassung, dass alles von den hormonen herrührt. für dich. :)
    für mich kann ich sie nicht annehmen, da ich zu meinen oben beschriebenen erkenntnissen stehe, und weiß, dass sie für mich stimmen. zudem kommt noch, dass ich aufgrund meiner eigenen erfahrungen sicher bin, dass körper-seele-geist immer aufeinander einwirken, also auch die einstellung auf den hormonhaushalt. :)
    ich habe nie gesagt, dass das, was ich für mich herausgefunden habe, auf alle frauen zutreffen muss, die eine wahrheit gibt es nicht. aber ich denke, dass meine erfahrungen für manche frauen vielleicht eine hilfestellung sein können, deswegen habe ich sie hier veröffentlicht. was jeder für sich damit macht, bleibt dann dem einzelnen überlassen. :)


    alles LIEBE,

    tina :kiss4:
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen