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Grenzerfahrungen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von radoun, 26. November 2003.

  1. radoun

    radoun Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. November 2003
    Beiträge:
    15
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    Mit Grenzerfahrungen meine ich Erfahrungen und Erlebnisse, die sich an den Grenzen unseres Bewusstseins und unserer Existenz ereignen. Man kann sein Leben lang ohne Grenzerfahrungen leben, aber durch mindestens zwei muss jeder Mensch hindurch: Geburt und Tod. In der Zeit zwischen diesen beiden Ereignissen können wir freiwillig oder unfreiwillig die Grenzen überschreiten, die uns durch Biologie und Gesellschaft gezogen sind. Zahlreiche Hinweise auf die unsichtbaren Linien und Normen, die uns ein-grenzen, finden sich in unserer Alltagssprache: Schmerzgrenzen, Schamgrenzen, Tabuzonen, Erlebnisse, die „far out" sind, Zustände, in denen wir „ausser uns" sind vor Glück, Zorn, Trauer oder Ekstase.

    Grenzen markieren Übergänge zwischen Territorien und Zuständen. Der Ausgangspunkt für Grenzüberschreitungen ist in der Regel ein Normalzustand oder ein Ort, an dem wir uns niedergelassen haben. Die anderen Wirklichkeiten jenseits der Grenzen locken oder drohen - je, nachdem, wie man seinen Aufenthalt diesseits der Grenze empfindet.

    Grenzen sind zunächst in der geographischen Wirklichkeit, dann aber weit darüber hinaus als Herausforderung an "das individuelle und kollektive Selbst-Verständnis und als Metapher für permanente Aufbruchsstimmung und Dynamik gesehen worden. Grenzüberschreitungen haben - metaphorisch und wirklich - den Charakter der Flucht nach vorn. Sicherheit wird dem Abenteuer geopfert, Unbehaustheit als Preis für das Verlassen der Enge, der Be-Grenzung bezahlt.
    Paradoxerweise ist erst von jenseits der Grenzen die Einschätzung des verlassenen Gebietes möglich. Im Blick zurück kann die Identität, die Herkunft und die „normale" Existenzform klarer gesehen und beurteilt werden. Das ist der große Wert der Grenzerfahrungen: Reisen bildet.

    Es hat immer Menschen gegeben, die Spezialisten im Grenzverkehr des Bewusstseins waren: Die Hexe, daran hat uns der Ethnologe Hans-Peter Duerr erinnert, sitzt auf dem Grenzzaun und kann in beide Wirklichkeiten blicken. Diesen Überblick haben seinerzeit viele gefürchtet, und so machten die Hexen die vorzeitige Grenzerfahrung mit dem Tode. Glimpflicher davon kamen die Mystiker, sofern sie ihre Reise-Erlebnisse nicht dazu verwandten, das irdische Reich Gottes und seine Verwalter zu stören (wie etwa Franziskus). Heute sind die Schamanen der letzten Naturvölker vielgefragte Experten für psychische und spirituelle Grenzerfahrungen. Und eine grosse Schar von Pseudo-Mystikern und Transzendenz-Schwätzern beutet die alten Sehnsüchte nach psychischen Abenteuern aus und bietet „Spiele ohne Grenzen" für die Erfahrungshungrigen. Dabei knüpfen sie an Erlebnisse an, die jeder von uns, auch der rationalste, schon einmal hatte und die ihn erst neugierig machen auf einen Blick über die Grenzen: Es sind die Ahnungen, Träume, vermeintlichen Präkognitionen, seltsamen Zufälle, die jedem sofort ein fallen, wenn die Rede auf solche Phänomene kommt.

    Die Parapsychologie bemüht sich seit langem, diesen Erscheinungen wissenschaftlich auf die Spur zu kommen bisher mit geringem Erfolg. Es wird versucht, unsere spirituellen Erfahrungen zu erforschen und dabei an vergessene Traditionen der frühen Psychologie anzuknüpfen. Goethe kommentierte frühere Bemühungen dieser Art mit dem Satz: „Erahnt Ihr's nicht, Ihr werdet's nicht erjagen!" Bei derart Ahnungslosen ist das Argument verständlich, worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen. Aber auch die Ahnungs-vollen bestehen oft darauf dass ihre Grenzerfahrungen schwer oder gar nicht zu vermitteln seien: Man muß es selbst erlebt haben.

    Und hier nun meine Frage an Euch: Habt Ihr schon Grenzerfahrungen in diesem Sinne erlebt, und wenn ja welche?
     
  2. Vidal

    Vidal Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. August 2003
    Beiträge:
    11
    In jüngeren Jahren habe ich mehrere Expeditionen a la "Timothy Leary" unternommen.

    Diese Expeditionen/Grenzerfahrungen haben mir gezeigt, daß es auch noch andere Bewußtseinswelten gibt.

    Genauso ist es möglich, durch Meditation Grenzerfahrungen zu erleben.
     
  3. Ich selbst habe solche Grenzerfahrungen nicht wirklich erlebt, doch ich kann stundenlang Dokumentationen und Menschen zuhören, die darüber berichten.
     
  4. natascha

    natascha Guest

    Hallo Radoun,


    sofern du die Rückführung dazu zählst ja. Für mich war das ein sehr aufregendes aber auch beängstigendes Ereigniss.
    Beängstigend aber nur deshalb, weil ich nicht richtig darauf vorbereitet war.

    Falls du mehr darüber wissen möchtest kannst du mich gerne anmailen.

    Lieber Gruß Natascha
     
  5. Dawn

    Dawn Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2002
    Beiträge:
    387
    Ort:
    Niedersachsen
    Grade habe ich eine Grenzerfahrung erlebt.
    .........

    Seit 4 Tagen bin ich aus dem Krankenhaus raus und beginne mein neues Leben.
    Das heißt, ich weiß noch garnicht, wie ich es beginnen soll.

    Als die Diagnose feststand, sofortige OP, ohne Gewebeprobe.
    Mein Hals voll mit Krebs? ? ? Das kann nicht sein.

    Operation schwierig, aber ganz zufriedenstellend verlaufen.
    Warten auf das Ergebnis aus der Pathologie.
    Zweieinhalb Tage Warten.
    Das war meine Grenze.
    Bekomme ich mein Todesurteil? Wie lange darf ich noch leben?
    Kann ich gehen? Will ich gehen? Muss ich gehen?
    Was tust du noch, mit dem Rest Deines Lebens? Kannst du noch einen Traum erfüllen? Habe ich mein Haus bestellt?

    Es war die Schwelle zum Tod, die mir zu hoch erschien.
    Ich konnte an nichts anderes mehr denken.

    Dann die Aussage meines Arztes, es war kein Krebs!!!

    Das Gefühl, das diese Worte auslösten, war das absolute Glück.
    Frei von Dunkelheit, Trauer, Abschied und Angst.

    Meine Stimme ist nicht mehr die alte. Ich kann auch nicht mehr singen. Kann nicht mehr laut sprechen.
    Aber ich darf weiter leben. Demut und Dankbarkeit kennen keine Grenzen.
    Das ist Grenzerfahrung.

    Gruß Dawn
     
  6. Namo

    Namo Guest

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    Liebe Dawn,

    es sind auch Deine Worte, die etwas auslösen in mir. Danke Dir für Deine Worte. Ich habe oft an Dich gedacht.

    Namo
     
  7. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    dawn, zu allererst: alles gute!

    und großen dank für diese starke dosis realität... ja, unser leben bietet eine fülle an grenzerfahrungen. kleinere, größere... und jeder schritt, den wir tun, ist ein schritt über die grenze zwischen einer nicht mehr zu ändernden vergangenheit und einer offenen zukunft.

    ich versteh das bedürfnis nach den "heroischen" grenzerfahrungen nicht wirklich... wo doch die grenzen, die unser leben umfassen, vor unseren füßen liegen. wir brauchen nur hinzuschauen statt weg, nur wahrzunehmen statt zu flüchten in pseudomystische illusionswelten. ich bin selber bei drei feuerläufen über die glut marschiert... lächerlich gegenüber der grenzerfahrung der trennung von einem geliebten menschen.

    apropos schwätzer, radoun... inwiefern ist denn franziskus nicht glimpflich davongekommen? er hat mit höchster päpstlicher genehmigung seinen orden gründen und seine anischten verbreiten dürfen, ist eines natürlichen todes gestorben, und seine radikale armut war nicht unfreiwilliges ausgestoßensein, sondern freie entscheidung.

    das wär eine grenzerfahrung...

    alles liebe, jake
     
  8. Dead@now

    Dead@now Guest

    Dawn,

    Gratuliere Dir zu Deinem neuem Leben, und wollte Dir einen Spruch schicken.
    Ein guter Ruf ist besser als gute Salbe und der Tag des Todes besser als der Tag der Geburt.
    Der stammt aus der Bibel, obwohl ich die selten lese, diesen Spruch habe ich beibehalten vielleicht weil der Hoffnung gibt das es nicht schlimmer kommen kann als es ist oder war. Die Geburt hasst du hinter Dir und Du hasst eine zweite hinter Dir, kann es schlimmer werden?

    Frueher als ich mit HIV Kranken arbeitete, gabs nur ein Thema, physischer Tod. Was auch berechtigt war. Wer will schon sein Hab und Gut hier lassen sein Leben verlieren. Die Angst hatte keine Grenzen, ja es war Wahnsinn der sich ausbreitete und keiner konnte die rettende Hand reichen. Fuer die Betroffenen wirkten wir, die Helfer, als Zuschauer, als passive Masse. Es war Entsetzlich, das einzige was man machen konnte war Reden, wenn die denn reden konnten.
    Das schlimmste waren deren Gedanken ueber den Tod. Wenn die ihren letzten Schub hatten, aber noch reagierbar waren, waren die Dankbar. Der eine sagte: -die Krankheit hat mir mehr gegeben als das Leben davor.
    Fuer einen noch nicht sterbenden ist es wahrscheinlich nicht nachvollziebar, was ja klar ist die Erfahrung fehllt. Du Dawn hasst diese Grenzerfahrung gemacht, ich wuensche Dir das Du ihren Wert findest.

    In love

    Dead@now
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Ob das nur Tippfehler sind oder ob dahinter eine Weltsicht ans Licht drängen möchte?

    Alles Liebe, Jake
     
  10. Dead@now

    Dead@now Guest

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    Jack,

    das war kein Tippfehler, es sei denn da fehlt ein Buchstabe.
     

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