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Gott muss existieren, da man sich nichts vorstellen kann, was nicht existert !?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Christophe, 6. Mai 2005.

  1. Christophe

    Christophe Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2004
    Beiträge:
    167
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    Bei Heilbronn (Nähe Stuttgart)
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    Im Folgenden möchte ich auf ein immer wieder benanntes Gottesargument hinweisen und meine Gedanken hierzu mitteilen.
    Das Folgende Argument, mit welchem ich mich befassen möchte Lautet:
    Gott muss existieren, da das, was man sich vorstellen kann letztendlich in irgendeiner Weise existieren muss, da man sich nichts vorstellen kann, was nicht existiert.
    Ich hoffe ich konnte das Argument kurz und doch einigermaßen verständlich darlegen. Den Folgenden Text habe ich einst als eine Anwort, auf eine von meinem Religionslehrer gestellte Frage, geschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Arbeit, die ich freiwillig schrieb.



    Kann man sich etwas wünschen, was nicht existiert?

    Man kann es nicht, da alleine schon der Vorgang des Denkens an sich bereits auf Bekanntes zurückgreift. Die Bilder, die wir uns machen und Überlegungen, die wir haben sind bereits ein Zurückgreifen auf Bekanntes, egal über was wir nachdenken. Wäre das nicht der Fall, dann wären wir im Zustand des Nichts, in dem wir dementsprechend auf nichts zurückgreifen könnten, doch in dem Fall gäbe es uns nicht und wir könnten uns keine Gedanken machen, da es kein „Wir“ gäbe. Demzufolge könnte allein der Wunsch nach dem Zustand des Nichts als Gegenteil des Seins einen solchen Wunsch darstellen. Zwar greift ein solcher Wunsch ebenfalls auf einen Denkvorgang zurück, in dem das Nichts den Gegenteil des Seins darstellt, doch das Nichts an sich existiert nicht. Es ist ein Grenzbegriff, den wir Menschen kaum fassen können. Einzig dies stellt daher einen Wunsch dar nach etwas, was es nicht gibt. Den wie der Name bereits sagt: Das NICHTS ist eben nichts.

    Wenn wir diesen Begriff nun jedoch außer Acht lassen, könnte man behaupten, dass es nichts gäbe, was man sich wünschen kann.

    Folgerichtig müsste es eine Gottheit geben, da wenn dieser nicht existieren würde ein Widerspruch auftauchen würde. Doch ist es sehr fraglich ob dadurch, dass wir uns etwas Wünschen auch dessen Existenz „bewiesen“ wird; Man kann sich schließlich vieles wünschen.

    Jedoch kann man sich eine durch jahrtausende hindurch entstandene Wunschvorstellung, die vom Großteil der Menschen als wünschenswert angesehen wird wünschen.

    Man könnte sich zum Beispiel letztendlich einen Gott ersehnen, der als Hüter des Ganzen über uns steht. Diese Gottvorstellung (u.A) muss nicht nur positiv sein, wie man nach Feuerbach denken könnte, wodurch z.B ein rachsüchtiger Gott dem widersprechen würde. Nun stellt sich aber die Frage (vor allem beispielsweise, wenn man sich das alte Testament anschaut), warum sollte sich der Mensch überhaupt ebenso einen rachsüchtigen Gott wünschen und wie kann es dann zu so obskuren Dingen wie einer Vorstellung eines Sohn Gottes kommen. Auf diese Dinge könnte ebenfalls eine Antwort finden, die genauso banal, wie möglicherweise auch zutreffen sein könnte.

    Aufgrund der langen Zeit dieser religiösen Glaubensentwicklung muss man nämlich auch den Einfluss der Nichtgläubigen auf diese mögliche Wunschvorstellung bedenken. Nichtgläubige, speziell solche mit großem Einfluss, wie zum Beispiel Könige könnten diesen Gauben nämlich unter anderem dazu verwenden um ihren Machtplänen, die schlussendlich nichts mit Religion zu tun haben, Nachdruck zu verleihen. So kann man zum Beispiel Geschichten oder falsche Gottesüberlieferungen verwenden um ein Volk auf ein anderes zu hetzten. Oder man könnte den Glauben an einen Gott dazu missbrauchen um Gesetze oder Richtlinien zu verabschieden um eine Gesellschaft zu stabilisieren. So könnten beispielsweise Überlieferungen, wie die im zweiten Buch Mose (Exodus), Kapitel 21 Vers 24 „Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß“ entstanden worden sein. Eben in einer Gesellschaft, wo man sich nicht anders behelfen konnte und man daher den Gott als den nimmt, der es so will, da man davon ausgehen kann, dass sich viele Menschen vom angeblichen „Willen Gottes“ beeinflussen lassen.

    Die negativen Eigenschaften Gottes werden meiner Erfahrung nach sowieso von den meisten Gläubigen ignoriert und nicht für wahrgenommen. Zur Zeit des alten Testamentes konnte man dies zwar wohl nicht so einfach, doch war man zu dieser Zeit sowieso in einem Glaubenszustand in dem man die Religion als einfach Wahrheit angenommen hat mit eben auch unangenehmen Teilen, sprich zum Beispiel einem Gott, der auch schon mal seine Gläubigen bestraft und vor allem dessen Gegner. Dies macht eine solche Religion ja auch glaubhafter. Auch zur Zeit der Römer waren die Götter nicht immer freundlich gestimmt und folgten oft ihren eigenen Zielen.

    Aber nun weiter zu dem Thema des Wunsches nach etwas, was es nicht gibt.

    Im Buddhismus, vor allem im Mahayana Buddhismus arbeiten die Gläubigen auf den Zustand des Nirwana hin.
    Oft werden diese Dinge von unserer westlichen Gesellschaft als lächerlich impliziert und zudem von den Kirchen ausgeschlossen. Doch, wenn man sich das vorhin genannte Argument für den Gottesglauben vor Augen führt, so erkennt man, dass man dieses auch für diese Religion Anwenden kann. Wie sollte man sich nämlich etwas wünschen, was nicht existiert?

    Zudem erkennt man im Buddhismus nochmals die Relativität eines begehrenswerten Wunsches. Denn diesen Nichtsähnlichen Zustand findet man bei uns zum Beispiel sicherlich nicht unbedingt besonders erstrebenswert. Bereits Einstein hat schon gesagt „alles ist relativ“.

    Als nächsten Punkt ist es wichtig auf den schon immer bestehenden Wunsch im Menschen nach Religion einzugehen.

    Auch in diesem Beispiel könnte man, nach vorhergehender Beweistheorie sagen, dass aufgrund dieses schon immer bestehenden Wunsches eine Art Beweis gegeben sei. Doch nun folgt meine Gegenthese.

    Religion als Nebenprodukt

    Durch die sich evolutionell langsam in kleinen Schritten entwickelte Hirnstruktur, die eine rationale und reflektierte Denkstruktur herausselektiert hat, hat der Mensch ebenfalls eine emotionale Ansichtsweise entwickelt.

    Durch diese emotionale Ansichtsweise bedingt, die Trauer und ein Verlustempfinden darstellen kann, z.b. durch den Tod eines geliebten Menschen folgt kausal natürlich ein Wunsch danach diesen Menschen Widerzutreffen. Es entwickelt sich also ein Jenseitswunsch aufgrund seiner Emotionalität

    Diese Emotionalität hat also letztendlich eine primitive Religiosität als Nebenprodukt zu folge. Genau diese primitive Religiosität kann über jahrtausende hinweg, durch selbst geringe Beeinflussung von Milliarden von Menschen über diese Zeitspanne hinweg verschiedene religiöse Ansichten hervorbringen. Diese können nun eben auch über einen Gott als Hüter des Ganzen verfügen. Doch muss diese Beeinflussung von Menschen, die oft in blindem Glauben oder teilweise gar keinem Glauben, wie schon oben erwähnt nicht unbedingt etwas göttliches an sich haben.

    Doch noch einmal zurück zur Emotionalität.

    Die Ansichtsweise hat evolutionell einen großen Vorteil. Denn sie fördert zum Beispiel eine gute Brutpflege und ein gesellschaftliches Miteinander. Zwar haben auch heute noch beispielsweise viele Affenarten ebenfalls eine gute Brutpflege und ein für Tiere recht weit entwickeltes gesellschaftliches Miteinander und auch oft dieses Verlustempfinden, doch haben diese eine „unzureichende“ reflektierende Ansichtsweise von der Welt. Warum sich gerade bei uns eine solche Denkstruktur herausselektiert hat könnte zum Beispiel auf die tatsächliche Existenz Gottes hinweisen, doch es gibt ja selbst in dem Fall sehr viele Religionen und man müsste sich dann fragen warum selbst in diesem Fall gerade die christliche Lehre die wahre Offenbarung ist.

    Es ist also ziemlich viel verlangt einfach eine dieser Religionen anzunehmen nur aufgrund der sicherlich wahren Überzeugung eines dieser vielen Gläubigen. Denn überzeugt sind viele sicherlich, doch muss diese nichts über den Wahrheitsanspruch aussagen. Allein im Djihad fallen jährlich viele aufgrund ihrer Überzeugung an ihren einzig wahren Gott.
     
  2. Christophe

    Christophe Mitglied

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    19. Dezember 2004
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    Anhang - Glaube
     

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  3. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

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    Gott mag existieren, aber was bringt es dem Menschen?

    Der wird ihn eh niemals begreifen...

    Schönes Beispiel - Genetiker entschlüsseln das Genom, sagen von sich das sie der Schöpfung auf der Spur sind!

    Ha, Blindfische im trüben Wasser sind sie!

    Was veranlasst Quanten und Atome dazu sich zu einem Gen zusammenzufügen?
    Gott wird noch lange Zeit unerkannt bleiben... :D

    Aber wen wunderts, wenn man immer nur im Außen sucht und nicht einmal den Blick nach innen kehrt... ;)
     
  4. Rocco

    Rocco Mitglied

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    Hallo Christophe,

    woher stammen deine Wünsche?

    Sie stammen aus deiner Liebe zu etwas bestimmten. Würdest etwas nicht lieben (gern haben) dann würdest du es dir nicht wünschen.

    Gott lässt dir die Freiheit, indem was du liebst! Das entscheidest Du!

    Demnach kannst du dir auch die Frage beantworten, ob in Gott etwas böses steckt?!

    Wenn er dir die Freiheit lässt, dass zu lieben, was du möchtest, dann bist du derjenige, der das Böse liebt. Es ist deine Entscheidung! Gott möchte nur Menschen im Himmel, die Ihn aus freien Stücken lieben.

    @Ironwhistle

    Dem kann ich nichts hinzufügen ;)

    Du solltest mal Friedrich Nietzsche, den "Übermenschen" lesen! Hier ein kleiner Ausschnitt davon: Die Starken der Zukunft

    Beste Grüße aus Sydney

    Rocco
     
  5. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

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    Nietzsche habe ich früher viel gelesen, aber er erscheint mir in einigen Dingen zu konservativ... g*
     
  6. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

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    Gott muss existieren, da man sich nichts vorstellen kann, was nicht existert !?

    Diese Frage löst man am Besten von Hinten her auf:

    Wenn es "etwas" gibt, das nicht existent ist, dann liegt es wohl im Bereich einer anderen Bewusstseinssphäre, die sozusagen das nicht Manifeste erfassen kann. Eine Vorstellung des Nichtmanifesten kann es nicht geben, da eine Vorstellung schon wieder dual und somit eine Form darstellt. Gott kann also somit nur erfahren und nicht verstanden werden... und wo ? Natürlich in der Meditation :)
     
  7. Rocco

    Rocco Mitglied

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    @Ironwhistle

    Ich muss gerade ziemlich lachen... :cry3:

    Beste Grüße

    Rocco
     
  8. Rocco

    Rocco Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2004
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    Das war die Beste Antwort, die ich auf Nietzsche je gehört habe!!! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

    Noch mals beste Grüße

    Rocco *derimmernochlachenmuss*
     
  9. Ironwhistle

    Ironwhistle Sehr aktives Mitglied

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    Es ist die einzigste die mir wirklich dazu einfällt - ich könnte natürlich auch schreiben das er mir zu brav ist... g*
     
  10. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

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    Wenn Gott mir die Freiheit der eigenen Entscheidung lässt, dann tut er das nicht, um mich im Benutzungsfalle dieser Entscheidungsmöglichkeit(en) dafür zu bestrafen...
    Und was bitte ist böse?
    Wenn ich ein Stück Kuchen zu viel esse, meinen Nachbarn nicht mag oder ein Blümchen pflücke, das damit sein Leben verliert? Weiß ich, was jenseits der Zeit damit geschieht??????
    Ich habe die Möglichkeit, zu lieben, was ich lieben mag, aber ich darf das nicht wirklich????

    Wer ließ mich meine eigenen Erfahrungen, die ich nun mal mache, denn machen??
    Kamen sie von Gott, dann schickte er mich sehenden Augen ins Böse -was immer das sein mag.
    Kamen sie von mir, dann kamen sie aus undenklichen Zeiten innerhalb meiner Existenz und sind logische Folgerungen.... kann man also drehen, wie man nur will, es geht nicht ohne sie...
    aber man läuft immer Gefahr, dafür verdammt zu werden???? Verbiebscht noch emol, ist das Leben mit Gott gefährlich.... :D

    Hat Gott ein Ego, das nur möchte, was ihm bauchpinselt?
    Liebe IST und stellt keine Bedingungen.

    Hatten wir das nicht schon einmal, dass man Gott nur erleben, nicht aber belegen kann und ganz sicher nicht darstellen, was Gott zweifelsfrei IST??

    Was erlebt jemand, der Gott erlebt und dann sagt, Gott " möchte nur xyz im Himmel", was im Umkehrschluss heißt, dass er a bis w NICHT möchte...

    Erlebt der nicht vielleicht seine eigene Begrifflichkeit von Gott, obwohl Gott nicht zu be"greifen" ist???

    Gruß von RitaMaria
     
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