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Gott, Leben, Tot

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von DaBigM, 21. Juli 2011.

  1. DaBigM

    DaBigM Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2011
    Beiträge:
    7
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    Also ich habe jetzt lange Zeit überlegt und bin der Meinung in diesem Forum mit meiner Weltanschauung gut aufgehoben zu sein.

    Mich belasten seit langer Zeit viele Dinge, für mich ist das Leben ein "meist" einziger Schrotthaufen, in dem man sich plagt und versucht sich über Wasser zu halten. Aber der eigentliche Grund warum ich hier rein schreibe ist, weil ich ein Paar Fragen mit euch teilen möchte, ich möchte wissen was ihr von dem was ich euch Frage haltet, bzw. was ihr antwortet.

    Folgendes... jeder von uns, bzw. ich gehe jetzt mal von mir aus: Ich wurde hier hineingeboren, ich weiß nicht ob ich es mir ausgesucht habe oder nicht, aber ich denke mal das spielt auch keine Rolle, den im Grunde weiß ich nicht was vor "MIR" (wenn denn etwas war) überhaupt war, auf jeden Fall, wurde ich von meinem Vater und meiner Mutter groß gezogen, es gab immer Streit, immer Stress, so wie das in den meisten Familien wohl der Fall war (?!) und es wurde viel geschlagen. Ich habe viel gelitten, in meiner Kindheit viel gekämpft und der Kampf dauert bis jetzt an. Das ganze leben fühlt sich für mich an als wäre ich nur hier um zu kämpfen, damit ich auch mal etwas von dem "Kuchen" ab bekomme, es ist ja auch in Ordnung so, nur seit langer Zeit, bekomme ich von dem "Kuchen" NICHTS mehr ab. Mir kommt das Leben vor wie eine Lektion, in der ICH lernen muss... aber im Grunde frage ich mich... ok, ich bin die Person die lernt, aber das was ich lerne, ist dann Grunde nicht etwas was ICH gelernt habe, sondern was sich Gott (wenn es denn einen gibt, die ÜBERSEELE) vereinnimmt. Sprich, wenn wir sterben, dann war alles für die Katz, aber der kleine da oben, der darüber entscheidet wann unser Leben vorbei ist (ja ich bin der Meinung "ER" entscheidet das) sitzt im Trockenen und während wir hier unten "Müll" fressen, sagt er dann iergendwann, so jetzt ist genug, du hast genug gesehen, weg mit dir, gut das ich mich selbst erfahren konnte... so ca. komisch das wir ihn bzw. so viele Menschen verehren nachdem "ER" ein mehr oder weniger Mörder ist... versteht ihr so ca. was ich meine?!?

    Ich frage mich ernsthaft, wozu das alles eigentlich, es wäre doch wenn wir sich ehrlich sinn ganz anders auch möglich... ich mein... wir leben hier, gehen durch die Hölle nur um unsere Mission zu erfüllen... um iergendwas vorran zu bringen, von dem wir dann im nächsten Leben nicht mal mehr wissen das es existiert hat, es kommt mir vor, als werden wir hier ganze Zeit gewaltig verarscht... geht es euch nicht auch so?

    Also ich bin persönlich gesehen am Boden zerstört, ich komm schwer weiter, komm mit meinem Leben nur mehr schwer zurecht, weil mich diese Fragen durchgehend quälen und ich keine zufriedenstellende Antwort finde...

    Was denkt ihr...

    findet ihr in Ordnung, leben zu schenken und es dann wieder zu nehmen?

    Kann man da von einem "liebenden" Gott sprechen, oder eher von einem Gott der sklaven hat?

    wie seht ihr das?

    Markus
     
  2. enna

    enna Mitglied

    Registriert seit:
    26. März 2011
    Beiträge:
    548
    Ort:
    Niedersachsen
    Och Markus,
    sieht es in Deinem Leben wirklich so düster aus? Gibt es nicht Menschen, denen es vermeintlich viel schlechter geht?
    Es kommt doch immer darauf an, wie wir eine Situation beurteilen, wie wir mit ihr umgehen wollen.

    Gehen wir mal davon aus, das unsere Seele sich unser Erdenleben ausgesucht hat und zwar genau mit den Schwierigkeiten, Einschränkungen wie Du sie bei Dir vorgefunden hast. Fast wie ein Entschluss, heute Cowboy und Indianer zu spielen und Du bist der Indianer.

    Es war Deine Entscheidung zu diesem Spiel und für diese Rolle. Es liegt in Deiner Macht, Einfluss auf das weitere Geschehen zu haben. Mit List, Schnelligkeit, Angriff oder auch massiver Gegenwehr, kannst Du den weiteren Verlauf beeinflussen.

    Deine Mutter sowie auch Gott werden nicht ständig über Dich wachen, um Dich vor Dir selbst zu schützen.
    Du kannst jederzeit wählen, was Du nicht mehr möchtest oder noch weiter erdulden willst wie schon geschrieben, in der von Dir gewählten Rollen.

    Steh zu Dir, verändere was Dir missfällt. Egal ob Job, Freunde oder der Wohnort. Du hast die Macht der Veränderung in Dir.
    Eine veränderte emotionale Reaktion auf eine bestimmte Situation ist eine Möglichkeit, eine neue Art von Erfahrung entstehen zu lassen.
    Wenn Du die Dinge anders betrachtest, das was Dir bis jetzt nicht gut tat meidest, in Lösungen anstatt in Problemen zu denkst, wird sich auch bei Dir das Blatt wenden.

    Nach einem Tief kommt ein Hoch und nur durch das Tief, kannst Du das Hoch als solches erkennen und auch geniessen.

    lg enna
     
  3. Marjul

    Marjul Guest

    Hallo Markus

    Herzlich willkommen hier! Sicher bist du mit deiner Weltanschauung hier gut aufgehoben. Wenn du meinst, nicht, dann frage oder antworte so lange weiter, bis wir uns verstanden haben :)

    Dass das Leben ein einziger Schrotthaufen sei – und das nicht nur manchmal – das hat vor dir schon jemand gesagt, nur hat er es anders ausgedrückt: „Alles Leben ist Leiden.“ (Der Buddha)
    Lange Zeit habe ich das nicht einsehen wollen. Mir geht es doch überwiegend gut, ich habe alles, was ich brauche... Aber woher kommen dann die Sorgen, dass es nicht so bleiben könnte, die Furcht vor dem Altern und Sterben, die Trauer über Verlust, die Gier nach immer mehr...? Es gibt Augenblicke, die ich schön finde und in denen ich mich wohl fühle. Die gehen aber unweigerlich vorbei. Soll das immer so weiter gehen?

    Der Buddha sagte, das Leiden liegt am „Durst“. „Hier bin ICH und dort ist „die Welt“ mit ihren begehrenswerten, furchterregenden oder abscheulichen Objekten. Und dann ist da drittens auch noch Gott. Wie konnte er nur auf die Idee kommen, mich in diesen Schrotthaufen zu schicken?“ Das ist die Vorstellung, die ich lange für „normal“ gehalten habe. Die Gegenüberstellung von ICH und „Welt“ bekomme ich immer noch nur schwer aus meinem Kopf, sie ist so eine tief eingewurzelte Gewohnheit. Wenn mir etwas begehrenswert vorkommt, will ich es unbedingt haben. Wenn etwas mir Angst oder Schmerz macht, denke ich: Bloß das nicht!

    Wie wäre es, wenn das alles gar nicht stimmt? Die östlichen Religionen und Philosophien sagen das: ein abgegrenztes ICH, das einer „Welt“ gegenübersteht, gibt es nicht. Es ist alles dasselbe: Bewusstsein, Gott, Leerheit, Brahman – wie immer es genannt wird – Wirklichkeit jedenfalls.
    Für den Verstand ist das schwer einzusehen. Es ist aber direkt erfahrbar. Der Buddha hat sich, nachdem er vieles probiert hatte, wodurch das Leiden aber nicht beseitigt wurde, einfach unter einen Baum gesetzt – ohne sich zu bewegen, zu fühlen, zu denken, zu wollen oder sich etwas vorzustellen. Da war ihm mit einem Mal die Frage nach dem Leiden vergangen. „Die Welt“ war sicherlich noch die selbe, als er die Augen wieder öffnete, aber er sah sie nicht mehr als etwas anderes an als sich selbst, und aller Durst nach ihr oder alle Abneigung und Furcht ihr gegenüber waren verschwunden. Denn wie sollte man etwas begehren oder ablehnen, das man selbst ist?

    Mich jeden Tag zumindest eine kurze Zeit still hinsetzen, das kann ich auch tun. Ich finde, es ist eine kleine Übung mit großer Wirkung. Ich werde ruhiger und gelassener, und mit mir verändert sich auch das, was ich für „meine Welt“ halte, denn es ist nichts anders als „meine Außenseite“. Ich kann Schwierigkeiten gelassener angehen, mir fallen leichter Lösungsmöglichkeiten ein, manche Probleme entstehen erst gar nicht, und die Mitmenschen kommen mir freundlich entgegen, wenn ich es auch bei ihnen tue.

    Es ist möglich, die Wirklichkeit „Gott“ zu nennen, aber nicht unbedingt erforderlich. „Wirklichkeit“ genügt auch, finde ich. Dabei ist klar, dass sie nichts anderes ist als ICH und als „die Welt“ – alles ist Wirklichkeit und es gibt nur Wirklichkeit.
    Ich denke, an deiner Stelle würde ich auf den Namen „Gott“ verzichten, da dieses eine Vorstellung ist, die dich so sehr quält.

    Herzliche Grüße
    Marjul
     
  4. Asaliah40

    Asaliah40 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2011
    Beiträge:
    34.687
    Ort:
    Kärnten
    Wow, das ist ein bemerkenswerter / schöner Beitrag , der mir sehr verständlich erscheint und die Übung , ja ich denke die wär auch für mich zum ausprobieren, gefällt mir sehr gut !!


    Danke!:)

    LG Asaliah
     
  5. DaBigM

    DaBigM Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juli 2011
    Beiträge:
    7
    Vielen Dank für diese Antworten, damit kann ich sehr viel anfangen! DANKE!! :))
     
  6. lejana

    lejana Guest

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    Hallo DaBigM,
    Ich kann Dich gut verstehen.
    Heute geht es mir gut, weil ich "einfach" die Sichtweise geändert habe, es gelernt habe.
    Zur Kindheit muß ich sagen, ich habe es erfahren damit ich jetzt weiß, was ich nicht weitergeben will.
    Wie soll ich es wissen, wenn ich es nicht erfahren habe!

    Zur Sichtweise habe ich damals eine für mich schöne Geschichte gelesen:

    Ein Mann beschrieb zwei unterschiedliche Situationen im Regen. Einmal war er Anzug unterwegs zu einem Vorstellungsgespräch und ein andermal war er mit eine Frau unterwegs, die soviel Spass hatte und im Regen anfing zu tanzen. Er tanzte mit.

    Dann kam die Frage: Was ist anders am Regen?

    Nichts! Also fing ich an in so "blöden" Situationen anders zu sein!
    Mit ein wenig Übung ging es langsam besser.

    Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber backe Dir Deinen "Kuchen" doch allein!
    Vielleicht schmeckt der gar nicht, von dem Du nichts abbekommst.
     
  7. Syrius

    Syrius Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2009
    Beiträge:
    5.204
    Ort:
    Schweizer Mittelland
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    Lieber Markus, Deine Fragen sind sehr berechtigt, nicht nur für Menschen in Notsituationen - sondern für alle.

    Dass Gott für das Elend auf der Erde verantwortlich ist kann wohl nicht sein -die Ursacha dafür muss in unserer eigenen Vergangenheit gesucht werden.

    Wisse, dass unsere Seele/Geist schon Aeonen vor der Erschaffung der Erde entstand. Und da muss wohl etwas stattefunden haben, das letztlich zur momentanen Situation jedes Einzelnen geführt hat. Versuch Dich mal mit www.gcg.ch - da sind im Forum viele Themen aufgelistet oder komm direkt mit spezifischen Fragen.

    Prinzipiell wird jeder Mensch mit den Aufgaben im Leben betraut, die er grundsätzlich lösen könnte. Die Umstände jedoch erschweren dies oft ungemein, da der ausgeprägte Materialismus, der ja jetzt auch seinem Ende zusteuert, dem geistigen Fortkommen nicht sehr zuträglich ist.

    Die Aufgaben jedoch, die Du in diesem Leben nicht löst, werden in gleicher Weise im nächsten Leben wieder auf Dich zukommen. Also, pack es besser gleich.

    lg
    Syrius
     
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