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Gewissen oder Moral der Gesellschaft

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von bornfree, 12. Dezember 2012.

  1. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
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    Hallo zusammen,
    Ich möchte ein Thema ansprechen, das mich oft beschäftigt.
    Jeder der sich spirituell entwickelt , hatte bestimmt schon Gewissenskonflikte. Damit meine ich die Konflikte die entstehen wenn das eigene Gewissen nicht mit der gesellschaftlichen Moral überein stimmt. Bei Gewissen meine ich die innere Stimme, die oft nicht der Moralvorstellungen oder den Gesetzten unserer Gesellschaft entspricht. z.b gibt es Situationen in denen mein Gewissen mir nicht erlaubt an etwas teilnehmen, dann meine Nichtteilnahme aber schwere Konflikte, sprich Konsequenten mit sich bringt.
    Sollte man immer seinem Gewissen folgen? Falls die Antwort nein ist, wie würde man mit seinem schlechten Gewissen zurechtkommen.
    Ich möchte hier keine Diskussion über Moral anfangen, sondern hoffe auf praktische HInweise.
     
  2. WildThing

    WildThing Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2012
    Beiträge:
    124
    Ort:
    zwischen zwei Stühlen
    boah
    du stellst ja Fragen.
    Und dann auch praktische Anwendungsbeispiele wünschen.:thumbup:
    Hm,fällt mir spontan nur ein:
    Wie würdest Du Dich Verhalten in der sicheren Erwartung
    deines Todes?
    Du bist morgen tot und musst Dich jetzt entscheiden.
    Mir hilft das.
    lg
    WT
     
  3. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
     
  4. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.569
    Hi bornfree,

    oh ja, das Thema passt für mich auch gerade sehr gut. Es kommt für mich wesentlich auf die Konsequenzen an. Also letzendlich auf die Situation.

    Ich nenne mal ein Beispiel. Wenn in der Bahn ein Mensch vor mir sitzt und weint, und frage, ob ich trösten kann. Auch wenn es gesellschaftlich eine Privatangelegenheit ist, die der Beobachter gefälligst zu ignorieren hat.

    Es kam auch schon dazu, dass ich mich in eine ungerechte Prügelei einmischte. Obwohl rein gesellschaftlich dazu keine Veranlassung besteht, keine Verpflichtung wegen der Selbstgefährdung. In anderer, ähnlicher Situation tat ich das nicht, weil ich spürte, das geht für mich dann nicht gut aus. Das Gewissen, das mich biss, ertrug ich eben.

    So gibt es kleine Situationen und große, bedeutungsvolle und weniger bedeutungsvolle, Situationen mit erheblichen Konsequenzen für mich und ohne und so weiter.

    Wie gehst du bisher mit der Thematik um?

    LG
    Any
     
  5. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
    Hallo bornfree

    Nenn doch einfach mal ein Beispiel,wenn du praktische Ratschläge ,also keine philosophische Diskussion möchtest.

    So wie ich das sehe,hat man in jeder Situation die Wahl zwischen verschiedenen Konsequenzen.
    Ich entscheide mich fast immer fürs Gewissen,absolut immer geht aber nicht aus vielerlei praktischen Überlegungen.
    Im Privatleben scheint mir das noch einfacher zu sein als im Berufsleben,wo man sich für eine bestimmte Aufgabe praktisch verkauft .
    Doch auch dort hat man noch die Wahl, wenigstens zu versuchen nach seinen eigenen Normen zu handeln und einen möglichst grossen Spielraum zu erwerben.
    Wenn man alles getan hat,was möglich war und man allein an äusseren Umständen scheitert,die nicht beeinflussbar sind ,dürfte man eigentlich auch kein schlechtes Gewissen haben .

    Bringt dich das weiter ?

    LG,Lagerfeuer
     
  6. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
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    Ja, ich kann dich gut verstehen, ich war in ähnlichen Situationen. Meistens lief es gut, aber jemand hat auch schon aus Rache meine Wohnung abgebrannt, nicht nur das..meine Arbeitsstelle befand sich im gleichen Gebäude . Ich verlor meine Wohnung und meine Arbeitsstelle..und hab dann blöd geguckt- Ich bin aber wieder schnell auf die Beine gekommen!
     
  7. bornfree

    bornfree Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2012
    Beiträge:
    1.858
    Hi lagerfeuer,
    Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Umstände gibt wo man nicht das Gewissen folgen kann . Es gibt sicher Unstände du man nicht ändern kann, z.B. im Arbeitsplatz, aber man kann sich den Umständen ja entziehen, also den Job kündigen. Das habe ich schon des öfteren gemacht und die KOnsequenten waren nicht so schlimm. Zu Zeit war ich aber viel jünger. Jetzt bin ich 57 und kann nicht einfach von Job zu Job rennen. Vielleicht auch ein Grund dass ich die letzten 20 Jahre lang selbstständig bin.
    Ich seh jetzt ein, dass mir niemand praktische HInweise geben kann, da das Thema eh philosophisch ist. Ich wollte blos keine Diskussion über was ist Gewissen? Was ist Moral? Da könnte man sich ja nie einig werden.
     
  8. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.569
    Oha, das ist wirklich krass. :(

    Ich kann ganz schön verbissen werden, wenn ich wo Situationen mitbekomme oder auch selbst betroffen bin, wo ich sehe, da läuft etwas schief. Und nehme auch entsprechende Konsequenzen dafür in Kauf.

    Es sind dann die Erfahrungen, die mich zukünftig davon abhalten, ähnliche Situationen zu wiederholen. Ein Egoismus kann mich davor bewahren, aus Prinzip zu handeln, wo ein anderer Weg sinnvoller wäre.

    LG
    Any
     
  9. Solis

    Solis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2011
    Beiträge:
    2.909
    Ort:
    Nordrhein-Westfalen
    Zwischen dem eigenen Gewissen und den Anforderungen der Gesellschaft, die nicht mit dem eigenen Gewissen übereinstimmen, wird es sicher immer Konflikte geben.

    Es gibt manche, die so empfindsam sind, dass sie viel mehr als andere die Konsequenzen der Gesellschaft hinnehmen wollen und dadurch vielleicht obdachlos werden, während andere spießbürgerlich das Gegenteil dazu darstellen. Es pendelt hier also von einem Extrem ins andere.

    Eine Vermittlung zwischen Gewissen und äußerer Anforderung ist nicht die Mitte zwischen beiden, wo man nur halbherzig ist, um nicht geschädigt zu werden, sondern die Kunst der gegenseitigen Verständigung durch Vernunft.

    Wie hätten Menschen wie Graf von Stauffenberg vernünftig reagieren können? Stauffenbergs Gedanke war wohl, durch den Tod Hitlers wären die Probleme beseitigt. Aber hat der Gedanke nicht auch die Gefahr in sich, dass ein Anschlag hätte misslingen können? Hätte es nicht selbst nach einem gelungenen Attentät noch schlimmer werden können? Das kann wohl niemand beantworten.

    Ich denke, uns sind manchmal die Hände so sehr gebunden, dass nur wenig Spielraum übrig bleibt. Aber innerhalb dieses Spielraums können wir versuchen, durch Vernunft zu wirken. - Vielleicht hätte das Stauffenberg so machen sollen?
     
  10. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
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    Was hast du für dich draus gelernt,das ist die Frage .

    Nicht mehr anecken,keine Risiken mehr eingehen -wohl kaum ?

    Es gibt Dinge,die man einfach tun muss,und auf seine Art und die Konsequenzen kennt man vorher ja oft nicht,also bleiben nur irgendwie Gewissen,gesunder Menschenverstand,Lebenserfahrung als Kriterien übrig.

    LG
     
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