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Gesichter der Wut

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von SalixAlba, 21. Januar 2008.

  1. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
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    Mir ging da heute etwas durch den Kopf. Und zwar will ich wissen - und hoffe, hier gibts einige, die mir das sagen können (sei es aus eigener Erfahrung, sei es durch erworbenes Wissen) - welche Formen von Wut es gibt und wie man damit umgehen kann, bzw. das verändern kann, dass sich das abbaut.

    Ich weiß z. B., dass es Jähzorn gibt und der höllisch unangenehm sein kann. Auch weiß ich, dass manche Leute cholerisch sind. Doch sicherlich gibt es noch feinere Unterteilungen und ich wüßte gerne, wie die sind.

    Mal ein Beispiel:
    Jemand ist als kleines Kind schon leicht erregbar. Zum einen knurrt es mit ca. 2 Jahren Leute an, die vorbei gehen und es nicht mal beachtet haben. Zum anderen rastet es zwei Jahre später regelmäßig aus. Ein falsches Wort, eine falsche Handlung und das Kind befindet sich in einem konkret ausgeklinkten Zustand. Die Mutter erkennt, dass das extrem ist und das Kind sich in seiner Toberei (man könnte es blinde Wut nennen oder vielleicht auch Raserei?) selbst verletzen könnte und nimmt es auf den Schoß und hält es fest - ganz nach dem Holding. Sie muss ihre ganze Kraft aufbieten, denn der Zustand verleiht dem Kind enorme Körperstärke. Zuerst dauert dieser Zustand oft über eine Stunde oder mehr, was sich mit dem Holding aber dann immer wieder um ein wenig verkürzt. Am Ende sind Mutter und Kind schweiß gebadet und ganz plötzlich, als ob wieder ein Schalter umgelegt wird, geht das hysterische Geschrei des Kindes über in normales Weinen und man merkt, nun ist der Anfall vorbei.
    Später legt sich das ein wenig und die Wut kanalisiert sich gegenüber Geschwistern im Streit oder wenn Dinge nicht so sind, wie sich das Kind das vorstellt. Irgendwann, als das Kind ca. sieben Jahre alt ist, sagt es zur Mutter, dass es Angst hat und dass da eine Kraft ist, die ihm unheimlich ist. Die Mutter weiß diese Aussage aber nicht einzuordnen, beobachtet aber weiter.
    Viele Jahre später, als das Kind schon gesetzlich erwachsen ist, kommen ähnliche Anfälle. Ein kleines Wort, eine kleine falsche Handlung und schon kommt der Austicker. Nur ist es nun kein Geschrei mehr, wie als kleines Kind, sondern der Ausbruch wird verbal begleitet.
    Zunächst ist dann erstmal Funkstille und man geht sich aus dem Weg. Aber man hat den Eindruck, das "Kind" (ist ja jetzt keins mehr) leidet unter dem Zustand und hat Schuldgefühle, dass es immer wieder so weit kommt. Es ist aber nicht in der Lage sich zu entschuldigen, sondern hat das Gefühl, es muss unbedingt auf seinem Standpunkt und den Anklagepunkten beharren. Welcher Art die sind, spielt keine Rolle, denn es geht um das Grundsätzliche.
    Danach kommen dann Handlungen, wo man den Eindruck bekommt, es ist so eine Art Wiedergutmachung.

    Nun die Frage: Gibt es eine Möglichkeit das zu heilen?
    Wie geht man so gut wie möglich damit um? Wobei die Familie in einer Anfallssituation sowieso versucht, selbst ruhig zu bleiben.
    Was ist das? Was passiert da?
    Das Kind selbst leidet am meisten darunter, wie kann man ihm denn helfen? Wobei das etwas schwierig ist, weil nicht klar ist, wieweit Hilfe angenommen wird. Das Kind ging auch eine Weile in Therapie, was aber momentan auf Eis liegt.

    Ich bin sehr dankbar für Anregungen, Gedanken und Überlegungen.

    Alles Liebe
    SalixAlba
     
  2. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.276
    Ort:
    Achtern Diek
    Hallo SalixAlba,:)

    hmmmm, das klingt so, als hättest du hier ein Kind aus der Serie "die Super-Nanny beschrieben (*nicht bös sein)..
    Ich glaube, dieses Kind hat eine sehr starke Persönlichkeit und weil dies so ist, versucht es, seine Umgebung zu dominieren. Hier hilft nur eines: Klare Grenzen ziehen und Regeln aufstellen, an die sich das Kind, aber auch die Eltern streng zu halten haben. Gleichzeitig aber nicht die Liebesbeweise vergessen und dem Kind zeigen, das es den Eltern wichtig ist.....:) Solch ein starkes Kind ist in den Händen von sogenannten "Weichspüleltern" nicht gerade gut aufgehoben, wenn du verstehst, was ich meine...Licht & Liebe kann nämlich ein Kind genauso "erschlagen" wie Hartherzigkeit und Lieblosigkeit.



    LG
    Urajup
     
  3. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo SalixAlba,

    hast du schon mal was von einem Kinesiologen gehört? Sehr gute Arbeit leisten hier die Psycho-Kinesiologie nach Dr. Klinghardt und die analytische Kinesiologie nach Dr. Keding. Da wird ausgetestet woher die Störung kommt und da gibt es vier Bereiche: die körperliche Ebene, die biochemische, die psychologische und die energetische. Betrifft es z.B. die psychologische Ebene werden die Organe getestet, ob sie funktionieren. Wut wird mit einer Störung im Leber-Meridian in Verbindung gebracht, Zorn und jähzorn mit einer Gallen-Störung. Bei beiden Störungen fühlt sich derjenige nicht geliebt und anerkannt.

    Liebe Grüße Pluto
     
  4. Freyr

    Freyr Guest

    Im allgemeinen ist es immer gut, ein Kind zu halten. Doch ich verstehe nicht, wieso eine Mutter dies in dem Fall tut? Ich vermute, das Kind bekommt dann das Signal: "Es ist ok, was ich mache." Das wiederum dürfte Wiederholungen zur folge haben. Irgendwann kann das keiner mehr stoppen.
    Falscher Lerneffekt.
    Als mein Kind sich im Supermarkt hinschmiß und tobte und schrie, ließ ich es liegen und ging weiter (natürlich hatte ich ein Auge darauf). Es beruhigte sich alsbald. Die Verkäuferinnen schüttelten teils den Kopf, teils lobten sie mich.
    Vielleicht ist es das, was uns Eltern am meisten erschreckt: Kopfschütteln. Und das will man dann mit allen Mitteln vermeiden. Kann man aber nicht.
    Die größten Kopfschüttler sind meiner Erfahrung nach die, die selbst keine Kinder haben.

    LG*
     
  5. SalixAlba

    SalixAlba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. Dezember 2004
    Beiträge:
    978
    Ort:
    Österreich - Kreis Voitsberg
    Danke für eure Antworten.

    @Freyr
    Nun zwischen dem Halten als kleines Kind und der jetzigen Situation liegen 15 Jahre. Es wie mit allem anderen und bei jedem, sie hat das so gemacht, wie sie es am besten wußte. Vielleicht war das falsch, aber in dem Moment fand sie es richtig.
    Das Ausrasten selbst war nicht zu vergleichen mit einem Trotzanfall, weil das Kind etwas haben will und nicht bekommt. Es ist schwer zu beschreiben, was da passiert ist, aber ich versuch es trotzdem. Es war, als wenn das Kind von etwas überrollt wird und total die Kontrolle verliert. Es war .. hm... ich weiß kein Wort außer ausklinken. Als wenn ein Schalter gekippt wird und etwas runtersaust. Es war, als wäre das Kind nicht wirklich bei Bewußtsein. Das ging dann eben so lange, bis der Anfall vorbei war und alles in normales Weinen und Schluchzen überlief. Da merkte man, jetzt ist es "wieder da".
    Heute ist das Kind eben 19 Jahre alt. Eigentlich erwachsen, aber diese Momente kommen immer noch. Nicht so, dass dann eine Weile Schreierei ist, sondern das Ausrasten. Ausgeklinkt, ja und ohne Kontrolle. Nein, fast ohne Kontrolle, denn das Kind selbst sagt von sich, dass es diese Wut immer verspürt, aber seit es älter geworden ist, in gewisser Weise doch versucht, die Kontrolle zu behalten.

    @pluto
    Das ist interessant. Ich selbst hab davon noch nicht gehört. Leberstörung könnte ein Hinweis sein, bzw. der Meridian, weil auch Klagen über Leberschmerzen kommen. Und es wurde festgestellt (hoffentlich sag ich das jetzt richtig), dass die roten Blutplättchen oder Blutkörperchen größer sind, als normal. Ob das jetzt damit zu tun hat, weiß ich nicht. Als Kind gab es teilweise auch heftige Wachstumsschmerzen. Es waren Schmerzen in den Beinen, die wirklich oft sehr stark waren, so dass an Schlaf manchmal nicht zu denken war.

    @Urajup
    Auch deine Gedankengänge sind nicht von der Hand zu weisen. Klare Grenzen sind nie verkehrt und vermitteln oft auch Sicherheit. Wie gesagt, die Schwierigkeit liegt hauptsächlich darin, dass das Kind inzwischen 19 Jahre alt ist (wobei man auch da noch Grenzen setzen kann) und auch eine gewisse Entscheidungsfreiheit hat, was aber dann oft zu abblocken führt, wenn man helfen will. Nun ja, Pubertät ist auch noch dabei.

    Über weitere Anregungen bin ich dankbar, da ich schon auf der Suche nach einer effektiven Lösung bin. Und weil halt jede Ursache eine Wirkung hervor ruft, wäre es sicher sinnvoll, auf die Ursache zu kommen. Vielleicht kann dann alles aufgelöst werden.

    Alles Liebe
    SalixAlba
     
  6. Freyr

    Freyr Guest

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    Dann habe ich das unterschätzt. Danke, daß du darauf aufmerksam machst.
    Es stimmt wohl immer wieder mal, daß man all zu leicht von sich aus geht.
    Ich kann da leider nicht helfen, wünsche aber der Familie von Herzen alles Gute.:liebe1:
     
  7. Lucille

    Lucille Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2006
    Beiträge:
    734
    Hallo SalixAlba,

    im Rahmen eines Sozialprojektes war ich ein Jahr lang mit einem
    Kind (12 Jahre) konfrontiert, das ganz ähnliche Symptome
    hatte wie die von dir beschriebenen.

    Allerdings galten seine Wutausbrüche sowohl Mutter als auch Vater,
    teilweise auch den Geschwistern. In diesem Zustand des Austickens
    (ist treffender als „Wut“) war er nicht mehr er selbst. Er trat und schlug
    um sich, auch mit Gegenständen. Begleitet waren seine Attacken von
    verbalen Ausbrüchen, die allerübelste Schimpfwörter für die Eltern
    beinhalteten. Ein solcher Zustand dauerte zwischen ein paar Minuten
    bis zu einer halben Stunde. Das ganze über Jahre hinweg und mehrmals
    pro Woche.
    Die Eltern gingen mit ihm von einer Therapie zur nächsten, er wurde
    durchgecheckt, getestet, begutachtet.

    Der Junge sagte stets, er habe manchmal "ein Manderl im Kopf, das ihm sagt,
    dass er wütend sein soll".
    Schließlich wurde ein Asperger-Syndrom diagnostiziert.
    Beides, sowohl das "Manderl" als auch die Diagnose, waren für mich,
    aufgrund meiner Beobachtungen, allerdings nicht ganz stimmig.
    .
    Das Festhalten war eine von vielen Therapien, (darunter auch
    Medikamente) die ohne Erfolg blieb.

    Da das auffällige Verhalten fast nur auf engste Familienmitglieder
    beschränkt war, hatte (habe) ich die Vermutung, dass es sich um eine
    Verstrickung handeln könnte. Aus der Familiengeschichte heraus wäre
    das sehr nahe liegend.

    Der Vater ist ein sehr sanfter Mensch („Weichei“ klingt so abwertend),
    die Mutter ist hilf- und machtlos. Grenzüberschreitungen sind somit
    Tür und Tor geöffnet.

    Eine ziemliche Belastungssituation für die ganze Familie ist das.

    LG
    Lucille
     
  8. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Hallo SalixAlba,

    so wie du es beschreibst, scheint es sich nicht um Erziehungs- oder Verhaltensprobleme zu handeln.

    Klingt für mich (Laie) wie eine chemische Störung im Gehirn, fast wie ein epileptischer Anfall oder eine Störung aus einem früheren Leben (was man nicht so alles mitnimmt).

    Ich würde einen Homöopathen aufsuchen. Homöopathie behandelt auch emotionale Zustände äußerst erfolgreich.
    Ich persönlich würde nur dann zu einem Psycho-Kinesiologen gehen, wenn die Störung aus diesem Leben ist oder wenn sich der Therapeut auch mit früheren Leben auseinander setzen kann.
    Lucille hat mich auch noch auf die Idee einer Familienaufstellung gebracht.

    Denke, das Festhalten war ok. Die Instinkte der Mutter sind fast immer wesentlich besser als eine Diagnose eines Aussenstehenden.
     
  9. La Dame

    La Dame Guest

    Wobei das ja stets eine feinstoffliche Ursache hat... könnten das Fremdenergien sein? (Erdgebundene Seelen... ev. auch mit karmischem Bezug - im Sinne von Täter-Opfer-Beziehungen?)...

    Die gehen mit Homöopathie auch nicht weg...


    Mercie
    La Dame
     
  10. Ajna

    Ajna Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2006
    Beiträge:
    36
    Ort:
    An der Elbe
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    Hallo SalixAlba,

    ich kenne sowas nicht... bei mir ist es so, dass ich mich in schwierigen Situationen extrem zurückgezogen habe.
    Aber vielleicht hilt es ja, wenn die Person versucht zu bemerken, wann das "Austicken" beginnt und rechtzeitig die Situation wechselt... also weggehen und in körperlicher Aktivität "ableiten"
    War nur so ein Gedanke... weiß nicht, ob dass hier auch sinnvoll ist.
    Und vielleicht auch Bewußtmachen und Beobachten der eigenen Gefühle: was genau stört mich jetzt?
    Von Unterdrücken halt ich persönlich nichts - würde sich dann bestimmt geballt einen Weg bahnen.
    Ach ja: warum sollte es keine Ursache in der Familie haben? Die Eltern könnten objektiv gesehen ja alles richtig gemacht haben. Aber evtl. passte das Verhalten eben nicht zum Kind... soll heißen, dass sich das Kind etwas anderes gewünscht oder gebraucht hätte... oder so...

    Was bedeuten denn die "Blutveränderungen" (den Ärzten zufolge)?

    Alles Liebe,
    Ajna
     

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