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Gesellschaftsproblem Prostitution

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Bulldackel, 24. Mai 2009.

  1. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
    Ort:
    Berlin
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    Diese Ladies verschachern ihre eigene Menschenwürde. Darüber sollten weder Frauen noch Männer froh sein.

    Sehr gewagt. Alice Schwarzer konstatiert zwar durchaus, dass es nicht der Wunsch nach Erotik, sondern der Wunsch, Macht auszuüben ist, der bestimmte Männer in die Bordelle treibt. Wenn dort aber alles "legal" abläuft (sofern das möglich ist in einem per se die Menschenwürde untergrabenden "Gewerbe"), dann wird der Grad der Macht (über die Frau) sich noch innerhalb gewisser Grenzen bewegen und einen potenziellen Vergewaltiger eben nicht zufrieden stellen und vielleicht sein Verlangen nach "mehr" erst noch richtig "anfüttern".

    Ich denke, es spricht nichts dafür, dem Kollektivverbrechen "Prostitution" in irgendeiner Weise etwas gutes abzugewinnen.
     
  2. Fingal

    Fingal Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2005
    Beiträge:
    3.501
    Ebenfalls sehr gewagt. Vor allem würde ich auf jeden Fall alles an den Aussagen von Alice Schwarzer festmachen :rolleyes:
    So lange der Mann ins Bordell gehen kann und dort bestimmt, was er für sein Geld bekommt, übt er Macht über die Frau aus. Jedenfalls in seinem Hirn.
    Vorausgesetzt die Frauen machen das freiwillig, ist es bestimmt nicht an Dir, deren Menschenwürde festzulegen. Ich wäre gerade mit dem Begriff Menschenwürde extrem vorsichtig, denn diese ist jedenfalls bei uns in Deutschland wie jeder wissen sollte, unantastbar. Es kommt immer auf den Blickwinkel drauf an. Nicht jeder schaut auf das Thema Prostitution mit den gleichen Augen. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass Prostitution ein Kollektivverbrechen wäre. Vielleicht in Deinen Augen, d.h. noch lange nicht, dass alle so denken müssen.
     
  3. wutiger

    wutiger Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    520
    Ort:
    keine Ahnung
    denke auch, dass man das nicht so einfach sagen kann. Normalerweise sollte die Frau bestimmen, was sie tut und wieviel Geld sie dafür verlangt. Dann liegt die Macht allein bei ihr. Dass das in der Realität oft nicht der Fall ist, liegt an den schlechten Rahmenbedienungen. Einerseits sollte kein Mensch in einer reichen gesellschaft wie der unseren durch finazielle Not zur Prostitution gezwungen werden, andererseits müßte diese aus versteckten hinterhöfen und aus kriminalisierten Rotlichtviertel herausgeholt werden. Mit angemessener Kranken- und Pensionsversicherung, Mindestgehalt, ausreichender polizeilicher Hilfleistung sowie juristischer Absicherung, sodass keine überflüssigen Zuhälter mehr benötigt werden und harte Strafen für illegale Prostitution, vor allem für Freier die diese in Anspruch nehmen.

    Eine Frau die ohne Not und Druck von Außen beschließt in diesem Gewerbe tätig zu sein, muß sich weder für ihre arbeit schähmen, noch braucht sie sich einreden lassen, dass ihr die arbeit körperlich oder seelisch schlecht bekommen müsse und sie hat es selbst in der Hand soweit zu gehen, wie sie es für richtig hält.
     
  4. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    16.219
    Ort:
    Saarland
    Wenn eine das aus einer wie auch immer gearteten Notlage heraus macht, dann ist das mit der Freiwilligkeit nicht realistisch. Ich würde nicht in ein Bordell gehen.
     
  5. Callisto

    Callisto Guest

    Solange diese Frauen es FREIWILLIG tun, was ist so schlimm dran?
    Leute die Frauen dazu zwingen, sollten eingebuchtet werden, das ist klar.
    Aber vor Frauen die sowas freiwillig tun, hab ich die höchste Achtung.
     
  6. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
    Ort:
    Berlin
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    :eek:
    Die (angebliche) Freiwilligkeit tut gar nichts zur Sache. Niemand hat das Recht die Würde irgendeines Menschen zu verletzen. Auch nicht seine eigene.

    Vordergründig freiwillig. Was bleibt ihnen auch anderes übrig? Sollen sie ihrem nächsten zahlenden Vergewaltiger erzählen, dass sie dazu gezwungen werden und dass es sie anekelt, von ihm begrapscht zu werden?

    Ein Mensch, der sich prostituiert, wird das in aller Regel mit der Art von "Freiwilligkeit" tun, mit der sich andere Menschen umbringen oder selbst verletzen:

    Prostituierte und Stricher sind nach einer kanadischen Studie eine Hochrisikogruppe für psychische Störungen. Häufig findet man bei ihnen erhebliche Störungen vor. Viele Prostituierte leiden an psychischen Traumata, die in ihrer Vergangenheit und durch ihre Tätigkeit bedingt sind. Hierbei findet man sexuellen Missbrauch von Kindern bei 26 – 73 % vor. An körperlicher Kindesmisshandlung litt etwa die Hälfte der untersuchten Prostituierten. Auch sonstige potentiell Trauma auslösende Situationen, sind häufiger bei Prostituierten zu finden als bei nicht Prostituierten. [7]

    In Hamburg wurden bei 98 % der untersuchten Prostituierten mind. ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit festgestellt. Hierbei fanden sich bei 83 % bereits ein Trauma in der Kindheit (familiäre Gewalt 70 %, körperliche Misshandlung 65 %, sexueller Missbrauch 48 %). Während der Prostitution erfahrene Traumata fanden sich bei 83 % (körperlicher Angriff 61 %, Vergewaltigung 61 %, Bedrohung mit einer Waffe 52 %). Hierbei erreichten 53 % einen Krankheitswert im Sinne einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Missbrauch und Abhängigkeit von illegalen Drogen bei 74 %. In internationalen Vergleichsstudien finden sich ähnlich Befunde.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution
     
  7. Callisto

    Callisto Guest

    Was eine verbohrte BLINDHEIT!
    Es gibt sehr wohl Frauen die das freiwillig machen. Und was eine Frau mit ihrem Körper macht, das ist ALLEIN ihre Sache und da hat kein Moralapostel das Recht sich einzumischen!
     
  8. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
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    8.563
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    NRW
    Sorry Bulldackel,

    aber das hier

    trifft z.B. auch auf Manager, Geschäftsleute, Ärzte oder Politiker zu...(die leiden z.B. häufig an narzisstischen Persönlichkeitsstörungen...)

    ...und wohl auch auf den ganzen Rest unserer Gesellschaft....
    die ja alle ach so "normal" sind...
    ...und guckst du mal dahinter...graust es dich...ob der vielen vielen psychischen Störungen, kranken Familienmustern usw. etc.......:rolleyes:
     
  9. Callisto

    Callisto Guest

    amen :)
     
  10. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
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    Ja. Die Edelhuren, die sich ihre Kundschaft aussuchen, und sich lediglich von gutaussehenden und charmanten Herren für das bezahlen lassen, was sie unentgeltlich auch machen würden. Runde 40% der Prostituierten sind als Kinder Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. Glaubst du im Ernst, die steigen freiwillig in dieses Geschäft ein?

    Das ist falsch. Wenn sie ihre Menschenwürde verletzt, ist es nicht mehr allein ihre Sache.
     
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