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Geschichte eines indischen Mädchens

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von ForFaith, 1. April 2006.

  1. ForFaith

    ForFaith Mitglied

    Registriert seit:
    2. Februar 2006
    Beiträge:
    113
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    Ich hab kürzlich im TV eine Dokumentation über ein junges indisches Mädchen gesehen, das in mit seiner Familie in der Schweiz lebt. Sie ist 16 Jahre alt und wurde von ihren Eltern versprochen. Der ganze Prozess der arrangierten Ehe wurde von einem Kamerateam begleitet.

    Das Mädchen machte auf mich einen aufgeweckten und aufgeklärten Eindruck. Sie hat offen erzählt, wie ihre Eltern sie fragten, ob sie für sie eine Ehe arrangieren sollen. „Ich wusste, wie viel ihnen das bedeutet, sodass ich nicht nein sagen konnte“, hat sie gemeint.

    Danach hat sie mit ihren gleichaltrigen Freundinnen darüber gesprochen. „Wenn ich verheiratet bin, muss ich mich um meinen Ehemann kümmern und ihm gehorchen“, hat sie erzählt. Darauf die eine Freundin ganz schockiert: „Dann kannst du also nicht mehr machen, was du willst?! Wenn du dir also die Haare schneiden willst und der Mann sagt „nein“, dann musst du tun, was er sagt? Findest du das nicht ein wenig übertrieben?“ „Doch, schon…“, antwortete das indische Mädchen, „aber was soll ich machen…“

    Nun fand die Verlobung statt. Der zukünftige Ehemann lebt in Kanada und kam nur für die Verlobung in die Schweiz. Das Mädchen war sichtlich nervös. Sie hatte keine Ahnung, was auf sie zukam. Der stolze Vater filmte das ganze Geschehen und gab seiner Tochter während der Verlobungsfeier regieartige Anweisungen. Hier ein paar Beispiele:

    Vater: „Jetzt gebt ihr euch gegenseitig zu essen. Nimm den Teller.“
    Tochter: „Ich habe keinen Hunger.“
    Vater: „Tu es, das muss so sein.“
    Tochter nimmt mit einer Hand Essen vom Teller.
    Vater: "Nimm mehr!"
    Tochter gehorcht.

    Ein Gruppenfoto wird gemacht: Das Mädchen traut sich nicht so nah an ihren Verlobten, den fremden Mann, der nur englisch spricht.
    Vater: „Geh näher zu ihm hin!“
    Tochter: „Ich kann nicht.“
    Vater: „Du musst. Du gehörst jetzt zu ihm und nicht mehr zu mir.“
    Tochter tut es nicht. Sie traut sich nicht...

    Die Verlobung ist zu Ende. Das Mädchen muss sich von ihrem Verlobten verabschieden.
    Vater: „Jetzt geh zu ihm hin. Nimm ihn an den Schultern und gib ihm einen Kuss auf die Wange.“
    Tochter: „Was? Nein…“
    Vater. „Mach, was ich sage.“
    Tochter resigniert und macht es. Nur ein flüchtiger Kuss. Ganz schnell.

    Am Ende des Tages sagte das Mädchen zum Kamerateam: „Ich bin froh, dass er (der Verlobte) abgereist ist.“

    Liebe Grüsse
    ForFaith
     
  2. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    Schlimm - klar. Will das auch nicht verniedlichen.

    Aber wie weit ist das von uns weg?

    Früher wurden bei uns auch, meist aus finanziellen Gründen, die Ehen arrangiert. In Königshäusern sowieso...

    Meiner Oma ist das auch noch passiert. Sie hatte sich als sehr junges Mädchen in wen verguckt, den sie nicht haben durfte. Begründung: Er sei evangelisch und sowas ging in Westfalen nun mal gar nicht...

    Sie bekam dann einen anderen, von den Eltern ausgesuchten. Einen reichen Müller mit viel Land und großem Hof.

    60 Jahre später:

    Sie sitzen zusammen auf der Bank im Hof, sie puhlt Erbsen, er reicht sie ihr die Schoten einzeln an, " damit sie es leichter hat "...

    11 Kinder, davon haben 9 überlebt. Als er stirbt, will sie auch nicht mehr. Ihre letzten Worte vor dem Sterben: " Jöppken ( ihr Mann ), da bist du ja!" Sie stirbt lächelnd.

    Will damit sagen, es kann auch gut gehen. Muss nicht, aber kann...

    Lieben Gruß,
    Rita
     
  3. ForFaith

    ForFaith Mitglied

    Registriert seit:
    2. Februar 2006
    Beiträge:
    113
    Natürlich. Und ich hoffe, dass es bei diesem indischen Mädchen gut geht und es glücklich wird. Ich wollte die Verheiratung auch nicht werten, sondern einfach mal die Geschichte erzählen.

    Im Übrigen möcht ich noch anfügen, dass die Eltern des Mädchens sich sichtlich Mühe gaben bei der Auswahl des Ehemannes. Er ist kein klappriger alter Lustmolch, sondern ein nett aussehender junger Mann mit geregeltem Einkommen. Klar, er ist ca. 10 Jahre älter als das Mädchen, aber 10 Jahre sind ja nicht sooo viel. Hätte auch schlimmer kommen können :stickout2

    Was für mich noch ein interessanter Aspekt war: Die Eltern des Mädchens haben sich AUS LIEBE geheiratet, hatten als keine arrangierte Ehe. Darauf wurden sie von ihren Familien verstossen und verachtet. Dieses Schicksal wollten sie ihrer Tochter ersparen... Andererseits enthalten sie ihr auf diese Weise andere Dinge des Lebens vor. Sie darf sich nicht verlieben und das andere Geschlecht erforschen, wie es ihre gleichaltrigen Freundinnen tun. Sie darf nicht auf Partys und mit Jungs flirten, geschweige denn mit einem Jungen rumknutschen. Diese Dinge gehören doch alle zum Leben einer jungen Frau... und sie wird so was nie erfahren. Das ist irgendwie traurig...

    Liebe Grüsse
    ForFaith
     
  4. LeBaron

    LeBaron Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Mai 2005
    Beiträge:
    2.903
    Ort:
    Rheinland
    Höchstens 50 Jahre.

    Beweist du mir bitte, dass deine moderne Liebes-Ehe
    erfolgreicher ist als die konventionelle arrangierte?
    Scheidungsraten und so.

    Danke

    LB
     
  5. LeBaron

    LeBaron Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Mai 2005
    Beiträge:
    2.903
    Ort:
    Rheinland
    Klar darf sie das.

    Sie verliebt sich in ihren Mann und erforscht auch
    reichlich sein Geschlecht.

    Wie kommst du auf die komische Idee?

    Es ist wirklich schwer, Luxusemanzen begreiflich
    zu machen, dass 99.99999% aller Frauen weder so
    leben noch so empfinden wie sie.

    LB
     
  6. sage

    sage Guest

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    Hi,

    meine Großmutter hat erst mit 30Jahren geheiratet und sie war Jahrgang1896 oder so in dem Dreh.
    Sie hat sich ihren Mann selber ausgesucht.
    Ob eine Frau, die sich "durch alle Betten gearbeitet "hat, glücklicher wird, kann ich nicht sagen. Aber sie hat wenigstens Vergleichmöglichkeiten.
    Natürlich träumen auch bei uns viele Männer von einer "Jungfrau", der sie zeigen? können, wie toll er doch ist.GOTT SEI DANK machen das nicht alle Frauen mit.
    Was meint eigentlich Monsör mit Luxusemanzen?
    Ist eine Frau eine Emanze, weil sie vom Mann erwartet, daß er etwas für sie tut?Daß er Leistung bringt?Daß Frauen heute nicht mehr alles abnicken, was aus dem Munde eines "Dreibeins"kommt?
    Leider gab und gibt es immer noch zu wenige Frauen, die wirklich selbstständig sind.
    Un die Emanzipation an sich war eh eine Erfindung der Männer, denn alles was die Frauen davon letztendlich haben, ist eine Doppelbelastung.


    Alles Gute


    Sage
     
  7. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Naja. Das ist ja alles gut und schön mit den Vergleichsmöglichkeiten. Und was hast davon? Daß du am Ende nach einer großen Runde durch die Männerwelt erkennst, du nimmst erstens eh immer denselben Typ (Alter und Hemdgröße egal) - es geht zweitens in jeder Beziehung um immer wieder dieselben Probleme, und drittens verblaßt auch die heißeste Liebe nach einigen Jahren im Alltagskram zu einem zahmen Kerzenflämmchen. Da kannst (es sei denn er ist ein brutaler Schläger oder sonstwie pervers und du mußt dich von ihm befreien) gleich beim ersten bleiben und die Arbeit an der Beziehung, die gemacht werden muß, gleich dort machen.

    Aber um das zu erkennen, gehen die meisten von uns zuerst eine große Runde durch die Männerwelt. Sind wir deshalb glücklicher als unsere Großmütter, denen nichts anderes übriggeblieben ist als gleich beim ersten Mann die Beziehungsarbeit zu tun? Ich weiß nicht.

    Übrigens, ich mein das gar nicht resignierend.
     
  8. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    :confused:
    Mir fällt hier auf Anhieb kein Grund ein, warum ich dir was auch immer beweisen sollte...
    Zumal ich keine definitive Aussage in die eine oder andere Richtung gemacht habe. Ob eine Ehe nun arrangiert oder sogenannt aus freiem Willen mit diesem ominösen Begriff " hach, wir lieben uns doch so " zustande kam - beides kann klappen oder total daneben gehen...

    Gruß von Rita
     
  9. sage

    sage Guest

    Hi RitaMaria,

    warum soll ich mir einen Partner aufzwingen lassen?
    Wenn will ich mir den schon selber aussuchen, schließlich müssen ja nicht Mama und Papa mit dem Typ ins Bett gehen.
    Und ganz ehrlich, das Leben ist nicht dazu da, daß ich mir es mit Beziehungsproblemen erschwere. Wenns nicht läuft, adios und der nächste bitte.
    Früher waren die Ehen, ob arrangiert oder nicht, auch nicht glücklicher. Aber niemand, oder kaum einer, wagte darüber zu sprechen.Wieviele menschen haben damals, teilw. auch heute, bis zum bitteren Ende in einer beziehung ausgeharrt, die unerträglich war.
    Die Männer hatten häufig "was nebenbei", die Frau hockte zuhause und passte auf die Möbel auf.
    Aufklärung gab es nicht. Nur das lapidare"Leg Dich hin, es ist Deine Pflicht. Mach de Augen zu und bete, daß er schnell fertig ist."
    Sorry, das ist kein Leben. Das könnte mit mir keiner veranstalten. Für mich stand jedenfalls schon mit 15 fest, daß ich a)keine kinder haben möchte und b) mir mit den Heiraten, wenn überhaupt, sehr, sehr viel Zeit lassen würde.Es hat zwar immer wieder "gute Angebote" gegeben, aber wennich mir vorstellte,daß ich mit ein und demselben Typ für schlimmer und ewig zusammen sein sollte, neee danke.
    Und wenn ich so die Leute betrachte, die alle bereits geshieden sind oder mit verkniffenem Gesicht rumlaufen, weil sie nur Schiß haben sich zu trennen, weil sie ja dann möglicherweise eune Weile allein leben müßten, habe ich
    den besseren Teil erwischt.
    Meine Freiheit würde ich für niemanden aufgeben.


    Alles Gute


    Sage
     
  10. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
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    Am Rhein
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    Ist doch klar - erwartet ja auch keiner von dir:party02:

    Wir sprachen hier doch von anderen Zeiten und Kulturen und da war die Grundaussage schlicht, dass das ebenso gut auch gutgehen kann. Nicht muss.

    Lieben Gruß,
    Rita
     
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