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Geld für schamanische Arbeit

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von silberelfe, 24. Oktober 2009.

  1. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
    Beiträge:
    2.572
    Ort:
    Freilassing/Salzburg
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    Hallo an alle,

    im wieder habe ich hier gelesen, dass es nicht in ordnung sein soll, für schamanische arbeit geld zu nehmen.

    Dass traditionell kein geld genommen wurde ist bei den meisten ethnien ja wohl klar, da es kein geld gab. Entweder der schamane wurde von vornherein von der gemeinschaft versorgt oder er wurde in lebensmitteln bezahlt, es gab natürlich auch andere strukturen.

    Bei uns läßt sich so ein huhn halt schlecht in den tank stopfen.

    Ich sehe es so, dass eine energetische "schuld" entsteht, wenn ich für einen anderen menschen arbeite. Wenn diese schuld nicht begleichen wird, steht der mensch in meiner schuld, bis die gegenleistung erbracht wird. Da das nicht in ordnung ist, muss ich dem menschen die gelegenheit geben, etwas zurückzuzahlen. Oder ich definiere meine arbeit von vorne herein als geschenk, das muss dann aber wirklich aus dem tiefen inneren kommen, damit die verwicklungen gar nicht erst entstehen. So bleiben alle frei.

    Außerdem nehme ich geld, damit ich ein gutes leben führen kann. Und ich sehe nicht ein, warum das für mich nicht ok sein soll, während der mensch, den ich unterstütze immer erfolgreicher wird....

    Bei mir hat alles seinen preis, man kann in euros zahlen oder auch mit dienstleistungen. Es muss natürlich für beide seiten passen - keine hühner, da ich sie nicht esse :D so als beispiel.

    Warum soll es nicht in ordnung sein, für geld schamanische arbeit zu verrichten?

    :danke:

    silberelfe
     
  2. Meda

    Meda Mitglied

    Registriert seit:
    29. September 2007
    Beiträge:
    130
    Ort:
    Auf dem Land
    Hallo

    Ein wirklich heikles Thema.

    In Tibet wird gesagt, das man Nichts bezahlen muss, in Sibirien wird mit Lebensmitteln bezahlt und die Lakota meinen, man darf Nichts für die heiligen Rituale verlangen. Nun und Jesus hat auch nicht um Geld gebeten...

    Wie immer hat jeder Recht und die Wahrheit liegt in der goldenen Mitte.

    Viele werden sagen, man muss auch bedenken in welcher Zeit das gesagt wurde. Damit haben sie aber nur teilweise recht. Geld war aber nicht weniger wichtig um zu Leben, wie heute. Von Etwas muss man ja auch seine Rechnungen oder seinen Lebensunterhalt bestreiten, aber als Vollzeit-"Schamane" oder Esoteriker ... das ist Trug und Schein. Abgesehen, dass ich das äußerst suspekt finde. Man sollte seinen weltlichen Lebensunterhalt mit einem weltliche Job verdienen und seinen spirituellen Unterhalt mit einem spirituellen Job.

    ***beitrag wegen verlinkung auf eigener homepage entfernt***

    Natürlich sollte ein angemessener Austausch stattfinden, aber ich möchte mich nicht durch die Sorgen, Ängste und Nöte anderer Bereichern und ein "besseres" leben führen. in diesem Punkt stimme ich nicht mit silberelfe überein. Ich möchte kein "besseres" Leben, sondern ein ganz normales. Ich möchte einfach das zum Leben notwendige bezahlen können. Ich kaufe nicht die neuesten Schuhe, Mäntel oder Schmuck. Ich schmeiß auch kein Geld für Schminke heraus oder Drogen wie Alkohol, Zigaretten usw.

    All das sind weltliche Laster oder für einen wahrlich spirituell arbeitenden Menschen unnötiger Luxus.

    Ich möchte lediglich, dass ich mich ernähren und die Miete bezahlen kann. Und dafür reicht ein "normaler" Job. Um zu schamanisieren oder das Internet zu bezahlen, dafür nehme ich die Spenden meiner Arbeit (und natürlich spende ich auch einen Teil an Organisationen oder Hilfbedürftige in meinem Bekanntenkreis). Nichts ist hilfreicher, als persönliche Hilfe - ob materiell oder spirituell. Nichts gegen die Organisationen, aber ich möchte gernen sehen ob und wo meine Hilfe ankommt. ;)

    Schamane oder schamanisch Praktizierende zu sein ist eine Ehre, keine Frage des Geldes. Es ist eine Lebenseinstellung, die man nicht wi einen Mantel für ein paar Euro an- oder wieder auszieht. :rolleyes:

    Ich habe mit meinem Projekt auf Spendenbasis besonders gute Erfahrung gemacht, weil jeder selbst entscheiden kann, wie viel er/sie geben kann. Es beruht auf gegenseitigem Vertrauen und damit bin ich immer gut gefahren. Für mich ist das okay. Ich helfe gerne wenn ich kann. :)
     
  3. mongol

    mongol Mitglied

    Registriert seit:
    3. Januar 2009
    Beiträge:
    204
    Ort:
    Steiermark
    Hallo!

    Geld ist doch auch immer nur das was ich darin sehe. Und Geld ist Energie! Warum soll man nicht für seine Arbeit bezahlt werden?
    Wir leben in einem ganz anderen Kulturkreis und in einer anderen Zeit. Alles verändert sich - auch der Energieaustausch!

    Liebe Grüße
     
  4. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
    Das kommt daher, daß in der Esoszene aller möglicher Kram vermischt wird und in den Esoschamanismus mit einfliesst. Von daher sollte nun auch der Schamane nix dafür verlangen, daß er schamanisiert. Vielleicht tut er das ja auch mal nicht, weil er Lust hat, weils ihm die Geister sagen oder weil das, was er mal tut, grade ne einfache Übung für ihn ist. Es gibt aber auch Schamanen, damit mein ich vor allem die in traditionellen Kulturkreisen, für die ist das Schamanisieren ein extremer Kraftakt. Je nach Problem und Geistern ist das Schamanisieren auch mit erheblichem Aufwand, Gefahr für die physische und psychische Gesundheit usw. verbunden. Warum sollte man dafür also nicht honoriert werden?

    Wenn ich mal schamanisiere, dann kaum für Geld. Der Grund liegt einfach darin, daß ich mein Geld regulär leichter und weniger anstrengend verdienen kann als durch schamanisieren.

    Natürlich ist es für den Laien und den von Esoschmonz geblendeten schwer zu unterscheiden, ob die Leistung für die man bezahlt der Bezahlung entspricht. Man hat da beispielsweise schon übelste Dinge gehört und gelesen von "Schamanen", die "Klienten" auf eine 20minütige Phantasiereise nach innen schicken, ein bisschen die Trommel quälen und eine Zigarette rauchen und dafür ein paarhundert Euro einstecken.

    ciao, :blume: Delphinium
     
  5. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.699
    Ort:
    Berlin
    ja, ein thema, das immer wieder kommt, und scheinbar ziemlich große emotionen hervorruft.
    was viele ja nicht bedenken ist, daß in kulturen, in denen schamanische hilfe "gratis" war/ist dafür geschenke gegeben wurden/werden.
    weils eben eine andere art des sozialen zusammenlebens ist. ein soziales zusammenleben, in dem es normal ist möglichst viel zu schenken, wenn man hilfe erhält oder erbittet.
    in einigen ähnlichen threads habe ich dazu auch immer einen abgetippten auszug aus dem buch "die mondtänzerin" von tela star hawk lake eingestellt. sie ist eine der wenigen echten medizinmenschen in nordamerika, die ein buch veröffentlicht hat. wie mir das damals in die hände fiel, habe ich mich bei einem entfernt bekannten didanuhwisgi der cheyenne, der in wien lebt, über sie erkundigt, weil sich die ja - dadurch dass sie nur noch so wenige sind - untereinander kennen. naja, und er hat mir dann bestätigt, dass sie authentisch ist. (er ist sogar durch die heirat seines bruders mit ihrer schwester verwandt.)
    tela star hawk lake erzählt von dem besuch bei einer anderen heilerin, von der sie hilfe brauchte...

    "Flora(Jones) war die letzte ihres Stammes und erbte ihr Wissen und ihre Kräffte von ihrem Vater.
    ...........
    ...........
    Flora behandelte Menschen aus den verschiedensten Bundesstaaten, behandelte die verschiedensten Krankheiten und Verletzungen und verdiente viel Geld.
    ..........
    ..........
    Mein Mann stellte den Kontakt zwischen ihr und mir her, und als wir zu ersten Mal bei ihr anriefen, um telefonisch einen Termin zu vereinbaren und Vorbereitungen für die Behandlung zu treffen, schwieg sie zunächst für einen langen Moment, dann antwortete sie:"Ja, ich kenne diese junge Frau. Ich habe schon oft von ihr geträumt. Bring sie sofort zu mir."
    Also brachten wir ihr Tabak, Adlerfedern, handgefertigte indianische Körbe, Nahrungsmittel und drei Hundertdollarscheine als Geschenk und Gegenleistung für ihre Dienste."

    also nicht nur einfach dreihundert dollar als bezahlung - nein, noch dazu einiges an sachwerten als geschenke dazu!

    im übrigen vergessen ja viele, dass wir in ländern leben, wo auch spenden, sachgeschenke etc. als einnahmen gelten, und dem finanzamt gemeldet werden müssen, sonst könnte das böse folgen haben.
    ergo müßte man dann von seinem normalen job nicht nur leben, sondern auch die steuern bezahlen für die - achtung ironie - hühner, eier, marmeladen, etc. womöglich noch sachen, die man gar nicht will und mag - was immer man da erhält. tut man dies nicht, und das finanzamt kommt irgendwann mal drauf, dann kann das echt teuer werden ,weil die schätzen nämlich, was da reingekommen ist.
    da ist es doch sinniger, gleich eine bezahlung zu verlangen, die dies miteinrechnet.
    das man die preise danach richtet, wie die jeweiligen hilfesuchenden finanziell da stehen - dagegen spricht ja nichts.
    aber warum man die hilfe, die man gibt, auch noch selber finanzieren soll, das ist nicht ganz logisch.

    :)
     
  6. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

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    Mein "normaler" job IST die arbeit, um die es in diesem thread geht.

    Weiters ersuche ich dich, die adresse der homepage zu entfernen, das zitat kannst du gerne stehen lassen, das interessiert mich nicht.

    Derart billig getarnte werbung ist mir unerwünscht.

    silberelfe
     
  7. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

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    Freilassing/Salzburg

    @ alle anderen:

    Danke für eure ansichten. Da ist, finde ich, sehr viel interessantes, differenziertes und gut durchdachtes dabei.


    Aufwerfen möchte ich noch folgendes: Vielleicht ist es vielen auch angenehmer, spenden zu nehmen, da die arbeit nicht wirklich gut ist und daher eh keiner guten gefühls dafür zahlen würde.

    :rolleyes:



    Änderung: :lachen: ich wollt eigentlich nur was dazufügen. Statt dessen hab ich mich grad selber zitiert. Auch nicht schlecht ;-)
     
  8. Meda

    Meda Mitglied

    Registriert seit:
    29. September 2007
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    130
    Ort:
    Auf dem Land
    Schön für Dich. :)



    Das ist keine Werbung - tut mir Leid. Das ist eine Quellenangabe, damit nicht einer irgendwann schreit das ist geklaut und so. ;)


    Liebe Grüße,
    Meda :kiss4:
     
  9. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
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    Ort:
    Freilassing/Salzburg
    *räusper*

    und jetzt OT ende und bitte wieder zurück zum thema.
     
  10. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde
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    Bin ja jetzt selbst nicht schamanisch tätig. Traue mich aber trotzdem hier rein.

    Wenn man sich die historischen und ethnoloischen Beschreibung des Zusammenlebens von Stämmen anschaut, zeigt sich eigentlich immer, dass der Schamane nicht an der Jagd Jagd beteiligt war. Außer bei den Vorbereitungen. In dem er die Geister um Gewogenheit bat.

    Den Lebensunterhalt des Schamanen stellte der Stamm ganzjährig sicher.

    Und deshalb war es auch nur richtig, dass schamanische Tätigkeiten für eine Person (Heilung) ohne Bezahlung stattfand. Schließlich War der Schamane bereits bezahlt (abgefunden?)

    Hat in einer Stammesgemeinschaft funktioniert.

    Und dann hat noch Jemand in diesem Thread Jesus erwähnt und dass der kostenlos gearbeitet hätte.
    Nur, zur der Zeit war die Beherbergung von Glaubensbrüdern eine jüdische Pflicht. Niemand durfte ein Nachtmahl und ein Schlafplatz verwehrt werden.

    Nun sind Zeiten anders geworden. Wer würde schon einen Schamanen das ganze Jahr mit verpflegen. Oder, wer öffnet seine Tür, wenn es anklopft.

    :)

    crossfire


     
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