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Geht es Tätern tatsächlich um Macht?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Azurkind, 9. August 2012.

  1. Azurkind

    Azurkind Guest

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    Ich guck gern Crime Serien, und da wird immer (oder fast immer) davon geredet dass es dem Täter um Machtdemonstration etc. geht, also zum Beispiel Vergewaltigern etc. und muss schon schmunzeln weil die das ständig runterbrettern, aber ich versteh das ehrlich gesagt auch nicht, wieso sollte es einem Menschen um macht gehen? Ich kann mich da überhaupt nicht reinversetzen. Gibts hier vllt leute oder so die kriminalpsychologie oder so studiert haben und mich aufklären könnten?
     
  2. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.887
    Ort:
    Wien

    Ich kann Dir das Buch "Der Verrat am Selbst" von Arno Gruen empfehlen, da wird das genau erklärt, wie das ist mit der Macht.
    Ist nicht nur was um Verbrecher zu verstehen, sondern Menschen allgemein, auch sich selber.
     
  3. DUCKFACE

    DUCKFACE Guest

    In Kriminalpsychologie bzw. forensischer Psychiatrie bin ich zwar nicht ausgebildet. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass seitens des Täters in vielen Fällen die Kompensation unbewusster Ohnmachtsgefühle angestrebt wird. Die Ohnmacht des Opfers impliziert zugleich die Allmacht des Täters, die sich perfekt dafür eignet, innere Emotionen der Bedeutungslosigkeit, der Hilflosigkeit, der Unselbstständigkeit, der Ohnmacht, der Minderwertigkeit auszugleichen.

    Man kann auch die Theorie des pathologischen Narzissmus' bemühen, um insbesondere serielles Vergewaltigen oder Morden zu erklären. In dem Moment, da der Täter der Ohnmacht des Opfers gewahr wird, identifiziert er sich auf unbewusster Ebene mit dem omnipotenten Objekt seiner frühen Kindheitsphase und erfährt dadurch sekundär-narzisstische Zustände. Das ist die aktualisierte symbiotische Einheit mit dem als allmächtig wahrgenommenen, elterlichen Objekt.

    Es ist äußert interessant, dass Vergewaltiger, perverse Sexualmörder und vergleichbare Leute in der Realität sehr oft schüchtern auftreten, selbstunsicher sind und sozial isoliert leben. Das spricht für meine These.

    In anderen Fällen fungiert das malträtierte Opfer eventuell als Projektionsfläche für ein immenses Aggressionspotenzial, welches der Täter projektiv am Opfer zur Abreaktion bringt. Er entledigt sich der enormen Aggressivität durch sein bestialisches Vergewaltigen und Töten gewissermaßen kathartisch.

    Denkbar ist auch, dass manchen Vergewaltigern z. B. aufgrund infantiler Persönlichkeitsstrukturen die soziale Kompetenz fehlt, couragiert aufs Gegengeschlecht zuzugehen. Sie trauen sich nicht, fühlen sich unfähig. Um den sexuellen Trieb dennoch zu befriedigen, lassen sich manche Menschen mit inaktivem Über-Ich und rudimentärer Empathie möglicherweise zu derart abscheulichen Taten motivieren. Umso schlimmer, wenn infolge ihrer eigenen Inkompetenz eine (sexuelle) Frustration hinzutritt, die zusätzlich am Opfer abreagiert wird.
     
  4. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2007
    Beiträge:
    9.772
    Ort:
    Wien
    Der Täter geht jetzt natürlich nicht her und denkt sich ich muss mein Machtgefühl ausleben :rolleyes:

    Aber die Situation an sich die entsteht wenn er sich in einer gewissen Art und weise *verhält* verleiht ihm Macht und nach dieser *Macht* kann er süchtig werden .

    mfg
     
  5. Nuss

    Nuss Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. April 2009
    Beiträge:
    3.834
    Ort:
    wien
    nach der macht ist er süchtig..
    überlebenstrieb.
     
  6. andr

    andr Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.284
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    Macht ist nur ein Wort.

    In Wirklichkeit will einfach jeder Mensch ein erfülltes Leben leben.

    Weil wir alle nicht wissen wies geht, machen manche das, was Du beschrieben hast, in der Hoffnung, dass es ihnen gut tut. Allerdings ist das, wie Tor von Gor beschreibt kein bewußter Prozeß, sondern unbewußt. Das Opfer ist ebenos unbewußt und sucht unbewußt ebenso nach Erfüllung. Wie und warum sie sich treffen hat viele viele Facetten. Die Psychologie hat sich Strukturen herausgearbeitet, mit denen sich diese System erklären lassen. Ich habe etwas dazu geschrieben hier: http://www.esoterikforum.at/forum/showpost.php?p=3784468&postcount=12, aber der ganze thread ist vom gleichen Thema, als lies es, wenn Du magst.

    Andreas
     
  7. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2007
    Beiträge:
    9.772
    Ort:
    Wien
    Ein wort welches durch Taten ein schreckliches Gewicht bekommen kann . Somit erhält das Wort selbst auch Macht .

    In wiklrichkeit würd eich nicht sagen sondern generell jeder trachtet nach dere Erfüllung , wie auch imem rdiese aussehen mag .



    Richtig . :thumbup: Ich beschrieb ein Täterprofil aufgrund spezieller Erfahrungen und Grund wissen über die Täterpsychologie . Mehr als Grund wissen kann man über solche Menschen eh ned haben meine ich .




    Hier stimme ich dir nur zum Teil zu . Aufgrund diverser Erlebnisse , Dokus die ich gesehen habe und anderen Informationsmethoden die ich genutzt habe weiß cih das die Täter Opfer Beziehung unterschiedlich verlaufen kann . Auch unterschiedlich in ihrem Inhalt und Background .
    Ich z.b wehrte mich in dem ich das einzig Mögliche und richtige Tat mit meienn damaligen Fähigkeiten ich lief weg ... und wurde durch andere
    wieder zum Täter gebracht nicht durch meinen eigenen Wunsch !



    Ja ich kenne einige dieser Strukturen muss ., du musst aber auch dazu sagen das die Psychologie oftmals ansteht . Rückfallquote usw ...



    mfg

    ps: ich werde mir selbstverständlich deinen Link auch anschauen .
     
  8. Belladonna83

    Belladonna83 Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2012
    Beiträge:
    31
    Ort:
    wien
    Ich denke, dass diese Menschen (Mörder, Vergewaltiger, usw..) auch ganz oft selbst das Opfer ihrer Umwelt geworden sind. Sehr oft, verstecken sich dahinter wahnsinnige und schlimme Schicksale, die sie letztendlich dazu getrieben habe, weil sie gewisse Dinge in ihrem Leben nie verarbeiten konnten, Gefühle unterdrückt wurden, usw..
    Irgendwann platzt dann der Knoten, und er empfindet es in dem Moment warscheinlich als Befriedigung, oft auch Befriedung einer Rache.

    Also, dass ist jetzt natürlich alles sehr laienhaft, aber so ein Täterprofil findet man doch häufig in den nachrichten, Crime Serien oder Dokus.

    Liebe Grüße
    Belladonna
     
  9. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2007
    Beiträge:
    9.772
    Ort:
    Wien

    Ja aber dem Opfer darf es ( muss es ) scheißegal sein was mit dem Täter ist oder war . Der Täter ist für sich und seine Taten selbst verantwortlich es ist nicht die Aufgabe des Opfers Erklärungen für die Taten zu finden .

    mfg
     
  10. Huata

    Huata Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Januar 2012
    Beiträge:
    1.173
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    Es kann hilfreich für einen sein, um die Tat an sich besser zu verstehen,
    weil sonst sucht man als 'Opfer' permanent die Schuld bei sich selbst oder
    entwickelt ein 'Täter'-Hass-Profil und dabei gerne krankhafte Züge. Es geht
    auch nicht direkt um Schuldzuweisung, sondern mehr um das Verstehen.
     
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