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Gehe über den Verstand hinaus

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Athokawe, 15. November 2006.

  1. Athokawe

    Athokawe Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2006
    Beiträge:
    75
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    Wenn man in die vielfältigen Formen der Meditation eintaucht, dann stößt man immer zu auf das eigentliche Wesen und Ziel der Meditation, nämlich:
    die Gedankenstille!

    Was ist Gedankenstille?
    Unsere eigentliche Natur. Alles in der Natur west in Gedankenstille, deshalb kann selbst ein Tier oder eine Pflanze zu Deinem Lehrer werden, wenn Du Dich fühlend darauf einlässt. Die Kommunikation mit einem Tier z.B. findet auf empathischem Wege statt, und beruht auf spontane Erkenntnis, die nur in Gedankenstille eintreten kann. Der Pferdeflüsterer kommuniziert mit seinen Pferden genau auf diese Art und Weise. Es ist Fühlen anstatt Denken.

    Wie kommt man in den Zustand der Gedankenstille?
    Ganz einfach, in den man über den Verstand hinausgeht.

    Wie geht man darüber hinaus?
    In den man sich wieder an seine wahre Natur fühlend annähert/erinnert. Wenn man einmal ein Gefühl für die eigene Präsenz (als uns durchdringendes und umgebendes Bewusstseinfeld) entwickelt hat, dann wird der Lärm des Verstandes immer geringer. Er wird zwar weiterhin auftauchen, aber Du bleibst Dir Deiner wahren Präsenz gewahr, und lässt die Gedanken vorüberziehen, als wären es Wolken. Doch das ist anfangs kein leichtes Unterfangen, weil die Gedanken oft ein enormes Momentum haben, einen ständig mitreißen und vorgeben, sehr wichtig zu sein. Doch das sind sie nicht. Dein Gefühl von Gewahrsein ist das einzig wirklich Substanzielle von universeller Bedeutung, denn es ist das Einzige, was Dir nach dem physischen Tod bleiben wird. Wenn Du es zu Deinen Lebzeiten in Erfahrung bringst, dich darin verankerst und daraus lebst, dann wirst Du den Tod nicht erfahren!

    Ok, alles gut und recht, aber wie gehe ich über den Verstand hinaus?
    Es gibt mehrere Wege oder Portale, die man hiefür nützen kann. Das uns naheliegendste Portal ist unser Körper selbst. In dem Du beginnst, Deine Aufmerksamkeit in jedes einzelne Köperteil zu lenken, so dass jedes davon zu brickeln beginnt, und Du mit Deiner Aufmerksamkeit dort bleibst, das Brickeln sogar noch intensivierst (in die Tiefe gehst), dann wirst Du merken, dass da kaum noch Gedanken vorhanden sind. Warum?
    Weil Du Deine Aufmerksamkeit nach innen richtest, und damit den Gedanken die Nahrung entziehst. Gedanken brauchen Deine Aufmerksamkeit, um deren erforderliche Energie daraus zu beziehen. Sie ziehen regelrecht Deine Energie aus dem Körper, daran erkennbar, dass Du Deinen Körper nicht mehr als Ganzes fühlen kannst. Damit können Gedanken zu einem Gefängnis Deiner selbst werden, so lange Du davon überzeugt bist, Du wärest die Gedanken, solange Du Dich damit identifizierst. Doch in Wahrheit bist Du das, was Gedanken überhaupt erst möglich macht. Du bist die stille, immer gegenwärtige Aufmerksamkeit, aus der die Gedanken entstehen. Du bist aber nicht der Gedanke. Gedanken sind vergänglich. Sie kommen und gehen. Du bist nichts von dem, was kommt und geht!

    Gedanken erzeugen auch Emotionen, die sich dann im Wechselspiel gegenseitig ernähren. Die Emotionen haben aber eine ausgeprägte körperlich Komponente, die man in entsprechenden Körperregionen wahrnehmen kann. Erzeugt z.B. ein Gedanke über jemanden, der Dich in letzter Zeit schlecht behandelt hat, negative Emotionen, dann wirst Du folgendes feststellen können:
    Gedanke erzeugt negative Emotion, Emotion erinnert Dich wieder an Gedanke, Emotion puscht damit Gedanken, Gedanke vergrößert sich, wird zum Mittelpunkt Deiner Aufmerksamkeit, saugt sie regelrecht auf und gibt sie wieder an die Emotion weiter usw.
    Dieses sich gegenseitige Aufschaukeln kannst Du entkräften, indem Du Deine Aufmerksamkeit zunächst auf das Gewahrsein im Hier und Jetzt ausrichtest, Deine gegenwärtige Präsenz als Bewusstseinfeld fühlst (deshalb Meditation der Stille trainieren) und sie dann auf jene Körperregion hinlenkst, wo sich die Emotion bemerkbar macht. Dann bleibe dort. Der Gedanke wird auch weiterhin versuchen, Dich hinfort zu reißen, aber bleib konsequent z.B. bei dem schlechten Gefühl im Magen. Lauer wie eine Katze vor dem Mauseloch, um zu sehen was als nächstes kommen wird. Du wirst feststellen, dass dabei Gedankenlücken entstehen. Fühle in diese Lücke hinein. Wenn etwas kommt, z.B. ein Bild oder ein anderes Gefühl, dann schau es Dir an, lenke ggf. die Aufmerksamkeit auf das Gefühl, welches sich vermutlich in einem anderen Körperteil bemerkbar macht, lasse es aber nicht zu einem Gedanken werden. Damit forderst Du Deine Kraft/Energie wieder von den Gedanken zurück. Du entziehst ihnen sozusagen den Nährboden, und bringst Deine Lampe wieder zum Brennen. So wächst Dein Bewusstseinsfeld und verbindest Dich wieder mit dem wahren Sein, welches viel mehr ausmacht, als Du es Dir im Verstand ausmalen kannst.

    Versuche nun nicht krampfhaft Gedankenstill zu werden. Das wird Dir anfangs nicht gelingen.
    Werde Dir hingegen Deiner stillen, beobachtenden Gegenwärtigkeit als Essenz Deiner selbst bewusst. Werde zum stillen Beobachter Deiner Gedanken. Lasse Sie kommen und gehen, halte nicht daran fest. Wenn Du merkst, „hoppla, jetzt hake ich wieder ein“, dann sei geduldig mit Dir selbst, kehre wieder in den Körper zurück und bleibe dort. Kommt wieder ein Gedanke, der versucht sehr wichtig zu sein, dann lächle über den netten Versuch, fühle Deine gegenwärtige Kraft in Deinem Körper und sage Dir: „Dieses lebendige, dauerhafte Gefühl in mir, ist das, was ich wirklich bin!".
    Gedanken, Emotionen und Formen werden auch weiterhin da sein, aber Du machst kein Selbst daraus und bleibst nicht mehr daran haften. Du kannst Dich dann jederzeit darüber freuen oder auch ärgern, aber Du bleibst nicht mehr daran haften. Du kannst damit spielen und sie formen, aber Du bleibst nicht mehr daran haften, weil Du nicht mehr Deine Identität darin suchst. Diese beziehst Du nun fühlbar und lebhaft aus der stillen Kraft Deiner Gegenwärtigkeit.

    Alle weiteren Portale, ein andernmal!
     
  2. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Dieser Eintrag enthält gemäss Word inklusive Titel 893 Worte.

    So viele Worte um Gedankenstille zu beschreiben. So viele Worte, um über den Verstand hinauszugehen.

    Dabei ist die Sache doch so einfach.
     
  3. Das Gedankenstille unsere eigentliche Natur ist, mag ich stark bezweifeln, ist doch der allumfassende Gedanke der Vater, der Schöpfer allen Seins.

    Und das wir mit Gefühlen kommunizieren statt mit Gedanken auf telepathischem Wege, mag ich auch stark bezweifeln.

    Ich bin halt manchmal echt ...... tja Amanda

    :zauberer1
     
  4. JOSH

    JOSH Mitglied

    Registriert seit:
    30. März 2005
    Beiträge:
    61
    Mister oder Misses fckw:
    DU KANNST ES ABER AUCH NICHT LASSEN!!!!! :)
    Du bist klasse, wirklich ich meine das ernst, du bist wirklich ein kleiner Gegenpol.... Du bist sarkastisch, etwas zynisch, aber es hält sich in Grenzen.... Du bringst mich wirklich zum lachen.


    Nun zu Athokawe:

    Vielen Dank, dass du uns doch noch an deinen "Gedanken" teilhaben lässt.
    das Thema Gedankenstille ist für mich wichtiger denn je in dieser Zeit.
    Und es fällt mir schwer. Natürlich habe ich etliche Texte über Meditieren gelesen, konnte es aber nie anwenden. Du hast mir das auf eine Weise erklären können, die ich nachvollziehen kann, wahr-nehmen kann...
    Das Prinzip des hochschaukels mit Gefühl und Gedanke kenne ich sehr gut, ich habe bisher einfach versucht das ganze zu unterbrechen indem ich mich auf meinen Atem konzentriert habe oder noch krasser meine augen ganz schnell auf und zu gemacht habe, das hilft auch.
    Eine Gedankenlücke ist mir aber nie aufgefallen... naja... vielleicht lässt die sich noch blicken

    Alles Liebe
     
  5. JOSH

    JOSH Mitglied

    Registriert seit:
    30. März 2005
    Beiträge:
    61

    Kannst du uns das erklären?
     
  6. Swonotron

    Swonotron Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2005
    Beiträge:
    10
    Ort:
    westösterreich
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    Sehr klar formuliert und nachvollziehbar!
    Vielen Dank!
     
  7. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Mister. Ich habe (momentan?) einen Johannes. Das macht mich, gemäss dem Biologieunterricht meiner Schulzeit, ganz eindeutig zum Mann.
    Natürlich könnte ich das, aber es würde nichts nützen, weil du dann darüber nachdenken und abwägen würdest, ob ich recht oder unrecht habe, und dann wäre sie schon wieder weg, die Gedankenstille!
     
  8. Liebling

    Liebling Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2006
    Beiträge:
    806
    Wozu auch noch Gedankenstille. Wer braucht die?
     
  9. Athokawe

    Athokawe Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2006
    Beiträge:
    75
    "Wasser?" fragt der Fisch, "was ist das und wer braucht das?" :)
    STILLE ist der Urgrund allen Seins. Wenn Du Dich damit verbinden willst, dann sei still! Wenn Du es nicht willst, dann verstrick Dich in Gedanken und Emotionen. Unweigerlich wird der Zeitpunkt kommen, wo Du sehr froh wärest, wenn Du Die Geister, die Du einst gerufen hast (besser gesagt selbst erschaffen hast) wieder loswerden könntest.
    Tatsächlich ist es so, dass nicht Du Deinen Verstand verwendest, sondern er Dich! Der Verstand ist ein sehr wertvolles Instrument, aber auch entsprechend destruktiv, wenn er mit Selbstgefühl ausgestattet wird, und damit über die Ratio eine Eigendynamik entwickelt, die entgegen aller Natur ist.
    Der menschliche Verstand ist drauf und dran, die Erde und sich selbst in den Abgrund zu jagen. Und Du fragst nun, für was Gedankenstille gut sein soll?
    Überleg es Dir selbst! Du wirst in Gedankenstille eine Anwort auf Deine Frage bekommen!
     
  10. Liebling

    Liebling Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    806
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    Ja, aber du bist kein Fisch.
    Du bist nicht Fisch nicht Fleisch. Gottseidank.
    Und das vergisst hier jeder, dass er - obwohl so viel Wasser (scheinbar) - er kein Fisch ist. (Es gibt hier nur einen Fisch, und das ist Ali das Kamel.)

    Wenn du aber kein Fisch bist - wozu brauchst du dann noch das Wasser (besprechen).
    Du bist sowieso Fisch und Wasser. Und du bist das was der Fisch dem Wasser ist und das was das Wasser dem Fisch ist. Und du bist das Denken über Fisch und Wasser[​IMG]; und die Leinwand auf der sich die Denkspiele über Fisch und Wasser abspielen.


    Und du brauchst keine Stille, und keinen Urgrund des Seins und kein Trallala. Du bist das was der Fisch ist, was das Wasser ist, was die Stille ist, was das vor der Stille ist, und du bist das Trallala.

    Und da brauchst du nicht auf einen 'Zeitpunkt' warten, oder darauf dass die Ebbe oder die Flut des Wassers den Urgrund des Fisches freilegt oder so. Du bist das Freilegen, das Freigelegte, und der Freileger.
    Und du bist auch der der das alles (scheinbar) unfreigelegt hat. Also der Verblocker. (als Fisch, oder als Wasser, oder als Urgrund. mit dem Mäntelchen des Urgrund, oder des Fischers oder des Zeitqualitätsuchers...)


    Und du brauchst dich mit gar nichts 'verbinden'. Weil du warst nie getrennt. Und etwas das nie getrennt war braucht sich auch nicht zu versuchen zu irgendeinem Zeitpunkt in einem Urgrund mit irgendetwas zu verbinden. (Es sei denn er heißt Ali und zieht noch immer so gern an seinem Kamel :) Macht ja Spaß. Warum nicht.)

    >Also du kannst jeglicher Fisch in jeglichem Wasser sein, und du kannst auch mit allen Geistern tanzen. Also da ist nichts schlechtes dran, wenns Spaß macht. Und es macht nix.


    Und ob jetzt ich meinen Verstand packe, oder er mich, oder ich den Schwanz meines Verstandes an einem Ende und dort niederringe bis er mich wieder packt und alles geht von der andern Seite oder von vorne los... Und ob ich den dann als 'wertvolles Instrument' oder 'destruktiv' oder mal so mal so be-zeichne, oder er mich bezeichnet, oder die Henne und das Ei, und das Ei und die Henne...
    das hat möglicherweise alles eine Eigendynamik. Aber WEN kümmerts,
    wenn schon die erste Idee von mir nur eine Idee ist, von der man mir erzählt hat (denn von selbst käm ich ja gar nicht drauf, dass da ein ich von mir abgekoppelt irgendwas in einem Wasser tut. Mit einem Fisch. Ich. Einen Urgrund suchend. Den Schwanz meines destruktiven/intelligenten Verstandes in der Hand - der mich dann von der anderen Seite niederringt. Oder umringt.)

    Und dann warte ich wieder - bis mir einer erzählt (und jetzt hör dir einmal zu, Athokawe) also mir einer folgendes erzählt: Dass ich warten soll, bis ich in einer GedankenSTILLE eine ANTWORT kriege.
    (auf eine Frage, die ich in der Gedankenstille gar nicht stellen hätte können)
     
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