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Gegenteilträume

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von siobhan, 30. November 2019.

  1. siobhan

    siobhan Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2019
    Beiträge:
    36
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    Nachdem es heute Nacht mal wieder so war und das bei mir ein wiederkehrendes Thema ist, brennt mir eine Frage unter den Nägeln, die die Suchfunktion hier eben nicht beantworten konnte.

    Was bedeuten Gegenteilträume? Psychologisch, spirituell, whatever …
    Ich habe dazu auch schon, sofern es sich ergeben hat, Leute gefragt, aber keinem kam das Phänomen bekannt vor.

    Beispiel: Ein Tag verläuft auffallend angenehm, mit den Kollegen herrscht eine wunderbare Stimmung, wir lachen und haben viel Spaß.
    Traum: Alle in der Arbeit hassen mich, schneiden mich, reden schlecht über mich.

    Oder:

    Mein Kater (R.I.P.) war an einem Tag auffallend verschmust.
    Traum: Er stürzt sich als reißende Bestie auf mich.

    Es funktioniert leider nur ins Negative verkehrt. Also, nach einem auffallend beschissenen (pardon) Tag träume ich leider nichts Superschönes.

    Das ist doch total bekloppt! :sick: Zumal solche Träume auch richtig anstrengend sind. Nach so einem brauche ich immer einen halben Tag, bis ich überhaupt wieder ganz bei mir bin.

    Zumal es hier um keine konkrete Symbolik geht und Ihr mich nicht näher kennt, kann man dazu vielleicht auch gar nicht wirklich etwas sagen. Mich würde einfach interessieren, ob das jemand auch so könnt. Und dann können wir zusammen rätseln, was das soll. Ich habe natürlich auch eine dezente Vermutung, würde aber gerne erst Eure Einschätzung dazu hören.
     
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  2. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    10.004
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Liebe Siobhan,

    auch wenn wir es nicht glauben wollen, aber was uns bestimmt, sind die Gefühle und die Stimmungen. Gerade wenn im Alltag eigentlich alles bestens erscheint, breitet sich in Dir eine subtile Angst aus, dass Du dies alles verlieren könntest und Dich niemand mehr lieben würde. Nicht geliebt zu werden ist für uns Menschen als soziales Wesen die größte Strafe – also sorgen wir uns darum.

    Unabhängig davon hängen die Träume von unserer Arbeitswelt nicht immer mit dem realen Broterwerb zusammen, denn damit kann auch unser ganz allgemeines Tun im Alltag umschrieben werden. Ich zum Beispiel bin schon sehr lange im Ruhestand und dennoch finde ich mich in meinem Träumen immer wieder in meinem früheren Berufsleben wieder. Etwas, von dem auch schon meine alten Arbeitskollegen gesprochen hatten.

    Was uns bei alledem belastet, sind weniger die Träume an sich, sondern dass wir sie oft nicht verstehen. Es ist das Gefühl der Ohnmacht, das in uns eine subtile Angst verbreitet und immer weiterwächst.

    Selbst wenn wir also den Traum an sich nicht im Detail verstehen, reicht es schon, die Zusammenhänge zu erkennen und das Beschäftigen mit ihnen. Auf diese Weise kann aus einer defensiven Haltung ein befreiendes Gefühl des Handelns werden. Damit wird also der Druck der Ängste aus den Träumen genommen.


    Merlin
     
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  3. Willow

    Willow Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.333
    Vielleicht siehst, oder erkennst du auch tiefer, als das offensichtlich, oberflächlich Profane.
    Die "dunkle" Seite zu sehen, muss man lernen, wie auch die lichte Seite zu erkennen.

    Nicht immer, wenn es oberflächlich "schön" ist, ist es das auch hinter den Masken des Alltags.
    Das mag sich dann vielleicht in deinen Träumen zeigen, weil es im Alltagsbewusstsein nicht durch kommt?!
     
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  4. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.490
    Wir leben in der Dualität und da gibt es immer beide Seiten.

    Träume gleichen, unter anderem, aus, von daher muss das nichts böses sein, im Gegenteil, es ist ausgleichend, Kinder z.B. die ein sehr glückliches leben haben, werden oft von bösen Träumen gequält, oder unglückliche Kinder haben schöne Träume, mehr ist dahinter nicht, ausser das Traum geschehen mit Symbolen noch zu analysieren.

    ja, aber nur weil es dir Angst macht, wenn du weist, dass es normal ist und ohne Gefahr, dann kannst du schneller loslassen nach dem Aufwachen.

    Irgendwo habe ich etwas über böse Träume gelesen, wo war das doch gleich, es ging darum wie wichtig sie sind...vielleicht fällt es mir später wieder ein.
     
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  5. Desperado

    Desperado Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2019
    Beiträge:
    769
    Sie wollen einen Ausgleich, das Plus sucht das Minus. Vor allem, wenn sie häufig bis regelmäßig vorkommen, sollte einmal sein Leben kritisch überdacht werden. Machst du dir was vor, wenn du auf der Arbeit lachst ...?

    Offenbar sieht das Unbewusste darin keine Notwendigkeit. Umso mehr weist es darauf hin, das schöne Tagwachen zu überdenken.

    Offenbarung kostet sehr viel Kraft. Investiere sie, den Tag auszugleichen.
     
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  6. siobhan

    siobhan Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2019
    Beiträge:
    36
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    Vielen Dank für Eure zahlreichen Anregungen!

    Die werde ich mal alle wirken lassen. Das mit der Dualität/dem Ausgleich ist jetzt nicht sooo neu, ich finde es nur erstaunlich, dass das bei mir immer so schnell ausgleicht, sich dann am Tagesgeschehen orientiert und das einfach ins Gegenteil verkehrt. Als dürfe ich nich glücklich, ausgelassen sein oder mich angenommen fühlen. Vermutlich liegt da in etwa der Hund begraben, aber so richtig fühlt sich das als Antwort auch immer noch nicht an, irgendwas fehlt da noch …

    Wie gesagt, ich lasse das mal wirken.
     
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  7. siobhan

    siobhan Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2019
    Beiträge:
    36
    Danke Dir! Kannst Du den Teil bitte genauer erklären?
     
  8. Desperado

    Desperado Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2019
    Beiträge:
    769
    Gute Frage, sie weist darauf hin, ernsthaft darüber nachzudenken.

    So kann man das nicht sagen, denn man soll nicht so sein, wie es im Traum ist, man würde ja polarisieren. Er will ja nur etwas ausgleichen. Aber auch nicht in der Mitte von fröhlich und seinem Gegenteil sein, sondern der Schatten wird daran liegen, sich was vorzumachen und das ist etwas, wovor man für sein Bewusstsein blind ist, aber das Unbewusste ist es nicht und reagiert zur Nacht.
    Gerade jüngere Menschen machen sich im Leben ein Glücklichsein vor, weil sie meinen, so einen guten Einstieg ins Leben zu finden. Ich habe das früher als junger Mensch bei meinen Kollegen auch immer wieder beobachtet, plötzlich fingen sie an, laut hysterisch zu lachen, wofür eigentlich kein Grund war, sie machten mir vielmehr den Eindruck, insgeheim vor etwas auf der Flucht zu sein. Heute hab' ich's mit Älteren zu tun, die so nicht sind.
    Auch wird's wohl so sein mit deinem Kater.

    Das kann man auch noch nicht bei sich erwarten, denn es ist eine Aufgabe für das Seelische, weniger für den Verstand. Anstrengend wird es sein, das noch Fehlende fassen zu könne, das Geträumte zu verstehen und es seelisch zu verarbeiten, weil's ja eben das totale Gegenteil darstellt.

    Das ist gut! Ja, es ist noch die Einsicht, die Reifungszeit braucht, was ganz natürlich ist.
    Du kannst ja hier im Forum weitere und spezielle dich bewegende Lebensfragen stellen und sie zur Diskussion stellen, wenn's soweit ist, wenn du dich dazu bereit fühlst.

    Du deutest auch an, einen halben Tag zu brauchen, das stellt ja auffallenderweise auch die Hälfte dar, was ein weiterer Hinweis ist, die andere Hälfte, die sich Traum zeigt, zu integrieren, aber das ist schon ein wenig eine Lebenskunst, die ihre Zeit braucht, im Sinne eines jungen Menschen ganz zu sein, das heißt mit anderen Worten auch, geradeaus, offen, ehrlich, ehrfürchtig und aufrecht zu sein, den tugendhaften Weg zu gehen.
    Aber einen guten Anfang dazu hast du ja hier schon gemacht, finde ich.
     
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  9. siobhan

    siobhan Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2019
    Beiträge:
    36
    Wie kann einem etwas so Naheliegendes erst im Dialog bewusst werden.
    Danke Dir!
    Den Rest muss ich immer noch sacken lassen und kann dazu noch gar nichts sagen …
     
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  10. Renate Ritter Offenbach

    Renate Ritter Offenbach Sehr aktives Mitglied

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    7. Januar 2018
    Beiträge:
    797
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    Du kennst den Spruch, dass etwas nur ein Traum ist. Nur ein Traum – das meint, es ist nicht real, nicht wahr, eben nur geträumt. Die Betonung liegt auf „nur“.

    Wer sich selbst im Traum zeigt, wie verschieden doch Realität und Traum sind, der meint genau das: nur geträumt. Das, was ich im Traum erleben muss, das ist eben nicht die Realität, das ist nur geträumt.

    Der Hintergrund eines solchen Traumbildes ist aber eine latente Lebensangst. Es ist die Befürchtung, der auffallend schöne Tag (wie du schreibst) könnte eventuell nicht der Realität entsprechen, am nächsten Tag könnte vielleicht alles ganz anders sein. Auf das Schöne im Leben ist kein Verlass. Es kann einfach so wieder verschwinden.

    Der Punkt ist, dass sich deine realen Erfahrungen nur ins Negative verkehrt zeigen im Traum.

    Du lebst wie viele andere Menschen auch mit der latenten Befürchtung, dir könnte was Schlimmes passieren einfach so und ohne Vorwarnung. Du meinst, keine wirkliche Kontrolle zu haben über die Dinge, die Ereignisse deines Lebens. Du hast erfahren, dass andere Menschen um dich herum Entscheidungen treffen, die sich dann ziemlich direkt auch auf dein Leben auswirken.
    Das bringt ein immerwährendes Gefühl von Unsicherheit hervor, das aber am Tag, solange alles in Ordnung ist, unter der Decke gehalten wird.

    In deinen Träumen zeigst du dir, was genau du über das Leben als solches denkst. Nichts ist sicher, alles kann sich jederzeit einfach so ins Gegenteil verkehren.
     
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