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Gefängnis aus Angst

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Chrisael, 29. Juni 2006.

  1. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
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    Habt ihr auch manchmal das gefühl, wenn ihr zum Beispiel auf einem Dach steht das ihr da runterspringen könntet und euch würde nichts passiren weil ihr fliegen könntet? Das Gefühl das ihr Wände hochlaufen könntet das ihr von Dach zu Dach springen könnte und die Distanz spielt dabei keine Rolle?

    Und dann tut mans natürlich nciht weil man Angst hat.

    Was ist Angst?
    Eine Sicherung in unserem Gehirn die uns davon abhält eine Wahnsinnstat zu begehen oder aber ein Gefängnis das uns hindern soll zu fliegen.
    Dieses Gefühl fliegen zu können sitzt so tief in mir, es fühlt sich so wahr und echt an.

    Sitzt bei mir einfach nur eine Schraube locker oder aber schimmern meine wahren Fähigkeiten schon leicht durch die Angst hindurch.
     
  2. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.836
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Doch, das kenne ich auch. Ich lehne am Balkongitter und habe das gefühl: was kann mich schon davon abhalten in die Linde zu springen? Wahnsinn, denn das schafft man nicht. Der verstand sagt etwas anderes als das gefühl. Mir macht es angst, denn eigentlich habe ich Höhenangst.
     
  3. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    Hey jetzt wo du das sagts, ich habe auch Höhenangst, ganz schlimme sogar. Ist die Angst vielleicht deshalb so stark, eben eine so starke Angst vor der Höhe, weil mich das EGO vielleicht mit allen mitteln hindern will auszubrechen?

    Ich bin Widder vom Sternzeichen und man hat mir mal gesagt wenn ich mich befreie wird das mit einem einzigen Ruck passieren.
     
  4. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.836
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Ich bin Wassermann und glaube nicht, dass es mit Atsrologie zu tun hat.
    es betrifft auch andere Dinge im Alltag, z.B. möchte ich manchmal meinem Vordermann ins Ohr beissen. (nur beispiel) Manchmal habe ich angst vorm Alter, dass man dann solche Dinge wirklich tut.
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Hi Chrisael!

    Das ist ein sehr interessantes Thema, weil Angst eigentlich das Hauptthema eines jeden Lebens ist, selbst wenn man sich dessen nicht bewusst ist.

    Meiner Meinung nach ist Angst letztlich ein Gefängnis das uns hindert zu fliegen. Dennoch bin ich der Meinung das sie grundsätzlich gewollt ist, um die Erfahrung der Dualität machen zu können. Sie entsteht durch Mangel und umgekehrt, Mangel ist ein Ergebnis von Trennung und die Trennung ist letztlich illusionär. Diese Illusion ruft jedoch die Realität wie wir sie kennen erst in die Existenz und man kann sagen, dass die Realität auf Angst gebaut ist, und wenn man davon ausgeht, das diese Realität gewollt ist, geht es meiner Meinung nach um den Weg zurück, nämlich die Angst zu transzendieren und "fliegen" zu lernen. Der Wille ist dafür sozusagen das Licht in der Dunkelheit. Man muss ihn nicht unbedingt verwirklichen wenn man glaubt er sei falsch oder sonst was, aber man sollte ihn achten und erkennen. Ihn nicht zu achten heißt sich selbst nicht zu achten.

    Übrigens ist Angst eine Verstandes-Sache, womit ich eigentlich einen Teil des Bewusstseins meine, das in gewisser Weise fast paranoid zu nennen ist. Angst funktioniert nach einem bestimmten Prinzip, nämlich assoziativ. Man nimmt eine Situation wahr und der Verstand hat die Eigenart so gut wie immer zu vergleichen. Er nimmt die Wahrnehmung aus dem Jetzt, das kann auch einfach ein Gedanke sein, vergleicht mit der Vergangenheit und projeziert in die Zukunft. Angst funktioniert nur auf der Basis des Zeit-Denkens und auf der Basis von Glauben. Der beste und schnellste Weg sie los zu werden, ist, so oft und lange wie möglich bewusst zu sein, sich selbst einfach nur zuzuschauen wie man projeziert und welche Inhalte man da denkt.


    Nach und nach erkennt man diese Inhalte dann als Glauben und so befreit man sich davon, sie treten dann nicht mehr assoziativ auf, weil man die negative Bewertung durch die darauf gerichtete Aufmerksamkeit ausgeglichen hat. Man kann sagen, dass diese ganze Realität aus Bewusstseins-Inhalten besteht die nicht im Gleichgewicht sind, es ist entweder Angst oder deren Auflösung und immer ist es Wille. Wille ist letztlich das deutlichste Zeichen für Mangel, Angst und Trennung.

    Viele Grüße,
    C.
     
  6. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
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    Hey Condemn *staun*, du kannst ja auch konstruktive Beiträge leisten *lach*

    Ein sehr interessanter Text. Aber ordnest du die Angst völlig dem Verstand zu? Was ist mit instinktiven Ängsten? Man überlegt sich ja nicht erst, wenn man sieht, dass der Baum umfällt, sondern rennt weg und denkt erst nachher darüber nach.

    Greetings
    Elli :)

    :zauberer1
     
  7. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    @Elli

    Wie sieht es denn bei dir mit Fliegen udn Angst aus?
     
  8. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Ich weiss nicht. Ich würde das nicht als Angst bezeichnen, wenn mir mein Verstand sagt, dass Fliegen ohne Fluggerät ungesund ist. Auf jeder Treppe lässt sich testen, dass die Schwerkraft in der materiellen Wert siegt.

    Ich bezeichne es ja auch nicht als Angst vor Atemnot wenn ich atme anstatt damit aufzuhören :)

    Oder seh ich was verkehrt?

    Geistig bin ich ständig am Fliegen, beim allnächtlichen Sterngucken, in Träumen, Meditationen, etc. Aber hier ist hier und dort ist dort.

    Liebe Grüsse
    Elli

    :zauberer1
     
  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.309
    Ja, manchmal bin ich für mein "Rüpel-Image" selbst mein größter Feind ;)


    Ja, ich ordne Angst vollkommen dem Verstand zu. Der Verstand ist eigentlich ein Gestrüpp aus Glauben der begrenzt. Das man nicht erst drüber nachdenkt wie man reagiert, heißt ja nicht das es nicht auf erlernten Glaubensannahmen beruht. Denn letztlich ist ja die instinktiv genannte Angst vor Existenzvernichtung selbst auch Glaube. Wäre der Verstand nicht so ein Blockaden-System, so dass uns schlicht und einfach das Wissen über einen selbst bewusst wäre, gäbe es keine Existenzangst. Das was Du instinktiv nennst, nenne ich einfach unbewusst, denn Ängste beruhen IMMER auf unbewussten Inhalten. Man nimmt sie dann als Gefühle wahr und wenn man nicht gegenwärtig ist reagiert man einfach darauf. Wenn man aber gegenwärtig ist, sich zuschaut was man fühlt, und wie einen dieses Gefühl beeinflusst, eben zu einer bestimmten Reaktion, os macht man die ersten Schritte um diese Angst als illusionär zu erkennen.

    Man muss auch nicht unbedingt die Erfahrung wirklich machen um Ängste erkennen zu können. Man kann sich damit gedanklich auseinandersetzen und sich immer wieder selbst begründen warum man Angst hat. Jeden Grund "markiert" man gedanklich als Glaube und Illusion, auf der Basis das man sagt: Es kann auch anders, genau umgekehrt sein. Wenn man das nicht glaubt, also weiterhin glaubt dieser Grund sei Wahrheit und die Angst deshalb gerechtfertigt muss man sich anschauen, was eben hinter diesem Grund steht. Nach und nach zersetzt man das Angst-System was dann grundlegenden Einfluss auf die befürchtete Situation nimmt. Wenn man es richtig macht, tritt sie nicht ein und das Schöne ist: Man ist sich vollkommen sicher das sie nicht eintreten wird.

    Noch etwas zu Verstand und Denken: Meiner Ansicht nach ist Denken selbst ein Zeichen für Angst, entsteht aus einem Mangel heraus. Viele glauben, nachdenken führe irgendwann zu einem gewollten Ergebnis, z.B. beim Lösen einer Matheaufgabe. Was aber wirklich stattfindet ist, das man nachdenkt und erst mal am Verstand scheitert, der einfach die Erkenntnis blockiert. Das Denken ist in gewisser Weise wie ein Ritual, eine innere Handlung, die für einen Willen steht und ausserdem nach und nach die Blockaden ins Bewusstsein zieht und ihnen dadurch die Macht nimmt.

    Der Verstand als Blockadensystem wird durchlässiger und irgendwann kommt die Erkenntnis. Und wenn man schon mal bewusst wahrgenommen hat wie das vor sich geht, weiß man das sie dann kommt, wenn man gerade nicht denkt. Sie kommt sozusagen durch eine Lücke zwischen den Gedanken. Erkenntnisse sind fundamental wichtig um Glauben als Glauben identifizieren zu können, Wissen ist dafür wirklich hilfreich. Wenn man also an seinen Ängsten arbeitet geht es zwar nicht darum nicht zu denken, aber darum bewusst zu denken, und das Denken und dessen Inhalte selbst immer als relativ anzusehen. Sie sind nie als Wahrheiten zu identifizieren sondern nur als Treppenstufen, ein Weg zur letztlichen Erkenntnis das die Angst illusionär ist wodurch das Befürchtete nicht eintreten wird.

    Viele Grüße,
    C.
     
  10. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
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    @Elli

    Finde ich jetzt keinen guten Vergleich oder hast du etwa ein Gefühl das die sagt es wäre alles besten wenn du aufhörst zu atmen und es würde nichts schlimmes dabei passieren?

    @Con

    Sehe das eigentlich genauso wie du. Ich denke auch das Angst rein aus dem Verstand entspringt.
     
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