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Gedanken zu Mariä Empfängnis.

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von DruideMerlin, 27. November 2018.

  1. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Hallo zusammen,

    in meinem Kalender las ich heute, dass in der kommenden Woche am 8. Dezember der Gedenktag Mariä Empfängnis sei. Zunächst vermutete ich diese Empfängnis im Zusammenhang mit der Geburt Jesus und wunderte ich mich, warum dieser Gedenktag so kurz vor Weihnachten lag. Also wollte ich das genauer wissen, zumal mir dazu eine Rechnung einfiel, die ich schon vor einiger Zeit angestellt hatte. Bei Google wurde ich gleich fündig und las dort von der Geschichte mit Maria und deren Eltern Anna und Joachim, die just an diesem Tag Maria gezeugt haben sollen.

    Ich lass das einfach einmal so stehen und krame nochmals meine alte Rechnung hervor:
    Wenn man der Geburtsgeschichte von Lukas folgt, liegt der Geburtstag von Jesus nicht im Dezember, sondern eher im August oder September. Fakt ist in jedem Fall, dass der 24./25. Dezember lediglich ein späteres Zugeständnis an die Römer war. Zuvor gab es noch einen Geburtstagstermin im März.

    Die einzige Quelle, die einen Beitrag zum Geburtsdatum liefern könnte, wäre das Evangelium nach Lukas.
    Zunächst erzählt er die Geschichte von Zacharias und Elisabeth, die Eltern von Johannes der Täufer. Weiter schreibt er dann dazu in 1[5], dass Zacharias ein Priester der Ordnung Aiba gewesen sei und ihm bei seinem Amt im Tempel ein Engel erschien. Dieser verkündete Zacharias die frohe Botschaft, dass seine Frau schwanger werden würde:

    Lukas 1 [23] Und es begab sich, da die Zeit seines Amtes aus war (Zacharias), ging er heim in sein Haus [24] und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich 5 Monate.

    Dazu muss man wissen, dass die Amtszeiten der Tempelpriester nach einem jährlichen Turnus festgelegt wurden. So weiß man, dass die Amtszeit der Aiba von Juli bis August dauerte. Lukas erzählt dann in 1[26],[39-41] weiter, wie Maria nach 5 Monaten zu ihrer verwandten Elisabeth reist und dort bemerkte, dass auch sie selbst schwanger sei. Wenn man das nun nachrechnet, könnte also Jesus im Dezember gezeugt worden sein. Nach diesen Eckdaten dürfte somit die Geburt Jesus in den Monaten August/September gelegen haben.

    Täufer:
    Sept.(1)...Okt.(2)...Nov.(3)...Dez.(4)...Jan.(5)...Feb.(6)...Mrz.(7)...Apr.(8)...Mai.(9)
    Jesus:
    ..............................................Dez.(1)...Jan.(2)...Feb.(3)...Mrz.(4)...Apr.(5)...Mai(6)...Juni(7)...Juli(8)...Aug.(9)

    Ich denke, dass selbst Jesus sein Geburtsdatum nicht genau kannte und Lukas die Geburtsgeschichte lediglich in einen vagen zeitlichen Rahmen gestellt hatte. Anderseits kann es gut möglich sein, dass er auch damals bekannte Fakten mit in diese Geschichte eingeflochten hatte (z. B. der Geburtstag).

    Da nun beim Rechenexempel nach Lukas der Dezember eine gewisse Rolle spielen kann, bekäme möglicherweise auch der 8. Dezember mit der Mariä Empfängnis einen völlig anderen Sinn? Es sind jedoch alles nur so ein paar Gedanke, eventuell gibt es ja auch noch andere Gründe, die zu diesem Datum führten :unsure:


    Merlin
     
  2. Laerad

    Laerad Sehr aktives Mitglied

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    23. Oktober 2015
    Beiträge:
    3.162
    Ich weiß nicht ob es Jesus wirklich einmal gab.
    Diese Geschichte wiederholt sich von Äon zu Äon.
    Mit immer anderen Namen.

    Mit Jungfrau soll demnach das Sternzeichen Jungfrau gemeint sein weil alles einmal in den Sternen niedergeschrieben wurde und seitdem dem Menschen immer wieder erzählt wird.
     
    *Eva* gefällt das.
  3. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Liebe @Laerad,

    sicherlich gibt es viele gute Gründe, warum man den historischen Jesus infrage stellen kann, es gibt aber auch gute Gründe, die für eine Existenz sprechen. Es sind die Widersprüchlichkeiten in den Evangelien, die für einen Jesus sprechen.

    Das fängt schon bei der Taufe an, denn ein von Gott entsandter Messias, muss sich nicht von dem Menschen Johannes von seiner Schuld reinwaschen lassen und sich vor ihm zur Umkehr bekennen. Die Taufe ist also der Widerspruch, der schon den Evangelisten aufgefallen war, deshalb legten sie dazu auch dem Täufer eine Rechtfertigung in den Mund (Markus 1[7-8]). Bei einem literarischen Jesus hätte man also sicherlich auf die Taufgeschichte von Jesus verzichten können, aber dazu war sie bei den Zeitzeugen einfach zu bekannt.

    So gehört auch die Geburtsgeschichte zu den Widersprüchen. Jeder wusste, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa stammte, also wurden er und seine Jünger in seiner Zeit als die Nazarener oder Galiläer bezeichnet. Jeder Jude wusste aber auch, dass Jesaja in seinen Prophezeiungen davon geredet hat, dass der Messias aus dem Hause Davids käme und von einer unbefleckten Jungfrau geboren werde:

    Jesaja 7[14] Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel* [15] Butter und Honig wird er essen, wenn er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. [16] Denn ehe der Knabe lernt Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen, wird das Land verödet sein, von den zwei Königen, vor denen es dir graut.
    (*Gott ist mit uns).

    Betlehem war die Stadt Davids, deshalb musste ein Grund gefunden werden, um die Vorsehung von Jesaja zu erfüllen. Bei einem literarischen Jesus ergäbe die Reise von Nazareth nach Betlehem keinen Sinn, denn man hätte ihn ja gleich als Sohn eines Zimmermanns aus Betlehem bezeichnen können.

    So gibt es noch mehr solcher Widersprüche, die nur einen Sinn in Zusammenhang mit einem historischen Jesus stehen entstehen konnten. Das Problem lag einfach darin, dass man den historischen Menschen Jesus in die Rolle des prophezeiten Messias zwängen musste.


    Merlin
     
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  4. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    An der Nordsee
    Gab es denn vor über 2.000 Jahren das Sternzeichen Jungfrau schon, mit genau dieser Bezeichnung und genau dieser Doppeldeutigkeit?

    R.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. November 2018
  5. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

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    Niederösterreich
    Jesus, so es ihn gegeben hat, hat sicher lesen und schreiben können. Warum hat er seine Geschichte den Jüngern überlassen? Er muss doch gewusst haben, dass da ein Durcheinander herauskommt.
     
  6. Suchira

    Suchira Guest

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    wie war den das Wetter dort zu dieser Jahreszeit?
     
  7. ping

    ping Guest

    Weil es kein Durcheinander ist. ;)
    Wenn Gottes Sohn nicht darauf vertraut, dass die Heilige Schrift genau so aufgeschrieben wird, wie sie in den Himmeln geschrieben steht und durch den hl. Geist empfangen wird, wer denn dann?
     
    Vanadey gefällt das.
  8. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2018
    Beiträge:
    27.338
    Ort:
    Niederösterreich
    Du siehst die religiöse Seite, ich die geschichtliche.
     
  9. ping

    ping Guest

    Es ist eine heilige Schrift. Glaubt du, sie dient dazu, Historie zu vermiteln?
    Die, die das glauben, sind die, die Verwirrung schaffen.
     
  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Liebe Eva,

    ob Jesus schreiben konnte, wissen wir nicht. Im Gegensatz zu Paulus hatte Jesus nie einen Brief an eine Gemeinde oder Person gesandt. Auch als der Täufer im Gefängnis saß, sandte er nur einen Boten zu ihm. Das muss aber nichts bedeuten. Dass er selbst eine allgemeine Botschaft für die Nachwelt aufschreiben sollte, würde nach seinem Verständnis auch keinen Sinn ergeben, denn er war ja der Auffassung, dass das Himmelreich schon nahe herbeigekommen sei. Wozu sollte er da noch etwas aufschreiben, wenn selbst die Toten auferstehen und somit alle Zeuge dieses Ereignisses würden?

    Merlin
     
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