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Für @samyjoe: Treffpunkt Bahnhof - Der 2. Thread

Dieses Thema im Forum "Lenormand" wurde erstellt von Tugendengel, 22. Juni 2016.

  1. Tugendengel

    Tugendengel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2012
    Beiträge:
    249
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    Hallo @samyjoe,

    Du hattest gestern einen eigenen Thread namens „Treffpunkt Bahnhof“ erstellt, in welchem Du danach gefragt hast, an welcher Kartenkonstellation man erkennen könne, ob es sich um einen Bahnhof handelt.

    Ich vermute jetzt mal, dass der Verlauf Deines eigenen Threads nicht so ist, wie Du es Dir gewünscht hättest. Um nun mal wieder auf Dein erfragtes Thema zurück zu kommen, habe ich mir deshalb erlaubt, einen namensgleichen Thread für Dich zu erstellen, der hoffentlich ausschließlich dafür genutzt wird, Dir Deine Frage zu beantworten.

    Zunächst einmal vielen Dank für Deine interessante "Bahnhofsfrage".

    Wie Du selbst auch schon vermutet hast, gibt es natürlich nicht die eine Karte schlechthin, die ein für allemal immer nur einen Bahnhof symbolisieren kann. Wie im Lenormand weithin üblich, wird auch der Bahnhof im Lenormand vielmehr durch eine Kombination mehrerer Karten verkörpert.

    Im Laufe meiner jahrelangen Deutungspraktiken sind mir folgende Karten aufgefallen, die, wenn es in der jeweiligen Legung um einen Bahnhof ging, eine Rolle spielen konnten, sei es, dass einige von ihnen unmittelbar aneinandergrenzten oder aufeinander spiegelten, korrespondierten, rösselten oder häusertechnisch miteinander verbunden waren.

    - Eine mögliche Kombinationskarte: Der Turm (und eher weniger, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen, das Haus)

    Begründung:
    Der Turm symbolisiert nicht selten die Staatsmacht und ihre Einrichtungen, wie z. B. Behörden, Gerichte usw., die allesamt der Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch ein Bahnhofsgebäude steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

    Demgegenüber erfasst die Karte des Hauses eher das private und familiäre Wohnumfeld, zu dem wir regelmäßig nur einem deutlich eingeschränkteren Besucherkreis Zugang gewähren.

    Charakteristisch für einen Turm ist zudem seine überdurchschnittliche Höhe, vergleichbar mit der überdurchschnittlichen Höhe eines Bahnhofsgebäudes, damit in diesem nicht nur die ohnehin schon hohen Züge, sondern auch die noch höheren Masten, an denen die Oberleitungen befestigt sind, genügend Platz haben.

    - Eine weitere mögliche Kombinationskarte: Der Park

    Begründung:
    Sowohl der Park als auch das Bahnhofsgebäude sind einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und Treffpunkt für die Zusammenkunft vieler unterschiedlichster Menschen.

    - Eine weitere mögliche Kombinationskarte: Die Vögel

    Begründung:
    So, wie die Vögel ständig „auf dem Sprung sind“, davonzufliegen, so sind auch die Menschen in einem Bahnhofsgebäude, die auf ihren Zug warten, vielfach in aufmerksamer, teilweise hektischer Anspannung, bloß nicht die Zuggleise zu verwechseln und in den falschen Zug einzusteigen und bloß nicht die Abfahrtszeit zu verpassen, damit der Zug, auf den sie warten, nicht ohne sie abfährt.

    In einem Bahnhofsgebäude herrscht also häufig eine gewisse Unruhe und Hektik vor; hier sind buchstäblich sehr viele Menschen in ständiger Bewegung.

    Unruhe, Hektik und viel Bewegung sind jedoch geradezu klassische Deutungsinhalte der Karte der Vögel. Man denke nur mal an eine große Schar zusammenkommender Vögel, die ungeordnet durcheinander fliegen, flattern und trällern. Insofern lassen sich die Vögel im Lenormand nicht selten zugleich auch mit einem gewissen Wirrwarr, Durcheinander und "Chaos" in Verbindung bringen, was zusätzlich daraus ableitbar ist, dass Vögel (etwa im Gegensatz zu Hunden) nicht stubenrein sind, sondern dort, wo sie sich gerade aufhalten, vielfach ihren Vogelkot, ihre Futterreste, ihre Federn usw. fallen lassen und damit zugleich eine gewisse Unordnung hinterlassen.

    Auch in einem Bahnhofsgebäude mit all seinen, sich auf der Durchreise befindlichen Zuggästen herrscht häufig rege Betriebsamkeit und die Menschen strömen in alle möglichen Richtungen zu ihren Bahngleisen durcheinander. Ein ewiges Kommen und Gehen, vergleichbar den ständig hin- und herfliegenden Vögeln.

    - Eine weitere mögliche Kombinationskarte: Das Schiff (und eher weniger, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen, der Reiter)

    Begründung:
    Schiffe und Züge sind regelmäßig maschinenbetriebene Fortbewegungsmittel, die irgendeine Form von Kraftstoff benötigen. Im Gegensatz dazu setzt das Pferd zum Vorwärtskommen lediglich seine Muskelkraft ein.

    Auf Grund ihres üblichen Antriebs mittels Maschinenkraft sind ein Schiff und ein Zug außerdem über eine lange Zeitspanne und über eine sehr große Strecke ununterbrochen und pausenlos fahrbereit, weshalb es sich bei ihnen auch um zeitlich und entfernungsmäßig nahezu unbegrenzt einsetzbare Fortbewegungsmittel handelt, während beim Pferd bereits nach deutlich kürzerer Zeit und Wegstrecke die Muskelkraft nachlässt, weshalb wesentlich öfter längere Verschnaufpausen und Erholungszeiten eingelegt werden müssen.

    Bei einem Schiff und einem Zug handelt es sich darüber hinaus regelmäßig um öffentliche Verkehrsmittel, bei denen die Abfahrtszeiten und die Fahrtstrecken durch fremde Dritte (z. B durch die Schifffahrtsgesellschaft, durch die Deutsche Bahn usw.) grundsätzlich ohne eigenes Mitspracherecht festgelegt sind, wohingegen der Besitzer eines Pferdes üblicherweise gerade nicht auf solche fremdbestimmten Nutzungszeiten angewiesen ist.

    Ein Schiff und ein Zug sind überdies zum Transport einer Vielzahl von auch größeren Gütern geeignet, während die Transportmöglichkeiten auf einem Pferd doch sehr eingeschränkt sind.

    - Eine weitere mögliche Kombinationskarte: Die Ruten

    Begründung:
    Auf der Karte der Ruten sind bei den meisten Kartendecks 2, von ihrer Form her längliche und schmalere Gegenstände abgebildet, und zwar die Peitsche und der Reisigbesen. Die Anzahl 2 erinnert dabei an 2 Gleisschienen, auf denen die Züge rollen und fahren.
    Legt man zudem gedanklich mal mehrere längliche und schmalere Rutenstiele hintereinander und nebeneinander, ähnelt dieses gedankliche Bild überdies den sich endlos hinziehenden schmalen Bahnschienen, die außerdem ständig "gereinigt" im Sinne von freigeräumt sein müssen, damit die Züge nicht mit irgendwelchen Gegenständen kollidieren und bloß nicht entgleisen.

    Ein solcher Reinigungs- und Reinhaltungsaspekt wohnt jedoch auch der Karte der Ruten inne, da der auf dieser Karte u.a. abgebildete Besen geradezu ein klassisches Reinigungsutensil ist.

    Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle, dass es auch Kartendeuter/innen gibt, die zur Identifizierung eines Bahnhofs anstatt der Ruten alternativ die Schlange heranziehen, was ebenfalls auf deren äußere langgezogene und schmale Form zurückgeführt wird, die optisch ebenfalls an ein langgezogenes und schmales Bahngleis erinnert.

    - Eine weitere mögliche Kombinationskarte: Der Schlüssel

    Begründung:
    Ein Schlüssel besteht von seiner Materialzusammensetzung her vornehmlich aus Metall, Stahl und / oder Eisen. Materialien wie Metall, Stahl und Eisen sind jedoch gerade auch in einem Bahnhofsgebäude prägend und vorherrschend, wenn man z. B. an die Vielzahl der Eisenbahngleise, an die Stahlmasten zur Befestigung der Oberleitungen und an die Eisenbahnzüge mit ihren großen, vielfach aus Stahlguss gefertigten Eisenbahnrädern, denkt.

    Mit dem Schlüssel werden auch Aspekte wie die Sicherheit und die Kontrolle verknüpft, damit uns das, was mit dem Schlüssel verschlossen wird, von Fremden z. B. möglichst nicht genommen oder eingesehen werden kann.

    Auch im Zugverkehr wird viel Wert auf Sicherheit und Kontrolle gelegt: Bezüglich der Sicherheit denke man z. B. nur an die vielen Zugschaffner, die jedes Mal, wenn der Zug anhält und wenn der Zug wieder losfährt, zuvor kontrollieren und sicherstellen, dass vor dem Aussteigen kein Zugfahrgast zu früh die Zugtüren öffnet und herausfällt oder dass alle Zugfahrgäste vor dem Abfahren des Zuges nebst ihrem vielfach großen und sperrigen Reisegepäck vollständig eingestiegen sind und nicht zwischen die sich schließenden Zugtüren geraten oder beim Einsteigen in den Zug vor Hektik daneben treten oder abrutschen und ins Gleisbett stürzen.

    Bezüglich des auch dem Schlüssel immanenten Kontrollaspektes könnte man im Zugverkehr auch an die üblichen Kontrollen der Zugschaffner denken, die während der Zugfahrt regelmäßig überprüfen, ob auch wirklich alle Zugfahrgäste ihre Zugfahrscheine ordnungsgemäß gelöst haben und dass während der Zugfahrt z. B. niemand die Zugtüren öffnet usw.

    Soweit zu meinen "Bahnhofs-Impressionen". Falls jemand noch weitere Anregungen haben sollte, sind diese hier sehr willkommen!

    Viele Grüße,
    Tugendengel
     
    Auch, SPIRIT1964, flimm und 2 anderen gefällt das.
  2. gemmini

    gemmini Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2016
    Beiträge:
    2.679
    Super tolle Erklärungen - damit kann man wirklich was anfangen. Du erklärst es ähnlich wie die Angelina Schulze. Die macht das auch immer so bildhaft. Sage auch mal als ebenfalls Interessierte ein dickes Dankeschön!!!
     
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