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  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Frühlingsgrün und Sonnenschein, leiser Wind und Vogelzwitschern ......

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von SammyJo, 7. Mai 2008.

  1. SammyJo

    SammyJo Guest

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    An dieser Stelle möchte ich mich einmal bei wem auch immer bedanken, daß er/sie es trotz- und alledem immer noch und ewigwährend so gut mit uns meint - wenn man es denn sehen kann.


    :)


    Hab auch ein Gedicht von Goethe mitgebracht:



    :schnl:

     
  2. paula marx

    paula marx Guest

    ich schließe mich an:

    Der Frühling

    Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
    Die Tage kommen blütenreich und milde,
    Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
    Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.
    Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
    Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
    Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
    So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

    Hölderlin, Friedrich (1770-1843)
     
  3. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde
    Fontane, Theodor (1819-1898)

    Frühling
    Nun ist er endlich kommen doch
    In grünem Knospenschuh;
    "Er kam, er kam ja immer noch"
    Die Bäume nicken sich's zu.

    Sie konnten ihn all erwarten kaum,
    Nun treiben sie Schuß auf Schuß;
    Im Garten der alte Apfelbaum,
    Er sträubt sich, aber er muß.

    Wohl zögert auch das alte Herz
    Und atmet noch nicht frei,
    Es bangt und sorgt; "Es ist erst März,
    Und März ist noch nicht Mai."

    O schüttle ab den schweren Traum
    Und die lange Winterruh:
    Es wagt es der alte Apfelbaum,
    Herze, wag's auch du.

    :)
     
  4. SammyJo

    SammyJo Guest

    Entschluss


    Noch schien der Lenz nicht gekommen,
    Es lag noch so stumm die Welt,
    Da hab' den Stab ich genommen,
    Zu pilgern ins weite Feld.

    Und will auch kein' Lerch' sich schwingen,
    Du breite die Flügel, mein Herz,
    Lass hell und fröhlich uns singen
    Zum Himmel aus allem Schmerz!

    Da schauen im Tale erschrocken
    Die Wandrer rings in die Luft,
    Mein Liebchen schüttelt die Locken,
    Sie weiß es wohl, wer sie ruft.

    Und wie sie noch steh'n und lauschen,
    Da blitzt es schon fern und nah,
    All' Wälder und Quellen rauschen,
    Und Frühling ist wieder da!


    Joseph von Eichendorff ​
     
  5. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde


    Tucholsky, Kurt (1890 - 1935)

    Der Lenz ist

    Das Lenzsymptom zeigt sich zuerst beim Hunde,
    dann im Kalender und dann in der Luft,
    und endlich hüllt auch Fräulein Adelgunde
    sich in die frischgewaschene Frühlingskluft.

    Ach ja, der Mensch! Was will er nur vom Lenze?
    Ist er denn nicht das ganze Jahr in Brunst?
    Doch seine Triebe kennen keine Grenze –
    dies Uhrwerk hat der liebe Gott verhunzt.

    Der Vorgang ist in jedem Jahr derselbe:
    man schwelgt, wo man nur züchtig beten sollt,
    und man zerdrückt dem Heiligtum das gelbe
    geblümte Kleid – ja, hat das Gott gewollt?

    Die ganze Fauna treibt es immer wieder:
    Da ist ein Spitz und eine Pudelmaid –
    die feine Dame senkt die Augenlider,
    der Arbeitsmann hingegen scheint voll Neid.

    Durch rauh Gebrüll läßt sich das Paar nicht stören,
    ein Fußtritt trifft den armen Romeo –
    mich deucht, hier sollten zwei sich nicht gehören ...
    Und das geht alle, alle Jahre so.

    Komm, Mutter, reich mir meine Mandoline,
    stell mir den Kaffee auf den Küchentritt. –
    Schon dröhnt mein Baß: Sabine, bine, bine ...
    Was will man tun? Man macht es schließlich mit.
     
  6. SammyJo

    SammyJo Guest

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    Beruhigt

    Zwei mal zwei gleich vier ist Wahrheit.
    Schade, daß sie leicht und leer ist,
    Denn ich wollte lieber Klarheit
    Über das, was voll und schwer ist.

    Emsig sucht ich aufzufinden,
    Was im tiefsten Grunde wurzelt,
    Lief umher nach allen Winden
    Und bin oft dabei gepurzelt.

    Endlich baut ich eine Hütte.
    Still nun zwischen ihren Wänden
    Sitz ich in der Welten Mitte,
    Unbekümmert um die Enden.


    Wilhelm Busch, 1909
    (Aus dem Gedichtband Schein und Sein)​
     
  7. MorningSun

    MorningSun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2006
    Beiträge:
    12.697
    Ort:
    wo die Wirren irren ...
    Novalis
    Es färbte sich die Wiese grün

    Es färbte sich die Wiese grün
    Und um die Hecken sah ich blühn,
    Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
    Mild war die Luft, der Himmel heiter.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Und immer dunkler ward der Wald
    Auch bunter Sänger Aufenthalt,
    Es drang mir bald auf allen Wegen
    Ihr Klang in süßen Duft entgegen.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Es quoll und trieb nun überall
    Mit Leben, Farben, Duft und Schall,
    Sie schienen gern sich zu vereinen,
    Daß alles möchte lieblich scheinen.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    So dacht ich: ist ein Geist erwacht,
    Der alles so lebendig macht
    Und der mit tausend schönen Waren
    Und Blüten sich will offenbaren?
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Vielleicht beginnt ein neues Reich.
    Der lockre Staub wird zum Gesträuch
    Der Baum nimmt tierische Gebärden
    Das Tier soll gar zum Menschen werden.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Wie ich so stand und bei mir sann,
    Ein mächtger Trieb in mir begann.
    Ein freundlich Mädchen kam gegangen
    Und nahm mir jeden Sinn gefangen.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Sie ging vorbei, ich grüßte sie,
    Sie dankte, das vergeß ich nie.
    Ich mußte ihre Hand erfassen
    Und Sie schien gern sie mir zu lassen.
    Ich wußte nicht, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.

    Uns barg der Wald vor Sonnenschein
    Das ist der Frühling fiel mir ein.
    Kurzum, ich sah, daß jetzt auf Erden
    Die Menschen sollten Götter werden.
    Nun wußt ich wohl, wie mir geschah,
    Und wie das wurde, was ich sah.
     
  8. :liebe1:

    Schön sind die Rosen fürwahr
    Nichts schöner ist.
    Schön! wenn dir bei der Hand
    Der Becher ist.
    Auf und trinke den Wein
    Im Rosenbeet,
    Weil
    die Dauer der Ros'
    So flüchtig ist.
    Itzt sind die Tage der Lust,
    Genieß, genieß!
    Weil in Muscheln nicht stets
    Die Perle ist.
    Welch ein seltener Pfad!
    Der Liebe Pfad,
    Wo der Führende selbst
    Verirret ist.
    Willst Du leben mit uns,
    Wasch aus dein Buch,
    Weil, was Liebe dich lehrt,
    Im Buch nicht ist.

    Hafis
     
  9. paula marx

    paula marx Guest

    Theodor Storm

    Juni

    Leichtherzig ist die Sommerzeit!
    Getändelt wird, geküßt, gefreit,
    Ein Kränzel auch wohl wird gemacht,
    An Hochzeit nimmer gern gedacht.
     
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    "Sommergewitter
    sind die schwersten
    und die fruchtbarsten"

    Bauernweisheit​





    Ali:liebe1:
     

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