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Fragen zur Selbsteinschätzung

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von gitano, 22. August 2005.

  1. gitano

    gitano Mitglied

    Registriert seit:
    7. Dezember 2004
    Beiträge:
    38
    Ort:
    Innsbruck
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    Hallo ihr Lieben.

    Mir brennen einige Fragen auf dem Herzen, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Ich danke euch schon im Voraus dafür.

    Gut, Frage eins:
    Wie schätzt man am besten seine eigene Bodenständigkeit ein?
    Ich glaube, dass ich nicht der einzige bin, der sich diese Frage hin und wieder stellt, vielleicht habt ihr ja schon Erfahrung gemacht. Mir wird desöfteren vorgeworfen, mich in geistigen Dingen zu verlieren und meinen Boden unter den Füssen aufzugeben (im Speziellen wirft es mir meine Exfreundin vor, die sich um alles in der Welt eine intakte Familie mit mir wünscht). Ich sehe diesen Sachverhalt allerdings vollkommen anders - ich habe einen Job, eine Wohnung und zahle meine Rechnungen und Unterhaltszahlung (was ja wohl von Bodenständigkeit zeugt). Dass ich mich in meiner Freizeit mit dem bewussten Bewegen von Energie beschäftige und in Richtung Selbstversorger unterwegs bin, kann ich nicht als "Bodenlos" finden. Auch das bewusste Gestalten meiner Arbeits-, Wohn- und Familiensituation zur Sicherung meiner Unabhängigkeit und somit meines geistigen Vorankommens, kann ich nicht als Bodenlos erkennen.
    Was bedeutet dann Bodenständigkeit, bzw Bodenlosigkeit? Woran kann ich es besser abschätzen?

    Frage zwei:
    Wie kann ich mit meiner geistigen Kraft richtig umgehen, um nicht von den Einen als wertvoller Helfer und von den Anderen als Bedrohung gesehen zu werden? Kennt ihr diese Situation nicht auch? Ich hab einmal gelesen, dass ein grosser Magier sagte: "Je mehr du weisst, desto mehr musst du schweigen." Ist das nicht kontraproduktiv? Kommt Erkenntnis nicht zum grössten Teil aus dem Munde Unwissender, mit denen wir reden müssen, um uns als hilfestellende Person zeigen zu können?

    Frage drei:
    Gibt es einen Schutz vor Selbstüberschätzung? Das wurmt mich schon länger - wie kann ich mich und andere vor meiner eigenen "arroganz" und meinem ego schützen? Demut ist ein guter Weg, doch ist diese oft im Alltag unangebracht - und in einer wirtschaftlich schwierigen Lage ist die Demut gegenüber Menschen aus meiner Erfahrung eher Kraft und Zeitverschwendung, wenn nicht sogar Selbstverrat. Wie also erkenne ich meine Grenzen?

    Danke fürs Lesen - ich freu mich schon auf eure Antworten!

    Ciao, gitano
     
  2. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    5.096
    Ort:
    D
    Hallo gitano,
    ui, eine Menge guter Fragen, aber sehr interessant!

    Hast du noch Kontakt zu deiner Ex-Freundin?
    Dann wäre es sicher das einfachste, wenn du sie mal fragst, wie sie diese Anschuldigungen meint. Denn reininterpretieren kann man viel.

    Für mich ist Bodenhaftung oder Bodenständigkeit, wenn jemand mit beiden Beinen fest im Leben steht und weiß, was er tut und er sich dessen bewusst ist, wo er hinmöchte, und zielgerichtet dran arbeitet.

    Wenn man einen gewissen Level geistig erreicht hat, ist man immer in der Gefahr, von anderen gar nicht, nur zum Teil oder auch komplett missverstanden zu werden. Darin liegt eine Herausforderung!

    Je weiter ich mich entwickle, kann es schon passieren, dass ich Freunde verliere, weil die Gemeinsamkeiten abnehmen, da man sich zuweilen auseinander entwickelt. Für mich ist hier noch zu lernen, wie ich so einen Abschied dezent hinbekomme.
    Zur Zeit gibt es auch eine Bekannte in meinem Leben, die mich stäääändig mit Telefonaten überschüttet, wann wir uns denn mal wieder treffen..., und sie langweilt mich so. Aber ich weiß da auch noch keine passende Lösung, wie ich ihr klarmache, dass ich gar keinen großen Kontakt mag... :rolleyes:

    Vielleicht kommen dafür ja noch Tipps von den Fories hier... :)

    Du sagst, dass man als Wissender oft lieber schweigen sollte.
    Sicher ist es wichtig, dass man nicht immer und überall seinen gesamten "Senf" dazu gibt, zumal an Stellen, wo ich sicher bin, dass mein Gegenüber mich nicht verstehen würde.
    Ganz schweigen? Manchmal, aber nicht immer. Man kann ja seine Meinung auch extrahieren, dosieren, was man sagt. Sich auf den anderen einstellen.
    Das wäre dann so etwa, als wenn ein IT-Fachmann einem PC-Neuling das Betriebssystem laienhaft erklärt, damit derjenige einen Zugang bekommt und das Grundsätzliche verstehen kann.

    Deine letzte Frage kann ich leider nicht beanworten, da ich noch nicht an Selbstüberschätzung gelitten habe.
    Ich denke, es gibt sehr viele Menschen, die sich im Erwachsenenalter mühselig aus einem Minderwertigkeitskomplex rausarbeiten müssen. Diese haben dann genug damit zu tun, sich selbst im richtigen Maß wertzuschätzen und sich selbst gut genug unter die Menschheit zu bringen.

    Solchen bin ich jedenfalls öfter begegnet als den Größenwahnsinnigen oder Selbstüberschätzern. Spannendes Thema.
    Ich schau wieder vorbei.

    Hoffe, ich konnte ein wenig zur Klärung deiner Fragen beisteuern.
    Liebe Grüße, Romaschka
     
  3. gitano

    gitano Mitglied

    Registriert seit:
    7. Dezember 2004
    Beiträge:
    38
    Ort:
    Innsbruck
    Danke Romaschka.

    Deine Ausführung zum Thema Bodenständigkeit leuchtet mir ein. Bei mir gestaltet es sich so, dass ich seit meinen Kinderjahren schon weiss, wo ich hin möchte, dass ich es aber erst seit etwa vier Jahren in Worte fassen kann und meine Arbeit an diesem Weg durch Menschen wie meine Ex mehrfach durchkreuzt wurde.
    Mit ihr habe ich inzwischen wieder viel Kontakt - wir sind ein halbes Jahr auseinander, aber wir bewegen uns im Moment wieder aufeinander zu, weil wir beide die Liebe zueinander stark spüren. Mein Weg (Schamanischer Priester und Aufbau einer selbstversorgenden Kommune für schamanisch-magisch praktizierende) scheint nun ein weiteres Mal von dieser Frau durchkreuzt zu werden, weil ein solches Leben zwar im Ideellen Wert für sie interessant wäre, sie aber mit den praktischen Konsequenzen und Arbeiten absolut nicht klarkommt. (im Speziellen: bisher ein Leben ohne Zentralheizung, ohne Auto, mit landwirtschaftlichen Arbeiten, Aufbauarbeit, kaltes Quellwasser... etc.)
    Dass eine Zentralheizung aber nichts mit Bodenständigkeit zutun hat, scheint bei ihr nicht anzukommen. Ich persönlich halte es für bodenständiger, sein Essen selbst zu züchten, als auf die Montagslieferung eines Supermarktes zu vertrauen...

    Die Frage der Selbstüberschätzung ist im Grunde eine Fortführung der Frage der Bodenständigkeit. Durch die "Spitzen" der erwähnten Frau sind in mir diese Fragen aufgetaucht - ob ich wirklich arrogant und egozentrisch bin kann ich ja schlecht einschätzen, deshalb wärs im Grunde nicht schlecht schon im Sinne der Prävention einen Schutz dafür aufzubauen.

    Danke für die Antwort :)
     
  4. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    5.096
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    Hallo nochmal,
    sehr interessant.

    Na klar, Bodenständigkeit kann man auch mit dem einfachen Leben aus der Natur heraus erklären. *lach* Da ich ja deinen Hintergrund nicht kannte, dachte ich, es wäre anders gemeint.

    Z.B. auch, dass man geistig nicht abdriftet und den Kontakt zum wirklichen Leben nicht verliert.

    Hm, ja, deine (Ex)Freundin kann ich da auch irgendwie verstehen, da ich auch schnell friere... :) ... es will schon wohlüberlegt sein, ob man sein bequemes Leben komplett aufgeben möchte, um sozusagen am Busen der Natur zu sein.
    Einen Kompromiss siehst du da nicht als möglich? (du im deinigen und sie in ihrer Wohnung, aber trotzdem Beziehung haben)

    Unter diesem Aspekt kann ich nun die Frage zur Selbstüberschätzung auch anders für mich erschließen:
    Hast du evtl. Angst, dass du das alles nicht schaffst - dieses Ummodeln des Lebens in Zustände, wie wir sie ganz früher mal hatten. Im Grunde genommen ist das ja ein Zurückentwickeln der eigenen Sozialisation!

    Bitte nicht falsch auffassen - das meinte ich überhaupt nicht negativ. Ich finde es sogar edel, wenn jemand es schafft, diesem ganzen Konsumwahn konsequent den Rücken zu kehren und back-to-the-roots zu existieren.

    Bist du zumeist auf dich gestellt oder hast du eine Gruppe, auf die du bauen kannst? Hast du einen Plan, der aussieht, als würde es klappen können?

    Wenn du das mit gutem Gewissen bejahen kannst, sollte die Unruhe wegen Selbstüberschätzung fortgehen, denke ich.

    LG, Romaschka
     
  5. gitano

    gitano Mitglied

    Registriert seit:
    7. Dezember 2004
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    38
    Ort:
    Innsbruck
    :)
    Doch, gerade diese Kostallation strebe ich an - für mich wäre das das Beste - sie allerdings sagt, sie kann nicht allein leben (zur Zeit lebt sie bei ihrer Mutter, von der sie ziemlich nervlich fertiggemacht wird). Für sie bedeutet Beziehung auch gleich "Familie unter einem Dach mit Haushaltskasse, sie in der Rolle der Hausfrau und Mutter und ich die des Geldverdieners übernehme" - dieses abstruse und starre Abstecken der Rollen hab ich eineinhalb Jahre schon mit ihr gelebt - es hat mich in den finanziellen Ruin getrieben und ich werde die nächsten Jahre hart dran zu knabbern haben. Daher wird es für mich eh nichtmehr in Frage kommen. Ich möchte das alles nicht wieder Aufwärmen, ich versuche es gerade abzulegen...
    Da kommt mir die Frage: Weshalb soll ich für ihren Lebensunterhalt sorgen? Ich sorge gerne für den Unterhalt meines Sohnes, aber wenn sie mit mir zusammen leben will, muss sie sich von nun an einfach an meinen Weg anpassen - quellwasser, Gemüsegarten, zu Fuss gehen...
    Kompromisse werde ich im zusammenleben nichtmehr schliessen. (vielleicht ist das die egozentrische seite an mir?!)

    Eine Gruppe habe ich bisher leider nicht, aber unterstützung von ein paar leuten - sogar ein geeigneter Bauernhof stünde schon zur verfügung - ich möchte aber noch ein paar jahre erfahrungen im Garten sammeln, bevor ich es richtig gross angehe. Das Ziel steht - der Plan wird kommen.
    Wenn es in gewünschter weise läuft, möchten wir (ich und die unterstützenden menschen) eine Art Bildungszentrum daraus machen. Ein Ort zur Zentrierung, wo auch Lehrgänge gegeben werden können und Menschen, die den schamanischen oder magischen Weg beschreiten gefördert und unterstützt werden können. Ein schamanisches Kloster etwa...

    Naja, wie gesagt, die Zeit wird den Plan bringen - das Ziel ist schon da.
    Aber es ist eben ein grosses Ziel - daher auch die Frage der Selbstüberschätzung... Ich glaube du verstehst...

    Grüsse :)
     
  6. Himephelien

    Himephelien Aktives Mitglied

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    Hallo Gitano!

    Ich habe jetzt still und liebevoll gelächelt, als ich deine Zeilen las!
    Denn deine Beschreibung von dir erinnert mich an meinen EX!

    Ich finde dich, nach deiner Beschreibung bodenständig genug. Aber da müßtest du halt wirklich mal deine EX fragen, was sie genau darunter versteht.
    Deinen Plan find ich auch absolut toll, es scheint das zu sein, was du dir wirklich wünscht, was für dich stimmig ist. Vielleicht könntest du deiner EX ja auch vorschlagen es für eine Weile zu versuchen. Es kann ja sein, daß sie das ursprüngliche Leben lieben lernt, wer weiß, vielleicht wünscht sie sich das ja auch selbst..........frag sie mal.

    Das mit dem Schweigen seh ich schon auch so. Gerade in den letzten Tagen, mache ich das ganz bewußt, dass ich immer öfter in die Stille gehe. Es gibt nichts zu sagen, es IST gesagt, so empfinde ich dann!
    Und das genieße ich auch bewußt, denn ich genieße es auch bewußt, wenn ich etwas sagen möchte, so wie eben jetzt.

    Was deine Selbstüberschätzung anbelangt, kann ich nur sagen, daß es oft so ist, daß andere Menschen eher erkennen, wo das eigene Problem liegt, als man selbst. Wenn sie einem das immer wieder sagen, sollte man schon mal drüber nachdenken.

    Bei meinem EX war es so, aber ich habe erkannt, daß es seine Angst und seine innere Zerissenheit war, die er nach außen zu verbergen versuchte.
    Ich habe es ihm auch immer und immer wieder zu verstehen gegeben, ich denke ,dadurch hat er sich wohl von mir nicht verstanden gefühlt . Ich habe aber deutlich gemerkt, wie sehr er sich selbst schadet damit, auch in seinem beruflichen Umfeld, und wie sehr er selbst darunter leidet.
    Arroganz ist Schutz, dahinter ist ein "Kind" das verletztlich ist und Hilfe bräuchte, weil es Angst hat.

    Denk mal drüber nach, ob das vielleicht was hat, für dich.......
    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

    L.G. Himephelien
     
  7. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

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    D
    Ich verstehe. :)

    Hat mich gefreut, mit dir zu schreiben.

    Für dein Projekt alles alles Gute und kluge Mitstreiter mit tatkräftigen Händen!
     
  8. gitano

    gitano Mitglied

    Registriert seit:
    7. Dezember 2004
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    Danke Romaschka! :)

    Danke auch Himephelien - Ich mache mir viele Gedanken, gerade weil mir diese Dinge immerwieder gesagt werden. Ich versuche zu verstehen und mich selbst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten - das macht mich aber unsicher, da ich auch aus anderen Blickwinkeln diese Seiten nicht wirklich an mir erkennen kann - doch ich möchte sie eben nicht einfach als unrichtig abtun.
    Danke für die Denkanstösse!

    Würde mich sehr über ein paar mehr Meinungen freuen!! :)

    Grüsse, gitano
     
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