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Frage zu Saddams Tod

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von RitaMaria, 30. Dezember 2006.

  1. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
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    Lassen wir an dieser Stelle mal weg, wie man zu dieser Hinrichtung steht, diese Diskussion wird ja schon anderweitig geführt.

    Mich bewegt, ob die Handlung(en) eines Menschen auf der Grundeinstellung beruht:

    a) ich mach das, weil ich gerne was Übles tue, weil ich ein schlechter Mensch bin, weil ich Gewalt liebe, weil ich meine Macht ausnutze... u.s.w.

    oder

    b) das, was ich tue, bringt Leid über viele Menschen, aber ich muss es tun, damit sich etwas zum Positiven ändert. So schlimm es ist, was ich tue, ich bin von der Richtigkeit meiner Handlungen überzeugt.

    Mit anderen Worten: Bosheit oder Überzeugung???
    Bin gespannt auf eure An-Sichten..

    Gruß von Rita
     
  2. lichtbrücke

    lichtbrücke Guest

    Hallo Rita

    Da ich nur zwischen zwei Punkten wählen kann, plädiere ich persönlich für *b*.
    Allerdings gehe ich davon aus, dass ein Mensch (so auch Saddam) sich seinem Seelenauftrag gemäss verhält, ihm dies aber nicht bewusst ist. Ich weiss nicht, welche bewussten Beweggründe Saddam dazu veranlasst haben so zu handeln, wie er es getan hat. Das kann und will ich auch gar nicht be- geschweige denn verurteilen.

    Grüsschen

    lichtbrücke
     
  3. Drosselbart

    Drosselbart Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2006
    Beiträge:
    217
    Ort:
    Da wo sich mein Körper befindet und ich mit Wohlwo
    Hallo Rita,
    du hast ein schweres Thema ins Formum gestellt.....

    ...Natürlich werden diese Diskussionen nun einen neuen Nährboden erhalten...
    Politiker, Prominenz und dergleichen werden jetzt wieder in den Nachrichten gebracht und das Thema wird wieder gekaut, gekaut, gekaut.....



    Ich glaube, das du diese "Grundeinstellung" des Menschen nicht in 2 Schubladen stecken kannst.
    Vielmehr sollte man sich mal vor Augen führen, das der Mensch im Grunde nichts anderes ist als ein Tier mit Verstand - und dieser Verstand ist zu diesem Thema die Wurzel des Übels.

    War der Tod im Zeitalter des Glauben von Himmel und Hölle eine "mögliche" Abschreckung, so ist diese in der heutigen Zeit überholt.
    Wenige "glauben" noch und die Gewalt an Menschen ist zur Normalität geworden. Jeder Fernsehsender möchte exclusive Bilder zeigen und jeden Tag flimmert dies über den Bildschirm. Ja, ja - mal wieder 30 Tote im Irak - nichts neues.....
    Der Mensch stumpft ab. Angst vor einer Konsequenz des Handelns sinkt und Reglen und Normen verschwinden. Das "Tier" im Mensch wird gefördert.
    (Obwohl ich kein Tier kenne, welches aus "Lust" oder "Langweile" tötet, sondern einfach weil es seine Bedürnisse erfüllen möchte.)

    Jeder von uns hat seine eigenen Normen. Keine Norm ist auch ein Zustand.
    Solange der Mensch nicht mit Konsquenzen rechnen muß, welche ihn von gewissen Dingen abhält, solange lotet er seinen Bereich aus bis er an eine Grenze stößt oder meint, Grenzen gibt es für ihn nicht.

    ...und dann kommt die persönliche Einstellung, die persönlichen Wünsche und Vorstellungen zum Tragen. Herrgott zu spielen und die Macht haben, andere zu unterwerfen und den eigenen Willen aufzuerlegen.
    Welch kleiner Wicht, welcher tagtäglich von seinem Vorgesetzten unterjocht wird, träumt nicht davon, diese Rolle umzudrehen und selbst einmal Chef zu sein. Alle Wut und Haß zurück zu geben.........

    Das ist der Mensch - welcher immer weniger glaubt an die Konsequenz seines Handelns. Das ist der Mensch, welcher zurückkehrt zu seinem Ursprung.
    Die Technik und das Wissen der Welt überdecken dieses -aber der Mensch
    entwickelt sich zurück......

    Vom Barbaren zum hochtechnisiertem, wissendem Mensch und dies macht ihn wieder zum Barbaren......

    GLG - Drosselbart
    und ein guten Start in ein neues Jahr mit dem besten Wünschen
    von Glück und Zufriedenheit. Denn das ist das, was der Mensch
    verliert.
     
  4. rosim

    rosim Guest

    Es ist völlig egal, warum ein Mensch etwas macht, was ihn dazu bewegt...

    ...entscheidend ist, was er macht und das macht ihn dann auch zu dem Menschen, der er ist !

    Man ist was man tut !
     
  5. Krabat

    Krabat Guest

    hallo,

    jeder mensch ist ja auch das "opfer" seiner gesellschaft, seiner eltern etc.
    da wird das kleine kind permanent "beschrieben" mit ansichten und regeln zur verhaltens- und denkweise. so ist der erwachsene oft nichts anderes als ein computer, der ständig die programmierungen seiner kindheit wiederholt, es sei denn er erkennt und löscht sie, oder schreibt sie neu. oft werden durch die programme der kindheit die "werkseinstellungen von oben" lahmgelegt, das kann dann schon mal zum absturz führen. ich tendiere also dazu, im täter auch das opfer zu sehen.

    lg : krabat.
     
  6. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    Werbung:
    Hi, Lichtbrücke;

    genau das ist eben auch meine Vermutung. Der Mensch kommt mit einer gewissen Absicht, einem Lebensplan auf die Welt - und nein, das werte ich auch nicht. Ich denke, fürchte, dass das, was wir als so schlimm, grausam empfinden, oft genug sein muss, damit wir wachgerüttelt werden.
    Wäre die Menschheit anders, müsste das nicht sein.

    Wo genau wir da stehen, manche von uns stehen, zeigen die Bilder von jubelnden und tanzenden Menschen über diesen gewaltsamen Tod. Und ich fürchte, solche "Lebenspläne" wird es immer wieder geben, geben müssen, solange nicht in uns grundlegend etwas gewandelt wird.

    Gruß von Rita
     
  7. Maili

    Maili Mitglied

    Registriert seit:
    18. August 2006
    Beiträge:
    438
    Hallo Rita Maria,

    um da eine Entscheidung zu treffen, müsste ich fähig sein mich in diese Handlungen einzufühlen...
    Schaff ich aber nicht, das geht über meinen Horizont, weil es für mich schlicht und einfach unvorstellbar ist.
     
  8. lichtbrücke

    lichtbrücke Guest

    Hallo Rita

    Du sagst es, Rita, IN UNS muss sich etwas wandeln.

    (Ich schreibe jetzt absichtlich völlig allgemein, um niemanden persönlich zu treffen.)
    Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass gerade Esoteriker sich darüber im Klaren sind, wieviel Kraft und Macht Gedanken haben - ergo es besser ist, wenn nicht schon liebevolle, dann wenigstens neutrale Gedanken zu produzieren. Man möchte Frieden - und sendet gleichzeitig Hass. Man beschäftigt sich mit Gott, mit Engel, mit Reiki (oder was auch immer), redet über (ersehnt sich) Aufstieg, Erleuchtung - und wertet, urteilt, VERurteilt.
    Und es gibt Menschen, die Andere verurteilen, weil sie für Opfer UND Täter beten (man beachte die Reihenfolge). Man guckt "die Fassade" an und bleibt an ihr hängen - statt DAHINTER zu blicken.

    Der erste Schritt zum Frieden in der Welt ist der Friede in sich selbst; Hassgedanken loszulassen und Gott zu übergeben, im tiefen inneren Wissen der Heilung.

    Es ist noch ein langer, steiniger Weg.

    Sorry... Der Text mag ein wenig hart scheinen, aber vielleicht denkt der Eine oder Andere darüber nach. Dann hat er sich gelohnt.

    Grüsschen

    lichtbrücke
     
  9. Krabat

    Krabat Guest


    hallo lichtbrücke,

    ja, seine hassgedanken loslassen und sie gott übergeben.
    dazu gehört für mich auch, sich seiner hässlichen gedanken bewusst zu werden und sich nicht davon zu distanzieren, sie nicht nach aussen zu projizieren. ich habe bei mir festgestellt, dass die betrachtung der eigenen abgründe in immer tiefere "schichten" geht, da kommen auch gedanken vor, die unaussprechlich sind. das lässt mich manchmal vor mir selbst erschrecken, doch irgendwie findet so eine lösung davon statt. dann kann ich es abgeben.
    mir hilft da das erkennen, dass der gedanke die möglichkeit einer manifestation in der materie beinhaltet, die ich durch einen zweiten gedanken neutralisieren kann.

    lg : krabat.
     
  10. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
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    Saddam steht in einer Reihe mit Stalin, Hitler, Pol Pot und einigen mehr.
    Diese Menschen sind zu Mitgefühl völlig unfähig.
    Stalin sah in der Beseitung von Menschen eine logische Problembereinigung.
    Der Tod löst alle Probleme, wo kein Mensch, da kein Problem.

    Wie es zu solchen extremen menschlichen Verwerfungen kommt, dürte sich unserer Kenntnis entziehen.

    In der Antike war schrankenlose Grausamkeit viel häufiger als heute.
    Vielleich ist das eine Frage der Bewußtseinsentfaltung.
     

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