1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Frage an Crow_München

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Palo, 5. September 2006.

  1. Palo

    Palo Guest

    Werbung:
    Hallo Crow,
    Dazu würde ich dich gerne etwas fragen und hab deswegen diesen thread aufgemacht, um den von Lucia jetzt nicht zu verwurschteln.

    Du schreibst, sie selber sei nicht schamanisch Praktizierend. Woher weißt du zum einen, dass es ihr Krafttier ist?
    Wenn du so unvermittelt Kontakt zu ihrem Krafttier aufbauen konntest, warum war es dir dann nicht möglich, dich mit ihr zu verbinden, oder eine Art Markierung für sie zu hinterlassen?
    Nächste Frage, wenn dies ihr Krafttier gewesen sein sollte, hast du dir dann darüber keine Gedanken gemacht, wie leicht es für andere dann sein muss, sich diesem für eigene Zwecke zu bedienen. Denn eine wirkliche Bindung scheint ja nicht gegeben zu sein.

    Und abschließend, warum hast du nicht erstmal deine Geister dazu befragt?

    Gruß
    Palo
     
  2. Crow_München

    Crow_München Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2006
    Beiträge:
    25
    Ort:
    München
    Hallo Palo,

    gute Fragen ...

    Ich muss dazu sagen, dass Schamanismus zwar seit rund fünfzehn Jahren irgendwie zu meinem Leben dazu gehört, ich aber sehr lange gebraucht habe - ungefähr vierzehn Jahre -, dem, sagen wir, wirklich zu vertrauen. Und ein wesentliches Merkmal, das in rückblickender Analyse die wichtigsten "schamanischen" Momente verbindet, war für mich das, dass die Erkenntnisse eher wie Ein-Gebungen wirkten, sprich, dass ich das Gefühl hatte, von alleine wäre ich darauf nicht gekommen, und dass sie mich jeweils überrascht haben. In diesem Fall hatte ich mit dem Auftreten des Krafttiers absolut nicht gerechnet (aufgrund des Ziels der Reise war es zwar eigentlich logisch, aber ich war nicht auf diese spezifische Idee gekommen). Hinzu kam, dass es keins von den typischen Krafttieren à la Adler etc. war, sondern ein domestiziertes Tier, von dem ich bis dahin nicht einmal wusste, dass es ein Krafttier sein könnte. Doch "wusste" ich einfach, dass es das war, und beim Nachlesen wurde mir dann hinterher auch klar, dass die Eigenschaften dieses Tieres zu den Persönlichkeitsstrukturen der Freundin einfach passten.


    Weiß ich nicht. Irgendwie war die Reise dann zu Ende. Es ist nicht so, dass ich "rausgeschmissen" wurde oder so, sie war einfach zu Ende.

    Das ist genau die Frage, die sich auch für mich und jetzt auch wieder durch diesen Thread aufgeworfen hat. Mir persönlich war zunächst die Erkenntnis bzw. Schlussfolgerung wichtig, dass die Andere Wirklichkeit eben in der Tat etwas ist, das auch "außerhalb" von uns existiert und nicht nur Ausgeburt unseres jeweiligen privaten Unterbewusstseins. Dessen war ich bis dahin nämlich eben nicht sicher. Denkt man das aber weiter, so kommt man wirklich zu diesen moralischen Fragen - was darf ich beim Schamanisieren und was nicht.

    Im konkreten Fall war es schon so, dass ich erstens vorsorglich vorher um Unterstützung gebeten worden war und zweitens nach dem, was mir über die Familie erzählt worden war, echte Gefahr für Leib und Leben befürchten musste. Parallel zu den schamanischen Aktivitäten habe ich auch in der diesseitigen Welt ermittelt und war kurz davor, die Behörden des fraglichen Landes in Bewegung zu setzen.

    Ich habe die Frage für mich im Moment noch nicht endgültig beantwortet, denke aber, dass man zumindest sehr viel bewusster mit der Verantwortung umgehen muss, die sich daraus ergibt. Da ich normalerweise allenfalls für mich selbst schamanisiere und mich selbst in keiner Weise als Heiler o.ä. sehe, war dies allerdings eine absolute Einzelfallsituation.

    Hm?

    Weil ich nicht auf die Idee gekommen bin. Im Nachhinein aber muss ich sagen, das wäre wohl das Sinnvollste gewesen.

    Gruß

    Sabine
     
  3. Palo

    Palo Guest

    Hallo Sabine,

    merci dass du drauf eingegangen bist.
    Das Thema mit der Verantwortung ist überaus interessant, auch gerade im Bezug darauf, wenn ich die Möglichkeit habe, dieses oder jenes bewirken zu können oder glaube mich da ungefragt einbringen zu müssen, ob es nicht auch schonmal in den Fingern juckt, eben sich der Geister dieser entsprechenden Person eventuell dann näher zu befassen, gerade denn, wenn der eigene Kontakt nicht gut oder kaum vorhanden ist, die Person krank oder geschwächt ist und diese dann entsprechend zu konditionieren, weil man glaubt hier aktiv etwas "Gutes" zu tun.

    Ich hab dazu kürzlich mal meine Geister befragt, wie schwierig es ist, sich an Krafttiere oder den guide einer Person heranzumachen und war darüber, wie unterschiedlich einfach oder schwer eine entsprechende Herangehensweise im einzelnen wird oder ist, je nachdem wer oder was dein Gegenüber ist und wie es um dessen geistige und seelische Verfassung gerade beschieden ist, doch erstaunt.

    Grüßlies
    Palo
     
  4. Crow_München

    Crow_München Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2006
    Beiträge:
    25
    Ort:
    München
    Hallo Palo,

    ich finde das Thema auch interessant, auch was im Nachbarthread dazu lief. Meine vorläufige Schlussfolgerung jedenfalls ist, noch genauer die Folgen des eigenen Handelns in dieser und der anderen Welt (vorher) zu überdenken - letztlich ja auch ein schamanischer Grundsatz. Wobei ich, wie gesagt, keinerlei Ambitionen in Richtung schamanisches Heilen verspüre; wenn überhaupt etwas, bin ich ein Finder, kein Heiler.

    Und auch das mit dem Geisterbefragen behalte ich im Hinterkopf. Meine bisherigen Ausflüge in die Anderswelt haben zwar zu interessanten Resultaten geführt, in keinem Fall aber konkret die Fragen beantwortet, die ich hatte. Vielleicht waren die Fragen nicht die richtigen ... Oder ich hab nicht zugehört ...

    Gruß

    Sabine
     
  5. Palo

    Palo Guest

    Hallo Sabine,
    mir hat den Thread von Lucia auch gut gefallen.
    Und geht mir ähnlich wie dir, mit Heilung hab ich wenig bis gar nix am Hütchen, allerdings lässt sich der thread von Lucia wunderbar generell auf Arbeiten und den eigenen Erwartungen, (Geistes)Haltung usw. erweitern und mal für sich überprüfen, inwieweit, wie du bereits richtig angeführt hast, man die Folgen seines eigenen Handelns wirklich bis zu Ende durchdacht hat und man sich letztlich auch darüber im Klaren ist, das alles registriert wird, was man so treibt, wenn man sich auf die geistige Welt einlässt.
    Ich reise schon seit geraumer Zeit nicht mehr und weiß zwischenzeitlich aus Erfahrung, dass ich davon auch besser weiterhin die Fingis lasse, wenn ich hinterher Ruhe haben will.
    Ich habe gelernt wie ich auf andere Art, die mir wesentlich mehr liegt, Antworten erhalten kann und frage an anderer Stelle nach, einfach auch, um für mich zu prüfen, inwieweit dies korrekt ist. Das schafft mir dann auch Sicherheit in dem, was ich tue und wie.
    Oder prüfe verschiedene Dinge auch mittels Orakel ab.

    Gruß
    Heike
     
  6. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.728
    Ort:
    Berlin
    Werbung:
    kurzer einwurf meinerseits in die interessante diskussion...
    crow - schamanismus hat eh nicht zwangsläufig was mit heilen zu tun, von daher brauchste dir da keinen kopf machen.
    zwar wird das von über 90 % der neoschamanen hierzulande und im rest der westlichen zivi behauptet, hat allerdings keinerlei grundlagen außer eben der behauptung selber.
    es wird vielfach versucht damit das bild von heilligen und/oder übermenschen zu zeichnen, was aber in der realität keinerlei bestand hat.
    einen guten einblick wie so schamanen drauf sein können, liefert die doku "unterwegs in die nächste dimension" von clemens kuby - wirklich sehenswert - wo man auch schon mal einen südamerikanischen schamanen auszucken sieht, weil eine koreanische schamanin sich nicht nach seinem weltbild verhält.
    sehr lustig das. und vor allem sehr menschlich.
    in vielen kulturen ist schamane sein sogar in spezialgebiete aufgeteilt.
    da gibts dann zum beispiel einen schamanen, der dafür zuständig ist, das böse geister nicht sein dorf überfallen. die werden von ihm weitergeleitet zum nachbardorf *ggg* voraussehbar was rauskommt - das dorf mit dem schwächsten schamanen bekommt die geister ab.
    also keine heiligen, die gutsten. *fg*
    in tuva, in der mongolei, gibt es immer wieder sogenannte schamanenkämpfe, wo die leuts, die sich nicht mögen, bis auf den tod kämpfen. mit magie, verbündeten und allem pipapo. manchmal gehts da nicht mal um antipathie sondern bloß ums beweisen, wer mehr kann.

    kurz und gut - heilen ist nicht unbedingt das hauptaugenmerk eines jeden schamanen.

    irgenwie wollte ich eigentlich wo anders hin mit dem inhalt meines posts, aber da find ich grad nicht hin. *gg*
    ist wohl zu spät und ich bin auch müde.
    stehn lassen tu ich es trotzdem, weil auch diese dinge nicht oft genug gesagt werden können. um ein bisschen der esofraktion realität entgegenzusetzen.
    seits mir nicht bös, ihr zwei.

    gute nacht
    lucia
     
  7. Palo

    Palo Guest

    Hallo Lucia,

    passt doch gut hier her.
    Ja Menscheln tut's überall und warum sollte das anderernorts anders sein wie hierzuland.

    Schamanen mögen Mittler zwischen den Welten sein, doch sind sie letztlich auch immer noch Menschen, die halt auch ihre Stärken und Schwächen und auch mit ihren eigenen kleinen Problemen zu kämpfen haben.
    Und so mag man dahingehend wohl auch in gewisser Weise nachvollziehen können, dass es manchmal eben auch mal heftig kracht und zur Sache geht.
    Auch in Geisteranien ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen und nicht alles, was einem so begegnet ist weise und wohlwollend.

    Wobei mir gerade beim Schreiben so auffällt, wenn ich sage, sie sind auch Menschen, man dem Wesen eines Schamanen so wahrscheinlich gar nicht gerecht werden kann.
    Schamanen sind Mittler zwischen den Welten, welche man erstmal als Medien bezeichnen könnte, nur sind Medien, das was man hierzuland wohl drunter verstehen mag, zwar auch Mittler zwischen den Welten, aber haben dennoch nichts mit einem Schamanen gemein.
    Allerdings bin ich ja kein schamanisch Tätiger und möchte mich dahingehend jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ist somit auch nur mein Gefühl, wenn ich es irgendwie versuche in Worte zu fassen.

    Grüßlies
    Palo
     
  8. Crow_München

    Crow_München Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juli 2006
    Beiträge:
    25
    Ort:
    München
    Werbung:
    Hi Lucia,

    nee, tu ich ja auch nicht, hab nur noch nicht rausgefunden, was das Ganze für mich persönlich soll, sieht man davon ab, dass es mein bis dato atheistisches Weltbild auf den Kopf (oder auf die Füße?) gestellt hat. Wenn wir davon ausgehen, mal so rein hypothetisch, dass alles irgendwo seinen Sinn hat, müsste es ja auch einen Sinn haben, dass ich aufs Schamanisieren gestoßen bin. Vielleicht lag der Sinn nur darin, dass ich dem einen oder anderen gelegentlich Denkanstöße in dieser Richtung gegeben habe, oder auch darin, dass ich unsere zehnjährige Tochter auf diesen Weg gebracht habe, aber irgendwie erscheint mir das als tieferer Sinn noch ein bischen sparsam. "What is it good for???" (Anmerkung: meine bisherigen Versuche, "drüben" konkrete Ratschläge für diesseitige Probleme zu erhalten, waren nicht wirklich erfolgreich ...)

    Gröl ... über das gleichnamige Buch bin ich schon etliche Male gestolpert, hab's mir nur bisher nicht gekauft. Sollte ich vielleicht doch tun.

    Aber absolut nicht! Es ist ja richtig, was Du schreibst, und wird in der hiesigen Szene oft genug vergessen. Natürlich erklärt sich diese "heilende" Schwerpunktsetzung auch daraus, dass uns unsere eigenen schamanischen Traditionen im Lauf der vergangenen zweitausend Jahre verloren gegangen (worden!) sind und diejenigen, die nun in dieser Richtung aktiv werden, eben Heil-ung suchen und eher nicht den Schutz ihres Dorfes vor bösen Geistern. Wobei mir die hiesigen Schamanisierer überwiegend immer noch recht, nun ja, bodenständig vorkommen, im Gegensatz zu den esoterischen Abteilungen voller Liebe, Höherem Selbst etc. etc.

    Gruß

    Sabine
     

Diese Seite empfehlen