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Euer Alltag

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Raja, 9. Januar 2003.

  1. Raja

    Raja Guest

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    Hallo Lilaluna,
    deine Zeilen zur Meditation sind schön und wahr.

    Ich habe nicht gesagt, daß ich mich verliere, wenn ich liebevoll bin, sondern, daß ich mich wahrscheinlich vergesse, wenn ich es immer bin.
    Ich denke, daß es notwendig ist, negative Gefühle zu zeigen und diese auch anderen Menschen zuzumuten. Denn dadurch gibt man seinem Gegenüber die Möglichkeit,selbst Stellung zu beziehen und an den eigenen Entscheidungen zu reifen.
    Mit permanenter lieblicher Freundlichkeit schaffe ich keine Reibung und kann mich auch nicht reiben. Aber Reibung erzeugt Energie, die man braucht, um eigene Energien weiter - oder umzulenken.

    Was ist Kundalinimeditation? Wer war/ist Osho?
     
  2. LilaLuna

    LilaLuna Mitglied

    Registriert seit:
    29. Dezember 2002
    Beiträge:
    203
    Hi Raja,

    da bin ich mal wieder nicht Deiner Meinung. Vielleicht reden wir aber auch nur aneinander vorbei.

    Liebe bedeutet für mích nicht, den eigenen Standpunkt zu verlieren. Nur wie ich ihn rüberbringe, darauf kommts an.

    Ich geb Dir mal ein Beispiel:
    Vor ca einem Jahr habe ich ein Pflegekind bei mir aufgenommen. Wie in jeder Beziehung muss man sich da erst mal aneinander gewöhnen und da sie auch schon 14 ist, sprich nicht grade in einem pflegeleichten Alter, gabs da jede Menge Reibungspunkte, wo ganz einfach Grenzen abgesteckt werden mussten.

    Mein Pflegekind ist wirklich klasse aber sie hat Power ohne Ende, wenns drum geht ihren Willen durchzusetzen. Ja, und wenn ich was im Kopf habe, dann lass ich mich auch nicht schnell vom Gegenteil überzeugen. Der Krach war vorprogrammiert.
    Wenn mir aber jemand begegnet der auf 180 ist, dann ist es meine spontane Reaktion auf 360 hochzuschnellen. Zudem sitze ich auf Grund meiner Position am längeren Hebel. Ungefähr zwei Monate lang haben wir uns gefetzt ohne Ende.

    Irgendwann hab ich mir dann gesagt, eh, so kann das nicht weitergehen. Ich hab meditiert. Versucht mich zu centern. Und mir klargemacht, dass es so aus dem Wald heraushallt, wie man in ihn hineinruft. Sie mit logischen Argumenten zu überzeugen hatte ich längst aufgegeben, da sie ihren Willen über die Logik setzt. Also hab ich angefangen auf das Resonanzprinzip zu vertrauen. Ich kann nicht von ihr erwarten, dass sie cool bleibt, wenn sie kocht. Sie ist ein Kind. Aber ich bin erwachsen und es ist an mir über den Dingen zu stehen und nicht noch zusätzlich das Feuer zu schüren. Wenn einer von uns anfangen muss, den Teufelskreis aus Wut und Zorn zu durchbrechen, dann ich. Ich hab mich nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen. Hab mir ihre Argumente angehört , hab ihr die meinen dargelegt, bin ihren Zornausbrüchen mit Gelassenheit begegnet und bin ihr immer wenns mir von meiner Einstellung her möglich war entgegengekommen. Und siehe da, jetzt ist sie wie verwandelt. Wir haben natürlich nach wie vor Meinungsverschiedenheiten aber wir haben gelernt sie friedlich zu regeln. Und das finde ich doch sehr viel angenehmer. Ein ganz anderes Klima.

    Deine Fragen zu Kundalinimeditation und Osho beantworte ich in einem neuen Beitrag. Hab nämlich Angst, dass mir das Ganze sonst zu lang wird und abstürzt.
    :reden:
     
  3. LilaLuna

    LilaLuna Mitglied

    Registriert seit:
    29. Dezember 2002
    Beiträge:
    203
    so da bin ich wieder.

    Kundalinimeditation ist eine aktive Meditation.

    Früher, als harte Arbeit an der Tagesordnung war, war es leicht abends zu relaxen. Die Anspannung aus der Anstrengung war so gross, dass ihr die Entspannung wie ein Schatten folgte.

    Heute ist das nicht mehr so. Aus diesem Grund hat Osho aktive Meditationstechniken entwickelt.
    Zur Kundalinimeditation (nach Osho) gibt es eine Musik, die in vier Phasen aufgeteilt ist.
    erste Phase: Schütteln. Den ganzen Körper so intensiv wie möglich.
    zweite Phase: Tanzen. Alles was Du in diesem Moment bist, kannst Du im Tanz zum Ausdruck bringen.
    dritte Phase: Musik hören (im Sitzen)
    vierte Phase: Stille (im Liegen)

    Nun zu Osho (Jeder sieht ihn natürlich anders):
    Er ist ein indischer Meditationslehrer bekannt auch unter dem Namen Bhagwan. Neben seinen Meditationstechniken hat er viele alternative Therapietechniken entwickelt. Außerdem hat er ca 500 Bücher geschrieben. Alle entstanden in freier Rede ohne Aufzeichnung. Spickzettel hatte er nur für seine Witze. Er hat gemeint, die müssten stimmen, sonst ginge die Pointe verloren. Seine Vorträge wurden ohne Korrektur vom Tonband direkt ins Skript übertragen. Thema waren: Lao Tsu, Buddha, Mahavira, Sufis, Jesus, Heraklit.....Er hat alle diese alten Religionen in neue Worte gefasst. Er war gegen jede Form von organisierter Religion und legte jedem nahe einen lebenden Meister zu finden. Daneben konnte man im Ashram so ziemlich alles finden, was der Esoterikmarkt zu bieten hat.
    Einmal sass ich in einer seiner Lectures (Vorträge) als ihn jemand fragte, wozu er das alles mache.
    Er antwortete sinngemäss etwa so: Es würde genügen, wenn ihr hier nur bei mir sitzen würdet. Aber das könnt ihr nicht. Deshalb muss ich Spielzeuge für euch erfinden, damit ihr eine Zeitlang hier verweilt.
    Osho liebte es widersprüchlich zu sein. "Was auch immer ich sage, auch das Gegenteil davon ist wahr."
    Er war zeitlebens ziemlich umstritten und ich denke er hatte seinen Spass daran.
    Als Sexguru und Besitzer einer Rolls Royce Kolonne ging er durch den Blätterwald.
    Für mich ist er der wichtigste Mensch, der mir in meinem Leben begegnet ist.

    Jetzt aber mal was anderes.
    Was interessiert denn Dich? Womit hast Du Dich bisher beschäftigt? Wie ist Dein Weg?

    Liebe Grüsse

    :winken5:
     
  4. Dawn

    Dawn Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2002
    Beiträge:
    387
    Ort:
    Niedersachsen
    Hi Raja,

    Du fragst, welche Technik ich anwende?
    Eigentlich ganz einfach, ich rede mit mir selber. Dann kann man seine Gedanken besser hören.

    Z.B., jetzt räumst du deine Küche auf, erst tust du das, dann dies.
    Das hört sich zwar blöd an, aber es hilft ungemein, die eigenen Gedanken zu kanalisieren.
    Der zweite Schritt ist - Ruhe!
    Konnte ich früher keine Minute ohne Musik existieren, genieße ich es heute, Musik bewußt zu erleben.
    Wenn ich dann bei der Arbeit bin, summe ich oft leise vor mich hin, das gibt eine große innere Ruhe.
    Meditationsmusik, Klassik höre ich nur noch, wenn ich mich total entspannen will.

    Auf der Arbeit versuche ich natürlich NICHT laut mit mir zu reden, da ich ja in der Psychiatrie arbeite:D ! Das könnte vielleicht falsch verstanden werden, von wegen akustische Halluzinationen, die viele Patienten bei uns haben;) .

    Trotzdem kann ich meine Arbeitsschritte meistens peu a`peu (Danke Vita!) mit vollster Konzentration vollziehen, womit ich meine Kollegen irritiere, die wegen der anfallenden Arbeiten oftmals im Wust versinken.

    Tatsache ist, dass ich nur noch einen Bruchteil der Zeit brauche, in der ich mich früher mit mehreren Arbeiten gleichzeitig verzettelt habe.
    Ich habe mehr Freizeit!!!:banane:

    Gruß Dawn
     
  5. Raja

    Raja Guest

    Hallo Lilaluna,
    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    ich glaube, unser Standpunkt zum Thema "liebevoller Umgang" mit anderen Menschen ist grundsätzlich ähnlich. Wir betrachten es nur immer aus einer anderen Perspektive, was ja anregende Reibung entstehen läßt!!!!. In deinem Beispiel würde ich auch nicht noch mehr negative Stimmung in den Raum werfen. Ich dachte bei meiner letzten Antwort eher an gehemmte Menschen, die nicht in der Lage sind, eigene Konflikte anzusprechen oder in ihren Gefühlsäußerungen gehemmt sind.

    Über Osho habe ich noch nie etwas gehört, aber das klingt richtig spannend. Ich habe auch ein riesiges Problem mit "spirituellen Institutionen", wie z.B. die Kirche. Ich gehöre auch keiner Glaubensgemeinschaft an, bin aber trotzdem gläubig. Allerdings fällt es mir schwer, meinen Glauben zu definieren.
    Im Grunde glaube ich, daß es nichts "unmögliches" gibt und das jeder Einzelne eine ganz spezielle Aufgabe in seinem Leben hat, die nur er richtig gut lösen kann. (Leider gibt es viele Menschen, die diese Aufgabe nicht suchen oder nicht finden können.)
    Was mich interressiert? Um mit Faust zu sprechen: "Mich interessiert, was die Welt im Innersten zusammenhält." Das klingt immer etwas komisch, wenn ich das sage, aber ich habe bisher noch keinen treffenderen Stz gefunden.
    Was uns Menschen zusammenhält, versuche ich über die Psychologie herauszufinden und über eine zghafte Beschäftigung mit dem Buddhismus, dem Schamanismus... Aber auch hier interessiert mich am meisten, was all diese ursprünglichen, alten Religionen gemeinsam haben. Und das, was dann übrig bleibt, kommt meinem Glauben nahe.Aber das ist alles noch sehr vage, weil ich mich noch zu wenig damit beschäftigt habe.
    Mein Weg war bisher sehr schlängellinienförmig....
    Liebe Grüße
    Raja
    Gruß Raja
     
  6. Raja

    Raja Guest

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    Hallo Dawn,

    diese Strategie ist mir wohlbekannt. Ich lebe mit einem Menschen zusammen, der Selbstgespräche zur Perfektion gebracht hat und überall und ständig mit sich spricht-egal wo... (Sehr lustig!!!)
    Ich habe das auch schon probiert, weil dieser Mensch auch darauf schwört, aber ich komme mir dabei immer sehr merkwürdig vor...
    Ich glaube, mir liegt eine andere Methode mehr.
    Aber die Ruhe nach der Arbeit brauche ich auch. Ich liebe Stille.

    Gruß Raja
     
  7. LilaLuna

    LilaLuna Mitglied

    Registriert seit:
    29. Dezember 2002
    Beiträge:
    203
    Hi Raja,

    Ich glaube auch, dass jeder von uns mit einer Aufgabe in diese Welt gekommen ist. Mein Horoskop z.B. sehe ich als so eine Art Lebensplan. Probleme, die ich mir zum Lösen mitgebracht habe und dazwischen ein paar schöne Inseln um mich auszuruhen. Ich versteh´s nur noch nicht so ganz. Es ist ziemlich schwierig so ein ganzes Horoskop im Zusammenhang zu interpretieren.

    Ich fühle aber auch ganz deutlich, was ich tun sollte. Und dann drücke ich mich davor es zu verwirklichen. Es gibt so vieles was ich im Laufe der Jahre an Wissen angesammelt habe, aber es ist sehr schwer für mich, es umzusetzen. Aus diesem Grund bleibt mein Wissen in Träumen verhaftet und kann sich nicht entwickeln und wachsen.

    Ich sehe hier im Forum eine ganze Reihe Leute, die dranbleiben an dem was sie für wichtig halten und dann damit in die Tiefe gehen. Zumindest macht es diesen Eindruck auf mich.

    Für mich selbst weiss ich, dass ich keine Ruhe finden werde, solange ich vor dem was ich als meine Aufgabe erkenne davonrenne... Na ja, aber bis dahin werde ich mich wohl noch eine Weile hier im Forum tummeln.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich, wenn ich mich hier aufhalte, ganz besonders von mir weglaufe.

    Hab heut durchgearbeitet und war noch nicht im Bett. Bin auch gar nicht müde. Wenn ich aber an das Chaos hier in meiner Wohnung denke, sollte ich mich jetzt lieber vom PC trennen.

    Liebe Grüsse

    :winken1:
     
  8. Mara

    Mara Guest

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    Hi Raja,

    die Liebe war´s - die Liebe....

    mara
     
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