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Esoterische Offenbarungen - 1

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Et libera nos, 29. November 2006.

  1. Et libera nos

    Et libera nos Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    4.135
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    "Liebe Deinen Feind".

    Wie definiert ihr den Begriff "Feind"?
    WER/WAS ist WANN ein Feind?​
     
  2. papalagi

    papalagi Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2006
    Beiträge:
    920
    Ort:
    Saarland
    Also ich habe jetzt erst mal wieder mit nem eeeeeeeeewig langen Starter-Beitrag gerechnte. *lach
    Und dann gestutzt... ist das schon alles?:confused:

    Jo dann... ich habe diesen Satz schon lange in mir verinnerlicht.

    Feind = ein Mensch mit einer anderen Wahrheit lebend

    Feind = ein Mensch der nicht böse ist sondern nur anders

    Feind = ein Mensch der nicht begreift um was es wirklich geht

    Feind = ein Mensch der die wirklich wichtigen Dinge nicht begreift

    Mal vorneweg: Ich habe keine Feinde.

    Jeder der denkt einen Feind zu haben, sollte sich erst mal fragen, warum er denkt, dass der andere sein Feind wäre. Und ob das Feindbild nicht sein eigenes Abbild ist welches er auf seinen vermeindlichen Feind projeziert. Denn jedes Gefühl, welches wir in einen anderen Menschen hinein interpretieren kommt ja aus uns selbst. Also ist der Feind eigentlich man selbst! hahaaaaa... aufgemerkt!

    :party02:

    Feind - anfeinden
    Freund - anfreunden

    diese beiden Begriffe liegen näher bei einander als manch einer vermuten mag.
     
  3. papalagi

    papalagi Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2006
    Beiträge:
    920
    Ort:
    Saarland
    Nachtrag:

    :weihna1
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    hm, ein Feind- kenne ich gar nicht. Gegner- ja im Spiel, aber sonst eigentlich auch nicht.

    hm,

    Feind=erkannte Andersartigkeit+Agression?

    oder

    Feind=ICH+du?

    oder

    Feind=Freund-Chi?

    hm, koa ahnung net...
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Die Bedeutung ist viel tiefer als es allgemein bekannt ist. Selbst der Papst kennt sie wahrscheinlich nicht wirklich. Es geht dabei nicht um Verhaltensregeln, oder moralische Ziele. Es geht nicht um äusseren Frieden, sondern um das Mittel der Vergebung zur Befreiung aus der Illusion. Die Feindschaft ist eine Mißbilligung einer Wahrnehmung, welcher auch immer. Da die äussere Welt nur ein Spiegel innerer Vorgänge ist, wobei es um Aufmerksamkeit geht, die immer auf dem liegt, dem sie Bedeutung zumißt, was bedeutet man bewertet bzw. urteilt. Um nun etwas loszuwerden was man ablehnt, muss man zuerst die Ablehnung, das Urteilen unterlassen. Das kann man aber nicht solange man Schuld verteilt, etwas oder jemanden als Ursache für eine ungewollte Wirkung wahrnimmt.

    Vergebung bzw. Liebe ist die bewusste Annahme und Aufhebung der Schuld durch die Erkenntnis das sie nie bestand. Man kann es fast ein bisschen vergleichen, als hätte man einen Geist vor sich der einem Angst macht, und dessen Existenz von der eigenen Vorstellung abhängt. Glaubt man er ist real erscheint er sehr real, fürchtet man ihn erscheint er Angsteinflößend, erkennt man das er keine Gefahr darstellt, sogar nicht mal wirklich existiert, verschwindet er. Man kann diesen Geist mit dem "Feind" vergleichen. Solange man glaubt sich schützen zu müssen, innere Ablehnung produziert, ihn hasst, wird er genau diesen Vorstellungen gerecht werden und immer weiter verstärken. Sobald man aber dazu übergeht, einfach die Absicht fasst, diesen Geist anders zu sehen, ihm zu vergeben, anzunehmen, was lieben bedeutet, wendet sich die Aufmerksamkeit weg von der Angst, die innere Einstellung verändert das Äussere.

    Deshalb kann man Vernunft auch so definieren, sich nicht von Angst beeindrucken zu lassen, zu verstehen das man es selbst ist der sich in Angst versetzt, denn ausnahmslos Gedanken sind es die sie auslösen. Man geht dabei von dem Prinzip Ursache- und Wirkung aus, was aber eine Projektion ist, die wahre Ursache liegt in einem selbst. Würde man diesen Spruch sehr konsequent anwenden, wäre das der schnellste Weg aus der Illusion. Letztlich ging es Jesus nur darum. Die physische Welt interessierte ihn nicht wirklich. Dafür gibt es viele Hinweise. Eigentlich kann man sagen, er war ein Lehrer, dessen Lehre in ihrer Radikalität kaum für eine Religion hätte reichen können, wäre er verstanden worden, denn unter Millionen würden nur wenige hören und verstehen wollen, was die tiefere Bedeutung seiner Worte waren. Er gab damals Verhaltensmaßregeln, von denen er wusste sie wirken, auch ohne verstanden zu werden, wenn sie denn angewandt werden. Hätte er jedoch vollkommen klar erklärt was er wusste, wäre er ohne Zweifel auch ein großer Lehrer gewesen, aber nicht der Stifter einer Religion.

    Und das ist wirklich verrückt, wenn man sich genauer mit dem Thema beschäftigt... Die Kirchen haben alles komplett entstellt, gewollt oder ungewollt mißverstanden, zum Teil wirklich mißbraucht. Es gibt eine Definition von schwarzer Magie, die besagt, alles was nicht bestrebt ist die Illusion der Trennung aufzuheben, sondern den Weg zurück in die Illusion einschlägt, ist schwarze Magie. Die Kirche haben die Lehre, die den Weg aus der Illusion aufzeigt umgewandelt und damit ihren Sinn umgekehrt. Dieser Definition nach kann man sagen, es gibt eigentlich nichts schwärzeres als das. Der Paps ist ein Schwarzmagier ;)

    Viele Grüße,
    C.
     
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    Liebe deinen Feind - meinst du das ist eine esoterische Offenbarung?
    Wir lieben grundsätzlich unsre Feinde. Nur erkennen wir das meist nicht so genau. :stickout2

    Ein Feind ist was/wer, von dem wir denken, dass er uns gefährlich werden kann, weil er in der Lage ist unsre Schattenseiten aufzudecken (Ängste jeglicher Coleur). Aber wer wird uns gefährlich? Und weshalb? Derjenige, der uns unsren Schatten (oder das, was uns fehlt) am besten repräsentiert (oder spiegelt), sonst würden wir ihn nicht zum Feind erheben, sonst wäre er einfach uninteressant. Und das zu erkennen, ist eine kleine Offenbarung, aber keine esoterische.
    Große Vergleiche müssen gar m. E. nicht hergezogen werden, denn alles funktioniert nach dem selben Schema - sei es in einer stinknormalen Paarbeziehung (schließlich heiratet man ja sein Feindbild, wenn man heiratet :clown: ) oder in großen Kriegen. In beiden Fällen ist man tierisch geneigt, sich den FEIND einzuverleiben :krokodil: und in beiden Fälle heißt es dann nach erfolgreicher Fusion ICH LIEBE DIESEN MENSCHEN oder ICH LIEBE DIESES LAND (das ich kriegerisch erobert hab). Aber bevor mans lieben kann, muss es erstmal FEIND sein (weil wir sonst nie und nimmer unser Augenmerk drauf richten würden).

    LG, v-p
     
  7. Et libera nos

    Et libera nos Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    4.135
    Da werden ja bereits gewaltige Geschütze aufgefahren!

    @condemn:
    weshalb soll ich ihn denn aber lieben, den "Feind"? weshalb kann er mir nicht einfach "gleichgültig" werden?

    @ venus-pluto (eine ... verführerische Macht-Kombination!):
    weshalb soll das denn keine esoterische Offenbarung sein?
    Wirkliche Esoterik ist extrem einfach. Aber komplex.
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.296
    Mit Liebe ist in dem Fall nicht unbedingt gemeint, was wir unter Liebe, v.a. romantischer Liebe zwischen Frau und Mann, verstehen. Liebe gilt ja auch als einzige Wahrheit, manche benutzen den Begriff synonym für Gott. Ich mag beide nicht wirklich, weil sie sehr belegt sind.

    Wenn man Liebe auf diese Weise sieht, kann man sie als "Annehmen wie es ist." definieren. Das bedeutet weder das eine noch das andere, ist nicht einschränkend, oder dass man ein bestimmtes Gefühl fühlen müsste oder so. In gewisser Weise kommt es Gleichgültigkeit sogar fast näher, als dem was wir normalerweise unter Liebe verstehen. Allerdings ist es so, dass diese "tiefere Bedeutung" der Liebe, das urteilslose Annehmen von allem was ist in gewisser Weise der Weg und das Ziel gleichzeitig ist. Aber trotzdem gibt es ein "vorher" und wenn man es auf Dein Beispiel bezieht, Feindschaft, ist der Zustand: Angst, Ablehnung, Urteilen. Um diesen Zustand zu verändern, muss man die eigene Sicht darauf verändern. Dieser Zustand existiert nicht in einer objektiven Art und Weise, er ist eher so etwas wie die Metapher einer Interpretation innerer Vorgänge. Diesen Zustand anders zu bewerten bringt einen auf den Weg des Ausgleichs, letztlich "verschwinden" die Feinde, weil die Aufmerksamkeit frei ist. Solange sie aber nicht frei ist, kann der erste Schritt nicht Gleichgültigkeit sein, einfach weil das wohl nicht machbar ist. Es ist ein Wesen der Wahrnehmung, dass alles was wir wahrnehmen Bedeutung hat. Gleichgütligkeit ist eigentlich nur eine Theorie, sie kann nicht erfahren werden. Man könnte sagen, Gleichgültigkeit betrifft höchstens das Potential das einem nicht bewusst ist. Sobald man aber auch nur einen Gedanken daran denkt, ist die Gleichgültigkeit schon nicht mehr.

    Insofern kann man sagen, es existiert Ablehnung und Wunsch, synonym mit Angst und Wille. Die Grundlage dessen ist Liebe, der Definition nach urteilslose Annahme. Weiterhin kann man sagen, dass wenn man sich selbst als den "Wahrnehmenden" erkennt der diese Grundlage ist, denn er wertet nicht, sondern nimmt Bewertung wahr, befreit man "sich" von dem bisherigen Glauben, ein Zustand sei irgendwie fest definiert, im Sinne von "Das ist mein Feind". Der Zustand verändert sich dann dem Willen gemäß und strebt den Ausgleich an, weil er "nur" die Folge des inneren Ausgleichs ist. Der "Trick" ist aktiv im Inneren zu sein und nicht reaktiv, d.h. sich nicht von dem was man wahrnimmt beeindrucken zu lassen und auf der Grundlage persönlichen Glaubens zu interpretieren, womit man Zustände fest definiert. So wird man sozusagen eine Verkörperung des höchsten Prinzips, Annahme, Liebe, Christus (Gott-Mensch), Erleuchtet... wie auch immer. Allerdings ist dieser Zustand unpersönlich, das ICH, die Persönlichkeit die man zu sein glaubt, wird als Illusion erkannt und aufgelöst. Das Bewusstsein allerdings dass sie schuf und sich ihr zur Verfügung stellte, erkennt sich selbst, weil die Persönlichkeit sich als "es" erkennt.

    Viele Grüße,
    C.
     
  9. liquidor

    liquidor Mitglied

    Registriert seit:
    9. Dezember 2005
    Beiträge:
    86
    Ort:
    berlin
    condemn
    das hast du wirklich sehr fein erklärt
    hochachtung und respekt für dich und deinem feinen und klaren verstand
    lg stefan
     
  10. Werbung:
    @Et libera nos

    Warum keine "esoterische" Offenbarung? Ich denke dass, wenn man sich mal die Mühe gibt, drüber nachzudenken, es für jeden offentlichtlich werden kann. Da steckt kein Geheimnis dahinter. Einfache Logik (und die Fähigkeit, um drei Ecken zu denken - oder ist das schon Esoterik?) reicht da m. E. aus.

    Wieso können wir vorallem das so gut hassen, was wir doch so lieben? Das wird in so vielen alltäglichen Dingen offenbar. Frust, Trotz, Trauer ... und zuletzt Hass, sind das Ergebnis davon, dass wir nicht das kriegen, was wir wollen, was uns sozusagen zur "Ganzheit" fehlt (angeblich :) ).

    Wenn Jesus in der Bergpredigt zu seinen Jüngern spricht "Liebet eure Feinde...tut wohl denen, die Euch hassen" - dann bringt er es wunderbar auf den Punkt (wie überhaupt die ganze Predigt). Nämlich die Tatsache: wenn wir endlich mal aufhören, perfekt sein zu wollen, dann braucht es auch keinen Feind mehr. Es ist eine Aufforderung zur Gelassenheit und vorallem zu einer einfachen Sache: Was du gibst, kommt zu dir zurück. Säst du Hass, wirst du Hass ernten. Säst du Liebe, wird es Liebe sein. In uns vereinen tun wir die Fähigkeit zu beidem, Yin und Yang, Licht und Schatten, Anima und Animus...

    Das kann man kann jetzt in tausenderlei Variationen weiterspinnen und Beipiele herauskramen. Die Erkenntnis, dass wir dieses Prinzip nicht ändern können und die Annahme dieser Tatsache, ist vielleicht schon ein kleiner weg zur "inneren Erleuchtung" :clown: Auf jeden lebt es sich so besser. Hass ist anstrengend.

    :morgen: v-p
     
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