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"Esoterik" und seelische Gesundheit

Dieses Thema im Forum "Esoterik kritisch" wurde erstellt von Gawyrd, 11. Dezember 2007.

  1. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Zu Kritik gehört nicht nur Negatives, sondern auch die Anerkennung des Positiven. Deswegen schreibe ich das bewusst in "Esoterik kritisch" :

    Die zunehmende Beschäftigung mit der seelischen Welt kann auch sehr hilfreiche und auch für die psychische Gesundheit positive Auswirkungen haben.

    Es machen ja viele Menschen "aussergewöhnliche" Erfahrungen und Wahrnehmungen - die sie sich nicht auszusprechen trauen, weil sie Angst haben, verrückt zu werden bzw. für verrückt gehalten zu werden. So lernen sie nicht mit ihren Fähigkeiten umzugehen, lernen auch nicht Trugbilder von echten Wahrnehmungen zu unterscheiden - und können oft in eine Isolation geraten. Wenn man dauernd wesentliche Teile des eigenen Erlebens geheim halten oder gar unterdrücken muss - auch das kann psychisch krank machen.

    Für solche Menschen kann es enorm erleichternd sein, wenn sie erleben, dass ihre Wahrnehmungen und Fähigkeiten ernst genommen werden, wenn sie beginnen können, darüber mit anderen zu reden - wenn sie beginnen sich selbst ernstzunehmen und der eigenen Wahrnehmung zu trauen. Das kann auch dazu führen, dass Depressionen und Angstzustände sich auflösen - die in diesem "Doppelleben" begründet sind : nach aussen "Normalität" vorspielen zu müssen und das geheim halten zu müssen, was und wie man wirklich erlebt.

    Zu den Überlegungen, inwieweit (unseriöse) Esoterik psychisch krank machen kann gehört meiner Meinung nach ergänzt, dass auch ein rein materielles Weltbild krank machen kann - das die seelische Welt und ihre Wahrnehmung negiert oder sogar als "krankhaft" unterdrückt.

    Gawyrd
    .
     
  2. Alana Morgenwind

    Alana Morgenwind Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2005
    Beiträge:
    6.744
    Ort:
    Bayern
    Bei vielen Menschen ist es ja so, daß bereits in ihrer Kindheit, wo sie noch vieles wahrnehmen, was nicht sichtbar ist, daß bereits da ihnen gesagt wird, daß da nichts ist, daß sie träumen, daß sie sowas ja niemand erzählen sollen, daß eben das seelische Erleben schon der Kinder nicht ernstgenommen wird und unterdrückt.
     
  3. Reinfried

    Reinfried Guest

    Ich kam vor einigen Jahren zur Esoterik, weil ich des nächtens Gestalten sah und nicht mehr schlafen konnte. Es spukte regelrecht im Haus. Über eine Internetseite, die sich mit Jenseitsforschung befasste, kam ich zu Informationen, was das ist, wie ich damit umgehen kann und vor allem: Es nahm mir die Angst. Und machte mir klar, dass genau DAS der Knackpunkt ist: Hast Du Angst, werden diese Dinge schlimmer, überwindest Du sie, hören sie auf.

    Und genau das passierte. Die Erscheinungen hörten völlig auf - wenn heute noch hie und da was vorkommt, dann weiss ich, wie ich das zuordnen kann.

    Insoferne hat mir die "Esoterik" sehr geholfen. Wenn Du nicht mehr schlafen kannst, glaubst Du manchmal, dass Du verrückt wirst. Und es tut gut, wenn man Menschen findet, die einen dann nicht auslachen oder das vom Tisch wischen, sondern Informationen anbieten.

    Lg
    Reinfried
     
  4. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Genau. Und wenn Du Pech gehabt hättest, wärest Du als psychotisch (oder etwas Ähnliches) abgestempelt worden.

    Das war der Anlass, warum ich diesen Thread eröffnet habe :

    Ich habe gerade eine Person wieder getroffen (ich bleibe bewusst sehr allgemein), die wegen ihrer "psychischen Erkrankung" mehrfach in der Nervenklinik war und bereits die Frühpension erhielt. (Und dass man wegen psychischen Störungen frühpensioniert wird, das ist nicht leicht - da braucht es schon gewichtige Diagnosen, dass die Störung längerfristig als nicht heilbar eingestuft wird !). Sie lernte ihre "aussergewöhnlichen Wahrnehmungen" ernst zu nehmen, sie nicht mehr als krank einzustufen - sondern sie in ihr Leben zu integrieren und zu nützen. Und jetzt ist sie gesund und munter (Nervenklinik und Frühpension sind Schnee von gestern) - sie arbeitet, macht eine Ausbildung und ist voller Lebensfreude.

    Gawyrd
    .
     
  5. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Schlecht ausgedrückt. Besser :

    Wenn Du nicht eigenverantwortlich das gesucht hättest, was Dir hilft ...
     
  6. Ulien

    Ulien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2005
    Beiträge:
    2.465
    Ort:
    ~ Oche wa?
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    Moin Moin :)

    ich habe in einem anderen Thread mal was geschrieben das passt glaube ich auch hierher:
    Mitunter gibt es Menschen die in dieses "Allesbewußtsein"(den Namen mag ich :D) zugreifen können und das kontrollieret. Da mache ich mir auch garkeine Sorgen. Nur bei Menschen die in eine "Sicherheitslücke" latschen und damit nicht fertig werden da sehe ich schon dass es besorgniserregend werden kann.

    Stell dir einmal selber vor du hättest urplötzlich das wissen von "Beethoven"....rein hypothetisch....dann wirst Du vom Psychiarter als Schizophren bezeichnet.
    Oder urplötzlich hat man Wahrnehmungen ...sagen wir als Stimmen die man "hört" oder oder

    In meinen Augen ist Esoterik mittlerweile das "geheime Wissen " über dieses von mir "Allesbewußtsein" genannte.

    Deswegen klammer ich auch garnichts mehr aus... also gibt es Gott, Engel , Telepathie, Magie, channeln, Astralreisen, oder oder oder...

    Einen "Beweis" dessen sehe ich eigentlich auch in den "Instinkten" die die Tiere haben (die angeborenen)...Wer weiss vielleicht haben die einen direkteren "Draht" als wir.

    Esoterik wird in meinen Augen kritisch wenn es unabsichtlich geschieht oder irgendwelche Dogmaten dieses "Allesistmöglich" eingrenzen und als Manipulationswerkzeug nutzen.

    Liebe Güße Ullili
     
  7. Et libera nos

    Et libera nos Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    4.135
    Ich fände wichtig, eine klare Unterscheidung zwischen psychiatrischem und tiefenpsychologischem Ansatz hervorzuheben.

    Die Psychiatrie geht grundsätzlich eher von "Pathologien" aus (also von Leiden, wie das Wort Pathos schon sagt), gemessen an einem angenommenen "Normalitätswert", der bekanntermaßen erstens recht fragwürdig ist, und zweitens an die sich wandelnden vorherrschenden Erwartungen der "Gemeinschaft" dahingehend gekoppelt ist.

    Zum Beispiel könnte man meinen, die meisten Menschen seien heutzutage "gestört" wenn man die Beschreibung zur "schizoiden Persönlichkeitsstörung" liest.
    In Wirklichkeit findet gerade ein Wandel vom Gruppentier zum Individualisten statt, als Folge des selbsterwirtschaftbaren (relativen) "Wohlstandes", der eine Rudelstrategie zur Absicherung überflüssig zu machen scheint.
    Zudem ist der Psychiater soz. der "Notarzt" bei akuten Ereignissen, und v.a. zuständig für chronische irreversible Ausfälle (wenn soz. das Ich jegliche Kontrolle über sich selbst verloren hat).

    Der tiefenpsychologische Ansatz (ohne damit eine Schule im Besonderen zu meinen) geht von einem dynamischen Prozess zwischen sozialem Gefüge und individuellem Entfaltungsdrang aus, wobei ein "anderssein" eher als eine "kreative" Umgangsart mit einem Anpassungsproblem betrachtet wird.

    Hier hat Freud - bei aller berechtigten Kritik an seinen Deutungen - den richtigen Ansatz geliefert, gerade was "Religion" betrifft.

    Die Tiefenpsychologie ist der zeitgemäße Ausdruck der früheren "Esoterik", die einem kulturellen und bewusstseinsgeschichtlichen Paradigma der Vergangenheit angehört.


    "Mensch erkenne dich selbst (und du erkennst die Welt)", wie schon vor über 2000 Jahren das Stichwort lautete.

    :)
     
  8. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Da gibt es einige verschiedene Ansätze - stimmt. Das wäre aber ein anderer Thread (zB. in "Psyche und Persönlichkeit" ?) und ist hier nicht das Thema. Ich habe diese allgemeinen Begriffe "psychische Erkrankung / Störung" nur deswegen gewählt, um die betreffende Person nicht erkennbar zu machen - deswegen kann ich nicht einfach beschreiben, was bei ihr los war.

    Gawyrd
     
  9. Et libera nos

    Et libera nos Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    4.135
    Ich schreibe das deshalb, da in den Augen der meisten Menschen da erstens KEIN Unterschied besteht, und weil z.B. einer Psychotherapie immer noch der Stempel des "Irrsinns" anhaftet.

    Die meisten Menschen, die in die sog. "Esoterik" (zu m.E. 90% minderwertige Angebote) flüchten, wissen einfach nicht, dass zum Beispiel ein nach dem Modell C.G. Jungs ausgebildeter Therapeut ein offenes Ohr für ihre Visionen hätte, und sie nicht als "krank" bezeichnen würde.

    Künstler wären ja nach dem allgemein gültigen Normalitätsschema auch "krank".
    Sie gehören aber in dieselbe Kategorie wie Seher, Schamanen etc.
    Wirklich Geistes-"Kranke" sind der Extremausdruck dieser Veranlagung, die im Normalfall über das Träumen zur seelischen Gesundheit beiträgt.
     
  10. Et libera nos

    Et libera nos Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2006
    Beiträge:
    4.135
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    Zu Freuds Ansatz ein kurzes Zitat. In Grau setze ich dabei die Erklärungen, die ich nicht teile. (sie werden evtl. durch Markieren mit der Maus lesbarer)

    Aus einem -leider im web nicht mehr auffindbaren- Artikel von Wolfgang Schmidbauer, Psychoanalytiker und Buchautor, zu diesem Thema.
     
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