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esoterik und familienaufstellung

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von regen..., 3. April 2005.

  1. regen...

    regen... Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    2.050
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    hallo!

    warum gehört familienaufstellung zur esoterik?
    sind dabei irgendwelche "übersinnlichen" kräfte am werke?
    oder ist es nur ein teil von der psychotherapie?
    interessieren sich die aufstellenden für andere bereiche der esoterik?

    bitte kann mir das jemand beantworten?

    viele grüße
    ...bogen
     
  2. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
    Hallo Regenbogen,


    also für mich sind Familienstellen und Esoterik zwei völlig verschiedene Schuhe. Und ich schaue vieles Esoterisches hier sehr mit Vorsicht an und einiges finde ich auhc gefährlich. Aber wer zu solchen Leuten geht, der ist für die Folgen selbst verantwortlich. Einiges erscheint mehr wie Wolkenkuckucksheim. Aber 'wat den een sien Uhl is den annern sien Nachtigall'. Oder wie meine verstorbene Oma immer sagte: "Soll doch scheder nach seiner Fassong selig werden!"

    Ich schreibe trotzdem hier in diesem Forum, weil ich mal hier herein gegoogelt bin, als ich ein Forum suchte, wo auch Familienstellen ein Thema ist.

    Dennoch werden sicher viele User hier Familienstellen als Teil der Esoterik ansehen, was mich dann auch nicht weiter stört.
    Auch ist Familienstellen keine Psychotherapie, wie Bert Hellinger in letzterZeit immer wieder betont. Es steht sozusagen mehr "dahinter" und bearbeitet etwas ganz Grundsätzliches, das den Hintergrund auch für Psychotherapie bildet.

    Übersinnliche Kräfte? Nun, Familienaufstellung macht vermutlich Energien und Wissen des systemischen wissenden Feldes zugänglich, welche sich uns anosnten nur in ihren Wirkungen ziegen und in Aufstellungen begegnen wir oft den noch dahinter wirkenden Schicksals bildenden Kräften. Ob das "übersinnlich" ist? Bisher fand ich das ganz sinnlich und nachvollziehbar.


    Christoph
     
  3. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    es gibt so viele, die zu wissen meinen, was esoterik ist ... und die kommen zu sehr unterschiedlichen antworten. da werden auch welche dabei sein, die das familienstellen einbeziehen können. es gibt auch einige - zum teil sehr - unterschiedliche einschätzungen über die wirkenden zusammenhänge im familienstellen. manche sind näher an der esoterik (aber was ist das?), manche weiter weg ...

    und manche aufstellende interessieren sich für esoterische themen, manche nicht ...

    alles liebe, jake
     
  4. regen...

    regen... Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    2.050
    hallo christoph!
    hallo jake!

    danke für eure antworten.
    ich lese mich jetzt langsam durch dieses forum durch.
    ich würde noch gerne weitere fragen stellen, die nicht immer zur esoterik
    passen werden:

    nehmen an familienstellen auch starke individualisten teil? ich kann mir vor-
    stellen, dass es gut zu der sogenannten familien- oder gemeinschafts-
    menschen passt.

    wie ist es mit extrovertierten und introvertierten menschen? kann über-
    haupt ein introvertierter aufstellen, wenn dabei viele "wildfremde" menschen
    als beobachter oder stellvertretende mitwirken?

    viele grüße
    ...bogen
     
  5. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Regenbogen,

    Warum nicht? Er hat es vielleicht ein bisschen schwerer sein Anliegen zu artikulieren. Zum Beispiel bin ich extrem introvertiert und habe schon an zig Aufstellungen teilgenommen. Sitze ich dann auf dem "heißen Stuhl" holt mich dann die Angst ein, aber trotzdem und mit ein bisschen Geduld und Unterstützung der Leitung klappt die Aufstellung dann doch.

    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich ein Introvertrierter sehr ausführlich mit der Thematik befasst hat und ein Extrovertierter die Aufstellung und das Ergebnis eher gelassen nimmt.

    Liebe Grüße pluto
     
  6. regen...

    regen... Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    2.050
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    hallo!

    du hast recht, pluto. ich habe nicht gewusst, dass man auch für sich selbst
    aufstellt. jetzt kann ich mir gut vorstellen, wie es funktioniert.
    eine sehr wirkungsvolle schamanische übung.
    man kommt für eine weile von der sebstbetrachtung weg und der montage-
    punkt gerät in bewegung. das kann eine große erleichterung bringen.
    klar, dass man nachher darüber nicht sprechen soll. der montagepunkt
    würde sich gleich wieder auf der alten position fixieren.
    also hat es doch viel mit esoterik - mit dem geheimnis des lebens - zu tun, aber
    das ist notwendig zu wissen. hauptsache ist, dass es helfen kann.

    viele grüße
    ...bogen
     
  7. Irene

    Irene Guest

    jake schrieb:
    Dazu würde mich interessieren: Auf welcher Ebene werden die "Ordnungen", die sich in Aufstellungen zeigen, gesehen? Was gibt es da für ein Meinungsspektrum drüber?

    In dem, was ich bis jetzt so gelesen habe, habe ich noch keine Auseinandersetzung mit dieser grundsätzlichen Frage gefunden. Da wird von "etwas Größerem, das wirkt" gesprochen, aber meinem Eindruck nach ohne näher zu betrachten, WAS es denn ist, dieses Größere, ob etwas naturgegebenes oder etwas dem gesellschaftlichen Konstrukt folgendes.

    Z.B. bezüglich der Frage, ob diese Ordnungen nur das Abbild des Glaubenssystems der Menschen sind (was ja dann nicht viel mehr als ein Zirkelschluß wäre), oder ob sie wirklich ein Ordnungsprinzip darstellen, das unabhängig ist von dem, was die Menschen auf ihren "inneren Wänden" als "Wahrheiten" geschrieben haben.

    Beispiel zur Verdeutlichung: Zeigt sich das "Frau folgt dem Mann" in einer Aufstellung, weil wir eben in einer patriarchalen Gesellschaft wurzeln, also das dem Mainstream-Bewußtsein entspricht? Wäre es in einer matriarchalen umgekehrt oder überhaupt ganz anders?

    Oder anderes Beispiel: Wie weit werden die Ergebnisse von unserem Bild von Familie beeinflußt/bewirkt, die ja ein entwicklungsgeschichtlich eher neues Konstrukt ist? Was zeigt sich dagegen in traditionellen Stammesstrukturen, wo es das Sprichwort gibt: "Um ein Kind zu erziehen, braucht es einen ganzen Stamm", wo also die Rolle der leiblichen Eltern bei weitem nicht das Herausragende haben dürfte wie bei uns?

    lg
    Irene
     
  8. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    das ist weder eine frage des meinungsspektrums noch irgendeiner ideologie, sondern quer durch die unterschiedlichen verfahren des systemischen stellens zieht sich ein (so meine ich zu sehen) grundkonsens: es ist in der aufstellung selbst zu überprüfen - in der regel durch die reaktionen der protagonisten -, ob eine veränderung des gestellten bzw. sich verändernden bildes in richtung einer lösung führt oder von ihr weg. dafür gibt es eine fülle von indizien in der aufstellung, vor allem aber natürlich die aussagen der protagonisten. und daraus ergibt sich dann, was in diesem konkreten, aufgestellten system "in ordnung" ist.

    wenn bestimmte konstellationen oft ähnliche bilder zeigen, dann deutet das auf bestimmte ordnungsstrukturen hin, die über das einzelsystem hinausreichen. es waren aber die gegner des systemischen stellens, die aussagen über solche beobachtungen zur ideologie verkürzt haben. die aufsteller selbst halten's mit dem genauen hinschauen und dem überprüfen ...

    alles liebe, jake
     
  9. Irene

    Irene Guest

    Hallo Jake!
    Das stimmt schon, aber nicht nur die Gegner, auch die Anhänger sind/waren es. Z.B. auch hier im Forum.
    Wenn man sich rein auf die Phänomenologie beschränken will, kann man eigentlich immer nur sagen: "Bis jetzt habe ich es in Aufstellungen oft/meistens/immer so erlebt.." o.ä., wie gerne wird daraus ein: "Es ist so..."

    Sobald man aber die Befragungsebene ("Was zeigt sich?") verläßt, und sich auf die Behauptungsebene ("Es ist so") begibt, müßte man sich seriöserweise die Frage stellen: Unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen gilt diese Behauptung denn überhaupt, wodurch würde sie aufgehoben oder verändert? Oder eben allgemeiner: Auf welcher Ebene bin ich mit dieser Aussage?

    Hellinger schreibt in "Ordnungen der Liebe":
    (Wobei reine Phänomenologie natürlich immer ein gewisses Maß Illusion in sich trägt, da sie vom Weltbild des Beobachtenden niemals frei sein kann, also schon dadurch verfärbt ist.)

    Gerade fiel mir ein, bei Dietrich Klinghardt nachzusehen.
    Er unterscheidet 5 Ebenen eines vertikalen Heilsystems, entsprechend den 5 "Körpern" des Menschen (er nennt sie physischer, elektrischer, mentaler Körper, Traumkörper, Seelenkörper) und ordnet Hellingers Familienstellen auf der Ebene 4 (Traumkörper) ein - die Ebene, auf der Symbole, Trance, Träume zu finden sind - gemeinsam mit anderen Techniken wie Schamanismus, Hypnotherapie, Jungsche Psychotherapie, Radionik, Radiästhesie, Intuition.

    Wie auch immer diese Einteilung zu sehen ist, entspricht sie meinem Gefühl, daß es (noch lange?) nicht die "letzte" (höchste, wenn man so will) Ebene ist, und ihrerseits wieder im Dienste übergeordneter Ebenen steht - etwas, was diese Ebene in gewisser Weise auch wieder relativiert.
    Und dieser Schritt, diese wahrgenommene Ebene zumindest durch die Vermutung übergeordneter zu relativieren, scheint nach meinem Eindruck weitverbreitet zu fehlen. - Hier hätte der Zusammenhang mit der Esoterik Sinn, in der Konfrontation und im Vergleich mit diesen Weltbildern.
    Eben weil Beobachtung nie wertfrei sein kann, finde ich es sinnvoll, sie mit möglichst vielen verschiedenen Weltbildern zu konfrontieren statt nur mit einem, nämlich dem, das man selbst hat.

    lg
    Irene
     
    ChrisTina gefällt das.
  10. Dagmar

    Dagmar Sehr aktives Mitglied

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    25. Januar 2004
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    wird hier im forum so gehandhabt.


    (Wobei reine Phänomenologie natürlich immer ein gewisses Maß Illusion in sich trägt, da sie vom Weltbild des Beobachtenden niemals frei sein kann, also schon dadurch verfärbt ist.)

    in 'ordnungen des helfens'
    http://www.hellinger.com/deutsch/vi...zungen/ordnungen_des_helfens_ueberblick.shtml

    beschreibt b. hellinger ganz klar wie er arbeitet
    und auch hier:
    http://www.hellinger.com/deutsch/vi...is/der_phaenomenologische_erkenntnisweg.shtml

    schreibt er was dazu gehört.
    und er sagt auch, er ist immer noch auf dem weg seine arbeit zu verdichten und noch noch klarer auf den punkt zu kommen. er selbst erlebt seine arbeit als lebendig und so wird sie sich immer wieder verändern, erweitern verdichten. sie wird immer in bewegung sein und vielleicht sogar auch nie an einem absoluten endpunkt ankommen, was nicht mehr in bewegung ist, ist tot.

    und so kann er eben mit dem dienen, so weit es bei ihm gedieen ist, mehr geht nicht, aber das kann man dann auch erst einmal nehmen.

    Ein Bild das Klinghardt hat und nicht stimmen muss, vielleicht hilft es nur ihm, das so zu sehen.

    Mutet mir an wie intellegtuelle Akrobatik mit Tendenz zum Relativieren, um es nicht zu nehmen und weiter über den Dingen zu schweben.
    Zum Handeln reicht ein Anstoss für den Rest sorgt jeder selbst.

    Ich halte die Forderung nach übergeordnete Relativierung für ein Konstrukt.

    Halte ich für Konstrukte um sich nicht festzulegen, die Anerkennung zu verweigern, dass manche Dinge so sind wie sie sind und ihre Wirkung haben.
    Es vermeidet, das Anerkennung was ist und deren Wirkung.

    Gefundene Bilder verändern sich von alleine, wenn sie in der Tiefe erfahren wurden.

    'Beobachtung nie wertfrei sein kann' könnte auch ein limited Believe sein, ein einschränkendes Glaubensmuster. Siehe auch wie Bert zu seinen Einsichten ins Sein kommt.

    Liebe Grüße Dagmar
     
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