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Esel in Mauretanien (Schmerz&Tränen)

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Amant, 15. November 2015.

  1. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.088
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    und etwas Hoffnung, ein Lichtblick in diesem unsäglichen Elend


    Erfolge eines engagierten Tierschutzprojekts:

    Mobile Klinik hilft über 1.000 Eseln pro MonatSeit 2006 engagiert sich die österreichische Tierschutzorganisation RespekTiere in Mauretanien mit einem sehr erfolgreichen Eselhilfe-Projekt. Denn wie in vielen westafrikanischen Ländern ist die Situation der Arbeitsesel katastrophal: Sie müssen viel zu schwere Lasten tragen oder ziehen - und wenn sie nicht mehr weiter können, werden sie geschlagen, oft bis sie zusammenbrechen. Die schlechten Geschirre schneiden ihnen ins Fleisch, was zu schlimmen Wunden und Verletzungen führt.
    Darum hat RespekTiere eine mobile Eselstation aufgebaut, mit der inzwischen drei Tierärzte und ihre Mitarbeiter sowie Hufpfleger an allen Tagen der Woche kostenlos die geschundenen Esel an den Wasserstellen versorgen. RespekTiere hat es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung - beispielsweise über Radiospots - die Menschen vor Ort zu einem achtungsvolleren Umgang mit den Tieren zu bewegen.


    http://www.freiheit-fuer-tiere.de/vorschau/reise-zu-den-eseln-in-mauretanien.html
     
    Anevay, Loop und Lincoln gefällt das.
  2. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.088
    lim, einer unserer treuen Mitarbeiter vor Ort, erwartet uns bereits. Wegen der Verspätung des Flugzeugs hat er seit gut 90 Minuten in der brütenden Hitze vor dem Gebäude nach uns Ausschau gehalten. Dann geht es in unsere Unterkunft für die nächsten acht Tage, zu Barbara und Sidi, ihrem Mann. Das so herzliche Paar wird uns bei sich aufnehmen und dabei ständig das Gefühl geben, zu Hause zu sein. Barbara, aus Tirol stammend und seit eineinhalb Jahren ständig zwischen Nouakchott und Innsbruck pendelnd, ist inzwischen zur unverzichtbaren Hilfe im Projekt »Esel in Mauretanien« geworden. Sie ergänzt das Team auf wunderbare Art und Weise, und zusammen mit Saleck Najem, Präsident des neu gegründeten RespekTiere Mauretanien, übernimmt sie die Koordination vor Ort und administrative Aufgaben.
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    Mauretanien

    ist das Land mit den wenigstens Trinkwasservorräten weltweit - die Hauptstadt Nouakchott ist die größte Ansiedlung in der Sahara. Noch immer finden über 80 Prozent des notwendigen Transports in der Stadt auf den Rücken der Esel statt. Zu allermeist befördern sie Trinkwasser aus den Dutzenden Brunnen in der Stadt hin zu den Endverbrauchern.

    Ein neuer Hufpfleger für das Team
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    Viele Esel
    haben völlig deformierte oder entzündete Hufe, was unglaubliche Schmerzen zur Folge hat. Darum hat RespekTiere sein Projekt nun um Hufpflege für Esel erweitert -und den Beruf des Hufpflegers in Mauretanien eingeführt.

    Jetzt erst finden wir Zeit, uns zum ersten Mal wirklich zu begrüßen: Wir fallen uns in die Arme, und Dr. Dieng stellt zwei neue Team-Anwärter vor: Beide sind hier, um den Beruf des Hufpflegers zu erlernen. Der eine ist ein etwas älterer Mann namens Diallo, der andere ein junger, kräftiger Mann namens Zappa. Gueye ist ebenfalls anwesend - seit gut drei Monaten begleitet der tierärztliche Student die Mannschaft jeden Tag, macht bei uns sein Praktikum. Gueye studiert in Rosso, einer gut 200 Kilometer entfernten Stadt im Süden Mauretaniens. Wie er zu uns kam? Auf der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz erzählte ein anderer Arzt von der RespekTiere-Klinik, welche so erfolgreich sei und so viele Esel behandeln würde - das wäre der geeignetste Platz für einen angehenden Tierarzt. Kurzerhand fand Gueye Dr. Diengs Nummer heraus, um diesen dann schon am nächsten Tag zu begleiten! Wir freuen uns riesig: erstens darüber, ihn hier zu haben, denn Gueye macht sich wirklich hervorragend, zeigt Einsatz und Tierliebe, Verständnis und den Mut, neue Wege zu gehen; und zweitens, weil wir dies als neuerlichen Beweis erachten, wie gut der Ruf der mobilen Klinik inzwischen geworden ist, wie weit deren Bekanntheit nun reicht.

    Irmi, "Eselflüsterin" aus Salzburg
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    Irmi, Hufschmiedin aus Salzburg,
    lernt den neuen Hufpfleger ein, der das RespektTiere-Team in Zukunft begleiten wird.

    Irmi, unsere Hufschmiedin, die wir aus Salzburg mitgebracht haben, arbeitet mit unfassbarem Einfühlungsvermögen, wie eine »Eselflüsterin«: Tatsächlich halten selbst die unruhigsten Tiere nach kurzer Zeit völlig still, und zu allermeist muss dann auch gar niemand den Esel festhalten. Irmi erklärt ihr kompliziertes Handwerk auf beeindruckend verständliche Art und Weise und verschmilzt im Nu mit der Mannschaft und den umstehenden Beobachtern zu einem Team - wunderschön! Selbst die Sprachbarriere verschwindet im Nu. Und bald kristallisiert sich heraus: Zappa scheint perfekt für die Arbeit als Hufpfleger, seine Auffassungsgabe ist beneidenswert und sein handwerkliches Geschick eine Segnung! Und so können wir einen riesigen Erfolg feiern: Ab sofort wird ein angelernter Hufschmied das Team der mobilen Klinik begleiten. Wir füllen damit endgültig eine enorm wichtige Lücke und vervollständigen unsere Esel-Hilfe auf neuer Ebene.

    :blume:

    Dr. Dieng und sein Team behandeln die Esel an den Wasserstellen. Ein weiterer Esel wird behandelt. An seinem Rücken ist eine riesige offene Wunde, sie klafft zentimeterweit auseinander - ganz entsetzlich anzusehen. Dr. Dieng desinfiziert, versucht zu nähen, gibt aber bald auf - zu tief ist die Verletzung. Der Eselhalter bekommt ein Mittel zur Desinfektion und wird angehalten, die Wunde ständig zu säubern. Dr. Dieng will den Esel in ein paar Tagen wieder sehen und dann entscheiden, was weiter getan werden kann.

    Ein paar Jungen erscheinen. Sie haben auf ihrem Karren einen Esel gebunden, in liegender Stellung, die Beine fest verknotet. Er sei von einem Auto anfahren worden, erklären sie, und da sie wussten, dass das RespekTiere-Team heute an dieser Wasserstelle ist, seien sie sofort aufgebrochen. Dr. Dieng untersucht den Verletzen - Gott sei Dank kein Bruch! Er stellt den Fuß ruhig, kühlt die Schwellung und spritzt dem Esel Schmerzlinderer mit abschwellender Wirkung, dazu Vitamine, und behandelt ihn gegen Parasiten. Dann können die Kinder den Esel wieder mitnehmen, nicht aber ohne zu erfahren, dass sie auf den vierbeinigen Freund ganz gut aufpassen und ihn lieb haben müssen!


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    Die mobile Esel-Klinik
    versorgt mit mehreren Tierärzten und Helfern die Esel an den Wasserstellen. Hier bringen einige Jungen einen angefahrenen Esel auf einem Karren.


    :blume:

    Der Eselmarkt - Ort des Schreckens
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    Ein Ort des Schreckens:
    Von ihren ehemaligen Besitzern im Stich gelassen und ausgesetzt, warten verletzte Esel auf ihr Ende - nach Jahren härtester Arbeit und Entbehrung, von Schlägen gezeichnet, blutend, humpelnd, zitternd, ängstlich. Sie stehen und liegen inmitten der verwesenden Überreste ihrer Artgenossen, welchen zuvor dasselbe Schicksal widerfahren war.

    Wir sind heute am Eselmarkt, einem Ort des Schreckens. Es ist jener Platz, der in meinen persönlichen Erinnerungen den allerschrecklichsten Rang einnimmt. Hier warten verlassene Esel auf ihr Ende, auf Grund von mehr oder minder schweren Verletzungen von ihren ehemaligen Besitzern einfach ausgesetzt. Sie stehen und liegen inmitten der verwesenden Überreste ihrer Artgenossen, welchen zuvor dasselbe Schicksal widerfahren war. Völlig sich selbst überlassen, aufgrund ihrer körperlichen Gebrechen unfähig, die weitere Umgebung nach Essbarem abzusuchen, ergeben sie sich stoisch ihrem Verhängnis. Sie verhungern, langsam und qualvoll. Ohne jemals Hoffnung, Glück oder Freude erfahren zu haben, scheiden sie in einem lautlosen Abschied aus dieser Welt. »Entsorgt«, nicht anders als die Abermillionen Kubikmeter Straßenmüll - all diese todtraurigen Weggenossen nach Jahren härtester Arbeit und Entbehrung, von Gewalt gezeichnet, blutend, humpelnd, zitternd, ängstlich - weggeworfen.


    :cry: :cry::cry:

    Esel in Mauretanien, RespekTiere
     
  3. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.088
    Das Plakat hängt nun in einem der wichtigsten Kommunikationszentren der Stadt - allein das war unseren Besuch in Mauretanien wert. Die Verbreitung der Botschaft: »Wer Gnade am Tier übt, an dem wird Allah Gnade üben« führt zu einem stetigen Wandel in der Gesellschaft.

    Deshalb bitten wir Sie vom Herzen, wenn Sie unserer Meinung sind: Helfen Sie mit, diesen Traum weiter zu verwirklichen, den Traum vom Umbruch einer Gesellschaft, der zuerst über das Erkennen der Tierquälerei führte, und nun drauf und dran ist, die Menschen auf sanftem Wege zurück zu den Wurzeln der Menschheit zu führen, zum Anbeginn der Beziehung Mensch - Tier, dorthin, wo wir alle noch Brüder und Schwestern waren...
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    Plakat

    »Wer Gnade am Tier übt, an dem wird Allah Gnade üben«. »Es entstand durch die Zusammenarbeit auf so vielen Ebenen - nur durch die Mithilfe der so wunderbaren Designerin Frau Uschi Apelt, des Gelehrten Adel El Sayed, unseres Freundes Ing. Habib, Saleck, des unverzichtbaren Mitarbeiters, sowie der Initiative unserer Unterstützerin Gerlinde Rupp.«

    Ziele für die Zukunft
    Sie sehen, so viel hat sich wieder getan bei unserem Projekt »Hilfe für die Esel in Mauretanien«! Voller Stolz blicken wir erwartungsvoll in die Zukunft, denn unsere Ziele sind hochgesteckt! Während Sie diese Zeilen lesen, wird unser frisch gestalteter Radiospot ausgestrahlt. Wir haben eine neue Broschüre geschaffen, die in Zeichensprache - mit Bildern der begnadeten Salzburger Künstlerin Caro Riener - den richtigen Umgang mit Eseln zeigt. Wir haben die mobile Klinik weiter ausgebaut. Und: Wir werden alsbald wieder nach Mauretanien aufbrechen, mit dem wunderbaren Tierarzt Dr. Matthias Facharani im Schlepptau, um mitzuhelfen, eine Eselklinik wie die unsere im Nachbarland aufzubauen - doch dies ist eine andere Geschichte, und Sie werden in Kürze davon erfahren!

    Um weiterhin so erfolgreich voranschreiten zu können, bitten wir Sie daher vom Herzen: Helfen Sie uns helfen! Die Esel Mauretaniens brauchen uns - und wir brauchen Sie! Wir haben eine echte Chance, den Lauf der Dinge - bisher als gegeben hingenommen - nachhaltig zu verändern!

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    Das RespekTiere-Team
    sieht mit Spannung den neuen Herausforderungen entgegen.

    Informationen: Verein RespekTiere
    Gitzenweg 3 · A-5101 Bergheim
    e-mail: info@respektiere.at
    www.respektiere.at

    Spenden: Überweisungen aus Österreich: Verein RespekTiere
    Salzburger Sparkasse
    BLZ: 20404
    Kto.: 2345 ·
    BIC: SBGSAT2S
    IBAN: AT132040400000002345

    Überweisungen aus Deutschland (steuerlich absetzbar):
    Verein RespekTiere International
    Volksbank RB Oberbayern
    BLZ: 71090000 ·
    Kto: 215961
    BIC: GENODEF1BGL ·
    IBAN: 43710900000000215961

    Druckbare Version
    Der Dänisch
     
  4. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2012
    Beiträge:
    4.088
    Habt Ihr eine Idee dazu, wie es kommt, dass große Teile der Bevölkerung weltweit, länder- und grenzenübergreifend, häufig so wenig Achtung und Wertschätzung vor dem Leben, resp. dem Leben von Tieren haben?

    Jedoch, wie sagte der Schweizer Schriftsteller Max Fritsch? -

    »Die Unverbindlichkeit, das Schweigen zu einer Untat, von der man weiß, ist wahrscheinlich die allgemeinste Art unserer Mitschuld.«

    Beziehung Mensch - Tier, dorthin, wo wir alle noch Brüder und Schwestern waren... [​IMG]

    Plakat

    »Wer Gnade am Tier übt, an dem wird Allah Gnade üben«.

    http://www.freiheit-fuer-tiere.de/images/eselposter.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2015
  5. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    21.931
    Ort:
    VGZ
    Dein Thema erinnert mich sehr stark an Anna Sewell,
    und an meine Rezension zu diesem Versuch.

    Klappentext:

    Nach einer behüteten Jugend führt der schwarze, stattliche Hengst Black Beauty in der liebevollen Umgebung eines Gutshofs das Leben eines Reit- und Kutschpferdes. Eines Tages jedoch muss sein Besitzer ihn aus Geldnot verkaufen und Black Beauty gerät in die Fänge skrupelloser und egoistischer Menschen. Ein Ende seiner grausamen Leidenszeit scheint schon nicht mehr in Sicht, da nimmt ein kleiner Junge sich seiner an und sein Leben eine Wende. Mit ihrem aufrüttelnden Tierroman 'Black Beauty' schuf die englische Schriftstellerin Anna Sewell 1877 das große Vorbild aller modernen Pferdegeschichten - ein Muss!

    Rezension:

    Dieses Werk ist KEIN Kinderbuch. Es wurde später von Bearbeitern zu einem Kinderbuch degradierend umfunktioniert. Und über all die bekannten Bearbeitungen möchte ich hier nichts inhaltlich erzählen. Mir geht es um das Original und das, was ich in der Originalübersetzung gelesen habe:


    Black Beauty

    Anna Sewell schrieb nur ein Buch. Während ihrem Schreiben wurde sie schwer krank, wovon sie sich nie wieder erholte, doch sie schrieb bis zu ihrem Tod weiter, unbeirrt. Denn sie schrieb ihre Erfahrungen und eigenen Erlebnisse verarbeitend in diesem Werk nieder und wir "können" von diesem Werk ehrlich behaupten, dass es einen Teil ihrer Biographie zeigt. Anna hatte diesen besonderen Drang, nicht den, zu schreiben, sondern etwas, dass die erwachsene Nachwelt "bewusst" in Vergessenheit geraten ließ. Denn sie hat ihr Werk zu einem "Kinderbuch verkommen lassen". Nun ist ein Kinderbuch nichts Schlechtes, wenn es ein Kinderbuch ist oder mit der Absicht geschrieben wurde, dass es ein Kinderbuch sein soll.

    Doch Anna hatte etwas anderes im Sinn. Ihre Intention war "mit bester Absicht" eine Botschaft in die Welt zu tragen, einen Appell. Und ratet mal, an wen? Nein. Nicht an die Kinder dieser Welt sondern an die Erwachsenen. An jene Erwachsenen, die als Pferdepfleger, Stallknecht oder wie heute Tierpfleger ihr Geld verdienen, jene die auf brutalste Weise Tiere misshandeln, sie zerpflegen, als Dinge betrachten. Und weil Anna diese grausame Art und Weise selbst mit erlebt hat und all diese Bosheiten in sich spürte als würde dies ihr selbst geschehen, da sie Tiere sehr gern hatte, hoffte sie mit ihrer Absicht, auf irgend eine Weise, ihren Teil dazu beizutragen, dass dieser Misstand sich ändert.

    1993 war ich beim Zirkus. Da hatte ich schon von Black Beauty gehört und bei Fremden auch mal eine Folge dieser Serie im Fernsehen gesehen, doch drang mir da Black Beauty noch nicht ins Gemüt, dachte ich mir es doch als reine Mädchenorgie. 2003 las ich Black Beauty und war enorm erschüttert. Ja, ich hatte tatsächlich das wirkliche Werk von Anna Sewell gelesen und nicht diese Schundverschnitte wie es auch mit Nils Holgersson passiert. Mir wurde nicht nur klar, dass ich alles, was ich zuvor über oder von Black Beauty hörte oder sah, in die gedankliche Mülltonne werfen musste, nein, ich zensierte dieses Werk nach der Lesung sogar mit einer 1 (wertvoll).

    Und ich hatte einen Kommentar im Hinblick auf die Erinnerung meiner Zeit beim Zirkus und auch in die Zeit bis zu meinem 15. Lebensjahr "zu Hause": Es hat sich nichts geändert, im Gegenteil, es ist weit aus schlimmer geworden." Heute, knapp 10 Jahre nach der Lesung muss ich sogar sagen, dass sich mein damaliger Kommentar in seinem Inhalt noch harmlos anliest, denn mittlerweile dürfen Hunde einfach erschossen werden, gesetzlich verankert sogar, nur weil sie nicht an der Leine sind. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Gründe, weshalb dies mal geschieht.

    Ich appelliere also an alle Interessierten Leser von "Black Beauty", sich um die Originalübersetzung zu kümmern und erkennen zu lernen, dass Black Beauty im Ursprung kein Kinderbuch war und weshalb es auch heute immer noch keines ist sondern megawichtig, dass dieses Werk wieder seine ursprüngliche Autorität erlangt. Dass sich dieses Buch als phantasievolle Fabel liest, wie es Johann Wolfgang Von Goethe mit dem Reineke Fuchs getan hat, diente nur dem Zweck, den Erwachsenen vor Augen zu führen, dass auch Tiere und hier besonders Pferde leiden, eine Seele haben und sehr genau die Schmerzen empfinden, die ihnen von robusten Ignoranten zugefügt wurden und werden. Nur darum schlüpfte Anna Sewell in die Rolle von Black Beauty, weil Tiere bekanntlich nicht in der menschlichen Sprache ihre Beschwerden uns erzählen können. Doch ein empathischer Mensch mit dem Herzen am guten Fleck, vermag dies mit Hilfe der eigenen Vorstellungskraft zu tun.

    Wer dies alles noch nicht weiß, der lernt, dass es über bisher Erfahrenes durchaus noch Neues zu erfahren gibt, wenn Mensch sich darauf einlässt, es auch erfahren zu wollen. Und bewusst habe ich die Historische Rubrik gewählt, denn in die Kinderabteilung gehört es auf keinen Fall rein, in der Belletristik wäre es zu schade und mit Fantasy hat es gar nichts zu tun, denn im Grunde ist es ein "Drama" mit einer wichtigen Botschaft an die erwachsenen Menschen.

    Fazit: Jedem zu empfehlen, selbst jenen, die es nicht lesen wollen.
     
    Amant und Loop gefällt das.
  6. Amant

    Amant Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Danke für den Hinweis, @JacquesDeMolay , das wusste ich tatsächlich auch nicht und finde es beeindruckend.
     
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