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Erzählungen zu SV....OASE zum Ausruhn

Dieses Thema im Forum "Seelenverwandtschaft" wurde erstellt von Dorlis, 21. Juni 2007.

  1. Dorlis

    Dorlis Mitglied

    Registriert seit:
    30. Dezember 2006
    Beiträge:
    907
    Ort:
    Bayern
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    Beim Lesen hier in einigen Threads sah ich Zeilen von Mitusern, in denen stand folgendes zu lesen : " Ich glaube, wir sind alle Seelenverwandte".

    Das glaube ich allerdings auch.
    In Anbetracht dessen, dass wir alle der gleichen Quelle entspringen, was jedem Einzelnen auch immer " Quelle" sein mag,..ich persönlich nenne sie GOTT, das LEBEN.
    Auf viel " Ver-rücktes bin hier gestossen, was mir davon erzählt, dass wir die Dualität erleben.
    Jeder !
    Zu sehen war auch, dass mehr oder weniger jedes Posting am Ende vom Gleichen erzählt, nämlich vom Sehnen nach Liebe, nach innerem Frieden, nach Achtsamkeit, nach Begegnung.
    So dachte ich mir,.... eröffne ich einen Thread, in welchem jeder davon schreiben kann, welche Begegnung, welche Erfahrung, welche Erkenntnis ihn Seelenverwandschaft -im nicht explizitem Sinne ( oder auch ..) erleben lässt.

    Der Thread könnte uns dabei helfen-zu erkennen, dass wir alle EINS sind; und nicht einfach " zufällig" mehr als ähnliche Gedanken, Gefühle, Wünsche, Süchte und Sehnsüchte in uns " tragen".
    Einerlei, ob wir uns hier aus der " Vergangenheit" oder der Gegenwart erzählen.
    Das Lesen und Mitfühlen trägt die Vergangenheit für Augenblicke ins JETZT, ohne dass wir daran haften bleiben.
    In einem anderen Forum schrieb ich mal über die " Seelenverwandschaft" zwischen mir und einem meiner Lehrer..seelenverwandt, weil wir DAS erkannt haben.
    Um den Thread zu eröffnen, sozusagen, geh ich nun - und hol die Erzählung nach HIERHER.

    Willkommen, jeder, der hier ausruhen will .


    PS: Die folgenden Worte erzählen nicht von von einer Begegnung, die wir mental Seelenverwanschaft NANNTEN,..aber, wir haben sie so erlebt, ...als eine..
    Deshalb meinte ich Eingangs, es geht im Leben m.E. nicht um " ausgesprochene , auf wenige Menschen bezogene " Verwanschaft"..sondern eher darum sich zu erlauben und zu glauben, zu wissen, dass das was "man" fühlt wahr ist - und so auf " Seelen" trifft, die damit in Resonaz " gehen" - um uns beim Lebendigsein zu unterstützen !

    Nun die Erzählung :

    Lieber, lieber Ernst K.

    Vor etwa drei Jahren, als wir uns anläßlich der Wiedereröffnung der Grundschule in meiner " Heimat" nach zwei , drei verflossenen Jahren wiedergesehen haben, an einem so warmen, späten Herbsttag, da hast du für mich unter freiem Himmel B. Brecht rezitiert.
    Mein Mann , deine Frau, ich..wir waren ergriffen von deinem TUN, das wie aus heiterm Himmel kam!
    DU SPRACHST:

    ERINNERUNG AN DIE MARIE A.


    An jenem Tag im blauen Mond September
    Still unter einem jungen Pflaumenbaum
    Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
    In meinem Arm wie einen holden Traum.
    Und über uns im schönen Sommerhimmel
    War eine Wolke, die ich lange sah
    Sie war sehr weiß und ungeheuer oben
    Und als ich aufsah, war sie nimmer da.

    Seit jenem Tag sind viele Monde
    Geschwommen still hinunter und vorbei
    Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
    Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
    So sag ich dir: Ich kann mich nicht erinnern.
    Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst
    Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
    Ich weiß nur mehr: Ich küsste es dereinst.

    Und auch den Kuss, ich hät' ihn längst vergessen
    Wenn nicht die Wolke da gewesen wär
    Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
    Sie war sehr weiß und kam von oben her.
    Die Pflaumenbäume blühen vielleicht noch immer
    Und jene Frau hat jetzt das siebte Kind
    Doch jene Wolke blühte nur Minuten
    Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.

    B. Brecht

    ..etwa zwei Jahre davor begegneten wir un´s beim Klassentreffen.
    Da war Hidegard auch noch dabei...
    Es war ein mich so tief berührender Tag.

    Du, deine Frau..wir " erwachsenen "Schüler..aus den Klassen, die du als Grundschullehrer " gelehert " hast..so viele Begrüssungen, so viele Umarmungen, so viel Erzählungen, versüsst - von ein paar stillen, schweigenden Augenblicken.
    Der mich so bewegende Tag " zwang mich sanft" ein Gedicht zu schreiben, ich hab es dir und deiner Frau gewidmet.
    Es trägt den Titel: KLASSENTREFFEN.

    Klassentreffen, September 2000


    Wie ein Baum, der nicht wegläuft,
    nicht weglaufen kann.
    Jeder hat Platz genommen
    an einem Ort,
    den ihm das Leben zugedacht,
    hat Wurzeln geschlagen,
    ist gewachsen
    auf seine ihm mögliche Weise.
    Und in den Wipfeln
    spiegelt sich das Denken,
    das Fühlen, das Leben.
    Schön , so ein Tag, der Vergangenes
    ins Jetzt verwandelt.
    Beim Blick in die Augen
    schmilzt das, was wir Zeit nennen
    zur Gänze - für einen Augenblick.
    Mühelos lässt sich erfühlen und erkennen:
    Jeder ist, wer er war.
    Ein Apfelbaum bringt Äpfel hervor,
    während seines ganzen Lebens,
    wenn ihn Menschenhand
    nicht zwingend veredelt.

    Doris S.

    Ein Jahr später erschien ES in meinem Buch, das ich meinen Eltern und meinen Geschwistern gewidmet habe.
    Von nun an durfte ich in deinem " Bücherregal" neben Christine Lavant und Ingeborg Bachmann Platz nehmen.
    Ein gutes Gefühl...!

    In einem Telefongespräch in dieser Zeit sagtest du zu mir: " Ich bin " stolz" auf dich, du hast mich als kleine Schülerin schon erfühlt."
    Ja, die Liebe für oder zur Poesie, die hast du in mir geweckt, lieber Ernst, in frühen Kindertagen.
    Mir war es immer eine Freude, Rilke, Fontane , Storm usw. in mich aufzunehmen, auch wenn die meisten das damals "AUSWENDIGLERNEN" nannten .

    Du, lieber Ernst K., deine Frau, alle Menschen, die mich näher kennen - wissen von der Erzählung, dass ich von Kindesbeinen an..etwa 20 Jahre..fast jede Nacht von dir geträumt hab.
    Unbeschwerte, leichte, vom schönen Leben erzählende Träume.
    Als du mich - vor ungefähr 14-15 Jahren hier in meiner Stadt besucht hast, betrachteten wir gemeinsam - du, deine Frau und ich den schönen Dom unserer Stadt,in diesem erbauenden Rahmen..habe ich euch von meinen unzähligen nächtlichen Träumen erzählt.
    Danach hörten die Träume fast gänzlich auf.

    Hin und wieder schrieben wir uns Briefe, manchmal telefonierten wir.
    Unsere letzte persönliche Begegnung, sie war bei einer Beerdigung eines dir und mir liebwerten Menschen in Kärnten, ich erinnere sie gut!
    Im erst kürzlich vergangenen Jahr vor Weihnachten, schrieb ich euch, ..wie immer; und legte euch ein schönes, beinahe privates Bild/ Foto von Papst ( besuch ) bei.
    Ich dache, lieber Ernst, es könnte von der Historie her für dich interssant sein.
    Diesmal habe ich keine Antwortpost erhalten von euch.
    Am Neujahrstag, du weißt, ich bin nicht " der große Fern-Seher " sah ich einen Teil vom Neujahrskonzert.
    Ich war begeistert, wie schon oft.
    Ich sagte zu meinem Mann: Ich fühle mich gerade soo stark verbunden - mit Ernst K.
    Wissend, dass dir Musik so viel bedeutete; und dass du ein treuer Geniesser des Neujahtkonzertes immer warst.

    Am 2. Januar kam morgens eine Mail aus Österreich, in der zu lesen stand, dass du vor wenigen Stunden von der Erde gegangen bist.
    Alle Gefühle, die ein Mensch fähig ist zu fühlen - waren für Sekunden gegenwärtig in mir.
    Dann dachte ich..ach, deshalb haben wir das Neujahrkonzert, wenn auch nur zum Teil " gemeinsam " gehört.

    Gestern fand die Trauerfeier dir zu Ehren statt.
    Es war mir gegönnt, den Priester in Kärnten zu sprechen, der dich von dieser Welt verabschiedet hat.
    So kam es, dass du meine " Letzten Grüsse" von ihm übermittelt gekriegt hast.
    Die weißen Rosen, die hat eine Frau T.für mich besorgt , sie kam mir als Übermittlerin in den Sinn, weil ich vor Jahren im Rahmen meiner Arbeit Kontakt zu ihr hatte.
    Ich dachte, sie wohnt in eurer weiteren Umgebung.
    Gestern erfuhr ich von ihr...ihr seid Nachbarn...so RUND ist das Leben.

    In der Zeit, zwischen 14 und 15 Uhr.... gestern ... als die Trauerfeier für dich stattfand, ging ich an der Isar " spazieren ", hatte eine Kerze mitgenommen..und sie an einem windgeschützten Ort entzündet.
    Dann hab ich mir dir gesprochen, fast alles wusstest du schon, nur manches noch nicht....
    Nun weißt du alles.
    Es war mühelos für mich, deine Nähe , deine Anwesenheit zu spüren.
    Ein stilles Fest, danke!
    Und nun geschah das, was man Wunder nennen könnte, wenn nicht Wunder,..dann doch WUNDERBAR..ich habe heute Nacht von dir geträumt, eine Verabschiedung von tiefster, liebender Art, ein GESCHENK !!!

    Ich sah drei Bilder von dir.
    Ich weiß, dass es drei waren, kann aber innhaltlich nur mehr zwei erinnern.
    ( Vielleicht kannst du mir das Dritte nochmals " nachreichen ?! ", bitte )
    Ich sah dich auf einem Fernsehschirm, in Schwarz-Weiß.
    Ich glaube, das fand in unserem Wohnzimmer hier statt.
    Das Schwarz -Weiß war zwar verblasst, aber dennoch deutlich.
    So, wie wenn ein Bild, eine Innschrift auf einem Grabstein verblasst...
    Da sah ich dich in jungen Jahren, so, wie ich dich als jungen Lehrer meiner Zeit in Erinnerung habe; unter dem Foto, dein Name..geschrieben in deiner Handschrift, die ich ja nun wirklich gut kenne, mit Füller geschrieben, wie immer..und schön!
    Das zweite Bild am Bildschirm, auch in Schwarz-Weiß, ebenso verblasst zeigte mir dich in reiferen Jahren, darunter stand, in Handschrift von dir geschrieben, mit Füller natürlich: DANKE UND LIEB.
    Nie werde ich diese zwölf Buchstaben, die ein soo grosses Abschiedsgeschenk für mich bedeuten vergesen, verlieren, ..nein, nie...

    Vielleicht werden sie mal das Eintrittscodewort sein..in eine nächste Dimension ?!?

    Ich weiß aus einem Telefonat von heute, mit welchem Lied du gestern verabschiedet worden bist, ich weiß, welche Gedichte rezitiert wurden...
    Mein Verständnis von Tod und tot ist solcher Art, dass ich davon ausgehe, dass du das Lied, die Gedichte und - mehr noch, selbst ...wenn auch auf eine neue Weise ERlebt hast.
    Eine lichte Reise wünsche ich dir - meine lautere, bedingungslose Liebe und mein Dank für diese Begegnung mit dir auf der Erde, mögen dich begleiten.

    Auf Wiedersehen, in welcher Form auch immer, lieber, verehrter Ernst K.

    In meinen Zeugnissen stand immer D O R L I S, also,
    schreibe ich heute auch:

    Mit aller Liebe,

    Dorlis S.
     
  2. deine Worte haben mich zutiefst berührt
    ich weinte... als ich sie las


    Seelenliebe...
    Jeder Mensch
    der eine Seelenbegegnung
    ob jetzt tatsächlich mit seiner Dualseele
    oder nur mit einem nahen Seelenverwandten
    erlebt hat
    wird durch diese Begegnung verändert...

    Es ist etwas Neues
    eine uns Menschen bisher weitestgehend
    unbekannte Form von Liebe


    Seelenliebe...
    wenn es wirklich und wahrhaftig die Liebe
    zwischen zwei vertrauten und verwandten Seelen ist
    ist etwas Besonderes
    Sie berührt die Menschen in ihrem Innersten
    spricht ihre Seele an
    öffnet das Herz auf eine ungeahnte Weise
    macht verletzlich
    Es macht den Menschen verletzlich in einer Art und Weise
    die er bisher meist nicht gekannt hat
    Kein anderer Mensch als die geliebte Seele im anderen kann in uns ein derartiges Glückgefühl auslösen
    oder aber uns in Sekundenbruchteilen in tiefste Tiefen stürzen

    http://www.energieimpulse.net/main....te&PHPSESSID=fae20835271c439895dd7ee8023cb8bf



    Wenn dein Herz so überwältigt ist von Mitgefühl,
    weil du das Leid der Menschheit siehst,
    dass du Gänsehaut hast und
    Tränen unfreiwillig deine Wangen herunterlaufen,
    dann bist du in deinem natürlichen Zustand.
    Und wenn du so überwältigt bist von Hingabe,
    weil du die Schönheit aller fühlenden Wesen siehst,
    dass du Gänsehaut hast und
    Tränen unfreiwillig deine Wangen herunterlaufen,
    dann bist du in deinem natürlichen Zustand.

    Urgyen Tulku Rinpoche​



    ich lese zur Zeit das Buch
    Maria Magdalena
    von Till Abele-Ursula Wagner

    wir verwandeln uns alle weltweit
    vom Homo Sapiens zum Homo Amans...



    Ali:liebe1: :liebe1: :liebe1:




     
  3. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2005
    Beiträge:
    2.067
    Ort:
    Saarland
    So viel Leid es auch bringen kann....ich wäre froh, jeder könnte erfahren, was Seelenliebe bedeutet. Einfach um zu verstehen...

    Danke, Dorlis, für das Thema !

    Astralengel
     
  4. Dorlis

    Dorlis Mitglied

    Registriert seit:
    30. Dezember 2006
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    Bayern
    ALI...ja, DIESER " natürliche Zustand, den du uns mit Worten von U.T. Rinpoche übermittelt hast, ...diese Essenz des LEBENS und individuellen Lebens - wenn wir Seelenliebe leben,..ist die Leuchtkraft, die alle Wege ausleuchtet,da stolpert keiner !
    Vorausgesetzt, wir fangen nicht an - aus dieser heiligen GEgebenheit - selbst was zu "MACHEN".
    Es erscheint manchmal UNGLAUBLICH zu sehen, dass dem Menschen, das HÖCHSTE - auch nicht hoch genug genug ist.
    Du aber, Ali, so wie deine Geschichte erzählt, hast das Mass erkannt, die schon gegebene Vollendung, die Vollkommenheit des Augenblick's, des Augen- Blicks.

    Namaste

    Dorlis
     
  5. Dorlis

    Dorlis Mitglied

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    Bayern


    " Seelenliebe."...ist ein balsamisches Wort, dafür danke ich dir, Astralengel !

    LG
    Dorlis
     
  6. Narrenwesen

    Narrenwesen Mitglied

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    Liebe Dorlis,

    als ich dir am Morgen für deine Erzählungen dankte und dir viel Inspiration für den heutigen Tag wünschte, konnt' ich nicht ahnen, welch' ergreifende Lebensgeschichte ich heute finden würde...
    In mir schwirren zwar unendlich viele Gedanken, aber es fehlen mir die richtigen Worte. Unendlich tief berührt liefen mir während dem Lesen unentwegt Schauern über den Rücken, auch jetzt noch.

    Was soll ich sagen Dorlis?

    Alles was aus meinen Gedanken gerade rauseilen möchte, hält mein Gefühl für banal. Ich möchte auch nicht einfach drauflosschreiben wie sonst so oft. Weil ich einfach noch über diese Geschichte nachdenken möchte, sozusagen nachklingen lassen möchte, damit sie sich setzt.

    Ich würde gerne aber jetzt etwas dazu aus einem Buch abschreiben, dessen Titel ich leider nicht mehr weiß. Ich fand' es vor einem dreiviertel Jahr ungefähr in der Leihbücherei und stieß dort auf einige Sätze, die ich mir gerne behalten wollte.
    Nun hast du es mit deinen Worten geschafft, dass ich zum ersten Mal im Leben im Keller ein abgelegtes Tagebuch noch einmal in die Hand genommen habe...

    Dies schrieb ich mir damals dort hinein zu jener Zeit, als ich auf "Etwas" stieß, was mir so unerklärlich war und bis heute noch ist und ich schrieb sie aus dem Wunsch heraus, dass sie mich einmal vielleicht werden trösten können, wenn "die Zeit vollendet ist" ...

    Ich weiß nicht ob, sie dich trösten bzw. ob du Trost möchtest, brauchst. Denn ich weiß, in dir ist unendlich viel "dieser Wahrheit" drin, diese Kraft des Wissens um das SEIN. Und ich versuch' hier Worte zu finden, zu trösten, ach je, und ich weiß noch so vieles nicht ... es ist wirklich schwierig....

    "Ich träume Gottes Wirklichkeit,
    den Himmel,
    wo alles vollendet wird, wo alles gut wird.
    Dort sind alle, die mir im Leben unendlich lieb und wertvoll waren
    und wir werden uns in die Arme fallen
    - wie auf dem Flughafen, wenn man sich nach einer langen Reise wieder sieht.
    Und dort ist alles vollendet, was wir nicht vollenden konnten.
    Es ist umarmt und endlich zusammengeliebt, was uns hier getrennt hat.
    Die selbe Hand, die uns hier im Leben die Liebe schenkte,
    wird sie in jenem vollenden.
    Und wenn ich so denke, weiß ich mich unterwegs zu einer großen Liebe,
    die mich hier schon verändert."

    Ach Dorlis,
    fühl' dich mal ganz fest von mir umarmt
    ich schick' dir auf diesem Wege gerade all meine Liebe heute dir
    ich wünsche dir eine schöne Nacht
    Bea,
    die wirklich noch sehr lange über deine Geschichte nachdenken muß ...
     
  7. danke liebe Dorlis,

    wir verwandeln uns ja alle
    in den Homo Amans... den liebenden Menschen

    heute dachte ich darüber nach
    was nun der Unterschied zwischen
    liebenswert und liebevoll sei...

    ich sah bisher darin keinen Unterschied
    aber es besteht wohl doch einer?


    was meinst du?


    Ali:liebe1: :liebe1: :liebe1:
     
  8. Dorlis

    Dorlis Mitglied

    Registriert seit:
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    Bayern
    ..dann bedank ich mich bei meinem und deinem Inneren, dass ES dich in den Keller "trug".
    Alle Zweifel in dir können sich auflösen, wenn du für dich deine Worte, die du niederschriebst bedächtig und mit Herz liest, ich tat das auch.
    Im Anfang liegt alles, sagt " man"...so ist es.
    Uns erscheint die Ausdehnung des Augenblicks -als Zeit, im Grunde aber gibt es gar keinen Weg...vom Gefühl - zum Gefühl.
    Was wir fühlen IST, was wir denken KANN SEIN.
    Das allerdings ist nur eine Mitteilung aus meinem individuellen Leben, wie ich er ERfahre, ERlebe.
    Ich werde deine Worte des Trostes für mich nicht ! ablehnen,liebe Bea.
    Sie erzählen mir von deinem Mitgefühl, das ich verehre und schätze.
    Du hast mir die Worte so fragend " gespendet", weil du offensichlich beim Lesen meiner " SV? - Erzählung gespürt hast, dass ich nicht sowas, wie weltliche Trauer über das Weggehen von der Erde - von Ernst K. empfinde.
    Mich erfüllt tiefste Dankbarkeit darüber, dass und wie wir uns begenet sind, sie füllt " den Raum", der bei manchen leer bleibt, wenn ein Mensch, den er auf seine Weise liebte, von der Erde geht.
    Manchmal geschieht das auch zu Lebzeiten-in den Menschen.

    Mein Leben ist voll von " Begegnungen", das ist himmlisch !
    Viele der Begegnungen " erhalten" sich selbst, vorallem dann, wenn mein Herz ( das sehr bereit dafür ist)..und das Herz meines " Vis a Via's " erkennen, dass eine " Begegnung" etwas für die "Ewigkeit" ist; und nicht zwingend für den Alltag sein muss.
    Sagen will ich damit, dass wir erkennen sollten, dass eine solche Begegnung die wir SV nennen, KEINE Ansprüche auf " AUSleben" in sich trägt.
    Wir sind schon alle am rechten Ort.
    ( Du bist dort, wo du bist, weil Gott ist, wo du bist, lebt ER/ES doch in jedem von uns )
    Mir sagt das, im Gegensatz zu vielen Menschen, die unter LIBE leiden, dass es nichts bedarf, ausser zu lieben, zuzulassen, dass ich/ mein Herz liebt, ungachtet dessen, wo, in welcher Konstilation sich der Mensch befindet, den ich AUCH liebe.
    " AUCH" schreibe ich, weil die meisten von uns schon in einer Partnerschaft leben, denen "soetwas "wie SV begegnet.
    Wenn ich Menschen sagen höre,: " Ja, das ist ja leicht, von der Ferne zu lieben, da bleibt ja der Alltag ausgeschlossen".
    Da kann ich nur sagen, sie haben recht, wenn sie so denken, ( auch wenn, sie was anderes damit meinen, als ich ..) denn genau dafür sind meines Erachtens diese Begegnungen " gedacht"..von höherer Warte aus !
    Schwer werden diese auf wundersame " leichten" Begegnungen, sobald wir versuchen-ihnen einen Rahmen zu geben, einen ähnlichen, den wir erfahrungsgemäß aus unserem Leben schon kennen.
    Also-mehr vom Gleichen, obwohl es unzählige Menschen gibt ( das kenne ich aus meiner Arbeit)..die das Unglücklichsein nun doch schon in Fülle kennen müssten.
    Sie glauben, die " neue Partnerschaft" würde alles zum Guten verändern.
    Ein Mensch kann von hier - nach Australien auswandern, wenn er in sich nicht " aufgeräumt" hat...was sein Beitrag am Unglücklichsein in der " verlassenen " Partnerschaft ist /war, wird er in Sidney ? -auf " den Gleichen " treffen , und wieder wird er ihm spiegeln, was unerlöst ist.
    Das bedeutet, dass keiner zufällig in der Partneschaft lebt, in der er sich gerade befindet !
    Wenn wir verstehen, das EINE Partnerschaft uns nicht gleichzeitig das Lieben von auch anderen Menschen und Begegnungen verbietet oder unmöglich macht, dann haben wir viel vom Leben " verstanden" ! !
    Die wintzige und dennoch gröste Voraussetzung dafür ist; und die sollte wir Menschen uns gönnen-sie lautet:

    Verehren, statt begehren !!!

    Sagte ER doch: Begehre nicht deines Nächsten Frau/ Mann/ deines Nächsten Gut...!
    Wer vom Nächsten nichts will, hat alles.
    Sehr einfach, der Weg, zu einfach für die meisten Menschen , ihn zu gehen.

    Anderenorts hast du mir eine Umarmung geschenkt, sei auch du liebevoll umarmt, lieb Bea.

    Gutes für dich.

    Dorlis mit Herz
     
  9. Dorlis

    Dorlis Mitglied

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    Liebe verströmende(r) Ali, grüsse dich !

    Ich meine, um deine Frage an mich zu beantworten:
    " Liebwert -so mein Denken und Fühlen darüber ist -was ich als Mensch für Wert befinde, dass ich es liebe.
    Geht mit Bewertung einher, ist weder gut noch schlecht, ist.

    LiebeVOLL - aber ( meines Erachtens ) IST.
    Ohne meine mentale Entscheidungsinstanz " befragt " zu haben.
    Da letzendlich " BEIDE" der einen Fähigkeit zu LIEBEN entspringen,...


    Sei herzLicht gegrüsst ALI

    Dorlis mit Herz
     
  10. Dorlis

    Dorlis Mitglied

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    Es ging u.a. um das Thema : Kristallkinder ...


    Verfasst am: 31.10.2006, 00:25 Titel:

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    Unser älterer Sohn, hatte so ungefähr von seinem zweiten bis zum vierten Lebensjahr eine " unsichtbare Freundin ", er nannte sie TSCHIPPSI.
    Ganz regelmäßig musste ich für sie den Tisch mitdecken, im Auto, wenn denn was auf der Sitzbank lag, räumte er es sorgfältig weg, ehe er im Kindersitz Platz nahm...und TSCHIPPSI saß immmmmer und demnach auch überall - an seiner linken Seite.
    Interessanterweise..war sie abends im Bettl..nie zu Gast, also, da sprach er nie mit ihr.
    Da war der Teddy sein Freund.
    Ich kann heute noch erfühlen, dass ich nie an der Gegenwart seiner "Freundin TSCHIPPSI " gezweifelt habe; sein Wohlgefühl darüber war groß!

    ..und auf einer Zugreise von Österreich nach München..da geschah etwas sehr Schönes.
    In einem Abteil, in dem ein Paar aus Jugoslawien mit einem ebenso kleinen Mädchen saß, wie unser Sohn es damals war ( etwa 2 Jahre alt )..nahmen wir Platz.
    Die Sprachbarriere schmolz weg..in ganz kurzer Zeit.
    Das Mädchen quängelte so lange, bis ihr Vater einen Sitzplatz " auszog "..und eine für sie kleine Schlafstätte daraus machte.
    Sie zog ihr selbstgestricktes Jäckchen aus, ihre Mutter musste ihr die Strickmütze von der Ablage " oben "..geben.
    Aus Mütze und Jäckchen hatte sie ein Bettchen gemacht..sie nahm unseren kleinen Sohn, der so groß, so klein war -wie sie selbst ..an der Hand..zog ihn an sich ..und deutete ihm unmißverständlich, sich in das von ihr bereitete Bettchen zu legen.
    Er tat es.
    Sie setzte sich neben ihn..sie sprachen zueinander, miteinander, obwohl sie ja verschiedene " Muttersprachen " hatten.
    Das war ein " Schauspiel ".
    Wir " Erwachsenen " - waren auf ganz neue Weise ..LEISE.
    Nach einer wirklich langen Weile..durfte er wieder aufstehen, sie gingen Hand in Hand im Gang spazieren.
    Dann kamen wir in München an, ihr Vater ging mit ihr am Arm bis zur Tür..um uns nachzuwinken.
    Beim Aussteigen fing das Mädchen an zu weinen, so sehr, so laut, wie an einer Klagemauer.
    Wir gingen in langsamsten Schritten..rückwärts am Bahnsteig..um sie zu sehen, nachdem der Zug langsam weiter fuhr.
    Wir hörten sie weinen, am offenen Fester....herzzerreißend weinen....

    Die Erinnerung an das Mädchen ist uns geblieben, meinem Sohn so sehr, dass er im Erwachsenenalter, wenn er ein Mädchen kennen lernte - manchmal sagte, fragte...glaubst du, dass DAS das Mädchen von damals ist.?!?


    Vielleicht war das seine TSCHIPPSI, die er dann so bis zum vierten Lebensjahr immmer links von sich sitzen hatte??


    Dorlis



    ..da kam eine erstaunliche Resonanz, in dem Forum, in welchem ich die Geschichte vergangenen Oktober schrieb !
    Ein(e) Mituser(in) teilte mit, sie hätte vor zehn Jahren in Hamburg in einem Lokal einen Mann diese Geschichte erzählen hören, ( in dem Fall von seiner kleinen Tochter..!!!).
    Er/ sie beschrieb die gleiche Situation ... und auch das so laute, unendliche Weinen.
    So ist das Leben...

    Im kommenden Monat Juli heiratet mein /unser Sohn, seine " Liebe", sie kommt aus Kiew.
    Nationalitätenzugehörigkeit war ihm wahrlich nie eine " Frage", weder als heranwachsendes Kind - noch jetzt.
    Ich freu mich.

    Dorlis
     

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