1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Erläuterung des Schamanismus (Hilfe gesucht)

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von LittleRedFairy, 31. Juli 2011.

  1. LittleRedFairy

    LittleRedFairy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    3
    Ort:
    Österreich
    Werbung:
    Hallo liebe Leute, bin seit heute neu im Forum!

    Habe zwar schon viel gelesen, bin aber dadurch nur noch verwirrter und brauche daher euren Rat.

    Was mich als 1. besonders interessieren würde, wäre wie man denn jetzt wirklich zu einem Schamanen wird. Blutlinie, auserwählt werden, Ausbildung machen oder einfach weil man daran glaubt?

    2. Können auch "Nicht-Schamanen" schamanistische Erlebnisse haben (und wie äußern sich diese) bzw. Rituale durchführen?

    Für die 3. und vorerst letzte Frage, folgende kurze Vorgeschichte:
    Ich arbeite ehrenamtlich am Wochenende und dort sind fast alle Leuten "Indianervernarrt", also Leute, die sich sehr den indogenen Stämmen verbunden fühlen, fast jedes 2. Wochenende eine Schwitzhütte (Inipi) machen und diesen Sonntag auch ein Unterstützungscamp für die Nordamerikanischen indogenen Stämme durchführen.:thumbup:
    Fast jeder von ihnen hat sich selber seine eigene Trommel gebaut oder hat es noch vor.
    Dabei sagen sie immer, die Trommel würde sich den Schamanen aussuchen und nicht umgekehrt...
    Jetzt hierzu meine Frage: Wie kann sich eine Trommel (die noch gar nicht existiert) sich seinen Schamanen (der ja eigentlich weder von einer Blutlinie abstammt, noch irgendwelche Ausbildung erfahren hat und somit eigentlich ja auch nur ein normaler Mensch und kein Schamane ist) aussuchen?

    Ich hoffe ich bekomme hilfreiche Antworten, da ich das Thema und das ganze drumherum noch nicht so recht verstehe, es aber sehr wohl verstehen möchte. Ich war immer schon ein aufgeschlossener Mensch, aber leider schwirren im Internet zu viele widersprüchliche Websites und Artikel, sodass ich mich jetzt einfach überhaupt nicht mehr auskenne was in dieser Hinsicht richtig oder falsch ist. :confused:

    P.S.: An alle hier im Forum die gerne urteilen und streiten: Ich will nur Friede und Information, keine Beschimpfungs- und Beleidigungswellen! :blume:
     
  2. Terrara

    Terrara Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juni 2011
    Beiträge:
    305
    Ort:
    Ulm
    Hallo LittleRedFairy,

    hier meine Meinung zu deinen Fragen:

    1. Schamane bist du, wenn du schamanische Praktiken nachweislich erfolgreich anwendest und dich andere Leute so benennen. Selbsternennung ist kein Qualitätsmerkmal. Die Möglichkeiten, die Du beschreibst, sind alles Möglichkeiten. Hinzu kommt, meiner Meinung nach, dass ein Schamane eben nicht nur schamanische Techniken (Seelenrückholung, Extraktion, Divination, Psychopompos etc.) beherrscht, sondern ein Meister darin ist.

    2. Jeder ist fähig, im gewissen Maße schamanische Reisen zu tätigen. Das ist eine Technik, die jeder erlernen kann, mal mit mehr, mal mit weniger Übung, ebenso wie das Spielen eines Instruments von Neiung, Übung und Talent abhängt.

    3. Nur weil du dir eine Trommel baust, bist du damit noch lange kein Schamane. Ich finde, mit dem Titel wird viel zu weitläufig umgegangen, am Schlimmsten ist es dabei, sich diesen Titel selbst zu verleihen.
    Dass "die Trommel" sich "den Schamanen" aussucht, ist eine Aussage, die sich im Ursache-Wirkungs-Prinzip verfängt. Was tatsächlich passiert, ist etwas, das ich "Synchronizität" nenne. Es passiert eben, wenn die Dinge rund laufen, dass genau die Trommel, die zu dir passt, auch zu dir "findet", oder du zu ihr.

    Beim Bau meiner Trommel lief das folgendermaßen: ich hatte eine Reise, in der mir gezeigt wurde, wie die Trommel auszusehen hatte, und welches Fell es haben sollte, und dass ich sie mir selbst bauen sollte. Die Reise dazu war sehr eindrücklich, aber ich hatte keinen Plan, wie ich das jemals bewerkstelligen sollte. Ein halbes Jahr später war ich auf einer Veranstaltung, kam mit jemanden ins Gespräch, und diese Person zeigte mir ihre zuletzt selbst gebaute Trommel. Ich war baff. Die hatte genau die Gestalt wie jene Trommel, die ich auf der Reise gesehen hatte. Zufällig war ihr Lebensgefährte ein Trommelbauer, der auch Trommelbaukurse anbietet. Den fragte ich, ob ich genau eine solche Trommel, aber mit jenem Fell bei ihm bauen könnte. Klar, kein Problem, er besorgt mir alles. 3 Monate später war dann das Seminar, und ich kam mit meiner Trommel glücklich nach Hause. Und sie ist wunderbar. Wir sind die besten Freunde.

    Liebe Grüße
    Terrara
     
  3. LittleRedFairy

    LittleRedFairy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    3
    Ort:
    Österreich
    Liebe Terrara!

    Vielen Dank für deine Antwort!

    Was mir aber immer noch nicht ganz klar ist, wozu die Schwitzhütten (Inipis) eigentlich wirklich dienen. Auf manchen Seiten steht, rein zur Entspannung und um dem Körper was gutes zu tun, auf anderen wieder was anderes... Wie soll man sich als Unwissender denn da auskennen?

    Die Leute die ich kenne, machen die Schwitzhütten um darin zu singen, trommeln und zu beten. Vorallem wenn es ihnen seelisch mal nicht so gut geht. Sie meinen die Schwitzhütte und die Spirits würden ihnen helfen. Und wenn einer von ihnen nach der Schwitzhütte irgendeinen Fehler macht, also eine falsche Entscheidung trifft, glauben sie derjenige hätte in der Schwitzhütte etwas falsch gemacht... ??? Mir geht das ganze noch nicht so ganz ein.
    Versteh mich nicht falsch, ich glaube sehr wohl an Übersinnliches und verborgene Kräfte, tat ich immer schon. Auch weil ich schon als Kind pendeln konnte, ohne dass es mir irgendwer beigebracht hatte. Das was ich nur an meinen Bekannten und dem ganzen "Indianerwahn" irgendwie komisch finde, ist dass man von jedem was anderes hört und sie sich es immer so richten wie sie es gerade brauchen. Es muss doch irgendwelche Richtlinien geben an die man sich halten muss oder die vorgeben wie es zu laufen hat. Mein Pendel macht für "JA", ja auch immer die gleiche Bewegung.
    Vorallem finde ich es sehr bedenklich, dass sie sich selber mit ihrer Spirualität so beweihräuchern und alle anderen die einen anderen Glauben haben als minderwertig ansehen. Muss man denn jedem seinen Glauben aufdrängen? Ist man weil man an z.B. Manitu glaubt deshalb besser als andere?
     
  4. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
    Beiträge:
    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
    Solche Leute findest Du in jedem Bereich, das ist kein Identitätsmerkmal für Schamanisierende.

    Wie fühlt sich denn für Dich so eine Schwitzhütte an? Was gibt sie Dir? Frag Dich das mal ganz unabhängig davon, was alle anderen sagen, dann kommst Du vielleicht drauf, was eine Schwitzhütte für Dich sein kann....

    Zu diesen Leuten: wenn Du Dich mit ihnen wohlfühlst, ist alles ok. Aber Dein Text klingt eher nicht so.
    Wenn Du Dich also nicht so wohl mit ihnen fühlst, warum verbringst Du dann Zeit mit ihnen?
    Es gibt noch andere Schamanisierende - und ich kann Dir versichern, die meisten von ihnen sind nicht dogmatisch - im Gegenteil: diejenigen, die ich kennengelernt habe, bestärken die Menschen in ihrem individuellen Weg......
     
  5. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.677
    Ort:
    Berlin
    Schwitzhütten sind nichts Schamanisches, sondern etwas Religiöses. Sie gehören zur Kultur und Religion einiger Nordamerikanischer Stämme und sind zutiefst religiöse Zeremonien, die von extra dafür ausgebildeten Menschen abgehalten werden.
    Das Rumspielen hier bei uns von selbsternannten Pseudos wird dort mit Verachtung gesehen und ist auch zutiefst respektlos.

    Lucia
     
  6. FayInanna

    FayInanna Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2009
    Beiträge:
    806
    Ort:
    Vorarlberg
    Werbung:
    Öhmm, Lucia, da muss ich dir jetzt wiedersprechen...

    Nordamerikanische Natives haben sich die Schwitzhütten bis in die heutige Zeit erhalten, gegeben hat es sie aber in der einen oder anderen Form schon immer und überall auf der Welt.

    Sie sind mal tief religiös, dann aber auch wieder sehr schamanisch, auch heute noch bei den "Stämmen" - es gibt z.B. Visionshütten oder auch Heilungshütten in denen vollgas schamanisch gearbeitet wird.

    Inipi ist Lakota, bei den Crow heißen sie einfach Sweat Lodge.
    Da wo ich war, in Montana in der Crow reservation gibt es auch Schwithütten die "einfach so" zum abhängen gemacht werden, manchmal werden da Kochrezepte unter den Frauen ausgetauscht oder auch nur abgelästert.

    Was die Natives verachten ist, wenn wir hier ihre Zeremonie mit ihren Gesängen, ihren Gebeten und ihren Spirits kopieren.

    Ich mache auch Schwitzhütten, das weißt du, ich verwende keinerlei "indianische Gebete, Gesänge oder Büffel, Manitu Anrufungen" und hatte schon Native Medizinleute in meinen Hütten sitzen. Sie waren weder beleidigt noch fanden sie es respektlos, sie meinten ich soll weitermachen, itschik - es ist gut so.

    Grüaßle,
    Fay
     
  7. Lucia

    Lucia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.677
    Ort:
    Berlin
    Liebe nana,

    wie oft du mir da jetzt noch widersprechen willst, und ich dann wieder schreibe, dass es sich hier im Bezug auf nordamerikanische Natives handelt - wie man auch am Posting der Threaderstellerin erkennen kann, dass die von ihr genannten, sich an diesen orientieren - und dann wiederum auch ich sage, dass es natürlich Schwitzrituale weltweit gegeben hat, und du dann wieder schreibst "ach, so meinst du das", weiß ich echt nicht.
    Und das haben wir hier im Forum schon einige Male durch.
    Wie z. B. hier.

    *schnauf*
    Lucia
     
  8. LittleRedFairy

    LittleRedFairy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    3
    Ort:
    Österreich
    ^^ Tja, will ich mein Ehrenamt weiter ausführen, muss ich mich mit diesen Leuten wohl oder übel auseinander setzen. Und da ich immer schon sehr neugierig anderen Kulturen gegenüber war und bin, wollt ich es verstehen lernen. Du hast aus meinem Text richtig herausgelesen, dass ich mich mit diesen Leuten nicht so wohl fühle wie ich es gern hätte. Leider bin ich dort die Einzige die nicht so "Indianervernarrt" ist, meine "Lieblinge" sind eher die Kelten und Wikinger. Und deshalb werd ich dort als Mitarbeiterin zwar sehr wohl geschätzt, aber sonst eher gemieden. Sie haben gar keine Lust jemanden richtig kennen zu lernen, der einen anderen Glauben hat und das finde ich etwas diskriminierend. Ich dränge ihnen meinen Glauben und meine Spiritualität ja auch nicht auf, oder bin zu einem ausserberuflichen Treffen nur dann bereit wenn sie ein keltisches Ritual mit mir machen müssten. Das ärgert mich halt momentan sehr an dieser Gruppe und überhaupt dieser ganze "neuartige Hype" um indogene Völker. Es gibt leider so viele Quacksalber, die so viel Blödsinn verbreiten. Z.B. dass die indogenen Stämme ja ach so friedlich und naturverbunden sind... Also ich habe noch von keinem indogenen Stamm gehört, der nicht mindestens einmal mit einem anderen Stamm Krieg hatte! Aber trotzdem begegnet man immer nur Leuten die meinen die "Indianer" wären ja ach so lieb, hilflos und beinahe anbetungswürdig. Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen sie, hat mir ja noch keiner was getan ;) aber für mich ist kein Mensch es wert angebetet zu werden. Dafür sind wir noch viel zu primitiv und unwissend.
    Oder z.B. der Blödsinn mit den "indianischen Sternzeichen"... Das ist die Erfindung eines einzelnen Indianers der nur die herkömmlichen Sternzeichen gegen Tiere ausgetauscht hat und nicht eine schon lange bestehende Tradition. Aber selbst wenn man ihnen das schwarz auf weiß vorlegt, würden sie es nicht glauben. Und das find ich hat nichts mehr mit Schamanismus oder indogenem Glauben zu tun. Das ist nur ein Sektenartiges Verlaufen in Lügen von Profitgeilen Menschen. Oder seh ich das komplett falsch?
     
  9. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
    Nö. Bewahr dir deine Skepsis. Es gibt hier nur einen richtigen Indianer und des is da Willy Michl *g*

    ciao, :blume: Delphinium
     
  10. Terrorelf

    Terrorelf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2010
    Beiträge:
    1.025
    Werbung:
    Hi Little Red Fairy!

    Dein Riecher ist da schon richtig, so Leute wie Du beschreibst gibt es halt überall. *g* Du könntest eigentlich auch den Spieß umdrehen: sowohl Kelten als auch Germanen waren, was die Spiritualität anging, auch nicht ohne, Stichwort Druiden (obwohl auch da verdammt viel Mist rumfällt) und Seidr. Zieh Dir mal die Bücher vom Herrn Storl und Herrn Rätsch oder dem Tom Cowan rein, mit denen läßt sich durchaus was erarbeiten, was zwar kein "historisch korrekter" hisiger Schamanismus ist, was aber doch ehrlicher ist, weils an das lokale Land und die lokalen Geister anknüpft. Weil DIE sind auch dran interessiert, daß man mit ihnen und nicht den "Indianergeistern" arbeitet. Und wenn diese Wannabe-Truppe damit ein Problem hat, was solls? Das ist deren Problem und nicht Deines. Klingt halt eher nach "wir sind voll spirituell und exotisch!".

    Gruß,
    Terrorelf

    Die Edüth: Zum Thema Kelten empfiehlt sich "Kessel der Götter" von Jan Fries. Den mag zwar hier nicht jeder *g*, aber der Mann ist Praktiker und macht sein Ding.
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen