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Erinnerungen Teil 1

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von Ritter Omlett, 13. Juni 2006.

  1. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    2.899
    Ort:
    Wien
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    Fein, dass du gerade Beifahrer bist, in meinem schon etwas älterem Fiesta des Baujahres 86 und mit mir gerade durch das Dorf fährst, indem ich sehr viel Zeit in meiner Kindheit verbrachte. Du sagst mir, dass ich erzählen soll, einen Schwank aus meiner Kindheit, was ich mir dabei dachte und welche Lehren du für dich daraus gezogen hast.

    Das Interesse ehrt mich, ich lasse mich nicht 2x bitten, da wir gerade anhalten in diesem Dorf bei einem Haus, kannst du dich ja noch entschließen ob du nun zuhörst, oder doch des Weges ziehst.

    Da du bleibst, zeige ich dir dieses Wohnhaus. Anstelle dieses Wohnhauses, stand vor ca. 30 Jahren ein recht zerfallenes Haus, dass von Bürgern des ehmaligen Jugoslawien bewohnt war. Ich bin gerade inetwa 13 Jahre alt und besuche gerade dort Vladimir. Vladimir war und ist mein Freund, war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt und wir verstanden uns sehr gut. Wir beschlossen einfach zu bleiben und nur Comixhefte zu lesen. Vlado nahm eine Decke und so gingen wir in diesem Haus zu einer Wiese, die angegrenzt war.

    Vlado war Jugoslawe.
    Ich lernte ihm beim Fussballspielen kennen. Es war eher ein einsames Kind, er hatte wenig Freunde, eigentlich hatte er keine, doch, er hatte mich, ja ich nannte mich Freund und wir beschlossen für immer Freunde zu bleiben.

    Die kleine Dorfgemeinde war seinerzeit eben sehr klein und so kannte sich eigentlich fast jeder und jeder wusste vom anderem etwas. Auch von meinem Freund Vlado wussten sie viel. Sie wussten, dass er ein "Tschusch" sei und "Tschuschen" stehlten. Mein grösserer Bruder sagte auch belehrend, du weisst ja, der ist aus Jugoslawien und die stehlen in den Kaufhäusern.

    Eigentlich interssierte mich das nicht, was sie so alle zu sagen hatten, denn Vlado war mein Freund und er war immer mein Freund. Vlado wusste auch immer, dass ich Samstag in das Dorf kam mit meinen Eltern, dass war eben unser 2. Wohnsitz und er sah manchmal aus dem Fenster raus und als er unseren VW-Käfer sah, war er auch schon eine halbe Stunde später bei mir.
    Meistens gingen wir in die Wälder spazieren und dachten uns lauter Abenteuer aus, die wir bestehen mussten.

    Manchmal kam es vor, wenn ich Vlado besuchte, dass Mama Vlado auf mich wartete und oft gab es so leckere Bäckereien, von denen ich heute noch begeistert bin. Manchesmal weinte Mama Vlado. Wenn Mama Vlado weinte, war der Vater von Vlado betrunken. Manchmal gab es Schläge, nur wenn ich da war, ist der Vater Vlado immer friedlich gewesen, ganz friedlich und wenn er dann zu Bett gegangen ist um tief und fest seinen Rausch auszuschlafen, zwinkerte mir Mama Vlado zu, danke, danke dass du geblieben bist.

    Ich konnte mich nie erinnern, dass Vlado unehrlich gewesen ist zu mir, mit 15 machte er Fleischhackerlehre und danach machte er auch einen Stapelführerschein, auf alle Fälle war er eigentlich nie ohne Arbeit, er sagte mir immer, du, ich wurde mich schämen, wäre ich ohne Arbeit.

    Der Schani:

    Schau mal rechts zwei Häuser weiter, siehst du dass zerfallene Haus. Dort sah früher Schani oft raus, er war ein Bauer, hatte einige Kühe. Der Grund warum ich dann soviel Kontakt hatte zu ihm war, weil mich seine Charaktere begeisterte, mich auch mitgerissen hatte, er lachte immer. Ja er war eine Frohnatur. Ich lernte kennen, dass es gar nicht viel bedarf, schon gar nicht materieller Güter um zu lachen. Hatte ich später im Laufe des Lebens mal dunkle Stunden, so dachte ich immer an Schani, der eigentlich immer lachte und eigentlich zerrt diese Freundschaft immer noch, oder ich sag so, ich bin dankbar, dass ich noch immer an dieser Freundschaft zerren kann, sind sie auch nur noch gedanklich.
    Manchmal denke ich, seltsam, dass Menschen erst das Lachen verlerne, weil sie denken dass sei Reife und geben dann viel Geld aus um irgendwann wieder lachen zu können oder um etwas positiv sehen zu können.
    Manchmal steckte er mich mit so einem Lachen an, dass ich Tränen lachen musste, ohne dass es eigentlich einen Grund gab. Mit grossem Stolz half ich ihm auch beim Stallausmisten. Ich kann mich genau erinnern, dass meine Eltern sich wunderten, als ich nach Hause kam, woher der Kuhgestank, ich entgegnete voller Stolz, ich hatte eben sehr wichtige Arbeit zu tun.

    ....... Fortsetzung Teil 2-
     

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