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Erfahrungen als Stiefkind

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Daniela81, 30. Januar 2016.

  1. Daniela81

    Daniela81 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    16
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    Liebe Forumsmitglieder

    Ich weiss nicht wo dies sonst passt, deshalb schreibe ich es hierhin. Sehr gerne würde ich mich mit "Stiefkindern" unterhalten. Ich selbst bin "Stiefmutter" und habe schon mehrer Ratgeber gelesen, würde mich aber gerne mal mit der anderen Seite unterhalten. Fast nirgends kann ich die Eindrücke der Kinder nachlesen. Klar gibt es da Psychologie, das Kind will keinen Mutterersatz, Verlustängste usw. Aber ich möchte wirklich wissen was ein Kind empfindet gegenüber einer Stiefmutter. Vielleicht jetzt im Erwachsenenalter kann mir jemand von seinen Erlebnissen als Kind erzählen?

    Liebe Grüsse
    Daniela
     
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  2. Skorpina

    Skorpina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. August 2011
    Beiträge:
    716
    Ort:
    Rureifel
    Und was genau erhoffst du dir davon? Dieser Erfahrungen sind ja nicht übertragbar. Jede Geschichte ist anders und im Kontext der Zeit ganz anders zu beurteilen.

    „Schreibe“ doch einfach mit deiner Stieftochter deine ´eigene Geschichte´, wenn du sie liebst und annimmst, dann sollte dir die Erfahrungen von anderen egal sein, weil sie dir nichts nützen, so meine Sicht der Dinge.

    Du hast ja schon im Strang „Ich will ständig die Gefühle anderer schützen“ angesprochen, dass du eine Stieftochter hast.

    Und „was das Kind empfindet“, kannst du aus erster Hand von deiner Stieftochter erfahren, wenn du hinhören lernst, frage sie doch einfach, und baue eine tragfähige Beziehung zu ihr auf. Das ist echt und authentisch (Herz öffnen) alles andere ist viel zu kopflastig und distanziert.

    Und wenn man Eindrücke nachlesen kann, sind´s meist die Horror Geschichten, die in Bücher verarbeitet werden, die vielen guten tragfähigen Beziehungen werden selten vermarktet, weil sie so normal sind.

    LG
     
  3. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2012
    Beiträge:
    2.365
    Ort:
    Berlin
    Natürlich möchte ich mich Skorpina anschliessen, jeder Fall ist anders. Doch an den Erzählungen in den Märchen und dem "Stiefkind des Glücks" ist wohl etwas dran.

    Ich bekam etwa im Alter von 7 Jahren einen Stiefvater. Die ganzen Zusammenhänge bekam ich damals gar nicht mit, vieles wurde mit jetzt mit 53 klar, als ich Zeit hatte darüber nachzudenken.

    Sie hatten sich wohl in einer Einkaufspassage kennengelernt, bei einem fingierten Zusammenstoss. Es war Geilheit auf den ersten Blick. Er wollte mir ihr ins Bett. Und sie hatte gerade Keinen. Als ich ihn zum ersten Mal sah hatte ich schon den Eindruck, dass er in mir ein lästiges Anhängsel sah. Dann zog sich das über die Jahre weiter so hin. Ich war immer nichts weiter als ein Störfaktor für ihn.

    Der Stiefvater bekommt das nie aus den Gedanken heraus. Es ist nicht sein leibliches Kind und wird es nie sein. Es ist das Kind von dem "Anderen", dem Nebenbuhler, der vor ihm da war. Und so behandelt er es auch, auch wenn er offiziell noch so sehr behauptet es wie ein Eigenes anzunehmen. Im Nachhinein glaube ich, er und auch meine Mutter wollten mich immer bestrafen für das was mein Vater vermeintlich getan hatte, was aber eigentlich meine Mutter zu verantworten hatte, denn sie hatte ihn betrogen und verlassen.

    Ein Kind aufzuziehen erfordert sehr viel Opferbereitschaft. Schon wenn es das Eigene ist. Doch auch noch ein Fremdes aufzuziehen, das ist dann wohl etwas viel verlangt. Ich denke, es stiess ihm sauer auf, arbeiten zu gehen, harte Arbeit, um mich zu ernähren. Zumal es mir wesentlich besser ging als ihm. Erst recht ihm, als er in meinem Alter war. Da war Nachkriegszeit. Inzwischen hatten wir zu Dritt eine eigene Wohnung bezogen. Ich hatte ein eigenes Zimmer, er nicht. Ich konnte mich schön mit meinen Hobbys befassen, während er schuften musste um Geld für uns Drei zu verdienen. Das passte ihm sicher nicht so richtig.

    Inzwischen kriselte es gewaltig in der Ehe. Meine Mutter war auch so eine undiplomatische und intrigante Kuh, die keine Gemeinheit ausliess, die sie ihm unter die Nase reiben konnte. Dann fühlte sie sich mächtig. Einmal kam mein leiblicher Vater aus dem Ausland vorbei, er war Deutscher, zog aber überall in der Welt herum. Er sah aber bald, dass es nun zu spät war um etwas zu ändern und fuhr wieder ab.

    Jetzt überlegten sie sich ein zweites Kind zu bekommen um die Ehe zu kitten. Dieser Bruder war 9 Jahre jünger als ich. Ihm gegenüber hatte der Stiefvater dann wohl die Vatergefühle, nach denen er sich sehnte. Mein Bruder war nicht so ein "Kuckuckskind" wie ich. Allmählich begann alles aus dem Ruder zu laufen. Der Stiefvater wechselte die Stellungen und soff immer mehr.

    Dann liessen sie sich scheiden. Das Ergebnis: Vier verpfuschte Leben. :giggle:
     
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  4. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2009
    Beiträge:
    12.605
    Ort:
    Hessen
    hallo
    ich bekam mit sieben einen "stiefvater". wobei sich das "stief" recht schnell auflöste. er selbst war erst 21. auch nach 35 jahren bin ich einfach tochter, nichte oder enkelin bzw fühle ich mich so angenommen. es mußte natürlich erst zusammen wachsen, meine oma und opa hatten anfänglich mehr emotionale distanz es zu akzeptieren. wunsch nach anerkennung des leiblichen vater blieb, mir wurde später die kontaktaufnahme auch frei gestellt....aber das vatergefühl, liebe und gefühl vom familienleben bekam ich erstmalig durch mein stiefvater.
    und für mich ist er einfach .... mein papa. er spielte sich nie dominant auf. akzeptierte den kontakt zur leiblichen oma und vater und meine mutter gab es nur im doppelpack ohne wenn und aber.

    für mich war es einfach das größte glück...
    mein ex mann war auch stiefkind...auch er erlebte normales familienleben. vater, bruder..... punkt.
     
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  5. judasishkeriot

    judasishkeriot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2015
    Beiträge:
    3.899
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    Oberbayern
    Ich habe auch eine so genannte "Stieftochter", die war damals 6 Monate alt, die sagt heute noch Papa zu mir. Fast 3 Jahrzehnte her.
     
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  6. Jessey

    Jessey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2009
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    12.605
    Ort:
    Hessen
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    das sage ich auch noch ;) alles andere wäre mir befremdlich. selbst wenn die kinder schon größer wären. ... dann kann man immer noch die betrachtung eines begleiters, freund oder freundin einnehmen. hängt vielleicht vom alter und bisheriger erfahrung des kindes ab. ich finde...der umgang ist entscheident. so empfand ich es.
     
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  7. trollhase

    trollhase Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juli 2014
    Beiträge:
    5.447

    Tut mir echt leid, scheiß Geschichte!

    WeisSt du was es auch gibt?
    Frauen, die zu den zukünftigen stiefinden zuerst scheiß freundlich sind, um bei ihren Vater leichteres spiel zu haben. Und wenn sie dann mit dem verheiratet sind, werden due stiefkinder dann wie der letzte Dreck behandelt.
     
  8. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2012
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    Berlin
    Tja, wie man es nimmt. Eigentlich war es mittelprächtig, insgesamt. Ich wurde nie geschlagen, missbraucht oder musste hungern. Eigentlich eine ganz normale Familie. :)
     
  9. Daniela81

    Daniela81 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
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    16
    Hey, vielen Dank für die Antworten. Ich möchte darauf noch genauer eingehen, auch über meine Beweggründe. Muss nur heute verreisen und da schaff ich das nicht. Aber ich danke euch schon mal herzlich.
     
  10. Heidi Marley

    Heidi Marley Sehr aktives Mitglied

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    12. Januar 2015
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    rede mit deinem Kind

    da erfährst dus
     
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