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Ende des Ramadans

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Schwarze Witwe, 3. November 2005.

  1. Schwarze Witwe

    Schwarze Witwe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2005
    Beiträge:
    778
    Ort:
    darmstadt
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    habe gerade im tv gesehen das der ramadan zu ende ist...
    alles schön und gut ,die sollen machen was sie wollen.
    nur habe ich in dem bericht auch kinder gesehen die dann nachts mittgefeiert haben,weil ja jetzt endlich gegessen und getrunken werden durfte...
    meine frage an alle die das mittmachen ist,wie ist das mit den kindern...
    müssen die das mittmachen?..still kinder dürfen die gestillt werden?

    :schaukel:
     
  2. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Kinder müssen nicht mitmachen. Meistens fangen sie in der Pubertät an mitzufasten. Menstruierende und stillende Frauen fasten nicht.

    Habe gestern, am letzten Fastentag selbst ein Solidaritätsfasten gemacht...

    lg Kalihan
     
  3. Raeubertochter

    Raeubertochter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juni 2005
    Beiträge:
    1.008
    Ort:
    Bad Meinberg
    Kranke auch nicht, Reisende auch nicht:zauberer1

    Schwarze Witwe, findest du es falsch, Kinder mitfeiern zu lassen?

    Liebe Grüße

    Raeubertochter
     
  4. Galahad

    Galahad Guest

    Nun, ich kann mich zwar täuschen, aber soweit ich weiß muß Keiner den Ramadan mitmachen. Es ist ein religiöser Fastenmonat wo die Gläubigen fasten. Wer nicht so mit dem Glauben verbunden ist wird auch nicht fasten.
    Aber wie schon erwähnt, Kranke , Reisende, etc. sind ausgenommen. Selbst wenn sie gläubige Muslime sind.

    Liebe Grüße
    Galahad
     
  5. Raeubertochter

    Raeubertochter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juni 2005
    Beiträge:
    1.008
    Ort:
    Bad Meinberg
    Das Fasten im Ramadan ist aber eine der "fünf Säulen" des islamischen Glaubens... man sollte das schon tun, wenn man ins Paradies kommen will... so wurde es mir erklärt. Trotzdem fasten natürlich nicht alle. :daisy:

    Liebe Grüße

    Raeubertochter
     
  6. Beta

    Beta Mitglied

    Registriert seit:
    16. Oktober 2005
    Beiträge:
    94
    Ort:
    Bayern
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    Hallo schwarze Witwe,

    Wenn ich da auch mal kurz ein Statement dazu abgeben darf:
    Dich hat sicher irritiert, dass die Kinder quasi mitten in der Nacht an solchen Feiern teilnehmen. Das hat dich wohl zu der annahme geführt, dass auch sie gefastet haben. Ich kann sogar fast deine Sorge spüren, dass die armen Würmer am Ende sogar noch zum fasten gezwungen wurden. Zumindest interpretiere ich dein Posting so. Aber keine Sorge, das ist nicht so!!!

    Dazu möchte ich sagen, dass ich zwar selbst nicht Muslim bin, aber sehr viele meiner Freunde in dieser Religion zu Hause sind. Erst vor zwei Tagen hab ich mich mit einem Freund über die Feierlichkeiten zum Ende des Ramadan unterhalten und er hat mir erzählt, dass es in seinem Land (West-Afrika) ganz normal ist, dass die Kinder nachts draußen spielen bis sie so müde sind dass sie sich entweder irgendwo in eine Ecke kauern und schlafen (besonders wenn es was zu verpassen gibt wie bei Festlichkeiten) oder eben nach Hause trotten. Manche Kiddies nehmen dafür sogar ihre Decken mit zum spielen. Vollmondnächte sind besonders beliebt. Da wird bis in die frühen Morgenstunden gespielt, gelacht, getanzt. Das ist vor allem in ländlichen Gegenden noch normal. (In den Städten ist das nicht mehr so. Vermutlich weil da ja auch eine höhere Kriminalität vorherscht.)
    Und weil das so normal ist, nehmen Kinder selbstverständlich an solchen Feierlichkeiten teil.
    Ich würde mir an deiner Stelle nicht den Kopf über diesen Bericht zerbrechen. Die Kinder in südlichen Ländern können sich freier entfalten als in unseren Breitengraden, hab ich den Eindruck.
    Und ich möchte es auch nochmal sagen: Ramadan ist kein MUSS! Es ist ein SOLL für den gläubigen Moslem, damit er sich durch den Verzicht wieder auf die göttliche Gnade einstimmt die im sonst das ganze Jahr durch Essen und Trinken zuteil wird. (Nur zur Info: beim Ramadan ist Essen UND Trinken während des Tages nicht gestattet.)
    Wenn ich hier mit meiner Interpretation falsch lieg, lasse ich mich gern belehren!)

    Liebe Grüße,
    Beta
     
  7. Raeubertochter

    Raeubertochter Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Juni 2005
    Beiträge:
    1.008
    Ort:
    Bad Meinberg
    Hallo Beta,

    genau so kenn ich es aus einer westafrikanischen Stadt: Kinder werden nicht ins Bett geschickt, damit "die Eltern unter sich sein können"... man traut ihnen viel mehr zu... und vertraut darauf, dass sie sich melden, wenn sie Hilfe brauchen... meist melden sie sich aber nicht bei den Eltern, sondern bei den älteren Geschwistern... das erspart den Eltern, sich mit jeder Kleinigkeit zu beschäftigen, verhindert aber auch das Klammern-Kontrollieren, das hierzulande üblich ist... wo Eltern alles über ihre Kinder wissen... Dass ein Kind seine Decke rumschleppt, das kenne ich allerdings nicht aus Afrika, sondern höchstens aus Europa.

    Was das Fasten betrifft... Was ist schon Pflicht? Was ist Muss? Das ist sehr abhängig von der jeweiligen Koran-Interpretation und eben von der Gesellschaft, in der man lebt - eher strenggläubig oder eher relaxed... der Islam in Westafrika ist generell eher relaxed. In der Stadt, von der ich schreibe, verdienen die Restaurants, wo man drinnen essen kann, im Ramadan sehr gut: Niemand will essend auf der Straße gesehen werden, aber durchgezogen wird das mit dem Fasten eben auch nciht von jedem.

    Annemarie Schimmel, Professorin für Islamwissenschaft, schreibt in "Die Religion des Islam" (S.32ff): "Für den Gläubigen gelten fünf Pflichen, die "Säulen" des Islam, von denen die erste, das Glaubensbekenntnis, eigentlich die Basis für die anderen ist. ... Neben dem Glaubensbekenntnis sind die Säulen des Islam: das Pflichtgebet, das Almosengeben, das Fasten im Monat Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka. ... Das Fasten dürfte heute die am stengsten eingehaltene Glaubenspflicht sein, obgleich es vielleicht die schwerste ist. Während des ganzen Ramadan, des 9. Monats des islamischen Mondjahres von 354 Tagen, darf von Morgengrauen, wenn man einen schwarzen von einem weißen Faden unterscheiden kann, bis Sonnenuntergang nicht gegessen, getrunken, geraucht, kein Wohlgeruch genossen, kein Geschlechtsverkehr gepflegt werden. Die Absicht, das Fasten zu halten, muß jeden Morgen vor Sonnenaufgang neu formuliert werden. Reisende, Greise, Schwangere, Säugende und Kranke brauchen das Fasten nicht zu halten, doch haben sie es nachzuholen oder eine entsprechende Sühne (z.B. Speisung von Armen) zu leisten. Manche Modernisten, wie Präsident Bourghiba, haben verusucht, industrielle und sonstige Arbeit als "Heiligen Krieg gegen Hunger und Armut" zu erklären und damit der arbeitenden Bevölkerung Erleichterung zu verschaffen, da man im Kriege kein Fasten zu halten braucht. Da der Ramadan durch alle Jahreszeiten wandert, ist die Anstrengung im Sommer besonders groß, wenn in orientalischer Hitze kein Tropfen Wasser gestattest ist. Das gleiche gilt für die in nördlichen Ländern lebenden Muslime, für die die langen Sommertage ein besonderes Problem darstellen; ein Ausweg ist, als Zeit des Fastenbrechens den Snnenuntergang des nächsten muslimischen Landes (in Deutschland also der Türkei) als Ende des Tages zu akzeptieren. Nach dem Fastenbrechen bei Sonnenuntergang pflegt man gern ein aus 33 rak'ah bestehendes Gebet (tarawih) zu verrichten; vor Morgengrauen wird in der Regel noch eine Mahlzeit verzehrt. In der Türkei halten heutzutage viele, die kein Gebet verrichten, doch das Fasten, oder bemühen sich wenigstens, einige Tage zu fasten, besonders an dem der lailat al-qadr vorausgehenden Tag, einer der letzten fünf ungeraden Nächte, meist am 27. Ramadan - in dieser Nacht soll der Koran erstmals offenbart worden sein (Sure 97). In dieser Nacht, so glaubt man, ist die Welt mit göttlichem licht erfüllt. Das Fest des Fastenbrechens beim Erscheinen des Neumonds ist das vom Volk am sehnsüchtigsten erwartete Fest, an dem alles geschmückt wird und man sich beschenkt."

    Irgendwie finde ich gerade meinen Koran nicht, sonst würde ich da auch nochmal reingucken...

    Liebe Grüße

    Raeubertochter
     
  8. Schwarze Witwe

    Schwarze Witwe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2005
    Beiträge:
    778
    Ort:
    darmstadt
    nee,ich dachte halt nur die haben auch gefastet und deshalb mittgefeiert..
    ich kenn mich da halt nicht so aus,und hatte mich auch nicht dafür interesiert,daher meine unwissende frage.

    @beta...genau so hatte ich es gesehen,danke für die info

    :schaukel:
     
  9. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Wie kommt es eigentlich, daß wenn man die Essenszeiten einfach vom Tag auf die Nacht verlegt, das dann als Fasten bezeichnet, ist das nicht Augenwischerei? War das in der Vergangenheit vielleicht irgendwann mal ein tatsächliches Fasten?

    Liebe Grüße Inti
     
  10. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
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    4.608
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    Nähe Stuttgart
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    Einen Tag ohne essen und ohne trinken verbringen verlangt eine gewisse Selbstdisziplin (haha, mein Lieblingsthema). Wenn man sich überlegt, dass der Islam im arabischen Raum, in Wüstengegenden,seinen Ursprung hat, wird das noch deutlicher. Es ist ein Zurückstellen der weltlichen Bedürfnisse für eine gewisse Zeit, der/die religiös Fastende wird innerlicher, verbringt mehr Zeit in Versenkung. Abends wird das Essen und Trinken viel bewusster wahrgenommen und wirklich genossen. Dazu meist in Gesellschaft, was die Sozialgemeinschaften stärkt. Mit Heilfasten hat das gar nichts zu tun.
     
    Raeubertochter gefällt das.
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