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eine wiedergeburt der smw in griechenland?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von gerald, 12. September 2015.

  1. gerald

    gerald Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
    878
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    seltsame parallelen zwischen varoufakis und erhard: sie wurden als unvoreingenommene wissenschaftler(1) von ihren regierungsschefs(2) ins ministerialamt(3) berufen und kamen hemdsärmelig(4) mit wahrheiten(5) daher, deretwegen sie aus den eigenen reihen gemobbt(6) ihr amt verloren(7…), allerdings erhard sein lebenswerk, die sozialen marktwirtschaft (smw), noch als minister umsetzen konnte (und erst als kanzler sein gefolge verlor, als die verbände mit iwf-empfehlungen immer mehr einfluss gewannen).

    da drängt sich die frage nach den inhaltlichen parallelen auf, ob varoufakis auch ein
    wirtschaftswunder hätte schaffen können – und wie? bemerkenswert ist die parallele der harten zurückhaltung in sachen schuldenmachen (als grundlage seriösen wirtschaftens) und noch weiteres im interview
    http://www.welt.de/politik/ausland/article145595148/Mit-Dr-Schaeuble-habe-ich-mich-nie-gelangweilt.html, einfach erstaunlich (für uns zeitzeugen erhards). die frage nun:

    was hätte ein erhard varoufakis
    mit auf den weg geben können, der seinerseits von roosevelt lernte (der eine weltwirtschaftskrise mit progressiven steuen in wenigen wochen heilte), was noch weiter zurück bis gilgamesh referenzierbar ist, das im epos (von uruk) als erstes wirtschafstwunder dokumentiert ist (und für alle zeiten klar macht, wann der kaiser sein recht verloren hatte): nachdem er sein land unter pauschalen lasten (steuern) fast zu grunde richtete, befreite er (nach einer kontemplativen phase) die selbstentfaltungskräfte mit progressiv verteilten lasten und seine gesellschaft blühte in ungeahnter größe auf...

    wie könnte man all dieses historische wissen (ich möchte es kollektives wissen nennen) heute auf griechenland (im vergleich auch wieder deutschland oder beliebig andere länder, vielleicht tunesien) adaptieren? ok, wenn die frage schon mal klar gestellt ist, ist antworten rhetorik: wir müssten nicht nur die fiskalischen paradigmen der staatsfinanzierung sondern auch ihr intransparent gewordenes erhebungsverfahren thematisieren, explizit: transparent für alle weg von den pauschalen und zurück zu den progressiven lasten – gerade
    das gegenteil der iwf-paradigmen:
     
  2. gerald

    gerald Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
    Beiträge:
    878
    hallo griechen: einer aktuellen neuauflage der smw drei dinge voraus:

    einerseits
    ist die progressive ekst (einkommens-steuer) seit einführung der pauschalen mwst (mehrwert-steuer) nicht mehr signifikant (für die finanzierung des staates), sondern an die zweite stelle gerückt (ja, soweit ist es gekommen). niemand kann diese (bei uns in einem halben jahrhundert, bei euch in einem halben jahrzehnt vollzogene) destruktion so einfach rückgängig machen – aber: ab morgen früh könnte diese pauschale mwst progressiv sein (ust-gesetzt, umsatzsteuer-gesetz, politiker entscheiden jeden tag irgendwas und manchmal über nacht – und konditionieren damit unsere gesellschaftliche entfaltung – in allen varianten). eine kleine reform mit großen auswirkungen, aber wie:

    das zweite gleich zum technischen verfahren: per dekret geht demokratisch nichts mehr, wenn das vertrauen verspielt ist. da verpufft jede order der finanzverwaltung. obwohl jeder natürlicherweise will, dass sein staat sein auskommen hat – aber keiner will dabei übers ohr gehauen werden. das misstrauen gegenüber dem staat ist groß, weil der griechische staatsbürger seit der diktatur noch kein vertrauen in seine finanzbehörde entwickeln konnte (und in notwehr am staat vorbei wirtschaftet). wir drehen das verfahren deshalb um:

    wer mitmacht, hat einen vorteil. und so wird mitmachen eine freiwillige sache, die jedem spass machen kann (und wenigstens der es braucht, dann nutzen wird), immerhin:

    alle griechischen bürger werden für das aktive mitmachen
    eingeladen, was am freiesten/ reibungslosesten/ einfachsten mit steuervorteilen für jeden ab stichtag (dann ohne zwang im spiel) geschieht. dies schafft vertrauen in die redlichkeit. die deutschen haben ein mysteriös blindes (oder devotes?) vertrauen in ihre teils unbekannten steuertabellen und seltsamen erhebungsverfahren und keine transparenz, wer damit am anderen ende subventionierter nutznießer wird. scheint auch egal zu sein, wenn sonst jeder sein auskommen hat, kein schönes rezept (mal davon abgesehen, dass man den gesellschaftlich organisierten menschen als wohlwollend und damit undarwinistisch beschreiben kann): wenn es dann allen besser geht, stellt sich vertrauen ein. andersrum funktioniert es nicht mehr:

    in griechenland will jeder mit seinem integralen vorteil als eingeladenes mitglied dieser dafür transparent gemachten staatsfinanzen-solidarität (als ein fühlbares wir alle!) werden, ein funktionales teil des ganzen, ein jeder dezentraler garant der ganzen gesellschaft (ich bin leider kein schriftsteller aber ihr versteht was ich meine?)! das wird ein sehr dynamisches verfahren, das allen mitmachende freude bereiten wird (wenn die akteure in der gemeinschaft ihren persönlichen vorteil täglich bewusst erleben dürfen, sogar und gerade der geringste im land). wie gesagt, wir müssen die zu implementierenden merkmale nur deutlich machen, um sie transparent in ein gesellschaftliches konzept aufnehmen zu können. hier sind es ja nur
    banale steuervorteile, die am ende jeder versteht – wenn sie aktiv nutzen kann. notfalls helfen die gut unterrichteten schulkinder auch oma und opa.

    ein drittes nehmen wir unserer allgemeinen erfahrung verdankend gleich mit und schließen diese simple trilogie: es darf keine treppchen in der progressionskurve geben, was erfahrungsgemäß eine gesellschaft in ebenen schichtet und kein freies durchfloaten dieser (dann feudalen kastenbildung) erlaubt. in einer sozial schwachen familie (gerade von dort) muss jeder ausbrechen können oder in der sozial starken ohne nachteile auch mal oder dauernd zurücktreten dürfen. in keiner gesellschaft gibt es nur dauerleistungsträger (eines dann normierbaren, angelsächsisch gleicher statt gleichrechtlich unterschiedlicher, subtiler unterscheid), denn eine gesellschaft lebt von bunter vielfalt ihrer mitwirker - und von deren rekonvaleszensen. damit wird auch diese perversion der angst vor lohnerhohungen befreit, dass über eine stufe gehoben netto weniger in der kasse sein könnte (und keiner auf seiner stufe stereotyp verharrt).

    diese stufen sind allenfalls historisches rudiment unsensibler steuertabellen aus der zeit der logarithmentafeln (hallo wolfgang, auch tipp für d), als eine moderne adaption. oder sagen wir besser, einer klugen adaption, denn software oder apps meine ich auch nicht, die dezimalgenau den steuersatz ermitteln könnten (der für andere sogar unwichtig ist). ich spreche von der geometrie hinter dem mathematisch abstrakten automatismus, wie man eine (progressive) kurve als resultierende zwei( pauschal)er achsen dynamisch stabil erzeugen kann (und die kurve schmiegt sich wie eine hängematte dazwischen und federt sogar stöße ab). diesen effekt (der räumlichen geometrie) brauchen wir, hier, weil wir auch zwei schultern haben, auf denen das erfolgreiche funktionieren lasten muss.

    nun das
    dynamisch stabile resultat dieser simplen trilogie
    (transparent auf gewerblicher hier und privater seite, nächster beitrag):

    die eine schulter sind die gewerbetreibenden, klar, die ja das inkasso für diese ust (im volksmund mwst) haben. sie bekommen alle, also jeder(!) gewerbetreibende, eine vorsteurpauschale von 1000€/mnt für diesen mehraufwand (vom staat) geschenkt, um korrekt buch zu führen und auch wirklich jedem kunden einen beleg auszustellen (und bei kleinen beträgen vielleicht mwst-märkchen auszugeben), so dass kein steuer-euro verloren gehen kann. - resultierend wollen wir natürlich die kleingewerbetreibenden mit dem vorsteuergeschenk ermuntern, wieder aktiv zu werden und eifrige helfer vom derweil verwahrlosten arbeitsmarkt zu holen (inzwischen über 230.000 klein- und regionalgewerbetreibende in griechenland plus ihrer helfer, wäre schon der anfang morgen früh, siehe parallelthread inhttp://www.phorum.gr/viewtopic.php?f=44&t=311827und google übersetzt). diese 1000€ vorsteuerpauschale werden zu einer legislativ verwaltbaren stellgröße. drei resultierende beispiele:

    durch dieses vorsteuergeschenk werden dezentrale kleinbetriebe legalisiert, die gar keine steuern bezahlen könnten und sonsten nur eine insolvenz verschleppen würden (was auch startups schwere hürden nimmt, die nach geltendem bilanzrecht schon mit dem ersten umsatzeuro pleite sind, noch mal 230-tausend morgen früh und gleich entsprechend mehr helfer?!?). wir hätten in wenigen tagen vollbeschäftigung (in griechenland als vorbild für alle anderen länder)! erstes beispiel:

    die gewerbetreibenden agieren mit dieser vorsteuerpauschale bei einem mwst-satz von 25% bis zum monatsumsatz von 4000€ steuerfrei, weil abzüglich der vorsteuer
    0% mwst verbleiben (statt25%), explizit: bruttoumsatz=250€/tag, denn über die ladenkasse sind es mal 20 werktage 5000€, da ja 1/4 mwst aufgeschlagen wird. oder so formuliert: sie bekommen ihre steuerschuld von 1000€ durch die vorsteuerpauschale von 1000€ glattgestellt und werden damit kostenneutral in diese neue steuerkultur eingeführt, eingeladen, teilzuhaben, was sie wieder willkommen heißt. etablierte unternehmer kennen und schätzen das spiel mit der (vorsicht beamtendeutsch) vorsteuerabzugsberechtigung schon: es ist nur eine buchung mehr in der buchhaltung (und nimmt dem staat das teure verwalten ab, eine synthese im interesse aller).

    die beherzte variante befreit diese kleinen wegen geringfügigkeit von einer steuernummerpflicht (wie das alte martktgesetze schon im mittelalter konnten, die in meiner heimatstadt für den münstermarkt noch heute gelten und denen sogar standrechte vor den gewerblichen einräumt – was von ttip-promotern schon angemahnt wird, also auch bei uns nur auf eine gelegenheit des kulturellen eingriffes wartet). es betrifft kleinstunternehmer und neugründer, die noch keine normalen einkommen erwirtschaften können.


    können oder wollen sie wachsen, brauchen sie natürlich eine steurnummer (wie auch für gutschriften über die verechenbarkeit hinaus, was sie zu vollkaufleuten macht…). wir sehen, dass einfachste mechanismen komplexeste fragen und antworten gestalten können – mit frei nutzbaren steuervorteilen (ohne doktrinierte maßnahmen). erreichen sie mehr umsatz, setzt die progression ein, zweites beispiel:

    bei 8000€ umsatz schlagen unternehmer (auch das inkasso von 25% hier) 2000€ auf, bekommen aber auch(!) diese 1000€ vorsteuerpauschale – und haben damit einen resultierenden(!) steuersatz des ust-aufschlages von (brutto10.000/netto9.000=1,1111, verkaufen inklusive dem mehrwert mit) 11,11%mwst (statt 25%).

    ein gut situierter mittelständler (drittes beispiel) mit einer steuerschuld von 100.000€ darf natürlich auch diese vorsteuerpauschale in abzug bringen (gleiches hier als pauschales recht erzeugt nicht pauschale lasten – wie pauschale lasten ungleiches recht erzeugen). er zahlt resultierend 99.000€ steuern an das ust-finamt, also de facto für seinen umsatz von 400.000€ inklusive ust von 500.000€ minus 99.000 den resultierenden steuersatzaufschlag von (=500k/401k=1,2469%)
    24,69%mwst (statt 25%).

    wir sehen, die progression funktioniert
    automatisch ohne stufen weil ohne komplizierte steuertabellen (und damit ohne kostenträchtige finanzverwaltung – bei sehr schlankem staat) auf beliebig individuelle dezimalstellen genau – und hilft auch saisonbetrieben über schwache runden. zur besonderen förderung (statt noch teurer verwalteter subventionen) kann die vorsteuerpauschale auch variieren (zum beispiel in der vermittlung des fremdenverkehres, für olivenbauern oder fischereibetriebe oder was auch immer – mit votum des griechischen wählers oder aus staatsraison geschieht, wie schulbildung usw). es hilft teure konjunkturprogramme ersparen (samt teurer verwaltung derer).
     
  3. gerald

    gerald Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. April 2010
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    878
    nun ist die andere schulter die des kunden, der welchem (wieder freiwillig nutzenden) geschenk verdankend seine belege einfordern und sammeln sollte:

    jeder(!) gemeldete grieche (was gleichzeitig das meldewesen aktualisiert) bekommt für seine grundsicherung eine vorsteuerpauschale von 200€/mnt geschenkt (ggf mehr bei pflege- oder medikamentenbedarf sozusagen auf rezept). dieser betrag entspricht 1000€/mnt einkauf bei 25% aufgeschlagenen ust/mwst und er damit seine durch mwst verlorene kaufkraft cent für cent zurückgewinnt (oder man devot der troika sogar 33%mwst abfedern könnte, was bei 200€ vorsteuerpauschale noch 800€ kaufkraft entspräche). nur seines vorteils wegen und keinem zwang folgend wird der bürger seine belege sammeln und gegen erstattung der mwst vom bürgerbüro monatlich einmal in bares eintauschen (oder von konzertiert eingebundenen banken, präsenzpflicht, aufs konto erhalten). ist so leicht wie rabattmärkchen sammeln und einlösen (und nimmt dem staat die verwaltungsarbeit ab, bei auch schlankem sozialstaat – weil der staat jene not nicht mehr ermitteln muss, derem entstehen er vorbeugen kann…).

    resultierend ist eine sich frei entfaltende marktwirtschaft: jeder wird der vorteile wegen mit schnell wachsender begeisterung mitspielen, weil dieses verfahren in einer progressionskurve belohnt (hier der mwst, zur ekst gleich). wofür jeder seinen aktiven einsatz beherzt liefern kann. man stelle sich vor, die troika verlangt tatsächlich 33% (wie schon angedacht) aber keiner merkt es wirklich. das ist soziale marktwirtschaft (smw). – komplizierter ist sie nicht (wird aber heute bis ins kanzleramt missverstanden und mit sozialstaat verwechselt, absicht?).

    wir wissen aus der erfahrung (solch gesellschaftbreiter mit-machen-szenarien), dass es am monatsende wieder mit dem bib klappt und sehr bald überschüsse liefert (das wirtschaftswunder) und kulturelle aufgaben ambitioniert oder man wirkliche probleme unserer zeit angehen kann oder kontinuierlich schulden abträgt – oder, die (spitzen-)steuern gesenkt werden könnten (ohne dass die troika einwände haben darf, solange wir keine(!) gemeinschaftliche finanzverwaltung in der eu haben). der euro rollt und das land erholt sich zügig (mit einer aufgehenden sonne am ende des tunnels).
    allerdings macht eine senkung der steuern die progressionskurve flacher, so die hebung der vorsteuerpauschale in den meisten fällen die bessere wahl ist (auch mit blick auf die einfust, das gleiche gesetzt). wir haben das bei der ekst erlebt, die nach senkungen keine investitionsanreize mehr bot – und investoren als regress wegen diesem markteingriff subventionen (und regionales entgegenkommen föderal verarmter strukturen) verlangten. die legislaturen bedienen mit einfachen mitteln sehr sehr große hebel.

    das sinngleiche vorsteuer-steuerspiel empfiehlt sich dann gleich mit der zweit-signifikanten ekst und dem inklusiv-geschenk (an die verbände) nur einer pauschal geltenden quellensteuer (und dafür auch belege sammeln, keine schwarzarbeit mehr), deren vorsteuerpauschale (für ausschließlich gemeldete griechen) jegliches verwaltungsverfahren in sachen soziales erspart (das in deutschland seit schröder aufgebläht übrigens jeden bundesbürger dreimal mehr kostet als bei den betroffenen unten herauskommt, nicht empfehlenswert weil zu verwaltungsintensiv). das resultat automatisch resultierender progression ist ein sehr effektiver und sich frei entfaltender markt, der immer freiwillig von jedem mitwirkenden automatisch jeden steuer-euro (bei inländern abzuglich der vorsteuer) bekommt. das synonyme pendant für effektiv könnte dann wieder seriöses wirtschaften werden.
     
  4. Colombi

    Colombi Sehr aktives Mitglied

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    SMW ist also Soziale Marktwirtschaft.

    Die Abkürzung kannte ich noch nicht.

    Muss einem einer erst mal sagen.

    Und was ist mit der USMW - der Un-Sozialen Marktwirtschaft?
     
    gerald und Shimon1938 gefällt das.
  5. gerald

    gerald Aktives Mitglied

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    hi, hat mich auch gewundert, ein wunder, wie eine gängige abkürzung in öffentliche vergessenheit geraten konnte und aus lehrplänen verschwand. es gab dann bald eine mutation in nsmw (neosoziale mw) mit verschleierungstaktik der alten smw (mit deinem schwarzen humor gesagt: ja, insofern gab es tatsächlich diese usmw): diese un-soziale variante verniedlichte die adenauer-erhardsche smw als laune einer nachkriegs- wiederaufbauwirtschaft, die abhängig von diesem und jenem nie weiter adaptierbar wäre. diese neo-smw entpuppte sich ihrerseits schnell als keine modernere alternative sondern fake der neoliberalen (meinungsindustrie, bertelsmann-stiftung, mc kinsey &co, teils steuerbefreite vereine…) mit den entsprechenden iwf-empfehlungen der pauschalen lastenverteilung, privatisierung gesellschaftlicher dienstleister und bekennen der sozialen und kulturellen „sparsamkeit“, das in der westdeutschen öffentlichkeit allgemein als unseriös angesehen wurde (und der fdp die wähler nahm). sie haben inzwischen keinen web-auftritt mehr (www.nsmw.de/ is under construction und existiert nur noch als domain / von wegen, das internet vergäße nix!?...), also totschweigen die aktuelle devise scheint. - - und wir uns den scherz erlauben könnten, diese domain zu kaufen? lol, und ne echte nsmw kreieren?

    ich denke, wir brauchen keine neue smw, aber neuen durchblick, wann es eine usmw wird:


    progressive versus pauschale lasten -

    zwischen diesen parametern befindet sich das ständige optimierungsspiel aller verantwortlichen über alle völker dieser welt. was anderes haben wir (volkswirtschaftlicher werkzeuge entsprechend) nicht, um freie entfaltungsräume für die teilnehmer zu
    konditionieren (wohlstand für alle durch filigran dezentrale entfaltung aller) oder mit den dabei geweckten möglichkeiten/begehrlichkeiten in der qualität von nötigungen zu pervertieren (wohlstand immer weniger zugunsten neuer eliten und intransparenter bis leider auch mafiöser kartelle) – und ein nachjustiertes optimum zwischen diesen parametern in legislativem votum entlasten (wenn demokratie sind).

    denn letzteres näher der korrumpierten gesellschaft agiert, wenn zugunsten national gepuschter marken (nicht immer nur große namen wie coca-cola oder damler-benz) auch allgemein in der eigenen wirtschaft sogar präkere not infolge mieser löhne im eigenen land hinzunehmen bereit ist (in d seit schröder) oder dem eigenen volk zumutet (wie aktuell in griechenland). es scheint historisch egal zu sein, weil ein zu weit gegangener staat (
    wie schon uruk unter gilgamesh, das erste dokumentierte wirtschaftswunder) auch wieder zurückrudern kann – und warum geschieht es aktuell in griechenland noch nicht? auf was warten die?


    griechenland quält sich und knebelt sich sogar mit der erhöhung pauschaler lasten (pauschale mwst jetzt auf 25%) während noch roosevelt den mechanismus der progressiven lastenverteilung beherzt nutzte (mit progressiven spitzensteurn bis 70%), um eine weltwirtschaftskrise in wenigen wochen vergessen zu machen. was damals zur gründung des iwf führte: so was darf nie mehr passieren! was darf nie mehr passieren? krise oder progressive spitzensteuern?

    merkel weiß es offenbar auch nicht, die in ihrer gut moderierten ddr gefangen war, als freie euroländer die progressive besteuerung in ihrem staatswesen verankerten und bei uns adenauer den parteilosen ökonom erhard zum wirtschaftsminister machte – und weiter keine experimente duldete (was leider bis merkel total verwahrlost in einen beispiellosen aktionismus voller experimente mutiert). viele euroländer waren in dieser zeit in ihrer diktatur gefangen und haben nie begreifen dürfen(!),

    was eine freie markt- als sich selbst entfaltungswirtschaft ist.

    sie macht nicht nur in der krise allen freude (das zerbombte deutschland war so schnell aufgebaut wie man bauen konnte). sie ist auch eine schöne staatsform (die meiner generation noch eine hoffnungsvoll aufbruchstarke kindheit bescherte, die wir so nicht an unsere kinder und noch weniger an unsere enkel weitergeben konnten, die heute alle erstmal arbeitslos sind – aber das schlimmste: auch an der selbstfaltung gehindert werden).

    dies war zunächst eine hoffnungsvolle nachkriegsgeschichte von überwindung alter erbfeindschaft im unbedingten(!) friedenswille nach innen und aussen bis zur einigung europas samt aller zerfallenen diktaturen und kaum erreicht - schon wieder akademische paradigmen mit ideologisch legitimierter konfliktbereitschaft, auch wieder von d ausgehend (und wir uns wieder schämen). - das wir deutsche eigentlich 1957 schon überwunden hatten und dem akademischen darwin (mit seiner doktrin des recht des stärkeren) samt seinem cousin (der eugenik als recht der herrschervölker) das millenium verweigerten (weil die geradewegs in hitlers rassegesetze führten). und erst in der merkel-ära 2007 das 150-jährige mit wieder wehenden fahnen begehen sollten, imperiale merkmale als fremdbestimmung über andere völker ideologisch zu rechtfertigen. die welt wieder neu zu verwalten? schon wieder? – weiß merkel eigentlich, was sie tut oder wenigstens in welchem fahrwasser sie schwimmt? die frage muss erlaubt sein.

    merkel verlangt im scheinheiligen „nicht-ohne diesen iwf“ von anderen, was sie deutschen nie (oder noch nicht?) zumuten könnte, undenkbar: ein pauschales viertel vom umsatz für mwst aufzuschlagen und dafür auch sonntagsarbeit leisten und die sicherheiten gesellschaftlichen vermögens gleich in der krise zu verwerten, akademisch privatisieren genannt (wie damals die ddr abwickeln), um nur mal drei der skandalösen forderungen auf der einnahmenseite aufzuführen, daneben auch sparen in sachen kultur, kultus und soziales listet. unglaublich, weil unserös, aber wahr. sollen wir ernsthaft glauben, dass sie weiß, was sie tut – und schon wieder anderen mehr als deutschen zumutet? sind wir kein vorbild mehr, sondern wieder besserwisser geworden?

    die frage, ist merkel nun besonders schlau, die hintergründe einer perfiden nötigung zu verheimlichen oder zu dumm zu verstehen, wie kritiklos sie den verbänden dient? ich glaube wirklich letzteres, weil einfach alles viel zu aktionistisch und nichts vorausschauend macht (und die presse wieder das eine mit dem anderen zuschütten kann). auch ein rezept?

    sie befolgt die empfehlungen der verbände reibungslos (und hat damit der fdp die wähler genommen, die bessere neo-liberale wenn nicht nur naiv ist) und kann dann gleich den krisenmanager der nebenwirkungen spielen, wie praktisch. ist dies moderne kanzlerschaft? – im zeitalter verwahrloster paradigmen, wie brandaktuell das scheinheilige einladen billiger arbeitskräfte aus krisengebieten (eine iwf-empfehlung!) und jetzt die infrastrukturen dafür nachaktionieren kann, nein muss, denn wir haben selbst wohnungsnot usw (und dafür dann nachfinanzierend auch wieder nur pauschale steuern erhöhen wird machen muss, oder was und wie eigentlich?).

    sorry, ich sehe nur noch aktionismus und keinen (votierten) plan, der letztendlich ganz europa einschließlich deutschland destabilisieren wird, in elendige fahrlässigkeiten mutiert, seriös betrachtet, mal auf die argumente erwidert, diese mal ernst genommen: müssen wir ein demographisches problem bedauern, dann brauchen wir (
    wieder!) eine familien- und bildungsfreundliche politik und keine billigen arbeitskräfte aus krisengebieten (die dann bei uns wenn integriert auch weniger kinder kriegen). aber jetzt haben wir erstmal andere probleme, diesen familien in der not zu helfen, die sie rief. wie gesagt, das eine deckt das andere zu – und manchmal heilt es das erste. schaumermal, da sind alle gespannt, ob es nach einem halben jahrhundert wieder familienfreundliche wohnungen, kitas und gute schulen in deutschland geben wird – und dann auch wieder fachkräfte, logisch.


    das eigentliche wunder, wie evolution im wandel der qualitäten sukzessive revolutioniert – und wir vielleicht doch noch ein weltoffen neues zeitalter (aquarios?) bekommen?! erst griechen, jetzt deutsche – es einfach wieder anders machen? am ende wieder europa beseelt?

    schon dritte-welt-völker sind mit solchen iwf-forderungen (anfangs nur spar-empfehlungen der verbände) destabilisiert worden (und konnten scheinheilig föderal verwaltet und via almosen verwertet werden). forderungen für welche gegenleistung eigentlich? banal die antwort wie immer: für
    bonität. die drohung inklusive: wir entziehen deine dispositionsfähigkeit und dein finanzsystem bricht zusammen, wenn du nicht tust, was wir dir sagen (wie gerade in griechenland). alternativrezepte werden vom iwf nicht angeboten (wie auch, ist ja nur als leitwährungswache um schuldenparität bemüht). aha- die müssen wir selbst finden, wenn wir keine globale destruktion wollen. ja, das ist unsere inzwischen euro-weite pflicht, um auch wieder anderen zu zeigen, wie diese welt friedlich funktionieren kann.

    interessanter ist deshalb das zeugnis darüber abzulegen, wie unsere altkanzler von adenauer bis kohl die forderungen des iwf zum einen auf dem level von empfehlungen (der verbände) behandeln und dann homöopathisch dosierten oder vornehm zurückweisen konnten (weil wir wähler ganzen parteien mit deren parolen das fürchten lehrten). wir (festlandeuropäer) hatten insofern nie gemeinsame werte sondern subtile unterschiede mit dem republikanisch angelsächsischen recht (schönen gruß von hier an frau merkel) aber freundschafliches auskommen mit denen (weil stets auf augenhöhe). das qualitativ erste einknicken attestieren wir allerdings ihrem vorgänger schröder (deutschlands haushalt war nach der wende marode, obwohl oder weil kohl aus der rentenkasse disponierte – die man einfach nur wieder hätte glattstellen können, seriös betrachtet, gab es immer alternativen).

    schon schröder hatte mit iwf-empfehlungen (getarnt harz4-reform) die identität seiner partei zur disposition gestellt, seine politische basis vergewaltigt, was unter merkel schon zum parteiübergreifenden fraktionszwang geworden ist: sozial- und christdemokraten kennen sich nicht wieder und schon grüne und linke flöten den nächsten akt der selbstentfremdung (wie in griechenland wird mit stimmen der opposition regiert, während die koalition zerbricht): wir bräuchten eine euroweite finanzverwaltung? auch das noch? und eine woche später ist diese peinlichkeit wieder im neuen aktionismus vergessen? keineswegs, es wird bei nächster gelegenheit wieder auf der themenordnung stehen, garantiert (die verbände bleiben wach und werden weiter alle parteien unterwandern - seid ihre fdp in deutschland verloren haben).

    heute konkurrieren alle parlamentarier in destruktiver abhängigkeit und propagieren als abhilfe soziale und föderale transferleistungen und diese scheinheilig (dorthin bugsiert) zentral verwalten zu können. wie in kolonialen zeiten und noch früher im mittelalter, nichts gelernt. undenkbar für alle altkanzler der brd und präsidenten der anderen großen euroländer dieser zeit, so etwas zu erwägen. aber wie konnten die autonom in ihren entscheidungen bleiben? banal die antwort wie oben: mit
    bonität. die einzig mögliche abwehr gegen fremde übernahme (auch in politischen systemen!).

    deutschland war zum ausgeglichenen haushalt verdammt – wie heute griechenland. man muss es ja nur wissen. der rest ist ein historisch gut referenziertes kinderspiel – und nachjustieren lässt sich in jeder legislatur, für eine dann(!) wachsende industrie in griechenland, die dann auch mit massengütern versorgen kann. also erstmal auf start zurück, damit es nur eine richtung gibt und flucht nach vorne dieses heillose verwirrspiel beenden kann (und wieder alle im land der hoffnung schöpfen wohin auch wieder investoren gerne kommen): konkret im ersten beitrag, ganz einfach, oder?
     
  6. gerald

    gerald Aktives Mitglied

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    sorry, konkret ab zweiten beitrag oben.
     
  7. gerald

    gerald Aktives Mitglied

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    jetz haben wir in amerika wieder einen "sozialistischen" präsidentschaftskandidat mit rasant wachsender zustimmung einer wählerschaft, den sich sogar obama als nachfolger wünscht. scheint alles relativ zu sein, was da als sozialismus gilt:
    will wie roosevelt die spitzensteuern erhöhen, ergo, die progressionskurve steigern. ja, so lässt man krisen hinter sich, wie auch deutsche wissen.

    warum dürfen das griechen nicht?
     
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