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Eine Geschichte über Veränderung

Dieses Thema im Forum "Aufgeschrieben" wurde erstellt von aleksander57, 29. Mai 2012.

  1. aleksander57

    aleksander57 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. Mai 2012
    Beiträge:
    3
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    Eine Geschichte über Veränderung

    Draußen zwitscherten die Vögel und die Sonne schien in das Zimmer des kleinen Niko, welcher heute seinen 8. Geburtstag feierte. Der Bub räkelte sich in seinem Bett und rief nach seinem Papa. Dieser betrat das Zimmer und setzte sich zu seinem Sohn ans Bett. „Papa! Ich bin jetzt schon 8! 7 zu sein war doch viel besser, weil jetzt alles anders ist!“ Der Vater küsste seinen Sohn auf die Wange, wünschte ihm alles Gute zum Geburtstag und sagte sanft: „Aber Niko, du wirst jedes Jahr älter.“ Niko verzog das Gesicht und meinte: „Vorher war es anders, da hab‘ ich es lieber gehabt!“ Der Vater meinte: „Alles verändert sich, mein Sohn“. Dann ging er in die Küche, richtete das Frühstück und aß mit Niko zusammen eine große Schokotorte.
    Am Nachmittag entschlossen sich die beiden, Eislaufen zu gehen. Das hatten die beiden schon lange nicht mehr gemacht. Beim Anziehen der Eislaufschuhe meinte Niko empört: „Papa, das drückt! Die Schuhe sind mir zu klein.“ Der Vater seufzte: „Auch die Größe deiner Füße verändert sich, mein Kind.“ „Veränderungen mag ich gar nicht“, entgegnete der Bub, „warum können Dinge, die passen nicht auch passend bleiben? Das wäre viel schöner.“ Der Vater seufzte abermals: „Was einmal ist, ist nicht für immer, nichts hält ewig, mein lieber Sohn.“
    Eine Woche später erwachte Niko früher als sonst und auch an diesem Tag zwitscherten die Vögel und die Sonne schien in sein Zimmer. Er rief nach seinem Vater, doch dieser antwortete nicht und kam auch nicht zu ihm ans Bett. So beschloss der Bub, nachzusehen und ging durch das ganze Haus. Nirgendwo fand er seinen Papa, nicht in der Küche, nicht im Schlafzimmer, nicht im Bad, nicht im Wohnzimmer, nicht einmal draußen im Gartenhäuschen, wo er so gerne arbeitete, war er zu finden. Niko bekam Angst und legte sich wieder in sein Bett, um auf seinen Papa zu warten. Da öffnete sich die Tür und seine Tante Irmgard betrat den Raum. „Hallo Niko“, sprach sie. Sie setzte sich an Nikos Bett. „Hör mir zu“, sprach sie, „du musst jetzt tapfer sein. Es wird sich viel in deinem Leben verändern.“ Niko erhob sich und starrte seine Tante unglaubwürdig an. „Ich mag aber nicht, dass sich was verändert!“, sagte er und verschränkte die Arme. Der Tante schossen Tränen in die Augen. Nachdem sie sich kurz gefasst hatte, sprach sie weiter: „Dein Papa ist tot.“ Niko hielt den Atem an. „Du ziehst zu mir, hörst du, ich hab dich lieb. Wir schaffen das schon, wir beide.“ Niko begann zu weinen, doch so richtig begreifen konnte er noch nicht, was er soeben erfahren hatte. „Dein Papa hat dich sehr lieb gehabt. Er hat mir einen Brief für dich mit gegeben, du sollst ihn lesen, wenn dir danach ist.“ Niko nahm das Kuvert, versteckte sich unter seiner Decke und wollte einfach nur allein sein. Er weinte stundenlang bis er einschlief, und als er wieder aufwachte schien keine Sonne mehr in sein Zimmer und keine Vögel zwitscherten mehr. Da fiel ihm der Brief wieder ein. Er öffnete ihn und begann zu lesen: „Mein lieber Sohn, es tut mir leid, dass ich nicht länger bei dir bleiben konnte. Die Ärzte haben mir gesagt ich muss sterben, und so habe ich jede Minute mit dir genossen. Die Zeit vergeht und bringt Veränderungen mit sich. Ich weiß, dass du Veränderungen nicht magst, aber sie sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Sei offen für Neues, damit du glücklich wirst, mein lieber Sohn. Denn Veränderungen bedeuten oft auch Gutes. So hoffe ich, dass du mich nie vergisst und es schaffst, mit der Zeit und den Veränderungen deinen Weg zu gehen. Ich habe dich lieb. Dein Papa“
    Niko presste den Brief fest an sich und weinte bitterlich. Und obwohl sich alles in seinem Leben auf einen Schlag verändert hatte, fühlte er sich stark genug um den Veränderungen ins Auge zu blicken, denn er schwor sich immer nach den letzten Worten seines Papas zu leben, damit dieser vom Himmel auf ihn hinabsehen und stolz auf seinen Sohn sein konnte.
     
  2. Bigenes

    Bigenes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2005
    Beiträge:
    2.938
    Ort:
    Hamburg
    Am Karfreitag starb meine Patentante
    und ich stellte mir auch vor, dass sie nun auf alles herabblicken würde,
    aber diese Vorstellung verblasst immer mehr.

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