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Eine geisterhafte Erscheinung und andere mysteriöse Vorkommnisse

Dieses Thema im Forum "Jenseitskontakte und Erscheinungen" wurde erstellt von GladiHator, 1. Januar 2013.

  1. GladiHator

    GladiHator Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Dezember 2012
    Beiträge:
    849
    Ort:
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    Provence, Südfrankreich, Anfang des zweiten Jahrtausends.
    In einer eisigen Silvesternacht anno 2004/5, fuhren wir von der Party bei einem Freund nach hause. Der Weg führt an einigen Weinfeldern und an einem meist ausgetrockneten Bachlauf entland. Die Straße war glatt und als es auf eine Kreuzung zuging, in der die Straße eine Kurve machte, fuhren die Räder einfach geradeaus weiter. Der Wagen rutschte sanft in den Graben des Bachbettes, und landete auf der Seite.
    Seltsam war allerdings nicht, dass nichts weiter passiert war, sondern dass ich der festen Überzeugung gewesen war, uns wäre in der Kurve ein geisterhafter Reiter entgegen gekommen. Es war eine sehr große, weiß schimmernde Erscheinung auf einem ebensolchen Pferd.
    "Habt ihr das eben auch gesehen?", fragte ich in die Runde. "Nein, was denn?", war die zweitstimmige Gegenfrage, ich schwieg iritiert, denn ein Reiter mitten in der Nacht erschien mir plötzlich auch zu seltsam. Keiner hatte irgendetwas gesehen. Keiner, bis auf meinen kleinen Sohn (damals knapp 4 Jahre alt) in seiner Sitzschale, er schien aus einem leichten Schlaf zu erwachen und fragte verwirrt, wo denn der weiße Reiter geblieben wäre.

    Wir hatten also beide einen Reiter gesehen, wo keiner war.
    Das war aber noch nicht alles, denn nun erinnerte ich mich, dass ich etwa sieben Jahre zuvor von genau dieser Stelle geträumt hatte.
    In meinem Traum ging ich den Weg in die entgegen gesetzte Richtung, also hin zu dem Freund, der die Party gegeben hatte. Ich blieb an der besagten Kreuzung stehen, sie ist der Mittelpunkt zwischen drei Weinfeldern, und am Rand steht eine alte Eiche. Auch in meinem Traum stand dort ein alter, knorriger Baum, allerdings stand er dem jetzigen gegenüber, dort wo heute ein Straßenschild steht. Er hatte die Blätter verloren, und dort, wo eigentlich ein fruchtbarer Acker mit Weinstöcken sein sollte, war vertrockneter Wüstenboden, aus dem nur einige wenige schwarze Reste der Stöcke heraus ragten. Über dem Feld hingen schwere, drohendschwarze Wolken, von denen eine furchtbar beklemmende Atmosphäre ausging.
    Ich wusste, dass dieses Feld verflucht war, und dass mich etwas daran hindern wollte, weiter zu gehen. Die Beklemmung wurde zur Angst, dann zur Panik, die mich aus dem Traum hochschrecken ließ.
    Zwei Jahre danach zogen wir ins angrenzende Dorf, ich hatte den Traum längst vergessen... bis eben zu jener Silvesternacht.

    Nun bin ich wirklich kein ängstlicher Mensch und habe auch kein Problem mit scheinbaren Geistern, doch ließ mich die Sache nicht in Ruhe und die Erinnerung an den Traum tat ihr Übriges. Ich versuchte also, bei den Anwohnern etwas heraus zu finden, aber es war erfolglos, niemand wusste etwas über die Gegend.
    So ließ ich die Sache erstmal auf sich beruhen.

    Wieder vergingen Jahre und die Geschichte geriet in Vergessenheit, bis mir eine Zeichnung in die Hände fiel, die ich als Jugendlicher einmal angefertigt hatte. Als ich das Bild betrachtete, sah ich darin meinen Alptraum aufleben, denn nicht nur der Baum und das Feld, auch die bedrohliche Stimmung war darin eingefangen. An dem Baum, aus dessen Stamm Blut heraus quoll, lehnte eine blutige Lanze und daneben standen die Worte "An den Wurzeln der Weltenesche Yggdrasil".
    Ich erinnere mich noch, dass ich das Bild damals malte, weil ein innerer Drang mich dazu trieb.

    Wieder hatte ich dieses seltsame Gefühl, dass ein Fluch auf dieser Gegend lag, oder dass sich dort etwas Schlimmes ereignet hatte, und ich konnte es nicht erklären.
    Wieder vergingen die Jahre bis wir das Jahr 2012 schrieben... und meine Mutter mir von einem Alptraum erzählte, den sie hatte, als sie uns einmal einen Besuch abgestattet hat. Damals residierte sie in dem Campingplatz zwischen dem Feld und dem Ort.
    In ihrem Traum tobte dort auf diesem Feld eine blutigen Schlacht, bei welcher sie, mein kleiner Sohn und ich beteiligt gewesen seien. Zu dem Zeitpunkt ihrer Erzählung wusste sie nichts von dem Geister-Reiter und meinem Traum, so erzählte ich ihr davon. Sie war sehr bestürzt und fragte sich nun auch, was es mit dieser Gegend auf sich hatte. Da sie seit langem Rückführungen praktiziert, war sie sich nun sicher, dass wir irgendeine Verbindung zu dieser Gegend hätten.
    Nur zwei Wochen später hatte mein Jüngster einen Alptraum, der ebenfalls diese Felder betraf. Ihm träumte, dass er an einer Feuerstelle vorbei gekommen sei und aus dem nahegelegenen Wald sei eine schwarzgekleidete Frau mit schwarzem Haar gerannt gekommen. Sie wäre sehr wütend gewesen, hätte geschrien und geflucht und auf uns geschossen.

    Wenig später hatte er einen weiteren Traum von dieser Gegend, in dem es um eine Schlacht ging, die hier ausgefochten wurde. Er befand sich in unserem Haus und musste einem Kanonier beim Laden der Kanone helfen. Eine Fehlzündung brachte dem Kanonier den Tod, weshalb der Feldherr auf ihn wütend wurde und ihn ausschimpfte. Dann aber gelang ihm der nächste Schuss, doch die Gegner drangen schon ein. Er beschrieb sich und seine Leute als Ritter und die Gegner trugen Gladiatorenhelme.
    (Ich muss hier vielleicht erwähnen, dass er einige Wochen zuvor durch eine zufällige Meditation eines seiner früheren Leben aus der Merovingerzeit heraufbeschoren hatte, und seitdem viele merkwürdige Träume aus vergangenen Zeiten hatte. Es hatte sich heraus gestellt, dass er möglicherweise einmal als Childebert II gelebt hatte.)
    So begann ich von Neuem mit meinen Recherchen und sammelte alle Information, die in Frage kommen könnte.
    Mein Gefühl und der Link zu den nordischen Mythen verschlug mich zunächst in die Zeit der Kelten, die schon viele Jahrhunderte vor Christus die Provence besiedelt hatten. Doch fand ich aus dieser Zeit keine klaren Überlieferungen, wann wo eine Schlacht getobt hätte.

    Auch die Römer haben hier ihr Unwesen getrieben, und einheimische Stämme bekämpft und unterworfen, was sicherlich auch die ein oder andere Schlacht zur Folge hatte. Besonders zu erwähnen wären hier die Salluvier. Leider auch hier kaum nähere Ortsangaben.

    In den Jahren 550-580 wurde die Provence von den Merowingern erobert.

    Im Jahr 973 nach Chr. bekämpfte Graf Wilhem der Provence die Sarazener, welche überall in der Gegend die Festungen besetzt hatten.
    Auch die rigorose und sehr blutige Verfolgung und Ausrottung der Katharer käme theoretisch in Frage, doch lag hier der Schwerpunkt deutlich westlicher.
    Dennoch fände sich hier eine Verbindung zur Lanze, denn den Albigenserkreuzzug beendete König Ludwig IX, der im Jahre 1241 dem lateinischen Kaiser die Heilige Lanze des Longinus abkaufte.
    Auch später noch schickte er ein Heer in die Provence, um das Land dem aragonesischen Zugriff zu entziehen.

    Irgendwann in dieser Zeit wurde die nahegelegene Festung errichtet: Le Castellas de Forcalqueiret.
    Das besagte Feld liegt exakt auf der uralten Route zwischen dieser Festung und einem ebenso alten Nachbarsort. Der Burgherr Hubert de Vins, welcher das Castellas im 15ten Jahrhundert bewohnte, war ein berüchtiger und sehr blutrünstiger Mensch
    Er hatte das Sagen über die katholischen Ligurer, und erwarb sich seinen schrecklichen Ruf, indem er hunderte von Dorfbewohnern im Zuge der Religionskriege massakrierte, die das Land am Ende des 16ten Jahrhundert mit Blut bedeckten.
    Auch Karl der 5te hat sich vergeblich darin versucht, die wehrhafte Festung Huberts zu erstürmen.

    Der oben erwähnte Nachbarsort wurde im Jahr 1707 aus mir unbekannten Gründen verwüstet, und nur wenige Jahre später starb fast die gesamte Bevölkerung an der Pest.

    Ich hatte also einige Meilensteine zur Auswahl und wusste nicht viel mehr, als vorher.
    Der Schreckliche Hubert wäre naheliegend, doch auch der Link zur Lanze ließ mich nicht locker, und so stöberte ich erst einmal in diese Richtung weiter.
    Ich fand heraus, dass es gleich zwei Verbindungen zur Heiligen Lanze gab.
    Einmal die oben erwähnte und dann eine, welche um einige Ecken und Kanten geht. Die Suche führte mich über den Ort, in dem wir wohnen, Sainte Anastasie, der im 13ten Jahrhundert zur Abtei Saint Victor gehörte, deren Namensgeber, der heilige Victor von Marseille, angeblich ein Märtyrer der Thebäischen Legion gewesen sein soll, welche angeblich im Besitz der Heiligen Lanze gewesen sein sollen.
    Verfolgt man die Idee mit der Thebäischen Legion, könnte sich folgendes Szenarion ergeben:
    Angenommen, sie war tatsächlich im Besitz der Lanze, so wäre es möglich, dass diese auf dem Weg in die Schweiz, genauer gesagt nach Saint-Maurice gelangt ist, denn dort war Einiges los:
    Aus Wiki: "Zahlreiche römische Legionen waren hier stationiert, von denen die sog. Thebäische Legion besonders bekannt wurde. Mauritius, der Hauptmann einer Abteilung dieser Legion, erlitt dort angeblich mit allen seinen Soldaten gegen Ende des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod. Die Überreste von Mauritius und seinen Gefährten wurden von Bischof Theodor, dem ersten Bischof des Wallis, in ein Heiligtum an der Basis des Felsens beim heutigen Ort Saint-Maurice überführt."

    Mauritius war angeblich im Besitz der Heiligen Lanze. Was also wäre, wenn diese bei den "Überresten" gewesen wäre?
    "Im Jahr 515 beauftragte König Sigismund von Burgund Mönche, hier ein Kloster zu errichten. Dieses Datum gilt als Gründung der Abtei Saint-Maurice, die damit als eine der ältesten Abteien der Schweiz anzusehen ist.
    Von Anfang an war die Abtei ein grosser Anziehungspunkt für Pilger aus Germanien, Gallien und Italien. Die merowingischen und karolingischen Könige zeigten grosses Interesse an diesem Ort, war er doch der Zugang zu den Alpenpässen nach Italien."
    (Dieser König Sigismund hatte eine gute Beziehung zu Kaiser Anastasios, das aber nur nebenbei wegen des Namens...)
    Interessanter ist hier das große Interesse der Merowinger, wenn ich eine Verbindung zu meinem Sohn herstellen wollte.
    Weiter heißt es:
    "So gab es in Saint-Maurice Plünderungen durch die Langobarden im Jahr 574 und durch die Sarazenen Mitte des 10. Jahrhunderts."

    Nun gingen mir gleich eine Menge Fragen durch den Kopf:
    Haben die Langobarden dort etwas gesucht und gefunden?
    War das vielleicht der Grund, warum Childebert II gegen diese in den Krieg zog? Und warum er die Provence eroberte? Hatten die Langobarden hier etwas versteckt?
    Eine Lanze vielleicht? Ist hier die Verbindung zur Weltenesche zu finden?
    Die nächste Gebirgskette trägt den schönen Namen "Massif de Maures".
    Haben die Mauren hier etwa auch etwas gesucht... und gefunden?Ist die Lanze vielleicht auf diesem Weg nach Ägypten gelangt, wo Ludwig sie erworben hat?
    Könnte sich so der Kreis geschlossen haben?

    Ich habe auch versucht, meditativ an Erkenntnisse zu gelangen, habe mich an einem sonnigen Herbsttag auf das Feld gesetzt und eine Rückführungen versucht. Leider fehlte mir an dem Tag die nötige Zeit und Ruhe und es kamen nur wenige kurze Flashs von blutbeschmierten Gesichtern zustande, aber ich werde mir diese Zeit nochmal nehmen, wenn es wieder wärmer und trockener ist.

    Ich hoffe, ich hab euch mit der Geschichte nicht gelangweilt, herzlichen Glückwunsch an die, die es bis hierher geschafft haben, und ich halte euch auf dem Laufenden, wenn Interesse besteht :D
     
  2. weisslicht

    weisslicht Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. November 2012
    Beiträge:
    7
    Hallo,

    es waren schon paar sonnige Tage.. hast du dann nochmal probiert? zu meditieren?
     
  3. GladiHator

    GladiHator Aktives Mitglied

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    849
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    Nein, bisher noch nicht, die Sache war mir zwischenzeitlich auch wieder meinen Gedanken entglitten. Aber das heißt nicht, dass ich mich nicht nochmal dran geben werde, denn ich habe schon noch das Gefühl, dass es mich so schnell nicht los lassen wird.

    Mir ist übrigens letzten eine Äußerung eingefallen, die eine Frau, mit der wir vor Jahren mal zu tun hatte, bezüglich des Ortes logelassen hatte.
    Sie beklagte sich immer darüber, dass sich sämtliche Bekannte und Verwandte mit ihr verstritten hätten, seit sie dort wohne und dass sie meinte, der Ort sei verflucht.
    Sie erzählte auch von Unfällen und Unglücken, die sie damit in Zusammenhang brachte...
    Wenig später hatte sie ihr Haus verkauft und war fortgezogen.

    Ob sie nun etwas ähnliches gespürt hatte, oder was es auch war... kA.
     
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