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eigenes, warmes Blut geschmeckt

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von alexandra 30, 17. November 2007.

  1. alexandra 30

    alexandra 30 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2007
    Beiträge:
    4
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    Hallo!
    Ich bin hier neu im Forum und stelle fest, dass ich hier ebenfalls etwas
    beitragen bzw. fragen kann.
    Dieser Traum ist schon Jahre her. Ich träumte, dass ich auf einem Hochhaus stehe (irgendeine Großstadt) es war dunkel. Ich sprang hinab in die Tiefe (einfach so) ich spürte das Kribbeln in meinem Bauch und dem Wind in meinem Haar. Ich fiel und schlug auf. Ich schlug die Augen auf und spürte, wie mir das warme Blut den Rachen hinunter lief. Ich konnte es sogar schmecken. Dann wachte ich auf. Traumdeutungsbücher konnten mir leider auch nicht helfen.

    Habt Ihr einen Tip?
     
  2. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2007
    Beiträge:
    1.290
    Ort:
    Am Zürichsee
    Guten Tag alexandra,
    ich denke, Dein Traum vermischt Wahrnehmungen mit Deiner gesamten psychischen Befindlichkeit.

    Zwar weist die Dunkelheit auf eine eher traurige Gemütslage, in der Du Dir allerdings trotzdem der geistigen Höhe bewusst bist, aus der Du auf die gemeine Welt hinunter siehst.

    Dieser bewusste Sprung, auch im Bewusstsein dabei vermutlich zu sterben, was aber nicht ausgedrückt wird, also der Traumhandlung ist nicht zu entnehmen, ob Du Dich am Ende tot fühlst, sogar eher das Gegenteil, da Du belebend das Blut im Gaumen schmeckst, dieser Sprung also ist kein Akt der Verzweiflung, sondern eher der Langeweile und Mutlosigkeit.
    Im Meer der Individuen, welche im Dunkel der Stadt in Anonymität versinken, genau wie Du selbst, scheint Dir egal was Du tust. Warum nicht einen Sprung riskieren?

    Das Erlebnis des Sprunges selbst kann wieder unterstützt sein z.B. durch somatische Gegebenheiten. Wenn das Gleichgewichtssystem die Meldung des Falles sendet, wird höchste Aufmerksamkeit ausgelöst und man nimmt alle Körpermeldungen intensiviert wahr.

    Du musst sozusagen sterben um zu neuem Leben zu erwachen:

    eine Sufi-Weisheit lautet: "Sterbe, bevor Du stirbst" : Gib Deinen Stolz auf, Dein Selbstbwusstsein, lass Dich fallen und sterben, um dann neu geboren zu werden:
    Du schmeckst das Blut im Rachen!
    Das Blut ist Quell der Lebenskraft in der Mythologie, nach der jene Bewusstseinsschichten ihr logisches Denken bilden, welche unsere Träume gestalten.
    Diese Bewusstseinsschichten hatten noch keine Ahnung von EKG und BD Messen, kaum einen Schimmer von Zusammenhang zwischen Atem und Puls, aber sie wussten schon sehr genau umd Stolz, Bescheidenheit und Rangsystem der Gesellschaften.
    Sie wussten auch, dass Blut viel mit Leben zu tun hat und es war für sie auch die Essenz der Individualität, welche Menschen an ihre Kinder weitergeben.

    Sicher hat man einander häufiger life sterben sehen, als man dies heute tut in unseren Kreisen der "zivilisierten" Nationen und sicher hat man auch beobachtet, dass mit dem letzten Atemzug das letzte Lebenszeichen geschehen ist, daher kommt auch der Odem als der eingehauchte Quell des Lebens direkt von Gott, in der Mythologie der Vorfahren.

    Du hast diesen Traum vor Jahren geträumt: Er hat Dich so beeindruckt, dass Du ihn heute noch gegenwärtig hast: Es ist mehr als ein Traum, es ist Dein Lebensgefühl, welches besteht in einer Leere in welche Du in dem Traum zu springen dachtest.
    Es ist diese Leere der wir alle ausgeliefert sind und die wir alle ahnen, wenn wir nicht von täglichem Krimskrams abgelenkt werden.
    Es ist diese Leere, welche bei einer Erleuchtung oder bei einer Verliebung ausgefüllt zu werden scheint, ein Ereignis, welches allerdings nicht anhalten kann, da man ja platzen müsste, und dieser Moment des Einfliessens von Leben ist etwas, das sehr süchtig macht:
    Verliebte macht es süchtig auf einander, die Droge heißt PEA (PhenylEthylAlanin) und wirkt meist um die drei bis vier Jahre, natürlicherweise genug lang, um Kinder zu bekommen, für welche man dann auch gerne zusammen bleibt, um sie zu einem selbständigen Stand zu bringen.
    Dasselbe täuschen aber auch andere Drogen vor und die Sucht entspringt der Tatsache, dass das Aufregendste das Gefühl des Einfüllens ist, welches einige Zeit nach Konsum einer Droge aufhört und verursacht, dass man nachladen will.
    Egal wie belämmert, schwindelig, torkelnd oder immobil man berits geworden ist, wenn man noch kann bewegt man das nächste Glas an die Lippen, raucht den nächsten Zug oder setzt sich die nächste Spritze.
    Wenn man nicht kann schläft man ein und hoffentlich lange genug, das Suchtmittel auszuschaffen (Im Falle der Verliebtheit geht das natürlich nicht, da ist das Erwachen dafür oft von ernüchternder Klarheit über die Illusionen, welche man sich bezüglich des Partners gemacht hatte.)

    Falls ich ihn finde, stelle ich nach dieser Deutung einen Text herein, den ich vor einigen Jahren geschrieben habe, über das Loch in uns.

    Nachdem Du gestorben bist, schmeckst Du das Leben wieder physisch.
    Das Lexikon liefert die kärgliche gewissheit, dass mit dem Leben auch mehr oder weniger offen auch die Kämpfe neu beginnen, denn Leben ist bis in den ewigen Frieden hinein eine Kampfhandlung:
    zur Befriedigung von Bedürfnissen
    zur Sicherung der Zukunft
    zur Verteidigung desse was man hat
    zum Erringen dessen, ws man will
    .....​
    Dein Loch in der Mitte Deines Seins ist Dir bewusst und es ist allgegenwärtig. Du hast bestimmt schon etliche Methoden versucht, es zu füllen, hast Dich schon oft verliebt und schon verschiedene Religionen angesehen, hast mitgetanzt und Dich angestrengt, und dabei gemerkt, wie das Bewusstsein ums Loch verschwindet, aber das Loch selbst nie.

    Damit befassen sich Yogis seit es sie gibt, also weit vor die Zeit, aus welcher man Dokumentationen über Kulturen hat.....
     
  3. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2007
    Beiträge:
    1.290
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    Am Zürichsee
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    Das Loch: Die Entstehung
    Wenn ein Kind, das von seinen Eltern geschlagen oder gar missbraucht wurde und wird, das biblische Gebot liest: "Liebe Deine Eltern" was muss es da von den Geboten halten?
    Es passt dann zu "Liebe Deine Feinde wie dich selbst"
    Wann wurde die Bibel geschrieben? -- wohl ne ganze Weile her.
    Wenn ich höre Jesus liebt Dich muss ich denken, wunderbar und was bringt mir das? Spüre gerade nichts davon.
    Wir entfremden uns in der frühen Kindheit von unserer Verbindung zum universellen Bewusstsein, oder andere sagen Gott, andere sagen Liebe.
    Das müssen wir tun, um eine Individualität zu entwickeln, ein Ichbewusstsein. Aber die Trennung ist nicht bei allen gleich vollständig und nicht bei allen gleich schmerzhaft, jedoch hinterlässt sie eine Art Loch in uns und von dem Tag an, was wir wissen dass wir ICH sind, versuchen wir dieses Loch zu füllen.

    Die individuelle Wirkung:
    Dazu dient zuerst die Mutter, denn von ihrer Liebe leben wir.
    Manche entwickeln innerhalb der Mutterliebe eine Freiheit und bleiben den Rest des Lebens an sie gebunden. Manche vermögen sich aus der Abhängigkeit von den Eltern zu lösen und als Erstes empfinden sie Freiheit, Hurra ich bin endlich ich selber und brauche nicht den Vorschriften zu gehorchen.

    Im Zustand des Freifühlens stellt sich aber sehr bald ein Manko ein, das Loch meldet sich zurück und wir werden Sehnsucht empfinden.
    Im Zustand der Sehnsucht erfüllt sich das Bewusstsein mit der Hauptabsicht, diese Sucht zu befriedigen, die einen finden einen Partner und werden meist bald enttäuscht, die anderen finden Musik oder Ekstasy oder Heroin oder Alkohol und wieder andere wollen das Loch stopfen, indem sie besessen an einem Thema arbeiten, wieder andere finden einen Guru oder Jesus oder betätigen sich sportlich bis zum Umfallen.
    Sobald das fehlt, wirds schrecklich einsam, traurig und unbefriedigend in diesem Leben und man meint ohne Liebe zu sein und meint, der Füller des Lochs wäre das, was wir lieben und rennen dem nach, manche entwickeln auch körperliche Entzugserscheinungen, werden krank oder depressiv.
    Dieses ist ein klassisches Suchtverhalten, je nach Suchtbefriedigungsmittel wirkt es sich verschieden aus, aber es ist in keinem Fall die Liebe in der Grösse, wie wir sie erlebten, bevor wir das Ichhbewusstsein erlangten.

    Die gesellschaftliche Wirkung:
    Darunter leiden wir, fühlen uns unglücklich, was von aller Werbung und von den meisten Religionen, welche Menschen "glücklich machen wollen" ausgenutzt wird.
    Funktioniert bestens und das Loch wird immer mal wieder gestopft, kuzfristig zugepflastert oder auch längerfristig, was immer ein Stückweit die Identität verlieren lässt.
    Dieser unbefriedigende Zustand des dauernden Suchens nach dem was das Loch stopfen könnte kann in die Meditation führen und die Fähigkeit erzeugen, als bleibendes Ich die Verbindung zum universellen Bewusstsein wieder aufzunehmen.
    Meistens bedeutet das, dass wir uns von der Verbindung mit den gewohnten Loch-Füllungs-Mitteln lösen müssen und das macht Angst, sich selbst zu verlieren und ist eine grosse Schwierigkeit. Es erfordert Mut und Zeit und auf der Schwelle zum Erreichen der Verbindung zur Allliebe kehren die allermeisten wieder um und bechäftigen sich wieder mit der Beschaffung der alten Mittel.
    Einige gehen weiter und geraten in die Verbindung mit dem universellen Bewusstsein oder der Alliebe oder Gott oder wie man´s nennen will und stehen da in der Gesellschaft, die das nicht versteht.
    Einige werden Gurus andere wollen beides haben, können sich nicht lösen vom alten Suchtmittel und wollen Geld machen und verlieren die Verbindung wieder, indem sie Betrüger werden, andere lösen sich von der Gesellschaft und werden Schamanen oder Mönche oder Heilige und viele kommen in der neuen Verbindung innerhalb der Ansprüche der Gesellschaft nicht zurecht und landen in der Psychiatrie, wo man mit allen möglichen Medikamenten und Therapien die alten Verhalten wieder einübt und die Menschen von der Verbindung mit der Alliebe "erlöst" und sie rehabilitiert.

    Und die Zukunft?
    Das ist die Situation, wie ich sie erlebe. Dazu kommt, dass wir gegenwärtig eine Veränderung der Erde erleben, wie sie geschichtlich unbekannt ist und wir haben keine Strategien damit umzugehen.
    Tja, was wollen wir nun tun?

    Das war vor vier oder fünf Jahren und geändert hat sich nicht eben viel, ich kann den Text so reinstellen, hätte ihn heute kaum sehr anders formuliert.
     
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