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Durch Gewöhnlichkeit zur Spiritualität?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Rupa, 23. Juli 2005.

  1. Rupa

    Rupa Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2005
    Beiträge:
    42
    Ort:
    Nähe Luxembourg
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    Ich möchte gerne folgende Aussage zur Diskussion stellen:

    Es ist der natürliche Wunsch des menschlichen Verstandes, etwas Besonderes zu werden. Etwas Besonderes in den Augen der Welt; viele Titel zu sammeln, politische Macht zu gewinnen, viel Geld anzuhäufen, Reichtum - etwas Besonderes darzustellen. Der Verstand ist jederzeit bereit, auf irgendeinen Ego-Trip zu gehen. Und wenn man von dieser Welt genug hat, findet das Ego wieder neue Mittel und Wege, sich aufzublasen: es wird spirituell. Man wird ein großer Weiser, ein Mensch, der der Welt entsagt hat und damit ist man wieder etwas Besonderes.

    Solange dieser Wunsch, etwas Besonderes zu sein, noch vorhanden ist, wird man nie etwas Besonderes. Solange man sich nicht ganz gelassen in seiner Gewöhnlichkeit entspannt, kann man sich niemals entspannen. Ein wirklich spiritueller Mensch, ist ein Mensch, der ganz normal ist.

    (aus "Exstase die vergessene Sprache")

    Lieben Gruß, Prem Rupa
     
  2. Flummi

    Flummi Guest

    Jep Rupa,
    ist mein(e) Eindruck/Wissen/Meinung auch!
    Es war ziemlich ernüchternd/hart (für mein Ego) das zu erkennen
    (und trotzdem tappe ich doch immer wieder in diese Falle,
    glaube es gäbe etwas "zu erreichen").
    Aus der Gemeinschaft der "Lichtarbeiter" konnt ich mich verabschieden damals
    - die haben mich nicht mehr verstanden.
    Seitdem widme ich mich wieder dem "gewöhnlichen" Leben ohne Meditation, Übungen um etwas zu erreichen ect. ect. - na ja, meistens jedenfalls....... :D

    Gruss Flummi
     
  3. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    So sehe ich das auch aber deshalb muss man ja nicht gleich aufhören zu meditieren.
     
  4. Flummi

    Flummi Guest


    Hallo Chrisael,

    da hast du mich glaub falsch verstanden?
    Ich lehne Meditation oder ähnliche Praktiken nicht generell ab!
    Ich habe nur irgendwann gemerkt, dass ich sie ausführe um etwas zu erreichen - sprich: mich zu verändern/"zu wachsen", weil ich mich so wie ich war nicht in Ordnung fand und ein "besserer Mensch" :engel: werden wollte.
    Und deshalb hab ich's aufgegeben.
    Ich hab lange nicht begriffen, dass der Weg über's Akzeptieren und nicht über's "wegmeditieren" geht. :escape:
    Wie gesagt, das sind meine Erfahrungen und Motive und ich sprech ja nur für mich.

    LG Flummi
     
  5. Rupa

    Rupa Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2005
    Beiträge:
    42
    Ort:
    Nähe Luxembourg
    Hallochen,

    mir ging es ähnlich und ich sehe das auch bei vielen "Suchenden", es wird meditiert um etwas zu erreichen, es besteht Leistungsdruck (und wehe Du machst keine spirituellen Erfahrungen :ironie: ) und erst das Seemansgarn, das der Eine oder Andere so von sich gibt :). Jaja, das liebe Ego kennt viele Tricks.

    Ich meditiere zwar auch heute noch, aber unter ganz anderen Bedingungen und auf andere Art und Weise.

    Lieben Gruß, Rupa
     
  6. Flummi

    Flummi Guest

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    Hallo Rupa,

    ja, genau das meinte ich: wenn es aus Ego-Motiven heraus geschieht.......
    (kann manchmal so schwer formulieren wie ich's meine)
    Aber findest du nicht auch, der Weg MUSS erst gegangen werden,
    ohne Abkürzung (an die ich so gern geglaubt hab und immer noch manchmal glaub !)?
    Gibt doch bestimmt wenig Leute, bei denen es nicht über Versuch und Irrtum läuft, oder?
    Ich kenn jedenfalls keinen - ausser er wär schon ohne Ego geboren, bzw. ohne die Identifikation damit?!

    Flummi
     
  7. Rupa

    Rupa Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2005
    Beiträge:
    42
    Ort:
    Nähe Luxembourg
    Hi Flummi,

    keine Sorge, der Weg ist sicher steinig und jeder von uns wird immer wieder auf die Nase fallen, bzw. von seinem Ego ausgetrickst werden. Es ist nicht einfach zu akzeptieren, daß man nichts Besonderes ist, sondern genauso gewöhnlich, wie jeder andere auch. Das Streben danach, wird sicher immer wieder durchbrechen. Ich denke jedoch, es ist wichtig, sich das immer wieder bewußt zu machen.

    Lieben Gruß, Rupa
     
  8. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
    Ich persönlich war ja noch nie bei irgendwelchen Tempeln, Gurus oder anderen Gruppierungen. Ihc hab auch kaum Bücher zu diesen Thema gelesen. Dennoch musste auch ich erstmal erkennen das ich aus Egomotiven handle. Diese Erkenntnis ging aber sehr flüssig und ohne das mir Selbstzweifel gekommen wären. Es war wie ein Klick in meinen Kopf von wo an ich wusste das ich etwas falsch mache.

    Leider ist es aber schwer zu beschreiben wie ich es jetzt sehe.
     
  9. Flummi

    Flummi Guest

    Hallo Chrisael,

    oooch, so schnell und einfach ging das bei dir?
    Hast du's gut! Neidischbin !!
    Aber selbst das kann man sich ja nicht aussuchen
    (wie das vonstatten geht, nicht der Neid :) )
    gell?

    LG Flummi
     
  10. Chrisael

    Chrisael Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2005
    Beiträge:
    1.174
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    Nicht das man mich jetzt falsch versteht. Eigentlich bin ich sowieso voller Selbstzweifel aber es sind keine neuen hinzugekommen eigentlich sind es sogar ein paar weniger geworden. Als ich diese Erkenntnis hatte das ich aus reinen Egomotiven handle ist irgendwie ine Last von mir gefallen. Ich glaube ich bin meine Wünsche und meine Hoffnungen losgeworden die sich an mich festgeklettet haben und mich nur behindert haben.

    lg^^
    Chrisael
     
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