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Dschungel und Wildnis, das Wollen!

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von diabolo, 29. April 2005.

  1. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
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    >>Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Thier und Uebermensch, - ein Seil ueber einem Abgrunde

    Bezüglich des Neoliberalismus spricht man gelegentlich auch von einem Dschungel in dem dieses Treiben sich ereignet.
    Im Dschungel hat der Darwinismus seine Berechtigung und deshalb ziehen die dort agierenden auch gerne Darwin zur Rechtfertigung ihrer tierischen Lebensweise heran. Was hat es mit dem Dschungel aber auf sich? Etymologie betreiben hilft einem nicht unbedingt in der Erkenntnis einer Sache weiter die mit einem Worte bezeichnet ist, es kann aber eine gute Selbsterfahrung sein, bzgl. der eigenen Denkstrukturen und durchschaut man ein Wort so ergeben sich wieder ganz neue Assoziationen und Zusammenhänge und man kann besser asugerüstet sich, sein Inneres oder aber auch die Wahrnehmungen bzgl. der Umwelt und Anderer besser beschreiben.

    Wie ist dies mit dem Jungle? So heißt Dschungel auf Englisch und wurde aus dem Wort jangal (sanskrit) = Wildnis
    ins Englische übernommen. Dschungel bedeutet also nichts anderes als Wildnis, wenngleich es heute für subtropischen Buschwald verwendet wird. Den Buschwald können wir aber jetzt vergessen und uns der Wildnis zu wenden. Auch das Wort Dschungel gibt jetzt nichts mehr her woraus wir etwas über uns selbst, unsere Denkstrukturen erfahren könnten.

    Seitdem ich dieses so sehe spüre ich bei dem Wort Wildnis, das Wildnis mit Willen zusammenhängt, vermutlich würde sich dies zumindest bei der gleichen indogermanischen Wurzel aufzeigen lassen. Die Wildnis ist also das wo der Willen das dominierende Motiv darstellt, die Wildnis kennzeichnet sich durch das unmittelbare Umsetzen des Willens in dementsprechende Handlung.

    Für die Wildnis kennzeichnend ist die Wollust, die Willenslust. Etwa die blutrünstige Wollust eines Löwen der seinem Opfer das Rückgrat durchbeißt oder die stürmische Jagd auf ein Weibchen bis dieses vor Kräften erschöpft nachgeben muß. Oder die Jagd verwilderter neoliberaler Investoren die gesunde Firmen anfallen, verletzen, aufkaufen,
    abwickeln, zerstören um so wollüstig in anderen Bezügen ihre allerdings krankhaft gewordene also grenzenlose Gier nach steigendem Profit immer erneut zu befriedigen, die aber, neurotisch geworden, nicht mehr befriedigbar ist, aber etwa umso wollüstiger agiert je mehr Arbeitskräfte freigesetzt werden, was man an der jeweiligen Steigerung der Aktienindices entsprechend der Anzahl der freigesetzten Arbeitskräfte ablesen kann

    Typisch für die Zivilisation der 50er Jahre war das betonte Brechen des Willens, was etwa heißt, daß man die Wildnis aus dem Bewußtsein vertreibt, die Menschen sollen ihren Willen nicht mehr spüren, so daß sie hier orientierungslos werden und so nichts mehr tun können als nützlich zu funktionieren, sich ausbeuten zu lassen um dann mit ein bischen konsum abgespeist zu werden. Gegen diese Verhältnisse motzten dann Ende der 60er jahre einige und von denen sind dann heute einige wenige an der Macht die es nun noch schlimmer treiben als ihre Eltern in den 50er jahren.

    Willen brechen ist wieder sehr modern geworden, wie etwa aus dem hartz IV Gesetz ersichtlich ist, daß keinesfalls der Wille und die persönlichen Wünsche bei Arbeitszwang berücksichtigt werden sollen. Entsprechend betreibt die Super-Nanny willensbrechende Kindererziehung im RTL-Fernsehen.

    Willen ist etwas was aus der Muskulatur und der Emotionalität ins Bewußtsein drängt und nach unmittelbarer Umsetzung drängt,
    nach spontaner Handlung. Der willensgebrochene Mensch kann nur noch festfixierte Musik nach Noten spielen aber ist zu keiner spontanen Improvisation fähig oder er sitzt in der Philharmonie und verhält sich ganz ruhig und still, fast wie eine sitzende Leiche die nur mit dem Intellekt versucht den Musikwendungen zu folgen und es als Verbrechen empfinden würde wenn er etwa mit den Füßen seine muskuläre Erregung ausdrücken könnte.

    Ist so die Wildnis einmal weggedrängt und abgespalten so muß die ja irgendwohin und dazu braucht man dann ein Unbewußtes oder ein Es oder sonst ein Behältnis welches sich frei erfinden liese. Der zivilisierte Bürger baut sich dann eine Burg mit Burgmauer (Charakterpanzer) mit der er sich gegen die Einflüsse der Wildnis abschottet und versucht Wildnis Wildnis sein zu lassen. Schön wärs, er blickt dann etwa auf die minderwertigen naturvölker hinab, wo er seine eigene Wildnis sich gebären sieht, oder er blickt auf Polen und Ukrainer hinab wo er seine sexuellen Willen sich frei agieren sieht, blickt als Wessi sogar verachtend auf ossis hinab wo er seinen Willen zur sozialen Verantwortung und zum Gemeinschaftlichen argwöhnend verurteilt.

    Oder als richtiger atheistischer Bürger der sich in den höchsten Höhen des Bewußtseins selber träumt blickt er verächtlich auf die Religionsbesessenen in denen er doch nur seinen der Wildnis überlassenen religiösen Willen agieren sieht.
    Nimmt man zur Wildnis noch die Finsternis hinzu so hat man das Unbwußte. "Im Dunklen ist gut munkeln!" Dort können sich die Willenregungen dann eingesperrt wie im Gefängnis, im Dunklen bewegen, soweit sie können.

    Eigentlich ist dies ein verwahrloster Zustand. Betrachtet nun der Bürger die "Lebenszeichen" des Unbewußten, die sich aufdrängen, kann er die mit der Bürgerbrille betrachten, dann redet er etwa bei inneren Wahrnehmungen vom Inneren Schweinehund.............oder von der Faulheit als Teil des Es. Im Es im UNbewußten wirkt und webt aber nur ein wollen,
    wenn sich daher das Ich der bürgerlichen Projektion auf sein Unbwußtes entledigt kann das Ich die Inhalte des unbewußten mehr als das was si wahrnehmen was sie aus eigener Willensdynamik wirklich darstellen. Da gibt es weder faulheit noch inneren Schweinehund und andere Beleidigungen der bürgerlichen Mauerbauer. Identifiziert allerdings das Ich die Projektionen seines Über-Ich auf sein Es (Unbewußtes) als richtig dann ist da möglicherweise wieder ein Mensch verloren gegangen, bzgl der Möglichkeiten die eigentlich in ihm angelegt sind. (Projektive Identfikation)
     
  2. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
    Deine Ausführungen erinnern mich an die Ohrenbahrung..

    Ist der Wille selbst nicht schon ein Ausdruck und eine Bestärkung der Unbewußtheit hinlänglich des Bezugs seiner selbst?

    Könnte "einfach zu wissen" nicht Licht in die Angelegenheit bringen? Doch bewirkt auch nicht hier der Wille zu wissen das Gegenteil und bestärkt nur die Kernaussage oder den Kernglauben, daß dies eben nicht der Fall ist?

    liebe Grüße
     
  3. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
    Sach mal,

    kannst Du mir mal kurz erklären was OHRENBAHRUNG ist?

    Ich hab gegoogelt und auch gefunden, aber da ist auf die Schnelle keine Erklärung zu finden!

    Diabolo
     
  4. Blau

    Blau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. August 2004
    Beiträge:
    1.336
    Die Ohrenbahrung ist eine Offenbarung von jemand der sagt, Gott spreche durch ihn. Möglich, daß das stimmt, wenn Du mich fragst.
    Ohrenbahrung im Sinne von "Wer Ohren hat der höre".

    In den umfangreichen Bänden dieser Offenbarung, 8 Stück an der Zahl, wird (unter anderem - es ist ein ziemlich großes Werk) oft auf Worte, deren Ursprung, Zusammenhänge, Gematrie, göttliche Mathematik und dergleichen eingegangen.
     
  5. diabolo

    diabolo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2005
    Beiträge:
    372
    Ja danke Dir,
    hab mal ne Stichprobe gelesen,
    war ganz interessant.

    D.
     
  6. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    4.085
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    Ihr habt doch nicht etwa Ohrenbahrung mit Nasenbohrung verwechselt?
     
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