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dringende frage: aufstellung in meinem fall sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von fragend, 3. Juni 2005.

  1. fragend

    fragend Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2005
    Beiträge:
    3
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    hallo allerseits,

    ich habe zu dem thema auch eine frage und es wäre sehr nett und hilfreich wenn ich bald eine antwort erhalten würde, weil ich mir überlege ob ich diesen sonntag eine aufstellung machen soll und inwieweit das sinnvoll ist.

    und was muß ich bei den aufstellern selbst beachten?
    also vor einem monat war ich als zuschauer dabei und konnte mir schon mal grob ein bild machen. die aufstellerin sagte zur begrüßung, daß sie nicht nach der hellinger methode arbeite, dazu nannte sie ein paar gründe, an die ich mich aber nicht mehr erinner. sie schien schon relativ sympathisch, nur beinahe ein wenig zu enthusiastisch. sie meinte daß sie schon seit 10 jahren aufstellungen mache und da ihr herz dran hänge.

    irgendwie habe ich mal gelesen, daß daß austellen den aufsteller selbst sehr viel energie kosten würde, bei ihr aber schien alles eher locker leicht- trotzdem war sie sehr einfühlsam und hat den stellvertretern auch wirklich sehr gute und sinnvolle sätze zum nachsprechen gegeben- auf jeden fall war am abend (nach den ca 8 stunden) keine erschöpfungserscheinung bei ihr sichtbar, sie schien wie schon zu anfangs sehr gut gelaunt.

    zudem, wurde das problem der leute, die aufstellen ließen vor der gesamten gruppe besprochen. dh, es war wie ein gespräch bei einem therapeuten, nur daß zuschauer da waren. man sprach ungefähr 15-20 minuten über das problem, danach wurde ca 1 1/2 stunden aufgestellt.

    es gab danach eine kurze pause, dann kam der nächste "fall" dran.
    ich habe im moment keine ahnung ob ich hingehen soll, mir fehlen die vergleichsmöglichkeiten und ist es überhaupt sinnvoll mit meinem anliegen da hinzu gehen?

    ich kann es ja mal grob schildern. ich bin 22, hatte einen freund, in den ich aber nicht verliebt war. ich habe mich auch sonst überhaupt noch nie verliebt und männern begegne ich prinzipiell nicht mit sexuellen energien, sondern rein freundschaftlich. ich scheine meine gesamte sexualität irgendwie vergraben zu haben-zu verleugnen- sie kommt einfach nicht an die oberfläche und ich habe nur vermutungen woran das liegen könnte. zum einen an meiner erziehungen, da das thema sex vor der ehe in der familie unterschwellig schon seit jeher irgendwie kritisch betrachtet wurde. zum anderen denke ich, daß ich unbewußt die beziehung meienr eltern kopiere.
    meine eltern lieben sich nicht wirklich und sexuell läuft, seit ich denken kann nichts mehr bei ihnen. sie tauschen auch kaum zärtlichkeiten aus-kein kuß, keine umarmung und sie haben getrennte schlafzimmer. mit diesem bild bin ich groß geworden und habe es vllt zu meiner normalität gemacht. zudem ist meine mutter auch noch sehr philosofisch veranlagt, und strahlt daher eine sehr große a-sexualität aus.
    vllt habe ich das unbewußt von ihr übernommen?!
    zudem habe ich zwangsneurosen in bezug auf meinen vater. ich kann nichts essen was er vorher angefasst hat, wenn er mal ein paar tage zu besuch in meiner wohnung war, muß ich nachher das bad und alle türklinken desinfizieren, ich kann diesen zwang einfach nicht abstellen.
    und ich wurde schonmal total wütend als ich erfahren habe, daß er während meiner abwesenheit nicht im gästezimmer sondern mit seiner matratze in meinem zimmer geschlafen hatte. ich mußte danach das ganze zimmer saugen und konnte zwei tage lang nicht über die stelle, wo ich die matratze vermutet habe, laufen. das ist doch nicht normal.

    also, durch die familenaufstellung hoffe ich dem auf den grund zu gehen und einsichten zu erlangen, wieso ich meine sexualität nicht ausleben kann, wieso ich männer als platonische freunde und nicht als liebhaber sehe,wieso ich mich nicht verlieben kann und wieso ich so zwanghaft auf meinen vater reagiere.

    macht in meinem fall eine aufstellung sinn?
    oder will ich dadurch nur eine abkürzung nehmen? sollte ich diese probleme lieber anderweitig lösen?
    Ist es ratsam, zu oben beschriebener aufstellerin zu gehen?
    über antworten wäre ich wirklich sehr dankbar

    liebe grüße, fragend
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    hallo fragend!

    bin schon etwas spät dran mit meiner antwort... ich sehe die unsicherheit, mit der du vor der frage stehst, ob du selber aufstellen sollst oder nicht. die antwort kannst du nur selbst finden, kein fremder kann dir sagen, was du sollst.

    ich möchte hier nichts zum inhalt deines anliegens sagen - es hat gewicht, für dich das gewicht einer drückenden last. ob eine aufstellung dich unterstützen kann, dich von dieser last zu lösen, dafür gibt es keine garantien. ich habe den eindruck, du bist schon unterwegs ... und das ist schon ein guter grund, um mit zuversicht in eine aufstellung zu gehen.

    ob die von dir beschriebene (beg)leiterin "die richtige" ist? für sie spricht, dass du sie gefunden und schon mal eine beziehung zu ihr hast. du beschreibst mit dem talent einer guten, distanzierten beobachterin ... da mag vielleicht eine hürde zu nehmen sein: deine eigene aufstellung gilt es nicht zu beobachten, die wird dann wirken, wenn du dich ihr öffnest, wenn du die prozesse wirken lässt (die rituellen sätze sind ja nur die "spitzen der eisberge"). dass sie nicht "nach hellinger" aufstellt - so wie du das beschreibst, arbeitet sie nach den ebenfalls bewährten vorgehensweisen der systemischen strukturaufstellungen - hat sekundäre bedeutung. es führt nicht nur ein weg nach rom. wichtig ist dein vertrauen, das kopfkino los- und dich tief einzulassen ... aber das klingt jetzt auch schon nach predigt, sorry.

    die aufstellung wird eine tiefe bewegung in dir auslösen (und das soll sie ja auch). vielleicht hilft dir dabei die vorstellung, dass das schlimme ja schon geschehen ist und dass du die kraft hast, dich in einem kraftvollen prozess deinem leben und deinem lieben zuzuwenden. und was die abkürzung betrifft: wenn ein kurzer weg möglich erscheint, welchen sinn hätte dann ein langer?

    alles gute dafür,

    jake
     
  3. fragend

    fragend Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Januar 2005
    Beiträge:
    3
    hallo jake,
    vielen dank daß du geantwortet hast, ich weiß das wirklich sehr zu schätzen. ja, die entscheidung kann mir niemand abnehmen, ich weiß nur nicht ob ich schon so weit bin so etwas zu machen....vor so vielen menschen. vielleicht sollte ich noch einen monat warten um mich seelisch, moralisch drauf einzustellen. aber andererseits, ist nie DER perfekte zeitpunkt.

    wie bereit muß man eigentlich innerlich sein, damit die aufstellung etwas bringt?
    verdammte entschlußunfreudigkeit.

    liebe grüße...trotz hin und her;)
     
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  4. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

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    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    hi fragend,

    und? wofür hast du dich entschieden?
     
  5. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Graz
    kann man bereiter sein als bereit? ich würde das einfach dem aufsteller überlassen, ob er mit dir arbeitet. wenn er es nicht tun sollte, ist das keine zurückweisung, sondern nur der hinweis, den zeitpunkt reifen zu lassen.

    alles liebe, jake
     
  6. DorisAnita

    DorisAnita Aktives Mitglied

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    Guten Morgen Jake,

    ich klinke mich hier ein, da mich Familienaufstellen interessiert, ich aber einige Fragezeichen in mir habe. Ich hoffe, du kannst mir eines abnehmen.

    Du schreibst: "kann man bereiter sein als bereit"?

    Kann es sein, dass man mehr als bereit ist, und dennoch wäre eine Konfrontation eine Überforderung für das innere Systhem? Ich selbst kenne es von den sogenannten "esoterischen Techniken"- OOB, Channeln, Hellsehen u.s.f- da wird der Wunsch einer Bereitschaft gleichgesetzt, und wenn jetzt im Falle einer Familienaufstellung der Therapeut das nicht zu unterscheiden weiß? Ich kenne Menschen die durch allerlei segensreichen Therapieansätze, dennoch erneut traumatisiert wurden.

    Woran erkennt der Therapeut, dass Bereitschaft und Vermögen im Einklang sind?
     
  7. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Graz
    hi doris anita!

    schön, mal eine andere farbe zu lesen :)
    ich meine, bereit ist bereit. es ist was es ist (frei nach fried). wenn es eine überforderung wäre, ist auch keine bereitschaft da.
    wenn er das nicht einschätzen kann, dann wird auch der rest der aufstellung kaum vom feinsten sein ... vor allem aber: der aufsteller ist nicht der vormund des klienten. ganz wesentlich ist, dass er vom klienten und für ihn nichts will - nicht einmal, ihm zu helfen. der aufstellende beginnt in seiner eigenen verantwortung und geht in begleitung ein paar konstruktive schritte, die ihn tiefer in seine kraft und sein vermögen führen, das eigene zu nehmen und das nicht-eigene zurückzugeben. er gewinnt an vermögen - wenn es von anfang an schon so da wäre, bräuchte er vermutlich die aufstellung nicht. es gibt auch keine garantie, dass er das nimmt, was ihm da begegnet. und es hätte keinen wert, wenn er es nicht in eigener kraft und verantwortung nehmen würde. das kann der aufsteller ihm zumuten und zutrauen.

    die kraft einer aufstellung hat nach meinen beobachtungen mit der kraft des anliegens zu tun ... "bereit sein" heißt für mich vor allem, dieses anliegen möglichst klar präsent zu haben, und das lässt sich gut feststellen bzw. klären, wenn es fraglich ist. da können sich auch hinter scheinbar oberflächlichen neugier-anliegen ("ist der opa nun fremdgegangen oder nicht?") ganz tiefe eigene dinge verbergen - oder aber nicht, und dann wäre eine aufstellung zeitverschwendung.

    ich stimme dir zu, dass eine traumatisierung möglich wäre, wenn der aufsteller wirklich sehr daneben ist. wenn er sich nicht von dem, was sich zeigt, führen lässt, sondern es vielleicht gar nicht wahrnimmt und statt dessen seine eigenen projektionen einbringt. darum immer wieder mein tipp: erst mal als stellvertreter hingehen und reinschnuppern ... zwei, drei aufsteller besuchen, schauen, wohin mich mein gefühl zieht, wo ich vertrauen habe ... erst dann die eigene aufstellung angehen. welche andere therapieform bietet diese intensive möglichkeit des kennenlernens, bevor es mich selbst wirklich im kern trifft?

    alles liebe, jake
     
  8. DorisAnita

    DorisAnita Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Mai 2005
    Beiträge:
    351
    Lieber Jake,

    ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Es ist ein gutes Ziel, wenn ein Aufsteller nichts will, noch nicht einmal das Helfen. Doch ehrlich gesagt, ich kenne nicht allzuviele Menschen, die so weise sind, und dies auch ins Leben tragen können. Kontiunierlich. Dein Tipp, einfach einmal Aufstellungen zu besuchen- ich denke, den werde ich beherzigen, denn nur über mein Fühlen werde ich auf diese abstrakte Frage, letztendlich, meine Antwort finden.

    Nocheinmal meinen Dank. Nach diesem BauchPosting nun, werde ich deine Antwort in mir wirken lassen... und dich auf deiner Homepage besuchen.
     
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  9. Löwin72

    Löwin72 Mitglied

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    Hallo fragend!
    Ich antworte auf deinen Beitrag ohne vorher die anderen Antworten gelesen zu haben.
    Ich gehe regelmäßig zu Familien- und Aspekte-Aufstellungen und möchte dir gerne etwas zu dem sagen, was du geschrieben hast.


    irgendwie habe ich mal gelesen, daß daß austellen den aufsteller selbst sehr viel energie kosten würde, bei ihr aber schien alles eher locker leicht-

    Ich glaube nicht, dass es den Aufsteller wirklich Energie kostet im Sinne von "auslaugen". Im Gegenteil - die Hilfe kommt von oben, von drüben, von unseren Helfern oder wie du es auch nennen willst und das kostet dann keine eigene Energie.

    zudem, wurde das problem der leute, die aufstellen ließen vor der gesamten gruppe besprochen. dh, es war wie ein gespräch bei einem therapeuten, nur daß zuschauer da waren. man sprach ungefähr 15-20 minuten über das problem, danach wurde ca 1 1/2 stunden aufgestellt.

    DAS kenne ich so nicht. 1.finde ich persönlich, dass es die Privatsphäre zu sehr stört, wenn da noch jeder seinen Senf dazugibt und 2. bei uns läuft es so, dass man eher wenig über das Problem erzählt, dann kann sich auch keiner der Stellvertreter mit dem Verstand ein Bild darüber machen und was reininterpretieren und bei der Aufstellung zeigt sich dann trotzdem, dass die Stellvertreter die richtige Schwingung auffangen und oft wie die RICHTIGE Person agieren und reagieren.
    DAS war für mich am Anfang auch der Beweis, dass es kein Schauspiel ist, was da läuft.

    Z.B. habe ich jetzt etwas über dein Problem gelesen, vor allem das mit deinem Vater, und sofort denkt mein Kopf sich aus, woran das wohl liegen kann..
    Wenn ich jetzt deine Stellvertreterin wäre, würde ich diese "Vermutung" sicher mit reinbringen!
    Verstehst du, was ich meine??
    Wenn ich nichts darüber wüßte, müsste ich mich auf das besinnen, was mein Gefühl mir sagt (als Stellvertreterin) , wenn dann dabei rauskommt, was ich jetzt eben vermute, dann kommt es aus der Dynamik und der Schwingung - wie soll ich es nur ausdrücken?? Hoffe, du verstehst es!!!


    Ob du zu dieser Aufstellerin gehen sollst, kann ich dir nicht sagen.
    An Deiner Stelle würde ich mir doch mal anschauen, wie es woanders läuft!!

    Ich drück Dich und wünsch Dir nen schönen Tag!! :kiss4:

    Löwin
     
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  10. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

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    Also ich habs auch so gelernt

    Wobei es in dem Vorgespräch darum geht, heraus zu finden, welche Personen aufgestellt werden - damit dann die Aufstellung von Beginn an ziemlich auf den Punkt gebracht werden kann.

    Und so wirkliche beeinflussung der stellvertreter findet dadurch nicht wirklich statt, weil der Aufstellungsleiter auch immer darauf achtet, dass es eben wirklich nur um das erkennen der Dynamik geht - sprich, woher kommt die Dynamik - und nicht darum, die Lebensgeschichte zu erzählen.

    Es wird durch gezielte Fragen herausgefunden, aus welchem Teilbereich des Systems die stärktste Dynamik kommt - bei welchen Themen der Klient in seine Primärgefühle kommt - und dann werden die Personen vorgegeben, für welche Stellvertreter ausgewählt werden.

    Und wenn ich weiß, dass die Mutter der Klientin schwer krank war, weiß ich ja noch nicht wirklich, was sie hatte - nichts desto trotz treten sehr oft dann Symptome auf, welche total mit dem Krankheitsbild der entsprechenden Person übereinstimmen.

    andererseits gibts auch Aufstellungen, wo dieses Vorgespräch abseits der Gruppe unter 4 Augen stattfindet - entweder vorher in einer Coachingsitzung, wo überhaupt erst auf die Möglichkeit der Aufstellung Bezug genommen wird - oder manchmal auch in der Pause.

    Und es wirken beide Möglichkeiten ähnlich.
     
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