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Dostojewski

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von esperanto, 9. Mai 2005.

  1. esperanto

    esperanto Guest

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    hallo zusammen!



    fjodor m. dostojewski schreibt in seinem buch "die brüder karamasow":

    WENN GOTT NICHT EXISTIERTE, SO WÄRE ALLES ERLAUBT


    wie denkt ihr darüber?


    herzliche grüsse
    esperanto
     
  2. anny

    anny Guest

    Wie wahr, wie wahr. Schließlich gibt es keine "Moralinstanz" mehr, die dem Gewissen Sachen verbietet, die man sonst vielleicht nicht täte.
    Ohne Gott - ohne Glauben - Freiheit in seinem Tun und Denken, Abgründe und Sinnlosigkeit mit eingeschlossen.
    Meine Meinung - kurz und knapp :)
    anny
     
  3. Astroharry

    Astroharry Guest

    Ein wahrer Satz.
    Ich kann nicht sehen, dass eine Ethik ohne Gott definierbar wäre.
    Der Materialismus kennt kein ethisches Gesetz. Sie sind aus ihm nicht ableitbar.
    Möglicherweise könnte man aus der Existenzberechtigung der Ethischen Grundregeln einen Gottesbeweis ableiten.

    Gruß Willibald
     
  4. esperanto

    esperanto Guest

    hi astroharry

    ich denke schon. stell dir die einfache frage: "was ist lebensbejahend"

    oder: "was dient der bejahung des lebens?"

    lg, esperanto
     
  5. Astroharry

    Astroharry Guest

    Der reine Materialismus kennt kein Leben als selbständigen Begriff.
    Leben ist lediglich eine Funktion der Materie. Daher kann eine solche Funktion oder Maschine nicht sich selbst bejahen. Sie funktioniert lediglich.
    Diese starre Haltung läßt soetwas wie Lebensbejahung nicht zu, denn um etwas bejahen, also fördern zu können muss ich ihm eine eigene Existenz zubilligen. Das tut der Materialismus nicht.
    Lebensbejahung bedeutet das Leben zu akzeptieren und dadurch zu fördern, ihm gewissermaßen zuzustimmen.
    Wenn ich einem Menschen zustimme, ihn bejahe, dann weise ich ihm damit auch eine eigene Existenz zu. Das tue ich auch mit dem Leben, wenn ich es bejahe.
    Vom Leben an sich zu sprechen ist ja schon Christlich, denn Leben kann ja nur jeder für sich. Wenn ich das veralgemeinere, dann stelle ich das "Leben" über das Einzelindividuum, das lebt. Ist das aber nicht Christus, der von sich sagt "Ich bin das Leben"
    Und so stelle ich immer wieder fest die Diskussion kommt immer wieder auf Gott zu sprechen, wenn es um Ethik geht, denn man könnte Ethik auch als die Bejahung des Lebens sehen, das über den Einzelnen, der lebt gestellt wird.
    Daraus leiten sich alle sozialen Regeln ab.

    Gruß Willibald
     
  6. esperanto

    esperanto Guest

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    zu sehr rechts und links.

    wenn ich A sage, dann muss ich nicht unbedingt auch B sagen. aber ich kann eingestehen, dass ich mich geirrt habe.

    humanistisch gesehen steht das leben des individuums im mittelpunkt. der mensch schöpft aus sich heraus. trotzdem gibt es keinen gott. gott steht höchstens als symbol für die eigene stärke des individuums.

    lg, esperanto
     
  7. tryyy

    tryyy Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2004
    Beiträge:
    76
    Ort:
    Hessen
    hi

    Obwohl ich dieses Buch vor über 20 Jahren gelesen habe, ist mir dieser Satz und die Szene noch in Erinnerung. Wenn ich mich recht erinnere war es mittlere Bruder Fedja in einem Gespräch mit seinem jüngeren Bruder über den "Machtmenschen" Bonaparte.

    Ich habe selbst lange diese Ansicht geteilt, nur durch die grundsätzliche Einsicht gemildert, das zum Zusammenleben mit anderen Menschen ein wenig Humanismus notwendig ist. Aber es ist wohl einfach auch eine Konsequenz die sich aus dem Materialismus ergibt.

    bye thomas
     
  8. HerrHundi

    HerrHundi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. April 2005
    Beiträge:
    1.336
    Ort:
    Zwinger
    Dass auch "mit Gott" alles erlaubt ist. :D
     
  9. Himmelblau

    Himmelblau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. Januar 2005
    Beiträge:
    3.455
    Ort:
    Niederösterreich
    Hallo,
    Atheismus ist gar nicht so schlecht.
    Etliche Glaubenskriege blieben erspart.
    Wobei ich Glaubenskriege total unsinnig finde, sollen es sich die Götter doch selber ausmachen.

    Wer allerdings das Prinzip von Ursache und Wirkung verleugnet, ist ein Narr.
    Und Narren gibt es viele, ob jetzt Atheisten, oder Gläubige.

    Und da wären wir wieder bei alles erlaubt.
    Es bedarf schon einiger Umprogramierungen in unserem Reptilhirn und einer satten Zeit, um uns einiges mehr erlauben zu dürfen.
    Das meine ich jetzt aus gesellschaftlich, sozialer Sicht.

    Umweltbedingt ist für mich eigentlich klar, daß wir für jeden Fortschritt bezahlen müssen, und sind es auch die Nachkommen die dafür aufkommen.

    MfG

    Olga
     
  10. lazpel

    lazpel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Juni 2004
    Beiträge:
    4.907
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    Hallo Astroharry,

    Ethik hat nichts mit der Existenz eines Gottes zu tun. Ethik ist einzig und allein menschliche Definition.

    Atheismus bedingt nicht, wie Du es immer wieder suggerierst, Unmenschlichkeit und Ablehnung der fundamentalen Bedeutung des Lebens.

    Ich persönlich halte mich an den Humanismus, welcher Ethik vollkommen ohne die Notwendigkeit eines Gottes als grundsätzliche Basis menschlichen Zusammenlebens definiert.

    Gott ist überflüssig.

    Gruß,
    lazpel
     
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