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Doppelleben

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Selah, 3. Mai 2007.

  1. Selah

    Selah Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
    5
    Ort:
    in Meernähe
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    Hallo!

    Ich wollte hier einfach mal anfragen, was euch zum Thema DOPPELLEBEN einfällt. Lebt ihr eins? Oder gleich mehrere Identitäten?
    Das frag ich nicht ohne grund. Hab damit selber ein kleines Problem. Manchmal mehr (dann halt ich mich für verrückt), manchmal weniger (dann find ich es irgendwie geil). Es beschäftigt mich zunehmend. Ist das gesund? Fliegt sowas mal auf? Wird man dann für verrückt gehalten? Ich hab keine Schimmer. Seit ich Kind war, war da noch jemand anderes in mir. Kenn es nicht anders. Wie kommt man drauf, sich ein anderes ICH zuzulegen?
    Eigentlich interessiert mich vorallem, ob es da draussen noch mehr Menschen gibt, die auch ZWEI sind (oder mehr), wie sich das äußert und wie ihr damit umgeht.
    Ich stell das jetzt einfach mal rein. Falls jemand antwortet, geh ich auf mich und mein zweites ICH auch noch genauer ein. Aber das solls erstmal sein.
    Ich würde mich über Antworten sehr freuen.

    Eine Gute Nacht! Selah
     
  2. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
    Beiträge:
    10.922
    Ort:
    Wien
    So wie ich es erlebt habe würd ich es nicht als gesund bezeichen sondern als gefährlich und irreführend, für mich als Betroffenen und für mein Umfeld. Und ich bin froh, dass es Vergangenheit ist. Warum man sich ein zweites ich zulegt weiß ich nicht. Ich hab es getan, weil ich als blödes, gutmütig dreinblickendes, vertrotteltes Schaf zur Welt gekommen bin und so nicht leben konnte unter tollwütigen, kranken Hunden und giftigen Schlangen. Heute bin ich weder das eine noch das andere. Heute bin ich ein Hamster geworden und ich muss sagen: bin ich auch bei dem hin und her verrückt geworden, so bin ich doch einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis, weil heute weiß ich wieder - ich bin immer nur Einer und das ist mir genug. Ein kleiner Hamster, der in seinem Inneren blöde Schafe, tollwütige Hunde, und auch ein paar gesunde Tiere spazieren trägt. Und ich dank dem Himmel, dass mir die Rückverwandlung so einigermaßen gelungen ist und der Hamster soweit alle gut im Griff hat. Was ich hier ansprech, is natürlich nicht der ganz normale Maskenball des Alltags sondern recht massive Veränderungen in Charakter und Persönlichkeit verbunden mit Teils sehr aggressiver Gehirnwäsche. Ich bin sehr dankbar, dass zumindest noch so eine Handvoll Hamster übriggeblieben ist, von mir selbst. Ich könnt statt Hamster auch das öfter zitierte "innere Kind" einsetzen. Das triffts auch ganz gut. Das bin ich - ungeteilt.

    Gute Nacht und guten Morgen :)
    Katharsix
     
  3. Katarina

    Katarina Guest

    Hi Selah,

    Ich bin eigentlich die meiste Zeit meines Lebens davon ausgegangen, dass es bei mir nur ein Ich gibt. Je aufmerksamer ich mich, bzw. mein Ich und die Stimme in mir beobachtet habe, desto mehr mußte ich feststellen, dass dieses eine Ich aus so vielen unterschiedlichen Aspekten besteht, dass man genauso von - mindestens - drei Ichs bei mir sprechen könnte.
    Ich lebe also kein Doppelleben iSv "da die angepasste Ehefrau" und "da das männermordende Vamp", aber ich trage diese unterschiedlichen und sich scheinbar ausschließenden Seiten alle in mir. Das macht das Leben nicht immer ganz einfach ;) .
    Ist halt die Frage, wie man sein "Ich" definiert. Wer seine unterschiedlichen Aspekte unter ein "Ich" bringt, erlebt sich als ein Ich. Andernfalls hat man halt mehrere Ichs.
    Aber das würde mich schon interessieren, wie Du das mit Deinen beiden Ichs erlebst. Was haben die beiden denn miteinander zu tun, bzw. nicht zu tun?

    Katarina :)
     
  4. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    hm, also ein Doppelleben führe ich nur insofern, als daß ich eine innere Beschäftigung habe, die mir die Welt erklärt und ein äusseres Leben, das aus dem Inneren Leben schöpft.
    Wenn Du es so meinst, daß man zwei Leben im Aussen führt- so wie wenn 2 Herzen ach in meiner Brust schlagen- nö, habe ich eigentlich nicht. Aber wenn ich unter diesem Aspekt rückblicke, dann kann ich das schon entdecken. Diese Frage: was ist jetzt wirklich in mir und was ist nur da, weil ich meine, daß es wirklich sei. Wo ist mein Talent- diese Frage steckt für mich da irgendwie hinter.

    Fragst Du auis weltlichen oder aus spirituellen Gründen?

    Lg,

    trixi maus
     
  5. Astroharry

    Astroharry Guest

    Denke, dass das Mensch-Sein grundsätzlich mit einem gebrochenen Dasein einhergeht.
    Das mag daran liegen, dass wir eigentlich spirituelle Wesen sind und wenn wir auf die Welt kommen, in einen Leib hineingeworfen sind, der Hunger, Durst und Abhängig von Zuwendung ist.
    Goethe formulierte das im Faust:

    Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust
    Die eine will sich von der Andern trennen
    Die eine hängt in derber Liebeslust
    sich an die Welt mit klammernden Organan
    Die Andre hebt gewaltsam sich vom Dust
    In die Gefilde hoher Ahnen.

    Nun ist Dr. Faust, der diesen Ausspruch tut ja ein Paradebeispiel für einen Aussteiger und Verbrecher. Ein hochgeachteter Mann und verdienter Arzt, der sich aus Verzweiflung am Leben dem Teufel verschreibt. Faust tötet gemeinsam mit Mephisto den Bruder Gretchens und vergiftet ihre Mutter um ein Schäferstündchen mit Gretchen abzuhalten, worauf sie schwanger wird, ins Gerede kommt, verhaftet und hingerichtet wird.
    Starker Toback, denn Dr. Faust geht mit dieser Vorbelastung in den 2. Akt
    Dieser führt ihn "seine Bahn" und kündigt an "Staub soll er mir fressen und mit Lußt".
    Er beschreibt diesen Dr. Faust so:

    Er ist sich seiner Torheit halb bewußt
    Vom Himmel fordert er die höchsten Sterne
    Von der Erde jede höchste Lußt
    Und alle Nähe alle Ferne
    Befriedigt nicht die tief bewegte Brust

    Worauf Gott ihm antwortet:

    Weis der Gärtner doch, wenn das Bäumchen grünt
    Dass Blüt und Frucht die künftgen Jahre zieren

    So sah Goethe das. Als Allegorie betrachtet wohnt in uns allen ein Teufel und ein Engel und wie wir uns entscheiden hängt m.E. davon ab, wie viel Erfahrung wir mit der Suche nach Glück gemacht haben.

    Wenn ich lese, dass in einer Frau ein Vamp steckt, dann denke ich dass er in jeder Frau steckt, so wie in jedem Mann ein Dr. Faust...

    Es sind die Vitalenergien, die Libido oder der Grundantrieb der Sexualität, der an sich in der Promiskuität enden würde. Er muss gebändigt, sozialisiert und gezähmt werden.
    Es ist aber auch das Mitgefühl und der Wunsch nach Geborgenheit in einer Beziehung und in der Familie, die dagegen halten.

    Das, so denke ich, sind die beiden grundlegenden Komponenten, die in uns miteinander kämpfen. Ob nun eine integere Persönlichkeit oder ein Mensch mit einem Doppelleben herauskommt, ist abhängig von den jeweiligen Umständen.

    Schlimm wird's nur dann, wenn die beiden Antriebe solche Extreme ausbilden, dass einer vom Andern nichts mehr weis. Das nennt man dann wohl eine gespaltene Persönlichkeit.
    Schizoid im Sinne von gespalten, hin und her gerissen, dass sind wir doch alle irgendwie, solange wir leben.

    Gruß Willibald
     
  6. Selah

    Selah Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2007
    Beiträge:
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    in Meernähe
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    Hallo!

    Eure Antworten sind sehr verschieden und komplex. Da muss ich mich erstmal richtig durchlesen.

    Da frag ich mich aber was an einem blöden, gutmütigen... Schaf so schlecht ist, das man lieber tollwütig sein will. :confused: Und es gibt in dieser Welt nicht nur Hunde und Schlangen.
    Bist du da eigentlich bewusst ge-switcht? Oder war das ein unbewusster Prozess?

    :confused: Aus beiden? Ich denk schon aus beiden. Weil mit dem Switchen auch der spirituelle Background switcht. Der ist dann plözlich auch wie ausgewechselt.

    So schlimm ist es bei mir zum Glück noch nicht. Oder? So sicher bin ich mir da nicht.

    Die Frage ist ja erstmal, wie ich eigentlich auf das Thema komme. Der Gedanke entstand aus einen Gespräch das ich gestern hatte. Über jemanden der für meine Verständnis ein ganz normales Doppelleben führt. Offensichtlich für alle. Und der darauf steht. Bei dem Gespäch dachte ich die ganze Zeit: wieso kennt eigentlich niemand mein Doppelleben?
    Die Frage ist einfach zu beantworten: die Menschen, die mich so kennen, kennen mich so .... und die anderen so. So käme niemand auf die Idee, dass da auch noch eine andere Selah, die dann auch anders heißt und komplett anders auftritt, erscheint. Die zwei Welten sind getrennt voneinander. Aber sie sind mir bewusst - zur jeweiligen Zeit. Und dann wieder fremd... versteht ihr wie ich das meine?
    Diese Alltagsschizophrenie kenn ich auch. Aber die ist anders. Da bin ich ICH mit all meinen ganzen Marotten und Macken. Dieses andere ICH hat aber andere Marotten und Macken. Wirklich wie eine nebenbei erschaffene Persönlichkeit. Die beiden sind nicht kombinierbar.

    Um noch mal auf die Frage "ob weltlich oder spiritiuell" zu kommen: nebst weltrlichen Veränderungen treten auch Veränderungen im Spirituellen auf. Es sind wirklich zwei ganz unterschiedlichen Denkansätze, die sich unabhängig voneinander entwickelt haben. Das erste mal, wie ich diese zweite Person zum ersten Mal darstellte, war mit vielleicht drei Jahren. Die war da sehr erwachsen. Vielleicht eine Art autoritärer Ersatz. Dieser Gedanke erscheint mir am schlüssigsten.

    Nur die Hülle. Sonst nichts. Ich stell da wahrscheinlich meinen eigenen Gegenpol dar (statt mir die Mühe zu geben, das in einer Persönlichkeit zu vereinen). Das zweite ich ist ja nicht böse oder so. Ich empfinde sie als Beschützerin und Repräsentantin meiner inneren Freiheit. Aber das blöde ist dass ich nicht mehr weiß, wer ich jetzt bin. Ich weiß ja, dass beide ICH sind. Aber ich krieg sie nicht zusammen. Es gibt nur ENTWEDER ODER. Und das ist der Grund für meinen Beitrag hier. Es tut mir irgendwie weh, dass beide getrennte Wege gehen. Klingt das jetzt doof? Aber ich leide da schon drunter. Nach dem Gepräch gestern (s.o.) wurde mir das irgendwie bewusst.
    Eins kommt erschwerend dazu: manchmal macht das eine Ich irgendwas (seien es Dates oder Bestellungen) und das andere Ich kann damit gar nix anfangen. Mittlerweile gibts da schon leichte Blackouts. Ich hab das nicht mehr im Griff und hab manchmal Angst davor, dass das mal eskaliert, vorallem weil es in letzter Zeit schlimmer wird. Ich kann das jetzt gar nicht richtig beschreiben. Ich nehm keine Drogen oder Alkohol - aber manchmal kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern, was ich am Tag vorher getan hab. Früher war das anders. Da war das phasenanhängig, welcher Teil die Führung übernahm. Aber jetzt ist es beinahe wie Ping Pong und die seismischen Kurven schlagen immer mehr aus. Mir macht das Angst, weil ich ab und zu denke, ich werd jetzt verrückt. Na, vielleicht werd ich es ja auch...

    Danke fürs Lesen und Gute Nacht! LG, Selah
     
  7. Selah

    Selah Neues Mitglied

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    in Meernähe
    Jaaaa! Das war der Urprung. Doch dann ist was aus den Fugen geraten. Diese innere Beschäftigung war ursprünglich ein imaginärer Gegenpart, der sich dann aber irgendwie manifestiert hat. Ähnlich wie du das schreibst, ging das mal Hand in Hand. Und da wars vom gefühl her auch noch gut. Jetzt hab ich das Gefühl, daß die Kommunikation zwischen Beiden eingestellt wurde und der einst imaginäre Teil sich selbstständig gemacht hat, die Nase hochträgt und versucht den anderen Teil fertig zu machen. Es ist so, als wären beide nicht aus einer Quelle. Aber sollten sie das nicht sein?

    LG, Selah
     
  8. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

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    Da ich eben ein blödes Schaf war, war natürlich auch mein Horizont sehr eingeschränkt und ich habe nur doofe gutmütige Schafe und bissige Hunde gesehen. Ich hatte auch Angst vor den Hunden, das kann ich nicht bestreiten und da ich mich nicht mehr beissen lassen wollte, habe ich Wege gesucht, ein Hund zu werden. Meine schafsdumme Art, mich einer Angst zu stellen.

    Ich würde sagen, Teils Teils .... halbbewusst, wie im Traum, viel inner Stimmen, Versuchungen, Zwiesprache mit dem Gewissen .... aber es war eine "damals" von mir gewünschte Veränderung hin zum Bösen. Und ich bin dann auch nicht mehr viel geswitcht sondern hab mich nach und nach vertieft. Die Firmung war damals so eine Art Initiation. Mir wurde bei dem Ritual schwarz vor Augen und ich bin zusammengebrochen. Ich war da nicht reif, den heiligen Geist zu empfangen. Ich will das nicht mystifizieren aber es ist eben zeitlich gut zusammen gekommen. Und dann bin ich erst ca. 12 jahre später wieder aufgewacht. Hab da also ziemlich durchgehend aus diesem "anderen ich" da heraus gelebt. Drogen und Alkohol haben mich bis dahin im Dunkel gehalten und erst nach Absetzen der Stoffe konnt ich die Auswirkungen dieser kleinen aber üblen Persönlichkeitsverwandlung analysieren.

    Wozu das Ganze? Unterm Strich kann ich sagen, es hat mir eine Teilerkenntnis über dunkle Zonen gebracht, die mir im Nachhinein betrachtet gerne gestohlen bleiben könnte.

    Aber ich seh es so heute: Ich suchte mich, weil ich meinte, ich hätte mich verloren und dachte, ich wär ein Schaf, dass glaubte, ein bissiger Hund werden zu müssen um in seiner kleinen Welt bestehen zu können. Mein wirkliches Ich aber, also ich selber, war weder Schaf noch Hund. Diese waren nur Teile. Wesensteile. Gute und auch nicht so gute. Suchende Wesensteile, fähig "Ich" zu sagen, die aber niemals ihre Ganzheit finden würden, denn wie soll ein Teil, ein Splitter von etwas das Ganze begreifen? Vielmehr seh ich es so, dass das Ganze seine illusionär erschaffenen, getrennten Teile einsammelt, weil schließlich war es ja auch das Ganze, das die Teilung zugelassen hat. Ich selbst eben, der Eine, der ich bin.

    Zur Selbstfindung und Ganzheit also trau ich mich sagen: Bisher waren es immer Ich-Teile die "sich" gesucht haben und versucht haben einzuordnen. Aussichtslos. Jetzt habe ich (als Teil) es mir (dem Ganzen) überlassen, seine Teile selbst einzusammeln und die kranken Teile zu heilen und zu integrieren. Wie ich merke, wann ich nur ein Teil oder ganz bin? An der besonderen Ruhe, Gelassenheit und dem Frieden mit allen Teilen in mir. Dann bin ich ganz. Bin ich nervös, hektisch und gereizt, dann bin ich nur ein abgerissener Teil von mir selbst.

    Ich kenne eigentlich nur diese zwei Ichs: Das eine, das bessere, liebevollere, menschlichere, manchmal auch kreativere und lebensfreundliche und das andere, von dem ich lieber nichts mehr wissen würde weil die Erinnerung dran allein sich an manchen Tagen anfühlt, wie ein wandernder Granatsplitter in der Seele. Wenn ich nicht im Frieden bin.

    Gute Nacht und danke für das Thema. Die Auseinandersetzung hilft mir, gründlicher aufzuräumen. Aber jetzt hab ich mich wieder genug an mein 2. Ich erinnert. Und sorra, wegen meines vielleicht etwas verwirrenden Ausdrucks. Ich bin um Kürze bemüht aber es gelingt mir leider nicht immer.

    l.G.K
     
  9. Selah

    Selah Neues Mitglied

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    Ist das nicht der Grund, warum wir alle unsre kleine Schizophrenie mit uns rumtragen? Gebissen werden oder selber beissen? Welche Wahl ist da wohl die bessere? Man muss das Spiel ansich nicht mitspielen und doch macht man es. Und dann manifestiert sich was schwuppsdiwupps und man ist drinne in 'ner ausgewachsenen Identitätskrise.
    Aber mal was anderes diesbezüglich: du hast dich da aber schon an anderen orientiert? Das ist das was ich vorhin meinte mit "Autorität". Ich hab die ringsrum nicht gefunden. Also hab ich sie mir mit dem zweiten ICH selber erschaffen. Was stellte denn der Hund in dir dar? Was wollte er? Außer beißen?

    Keine Ursache! Ebenfalls Gute Nacht! LG! Selah
     
  10. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

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    Ja, die kleine Schizo, die wir rumtragen. Tragisch wirds erst, wenn man zu tief drinnen versinkt. Mit Leib und Seele sozusagen.

    Was wollte er außer beissen?

    Ich kanns ja sagen: Er wollte nie beissen. Er hatte nichtmal das entsprechende Gebiss, das mußte er sich erst mühsam zurechtfeilen. Er wollte nur respektiert sein. Er wollte, dass der Friede um des Friedens willen respektiert ist und nicht nur erwünscht, als Erholungsphase zwischen zwei Gefechten. Aber sein innerer Friede wurde leicht gestört durch die Hunde und so machte er sich auf, die Ursache der Störung in sich selbst zu finden. Auch nicht alles bewusst und vorsätzlich natürlich. Das Leben treibt einen manchmal über weite Strecken. Und er hat sie gefunden die kranken Hunde, in sich selbst drinnen und erlöst. Hoffentlich. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Vor Antritt der Reise war er ein Träumer, kein Krieger. Dann hat er in sich selbst Krieg geführt und jetzt ist er wieder der Träumer der er früher war. Es ist nicht viel passiert in der Zwischenzeit. Nur das Leben ist vorbeigegangen. Aber das macht nichts. Das ist oft so, ob ich nun außen oder Innen Krieg führe. Falls ich wieder mal auf die Welt komm (ein Scherz) dann vertreib ich mir die Zeit mit angenehmeren Dingen.

    L.G.K.
     

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