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Diskriminierung Schwerkranker

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Ritter Omlett, 22. Januar 2006.

  1. Ritter Omlett

    Ritter Omlett Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. November 2004
    Beiträge:
    2.899
    Ort:
    Wien
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    In der Familie gibt es einen Krebsfall (Schwester). Ich erlebe dabei die Diskriminierung Schwerkranker, obwohl sie noch Glück hat, dass sie in Frührente geschickt wird.

    Zuerst wird das Gehalt radikal gekürzt. Ich kenne hier nicht die genauen Zahlen um wieviel, meine Schwester erhält jetzt € 800. Das war die Einleitung und will es nun auf alle beziehen, die in solch einer Situation kommen. Wenn du Glück hast Frühpension, wenn du Pech hast, bist du auch schon gekündigt. Dass heisst, stellt der Arzt eine schwere Krankheit fest, wo du länger ausfällst, Behandlungen brauchst, bist du auch schon den Job los. Die nächsten Diskriminierungen sind endlose Behördenwege, wenn du um Pflegegeld oder um irgendeine Unterstützung ansuchuchst. Natürlich braucht das endlos lange, wenn dir etwas zusteht, dass du es auch bekommst. Bei Forderungen sieht das gleich ganz anders aus. Das Gehalt abziehen das geht gleich. Nebenbei bemerkt, Apotheken und Medikamtentenkosten gar nicht einberechnet. Zum Glück gibt es in der Familie wenigstens ein wenig erspartes, es kann ihr ein wenig geholfen werden, aber wehe es ist nicht so.

    Das Schlechte ist das endlose Warten auf einen verdächtigen Befund. Du brauchst gute Nerven um bis zu vier Wochen auf ein Ergebnis zu warten.

    Im Sinne der Menschlichkeit sollte es Arbeitsverträge geben, in denen der kranke Mensch wenigstens etwas länger sein Gehalt bekommt, Zuschüsse bei den Medikamenten erhält , überhaupt sollten Arbeitsverträge so geregelt sein, sodass es immer Arbeit gibt und für jeden.

    Befunde:
    Verdächtige Befunde sollten sofort oder wenigsten in den nächsten Tagen abgeklärt werden können und nicht sich in die Wochen dahinziehen.

    Ich glaube einfach, man kann von Diskriminierung sprechen, wenn du schwerkrank wirst und nicht genug Ersparnisse auf der Seite hast, neben der Krankheit, die schon genug Problem sind, fallen auch noch Existenzprobleme an und dadurch zusätzlich psychische Probleme. Was ist der Mensch dann noch wert für den Staat?
    wo bleibt Hilfe?
    warum sorgt der Staat nicht für diese Menschen.
    was sagt zu solchen Fällen die EU, wir sind doch Europa??

    Sicher kennen viele andere hier noch andere Fälle oder noch vieles andere zu berichten über Diskriminierungen bei schwerer Krankheit oder Behinderung.
    Ich denke, ein Thema, dass alle betrifft, den Gesundheit kann morgen schon der Vergangenheit angehören.

    Ritter Omlett
     
    Engelslicht und blackpink gefällt das.
  2. Crowley

    Crowley Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Januar 2005
    Beiträge:
    4.104
    Ort:
    Abyss
    Hallo Omletti.

    Na das ist ja leider alles nichts neues und der Trend geht in unserer Leistungsgesellschaft immer stärker dahin, nicht leistungsfähige Menschen (aus welchen Gründen auch immer, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Behinderung et cetera) als weniger wertvoll zu betrachten.

    Der Mensch ist nichts weiter als ein Wirtschaftsfaktor ( im Sinne von ertragsreicher Arbeitskraft und damit einhergehender Kaufkraft ) und wenn er diese Leistungen nicht mehr vollbringen kann ist er nutzlos.

    Traurig aber wahr.
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Stimme völlig Crowley zu.

    Kenne auch persönlich einige Fälle von Schwerkranken oder Behinderten. Die tun sich dann zusammen und tauschen gegenseitig alle Tricks aus.

    Anstatt Sozialstaat, hört man nur noch Wohlfahrtsstaat und das klingt abwertend. Als würden die Leute absichtlich krank werden, um nicht mehr arbeiten zu müssen.

    Um das aber mal von einer ganz anderen Seite her zu betrachten:
    Es liegt auch an unseren westlichen Kleinfamilien. Alles was älter ist, wird im Altersheim abgestellt. Kinder ziehen schnellstmöglichst aus. Zu Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen hat man kaum mehr Kontakt als Erwachsene.

    Ich stell mir öfter gern vor, dass in den Mietblöcken anstatt lauter fremde Parteien, eher Grossfamilien und Clans wohnen und sich in allem gegenseitig unterstützen. Schon brauchts weniger Kindergärten und Altersheime. Was da alles an staatlicher Sozialstruktur eingespart und sinnvoller verwendet werden könnte. Und die Alten müssen sich im Altersheim nicht mehr überflüssig fühlen. Und die Kinder wachsen in einem stabilen sozialen Netz auf und und und und und und ... naja... Nur so eine geliebte Vorstellung von mir :)
    Ich weiss schon, dass es dann auch Probleme gibt. Wo es Menschen gibt, da menschelt es halt. Aber schön wärs trotzdem.
     
  4. Engelslicht

    Engelslicht Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. April 2004
    Beiträge:
    505
    Ort:
    Graz
    Hallo!
    Es gibt bei uns schon eine Möglichkeit, sich den Arbeitsplatz schützen zu lassen. Da muß allerdings eine 50% Behinderung vorliegen. Das kann man ohne Wissen des Arbeitgebers machen. Die Arbeiterkammer gibt darüber Auskunft.
    @ ritter Omlett
    Wie alt ist deine Schwester? Bei Krebs bekommt ja auch nicht jeder (leider!!)
    die Frühpension. Oder erhält sie Invalidätspension?
    Auf alle Fälle wünsche ich ihr allesGute.

    Aber das Ausnahmesituationen ein Spießrutenlauf sind, das ist leider überall der Fall. Ist schon traurig.

    Alles liebe
    Gertrud
     
  5. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    81.897
    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........
    Sicher, solange man funktioniert ist alles in Ordnung.
    Bei Krankheit die länger dauert beginnt irgendwann die Abstufung.
    Krankengeld und Berufsgenossenschaft springen zuerst ein, und da gibt es schon einmal weniger.
    Schlimm ist es der Arbeitgeber nicht warten kann und die Stelle neu belegen will z.b. Vertrauensarzt.
    Frührente gibt es erst mit dem Kopf unter dem Arm.
    Die Steigerrung wäre da noch dass Sozialamt, aber nur wenn man null besitzt.
    Aber ich denke wenn nicht gerade der Tod vor der Haustür steht, dann ist eh alles egal, muss man versuchen nach der Krankheit und langer Durststrecke, nochmal ganz von unten anfangen, denn auf den Staat kann man sich nicht verlassen sonst ist man VERLASSEN!


    LG Tigermaus:)
     
    Crowley gefällt das.
  6. SchwarzerLotus

    SchwarzerLotus Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2005
    Beiträge:
    188
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    Ich kann dir schon sagen, warum es (leider) so kompliziert ist!

    Nämlich weil es immer Menschen gibt, die soetwas ausnützen: falsche Atteste und ab in die Frühpension.
    Nur desto komplizierter es wird, desto weniger Menschen werden sich dem Kampf der hunderten Behördengängen stellen.
    Und desto schwieriger wird es für die, die es wirklich brauchen....

    Und es gibt eventuell noch einen Grund, nämlich die Finanzen.
    Erstens wird das Geld von den Schwindlern eingespart, aber auch noch ein anderes, nämlich der Menschen, die nicht mehr so lange Leben. Wenn man auf eine Genehmigung zu was weiß ich was 1 Jahr wartet, aber der betroffene stirbt nach 11 Monaten, dann hat sich der Staat womöglich einen Haufen eingespart. Auch wenn es bei einem nicht viel ist, dann ist es doch bei tausenden verdammt viel!
     
  7. Sitanka

    Sitanka Guest

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    da gibt es doch auch so einen schönen satz im buch von Bear Heart "der wind ist meine mutter".

    bear heart sagt, dass in seinem volk gelehrt wird, dass menschen mit behinderungen oder, in diesem fall eben diese krankheit, das diese etwas ganz besonderes sind und daher sollte man sich bemühen, diese menschen auch besonders zu behandeln.

    natürlich ist es in seinem fall so gewesen, dass er diese worte positiv geschrieben hat.

    die gesellschaft behandelt diese menschen ja auch besonders: besonders scheisse............
     
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