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die Verachtung

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von pluto, 23. November 2008.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
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    inspiriert durch den letzten Thread kam mir die Idee, mal die Verachtung genauer anzuschauen.

    Frauen demonstrieren ihre Verachtung dem Mann gegenüber ganz krass, indem sie ihn "Erzeuger" titulieren.

    Umgekehrt verachten auch Männer ihre Frauen, nur zeigt sich das anders. Ich frage mich jetzt: wie?
    Indem sie die Kinder für sich gewinnen, indem sie vieles mit ihnen unternehmen???
    Indem sie die Erziehungsmethoden ihrer Mütter als die Richtigen hinstellen???


    Bei beiden Formen übernehmen die Kinder das Ganze und stehen dann so zwischen den Stühlen. Darüber muss auch nicht laut gesprochen werden, es reicht schon, wenn die Verachtung zu spüren ist, quasi im Raum vorhanden ist.

    Nehme ich jetzt mal mein Beispiel:
    Mann und Frau heiraten. Sie bekommen das erste Kind. Die Großeltern des Vaters sind so erfreut darüber, dass sie das Kind am liebsten immer bei sich hätten. Der Frau gefällt dies überaupt nicht und sie wehrt sich dagegen. Der Mann setzt sich über ihre Wünsche hinweg, auch mit Gewalt, wenn es sein muss. Und bringt dann das Kind weiterhin zu seinen Eltern.

    Die Frau spürt in sich eine Abneigung gegen das Kind. Das Kind merkt diese Ablehnung, die von der Mutter ausgeht. Es wendet sich deswegen innerlich immer mehr dem Vater zu und von der Mutter ab. Nach vielen Fehlschlägen der Annäherung an die Mutter, lehnt das Kind letztendlich die Mutter ab.

    Und nun wiederholt sich dieses "Schauspiel" in der übernächsten Generation. Und das, obwohl das mittlerweile erwachsene Kind, zig Aufstellungen hinter sich gebracht hat. Und obwohl sie immer wieder an die Liebe ihrer Mutter und ihres Vaters herangeführt worden war.

    Nie wurde in einer Aufstellung auf die Verachtung des Kindes an seine Mutter eingegangen, außer es wurde bloß gestellt und würde nicht wollen. Diese Vorgehensweise habe ich in zig anderen Aufstellungen auch beobachtet. Somit kam nie die Verachtung des Vaters gegenüber seiner Frau und die verschobene Verachtung des Kindes an seine Mutter ans Licht.

    Wieso wird nie in aufstellungen auf die Verachtung der Ehepartner gegeneinander eingegangen?
    ich habe viel zu oft sehen müssen, dass diese ignoriert wurde.

    Was nützt es mir, mich mit meinen Eltern auszusöhnen, wenn das Verachtungsthema von Generation zu Generation weiter gegeben wird und nicht aufgelöst wird. Wozu brauche ich dann überhaupt eine Aufstellung?
    Selbst wenn Männer weniger oft in FA zu sehen sind, müsste für die Frauen eine gute Lösung des themas erarbeitet werden, finde ich.

    Liebe Grüße Pluto
     
  2. Tucholsky

    Tucholsky Guest

    Was IST Verachtung?

    Was wird verachtet?

    Wer verachtet?

    Verachtung ist der Widerstand gegen den Strom der Liebe. Damit hat Verachtung selbst keine Existenz, es existiert nur der Widerstand des Ego und erhält so den Mangel an Liebe.

    Verachtet wird die Liebe, die Wahrheit ist, und damit wird auch die Wahrheit verachtet.

    Wer verachtet? Eine Generation? Der Andere? Die Frauen? Die Männer?
    Nein, denn das sind nur Projektionen des Verstandes, der nach einem Nutzen fragt. Wer aber nach einem Nutzen fragt, der 'verachtet' den, der nicht einem Nutzen nachgeht und der, der einem Nutzen als Idol/Götze folgt, sieht einen Mangel, einen Feind, nur im Außen, im Anderen.

    J. Krishnamurti sagt: "The enemy is not the other, the enemy is you ..!"
    "Der Feind ist nicht der Andere, der Feind bist Du ..!"

    love

    T.
     
  3. DrunkenMonkey

    DrunkenMonkey Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Oktober 2008
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    Allemannien
    Wenn die Eltern mist bauen, hat das Kind keine Chance. Auch wenn sich das Kind in Liebe hineinwindet und Alles versucht, ist es besser die Wahrheit zu akzeptieren. Und die Wahrheit in einer geschändeten Kindheit ist, daß es wertlos ist, Liebe zu sehen wo keine ist...SUCHT DAS KIND DIE LIEBE NICHT BEI DEN LIEBLOSEN ELTERN, SONDERN WOANDERS(Gott/Hobbies/andere Seelen...), WIRD DER VERACHTENDE KREISLAUF GEBROCHEN WERDEN UND NICHT VERERBT...so einfach ist das :D
     
  4. indi69

    indi69 Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2007
    Beiträge:
    73
    @pluto
    hm, ein interessanter beitrag, da mag einiges dran sein, zumal es ja so unendliche viele arten gibt, wie mit der technik gearbeitet wird und jeder seine eigene wahrnehmung hat.
    und da kann es auch sicherlich schon mal sein, dass die eigene wahrnehmung weiter/groesser ist, wie beim aufstellungsleiter selbst, oder so.


    @tucholsky
    meine wahrnehmung bei deinem beitrag ist, dass du ganz prima auf der verstandesebene bist. so laesst sich ja auch vieles schoen erklaeren, weil dann ja letztendlich ALLES auf reiner illusion basiert. die liebe auch!

    das schoene bei der technik des familienstellens ist es, aus meiner erfahrung heraus jedoch, dass man sich auf die gefuehlsebene begibt.

    und aus meinem bescheidenen lebensalter heraus wuerde ich deine frage, was verachtung ueberhaupt ist, antworten, dass es ein gefuehl ist. und dieses gefuehl hat seine daseinsberechtigung genauso, wie alle anderen gefuehle auch. und wenn jemand, aus welchen gruenden auch immer, und mit welcher herangehensweie auch immer, das beduerfnis hat, diesem gefuehl raum zu geben, dann soll das doch sein duerfen, oder etwa nicht?


    und wenn ich mit meinem beitrag voellig am thema vorbeischiesse, soll das auch sein duerfen:)
    vlg, indi
     
  5. Tucholsky

    Tucholsky Guest

    1.) Es ist Deine WAHR_nehmung und Deine Lehre.

    2.) Deine Zurückweisung, die eine Zurückweisung des Verstandes ist, ist ein Widerstand gegen das Gesagte, sie enthält aber nicht eine Begründung, in welcher das, was hier als 'Verachtung' thematisiert ist, als existierender Teil der Ordnung der Natur argumentiert wird. (?)
    Das hört sich für mich so an, als könntest Du das, was Du WAHR_nimmst trennen von dem, was Du empfindest - und - dass es um das Schöne geht. Das Schöne existiert aber nur zugleich mit dem, was man 'verachtet', das vermeintlich eine Existenz haben soll. Ich habe hier (im Forum) Beiträge geschrieben über die - angeblich - negative Kraft, die man aber als Widerspruch zu der einen Ordnung erkennen kann, denn zwei Ordnungen kann es nicht geben.

    Nun, solange es Dein (!) Gefühl ist, ist es Dein Eigentum, wie Deine Hose. Ein Problem entsteht, wenn Dein Gefühl Dir sagt, dass Du Dein Gefühl über das Erkennbare, das IST, stellst, in dem Du z.B. einen 'Raum' einnimmst der mit dem Raum des Anderen kollidiert. Andere wie z.B. Islam-Fundamentalisten, oder raumgreifende DSL-Flatrate-Anbieter, oder Amerikanische Präsidenten, beanspruchen aufgrund ihres Bedürfnisses auch einen 'Raum' für ihre Gefühle - im Anderen. Wenn Dein Gefühl Dir z.B. sagt, dass das, was Du als Dein Recht (daseinsberechtigung) als existent ansiehst, notwendig kollidiert mit einem Anderen, der ebenso sein Bedürfnis seinem Gefühl Raum zu geben, es als sein Recht (daseinsberechtigung) als existent ansieht, und Du ob dieser Kollision das Gefühl unter das Erkennbare, das IST, stellst, dann wäre das, denke ich OK. Aber ich denke, um überhaupt die Kollision zu sehen, bedarf es der Unterscheidung, welche das Wahre von Falschen trennt, und damit der Erkenntnis. Die Erkenntnisebene ist aber nicht gleich der Verstandesebene. Erkenntnis geschieht immer im Jetzt, Das, was der Verstand operiert, ist immer das Alte, das Gelernte, das Erinnerte.

    Harmonie ist die Identität von Wahrheit (Erkenntnis/Gnosis) und Liebe ('Gefühl'); trennt man beides, dann ist das ein Mangel an Harmonie. Diskrete Wahrheit kennt keine Liebe und diskrete Liebe kann nicht erkennen.

    love

    T.
     
  6. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
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    Hi Indi!

    Seh ich genauso! :)



    Liebe Pluto!


    Das mit der Verachtung ist ein hartes Stück Arbeit! Ich arbeite ja gern mit Emo-Trance, also passende Sätze finden und reinspüren. In dem Fall würde ich es mit: Auch, wenn ich nicht okay, bin, wenn ich verachtet werde, bin ich okay. Oder: Auch, wenn ich nicht okay bin, weil ich noch nicht anders kann, als X zu verachten, bin ich okay! Oder, wie Indi schon sagte: Verachtung darf auch sein!


    Liebe Grüße

    believe :umarmen:
     
  7. indi69

    indi69 Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2007
    Beiträge:
    73
    es geht doch darum, dass es hier und da sehr wohl auch verachtung gibt, aus sicherlich sehr unterschiedlichen und vor allem unbewussten beweggruenden.
    und so wie ich den beitrag verstande habe, geht es darum, wie ich damit inerhalb einer fa umgehe. oder etwa nicht?

    ist es fuer den potentiellen klienten innerhalb einer fa hilfreich, wenn ich ihm sage, dass das "der Widerstand gegen den Strom der Liebe" ist?
    oder dass ich ihm erklaere, "das sind nur Projektionen des Verstandes, der nach einem Nutzen fragt. Wer aber nach einem Nutzen fragt, der 'verachtet' den, der nicht einem Nutzen nachgeht und der, der einem Nutzen als Idol/Götze folgt, sieht einen Mangel, einen Feind, nur im Außen, im Anderen."

    @tucholsky, versteh mich bitte nicht falsch. es mag einiges oder sogar alles dran sein, was du sagst. mir persoenlich ist es jedoch zu kopflastig, im sinne von: was mache ich mit dem wissen in einer fa damit?

    soweit ich pluto verstanden habe geht es um die praxis.
    ich hoffe zumindest, dass es um die praxis geht:drums:

    vlg, indi
     
  8. pluto

    pluto Aktives Mitglied

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    Ort:
    dort, wo es schön ist
    @ tucholsky,

    an einem anderen Ort habe ich gelesen, dass du noch nie bei einer FA warst. Also gehe ich davon aus, dass du gar nicht weißt um was es mir geht. Es geht mir nicht um das Wort Verachtung, was es damit auf sich hat. Mit Projektionen hat es jedenfalls nur am Rande zu tun, denn die Verachtung wird unter Vätern und Kindern ebenso offen ausgedrückt und offen darüber geredet, wie zwischen Müttern und Kindern. Natürlich fällt dabei nie das Wort konkret.

    Mit Ego hat das nichts zu tun. Dann müssten sich ja die Ego´s der Generationen abgesprochen haben, dass es ihnen grundsätzlich wichtig ist, ihre Kinder und deren Partner zu verachten. :D

    @ DrunkenMonkey,

    teilweise kann ich deinem posting zustimmen.

    Solange man sich dann alleine durchs Leben "Schlägt" funktionert auch alles. Sobald das erste Kind geboren wurde, kommt all das familiäre, dem man vorher aus dem Weg gegangen ist, wieder ins Leben zurück. Und die Verachtung ist was ganz schlimmes, finde ich, denn sie kann sich sowas von gut tarnen. Und man versucht sich vieles schönzureden, was man wahrnimmt.


    @ Indi,

    Das würde ich mir auch wünschen. sich erst einmal eingestehen, dass sich hinter der Ablehnung Verachtung versteckt. Das tut schon weh. (gefühlsmäßig meine ich :D) Vielleicht gibt es weit weniger Menschen (Aufsteller eingeschlossen) die das Ausmaß von Verachtung richtig einschätzen können. ???

    @ believe,

    mit meiner Verachtung arbeite ich schon länger. Nur habe ich jetzt erst festgestellt, dass sich diese schon seit Generationen wiederholt hat. Und das hat mich ganz schön erschreckt. Und ich frage mich, ob mit FA überhaupt dem ganzen Einhalt geboten werden kann. Ich meine, dass dieses "Mein-Kind-gehört-mir-Syndrom" endlich mal aufhört. Ist Trennung von so einem Partner wirklich die beste Lösung????

    @ indi,

    und wie ich diesen furchtbaren Kreislauf endgültig durchbrechen kann.
    Und warum dieses Thema so selten aufgestellt wird, zumal ich in Aufstellungen zig Menschen erlebt habe, deren Beziehungen immer wieder scheiterten. Ich denke mal, dass die Verachtung nicht aufgedeckt worden war und deshalb die gehabte Tretmühle weiter gelaufen ist. Und irgendwann kam das Resultat: Trennung. Das kann´s doch nicht sein?

    :lachen::lachen::tomate:

    Liebe Grüße Pluto
     
  9. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier

    Hi Pluto!


    So lange schon? Hm, da muss doch mal was vorgefallen sein, in der Ahnenreihe....
    Im Moment verstehe ich leider nicht so richtig den Zusammenhang zwischen "Mein-Kind-gehört-mir" und Verachtung.
    Aber mir fällt da grade was ein! Weißt du, ob es bei deinen Vorfahren mal einen Fall gegeben hat, wo einer Mutter ihr Kind gegen ihren Willen weggenommen wurde? Dann könnte ich mir nämlich vorstellen, warum die Mütter der Sippe so extrem ihre Kinder festhalten müssen.


    Liebe Grüße

    believe
     
  10. Tucholsky

    Tucholsky Guest

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    Ich denke das nicht.

    Ich denke, es geht darum, zu erkennen, das, was wahr IST, zu erkennen. Und dazu muss man wie gesagt unterscheiden.

    In der Ordnung der Kräfte der Materie, gibt es nur eine Ordnung. Keine zwei Ordnungen, die sich widersprechen würden. Deswegen sind auch alle Desinformationen über sog. 'negative Kräfte' auch und gerade für die geistige Welt nur Verwirrung.

    Psychologisch interessant ist hier, dass der 'Verwirrer' , oder auch 'Durcheinanderwerfer' im Griechischen 'diabolos' genannt wird.

    Denn eine negative Kraft würde eine zweite, quasi 'komplementäre' Ordnung bedeuten, welches ohne Widerspruch unmöglich ist.

    Aber diese Desinformation - 'Diabolos' oder 'Satan' oder 'Düvel' oder Teufel, oder deva_evil ('der böse Gott') = (English) d_evil = devil - wird gerne verwendet, um 'exakt' eine sog. negative Kraft zu suggerieren, welche, wenn man die Ordnung der erscheinenden Welt betrachtet, nicht vorkommt. Was allerdings vorkommt ist ein sog. Widerstand.

    So ist ein Widerstand etwas in der Ordnung der Kräfte, welche der Kraft widersteht, aber es ist keine (!) Kraft und so auch keine negative Kraft.

    Ein großer Widerstand widersteht einer Kraft und lässt nur einen kleinen oder keinen merklichen Strom fließen, während ein moderater Widerstand einen wirksamen Strom fließen lässt, und wenn der Widerstand nicht mehr da ist, dann ist die Kraft eins mit sich selbst.

    In der geistigen Welt ist das, worüber z.B. die abrahamitischen Religionen als Satan, als negative aktive Kraft desinformieren, ein hoax; es ist nur ein Widerstand (= Widersacher), der sich dem göttlichen Strom aus Wahrheit und Liebe widersetzt, durch Widerstand (Ignoranz) aber nicht durch eine Kraft eigener (einer zweiten) Ordnung.

    In der physikalischen Welt der Kräfte ist das vergleichbar mit dem Wärmestrom, der ausnahmslos (!) immer nur von einem Ort zu einem anderen Ort fließt, mit weniger Wärme, nie umgekehrt. (!)

    Außerdem gibt es keine Kälte in der Physik, als Komplement zur Wärme; Es gibt keine negative Wärme, nur einen Ort mit weniger oder mehr Wärme. Es gibt keine Dunkelheit, es gibt nur einen Mangel an Licht.

    Ich denke, das kann man erkennen. Wenn Du hingegen sagst, dass es 'sehr wohl Verachtung gibt', dann müsstest Du das widerspruchsfrei begründen und nicht nur behaupten. Und ich denke, solange Du das Phänomen 'Verachtung' nicht als existente Kraft begründen kannst, ist es auch sinnlos danach zu fragen, wie Du damit umgehen sollst.
    Das weiß ich nicht. Ich denke, dass es immer auf den Menschen und sein individuelles Bewusstsein ankommt, worin er eine Hilfe sieht. Generell denke ich kann man Niemandem helfen, wenn er es nicht selbst in sich (!) zulässt, und wenn das richtig ist, dann mag das zeigen, dass es sehr wohl eines Aufgebens seines Widerstandes gegen das, was IST bedarf und dieses könnte man dann auch als Aufgeben des Widerstandes gegen den Strom der Liebe erkennen und anerkennen. (?)
    Es scheint mir, dass Du das Gesagte zurückweist, ihm also Widerstand entgegen setzt. Wenn das richtig ist, dann könntest Du erkennen, dass Du selbst nur den Widerstand leistest, aber nicht ausreichend begründest, was ein Nutzen in einem abgeschlossenen System (Welt) bedeutet.

    Die Kultur der Sumerer beinhaltete Sprüche, welche von Edmund Gordon übersetzt wurden:

    'Der, der viel Silber hat, soll glücklich sein;
    der, der viel Getreide hat, soll froh sein;
    aber der, der nichts hat, kann schlafen.'


    'Ein Reisender aus fernen Landen ist ein notorischer Lügner.'

    'Wer viel isst, kann nicht schlafen'

    'In einen offenen Mund fliegt eine Fliege'


    Im Obigen wird die Erkenntnis wiedergegeben, dass das, was man als einen Nutzen ansieht, nicht notwendig einer ist.

    Praxis ist Tun. Tun ist Handeln, Tun ist Karma.

    Lao=tsu sagt (TTC):

    "Wer Gelehrsamkeit sucht - lernt täglich dazu
    Wer den rechten Weg sucht - verliert täglich etwas weniger und weniger - bis das Nicht-Tun erreicht ist
    Wird nichts mehr getan - bleibt nichts ungetan
    Durch Nicht-Tun wird die Welt gewonnen - durch Tun wird die Welt verloren

    Ruhiges ist leicht zu halten - Offenes ist leicht zu planen
    Dünnes Eis ist leicht zu schmelzen - feiner Staub leicht zu zerstreuen
    Wirke auf die Dinge - bevor sie erschienen sind - Ordne die Dinge bevor sie verwirrt sind
    Ein großer Baum - wächst aus einem kleinen Spross
    Ein großer Turm - entsteht aus einem Häufchen Erde
    Eine große Reise - beginnt mit dem ersten Schritt
    Wer handelt, verdirbt - wer festhält, verliert
    Weil der Weise nicht handelt - verdirbt er nichts
    Weil er nicht festhält - verliert er nichts
    Die Menschen aber handeln - und vor der Vollendung zerstören sie alles
    Wären sie am Ende so behutsam wie zu Beginn - bliebe es unzerstört
    Der Weise wünscht wunschlos zu sein - schätzt keine Schätze - erlernt das Vergessen
    Achtet das Unbeachtete - fördert alle Wesen in ihrer Natur ohne einzugreifen

    Wahre Tugend will nicht tugendhaft sein - Darum ist sie tauglich und führt zur Vollendung
    Tugend die als tugendhaft gelten will taugt nicht - wahre Tugend waltet unsichtbar ohne Absicht und ohne Handeln
    Wo Absicht herrscht und Handeln im Sichtbaren ist Tüchtigkeit aber nicht Tugend
    Güte ist Tun doch ohne Berechnung und Absicht.
    Gerechtigkeit ist Tun - rechnet und hat Absichten.
    Moral ist tätig und berechnend und greift bei Widerstand zur Gewalt
    Fehlt das Wesentliche - das Einssein mit TAO - nimm Zuflucht zur Tugend
    Fehlt die Unbefangenheit der Tugend - dann sei Güte Dein Halt
    Mangelt Güte - dann sei gerecht - fehlt der Sinn fürs Rechte bleibt nur die Moral
    Moral ist nur äußerliche Tugend ohne Bindung nach innen - sie führt ins Wesenlose und ist untauglich zur Vollendung
    Darum wendet der Weise sich zum Wesentlichen - nach innen statt nach außen - zum Kern statt zur Schale
    Zum Sein statt zum Schein - und wird alles Trachten lassend zum gelassenen Träger der Tugend des Tao"
    (Lao=Tsu)

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    T.
     
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