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Die Theorie der "subjektiv -emotionalen Neutralität"... Fakt oder totaler Blödsinn?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Mimikriwespe, 20. Februar 2010.

  1. Mimikriwespe

    Mimikriwespe Mitglied

    Registriert seit:
    2. Oktober 2009
    Beiträge:
    210
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    Ich weiß zwar nicht ob das Ganze grade wieder soeine merkwürdige Realitätsverschiebung ist aber ich hab gestern eine sehr seltsame Theorie als *Durchgabe* erhalten:

    und mich würde einfach mal interessieren wie es so bei Anderen ist...

    Also es geht um die Theorie, das eigentlich nie etwas Bewegendes passiert...

    zumindest wenn man es in Korrelation aus der Summe aller subjektiven Wertungen des eigenen Selbst und dem Endergebnis betrachtet...

    was soll das heißen?

    Demnach sind alle Gefühle, sowohl von Freude und Vorfreude als auf der anderen Seite auch alle Gefühle von Angst und Panik absolut überflüssig, da sie auf nichts Anderem als einer inneren Abweichung von der Wirklichkeit beruhen...

    Tatsächlich hab ich etwas was diese Theorie bestätigt schon sehr häufig beobachten können:

    Also sowohl das worauf ich mich besonders stark freue, als auch das was ich (emotional gesehen) sehr stark fürchte war im Endeffekt eigentlich immer falsch, und wenn es doch Wirklichkeit wurde, war es in einer solchen Art und Weise was auf unerwartet-mysteriöse Weise alle diese Gefühle verschwinden ließ, weil es plötzlich so war als wär es vollkommen *selbstverständlich*...

    und so ist es passiert, das verschiedene Vorstellungen/Wünsche Ziele sich erst dann erfüllen ließen wenn das Gefühl es sei etwas Besonderes (in dem bestimmten Moment) weg war und trotz Erfüllung das Gefühl blieb als wär eigentlich garnichts passiert, als wär das was man sich herbeigesehnt hat immer noch ein Wunsch, obwohl es längst passiert ist, aber eben auf eine Form die jenes Gefühl der Vorstellung überhaupt nicht hervorruft oder nur sehr sehr kurz...

    und genauso lief es mit Dingen wovor ich mich gefürchtet hab... Sobald die Angst Realität wurde, war das Gefühl der Angst zwar nicht grundlegend weg, aber in der betreffenden Situation war sie wie wegradiert, oder es war plötzlich scheißegal, weil auch diese Situationen genau so waren als wären sie garnicht passiert und hätte jemand gesagt das die Situationen ganz exakt so ablaufen würde wäre die Angst höchstwahrscheinlich garnicht wirklich dagewesen... und das was an Angst übrig blieb war womöglich der missverstandene Grad an Nicht-wahrheit der übrig blieb?

    Ist diese Theorie richtig würde es also 4 mögliche Schlussfolgerungen geben:

    1. Man kann das Gefühl der Hoffnung und der Angst entweder garnicht besiegen, weil alles was passiert niemals eine Manifestation sein wird, die einem von Beiden entspricht

    2. Es ist sinnlos sich gefühlsmäßig über etwas zu freuen weil es so nicht passieren wird/kann, aber auch das was man vom Gefühl (nicht rational gesehen!) fürchtet wird nicht genauso passieren...

    3. Das was am Ende übrig bleibt ist nichts als eine unendliche Leere...

    4. Manifestiert sich scheinbar doch etwas auf obengenannte Art und Weise so steht unmittelbar eine Enttäuschung oder Erleichterung bevor weil ein Teil der Wahrheit nicht erkannt wurde...

    Was haltet ihr davon und kann mir jemand Gegenbeispiele nennen die beweisen das diese Theorie nicht stimmt?

    Ich hab übrigens überhaupt kein Gefühl bei der Theorie, was nach der Theorie ja heißen würde, das diese der absoluten Wahrheit entspricht, trotzdem wehrt sich irgendwas in mir stark dagegen...
     
  2. DiaBowLow

    DiaBowLow Aktives Mitglied

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    ^^
    Dann gibt es für Hoffnung auf Angst
    doch auch keinen Grund mehr und ist sinnlos.



    Findest Du das nicht ziemlich trostlos, wenn Du Dich gar nicht mehr Deiner selber und aller Natur und Schauspielenden erfreuen kannst?



    Nun, das weist darauf hin, dass Du Dir nicht Dein eigener Inhalt und Erfüllung bist, sondern noch gähnende Augenleere.



    Das finde ich wiederum sehr gesund. ;)
    Was also genau wehrt sich in Dir gegen Deine Theorie.
    Nicht Dein Gefühl, was Du Dir absprichst?
     
  3. Mimikriwespe

    Mimikriwespe Mitglied

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    Beiträge:
    210
    Ich meine ich hab auch was missverständlich gesagt:

    Angst wär demnach keine Nicht-Wahrheit, denn sonst würde ja das was man fürchtet niemals Realität werden, sondern viel mehr eine Halbwahrheit getriggert durch einen wahren Impuls...

    und das was man freudig erwartet hätte wär ebenfalls etwas mit einem wahren Kern, ein Teil mag richtig sein, aber der eigentliche letzte (gefühlsmäßige) Ursprung der Freude wär falsch...
     
  4. DiaBowLow

    DiaBowLow Aktives Mitglied

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    Es gibt unmittelbar zu erlebende Ängste, die sind gesund, um Dich leiblich zu schützen und es gibt irrationale Ängste, die machen Dich im Geiste krank, weil sie auf Vorstellungen beruhen...


    Wenn ich so lese, was Du schreibst, kommt es mir vor, als würdest Du nur in Gedanken Dich abstrakt und nicht in Deinem Leib auf Erden ganz (be)sinnlich voller Saft und Kraft erleben - hmmm...
     
  5. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Wespe,

    ziemlich schwer verständlich, diese Theorie, aber irgendwie steckt da nach meinem Gefühl Wahrheit drin. :rolleyes:

    Innere Abweichung von der Wirklichkeit... meinst du damit eine Interpretation der Wirklichkeit, die die Grundlage für diese Gefühle sind?

    Kannst du da mal bitte ein Beispiel bringen?

    Heisst wohl soviel wie: Wenn die Anhaftung an das Resultat nicht mehr da ist, kommt alles ganz wie von selbst, oder?

    Ich habs eigentlich eher so erlebt, dass sich das, wovon man im tiefsten Inneren überzeugt ist, auch so ereignet. Besiegen lassen sich Gefühle wie Hoffnung oder Angst aber wirklich nicht.

    Welche Art von Leere ist das? Wie fühlt die sich an?

    Klingt plausibel.

    LG
     
  6. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    ich sehe es so -

    sowohl vorfreude als auch angst vor dem zukünftigen resultieren daraus, dass wir uns mehr oder weniger konkrete vorstellungen machen darüber, was in der zukunft geschehen wird.

    nachdem die zukunft aber nicht vorhersehbar ist - zumindest nicht konkret - da zuviele faktoren dafür verantwortlich sind, wie sie dann letztlich konkret aussehen wird -

    - verschwenden wir unnötig energie im hier und jetzt, die uns abgeht das hier und jetzt absolut bewusst zu erleben -

    - die vorstellung lässt uns im hier und jetzt ständig nachhinken, weil wir ja zuerst einmal damit fertig werden müssen, dass die realität im hier und jetzt der gemachten vorstellung nicht entspricht. bis wir soweit sind, ist die gegenwart schon wieder vergangenheit. wir haben ein problem damit, völlig unbefangen - also frei von dem nötigen revidierungsprozess - uns auf die gegenwart einzulassen.

    - die vorfreude wäre an sich nicht schlecht, wenn wir uns bewusst machen, dass sie die mögliche enttäuschung in sich birgt - aber durchaus auch übertroffen werden kann.

    - die angst wäre gut beraten sich bewusst zu machen, dass sie letztlich die angst vor dem unbekannten ist - auf das unbefangen (situationsgerecht) reagieren zu können sehr viel leichter fallen könnte, wenn mensch nicht nachhinken müsste - sondern präsent wäre mit all seinen sinnen - daher die angst eher obsolet. (weil ja vertrauen in die fähigkeit mit gefahren situationsgerecht umgehen zu können.)

    es kann schon sinnvoll sein - denke ich - mögliche zukunftsszenarien durchzudenken -
    aber nicht mit dem anspruch, dass sie auch tatsächlich realität werden müssen.

    nach meiner erfahrung treten wirklich gefährliche situationen unerwartet ein - und dann handeln wir sowieso intuitiv. alle überlegungen ob richtig oder falsch werden ausgeblendet - der überlebenswille schöpft alle verfügbaren reserven aus. deshalb denkt man dann im nachhinein (wenn man überlebt hat) - na war doch ohnehin nicht so schlimm - wovor also fürchte ich mich.

    mit einem starken glückserlebnis ist das wohl genau so - es trifft uns unerwartet - und alle sinne wissen dann -
    so - genau so ist es richtig.
    sagen wir dann nicht auch hinten nach - na so toll war's eigentlich nicht?
    vielleicht, weil unsere vorstellung sich anhaltendes glück vorstellt?

    ich denke in diesem zusammenhang - die unzufriedenheit ist gut -
    dann wenn sie glückserlebnisse in sich selbst festhalten kann -
    und sie als anreiz erkennt nach mehr zu streben -
    ohne zu konkrete vorstellung.

    tja - mit anderen worten -
    wenn wir aufhören uns konkretes vorzustellen -
    dann leben wir.
    und dann werden wir auch aufhören können stillstand zu empfinden.

    ich arbeite daran - denn alle theorie ist grau -
    lebendig die praxis. :)
     
  7. DiaBowLow

    DiaBowLow Aktives Mitglied

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    Beiträge:
    11.534
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    Zuhause

    :thumbup:

    Sehr schön. :)
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.311
    Hi Mimikriwespe!

    Interessante Theorie! Ich glaube, dass Du auf der richtigen Spur bist, aber es ist noch nicht ganz treffend. Die Beobachtung ist gut, die Schlüsse meiner Ansicht nach nicht ganz, aber auch ziemlich richtig.

    Das ist z.B. ein sehr wichtiges Thema. Die Abweichung von der Du sprichst, ist das Resultat eines Irrtums und des daraus resultierenden Konflikts in einem selbst. Der Irrtum ist: Etwas anderes als ich selbst wird Ursache über mein Glück oder Leid sein. Bei allem ist die Bedeutung dessen, was Du zukünftig erwartest, mit der Überzeugung verbunden, inwiefern diese Erfahrung für Dich Glück oder Leid bedeutet. Je größer das angenommene Leid, desto größer die Angst... je größer der angenommene Befreiungsschlag durch irgendetwas, desto größer die Freude.

    Ein Beispiel: Du spielst Lotto und bist voller Vorfreude auf die Ziehung. Dir ist zwar klar, dass die Wahrscheinlichkeiten gegen Dich sprechen, aber möglicherweise hast Du ja Glück und auf der anderen Seite hast Du einfach nichts zu verlieren... außer die 2-3 Euro Wetteinsatz.

    Da gibt es 2 Aspekte..
    1. Wovon bist Du überzeugt (gewinnen oder nicht gewinnen?) und wie sehr bist Du davon überzeugt?
    2. Warum gehst Du davon aus, dass das jeweilige Resultat überhaupt von Bedeutung für Dich ist?

    Nehmen wir an, dass Du grundlegend eher davon überzeugt bist das Du nicht gewinnen wirst, dann ist dass das Resultat einer Summe an Überzeugungen, die subjektiv in Dir alle mit dem Thema verknüpft sind. Etwa die Wahrscheinlichkeiten, weil Du das mal irgendwo gelesen oder in der Schule gelernt hast... und Dir sagt: No Chance! Dann möglicherweise irgendwelche emotionalen Überzeugungen aus Erfahrungen... "Ich gewinne ja eh nie bei sowas." usw.

    Auf der anderen Seite die Überzeugungen, dass Du möglicherweise doch gewinnen könntest. "Die Wahrscheinlichkeit ist nicht groß, aber sie ist trotzdem da" ...."Ich bin davon überzeugt, dass jeder irgendwann man Glück hat... ich hätte es verdient." usw.

    Man kann sagen: Die Erfahrung Lotto-spielen ist JETZT. Diese Erfahrung, Deine Beschäftigung damit tritt in Resonanz zu all dem, was Du sozusagen aus der Vergangenheit "mitbringst"... Und Du brinst mit, was für Dich von Bedeutung ist. Für Dich von Bedeutung ist alles, was Du für eine Ursache ansiehst, Dir Glück oder Leid zu bringen. Du glaubst das, auf der Basis von Überzeugungen... Das ist eine Art Kreislauf, der "unerlöst" in Deiner Psyche herumschwirrt. Bzw. könnte man sagen, dass ist eine Art Potential das wach wird, sobald Du mit dem Thema in Berührung kommst. Unerlöst deshalb, weil diese Überzeugungen Teil des Konflikts zwischen Freude und Leid, gut und schlecht, gut und böse sind. Sie sind gekoppelt mit Deinem "Bewertungs-System".. und worauf basiert das? Wieder auf Überzeugungen... auch Kreislauf.

    Ich sagte oben das dieser Konflikt aus einem Irrtum heraus resultiert. Der Irrtum ist, und das werden viele erst mal nicht glauben: Das etwas anderes überhaupt Ursache über eigenes Glück oder Leid ist. Solange man das von irgendetwas annimmt, ist es psychisch "noch da". Solange es noch eine Rolle spielt, wird man es auch in irgendeiner Form, in Übereinstimmung mit den eigenen Überzeugungen, erfahren. Aber man erfährt sehr präzise sozusagen die "Schnittmenge" des Konflikts.

    Damit kommen wir zu dem was Du beobachtet hast. Es ist nie so schön wie man annahm, entspricht nicht der Intensität der Vorfreude... Umgekehrt ist es nie so leidvoll, wie man vorher annahm, entspricht nicht der Intensität der Angst. Der Prozess vorher, das darüber nachdenken.... Angst oder Vorfreude empfinden... je länger er dauert, desto mehr "schleift" er das Thema schon ab, nimmt Intensität. Das ist im Grunde eine Form von Heilung. Wenn das Thema vollständig heilt, tritt die Erfahrung gar nicht mehr auf. Ansonsten wird sie von der Intensität abgesunken sein. Das ist nur dann nicht der Fall, wenn keine Beschäftigung damit stattfindet und die Erfahrung daher aus dem Nichts auftaucht. Die schlimmsten und leidvollsten Situationen sind daher Überraschungen, genau wie es die Schönsten sind.

    Objektiv existiert nämlich gar kein Unterschied zwischen gedanklicher "Simulation" einer Erfahrung und der Erfahrung selbst. Der Unterschied ist einfach nur, dass es vorher rein geistige Wahrnehmung ist, in der Erfahrung ist es materielle Wahrnehmung... (wobei auch da die bedeutsamen Vorgänge psychisch sind). Dieser Unterschied ist aber tatsächlich nicht objektiv, sondern subjektiv. Materie ist nicht "wahrer" in dem Sinne... das ist auch nur Glaube. Damit will ich sagen: Sobald Du Dich mit einem Thema beschäftigst, das in der Zukunft auch im materiellen Erleben eine Rolle spielen wird... ist der Prozess im Gange. Die Manifestation ist davon nur ein Teil, eine Art "Kollaps" in die Materie hinein. Wichtig dabei ist aber vor allem: Du setzt Dich immer mit dem auseinander was für Dich von Bedeutung ist.. und von Bedeutung ist für Dich alles, wo Du dem Irrtum unterliegst es sei Ursache und nicht Wirkung.

    Der tiefere Sinn der Vergebung, was ja Jesus lehrte, ist kein moralischer. Es geht darum, Ursache und Wirkung richtig zu stellen. Ich vergebe jemandem oder auch "etwas", einer Erfahrung, vielleicht nur einem Gedanken, um "dem" die Ursächlichkeit abzuerkennen. Ich löse meine Überzeugung(en), diese vermeintliche Ursache habe Macht über mich und erkenne sie als eine Wirkung, eine Art Ausprägung meiner eigenen Bewusstseinsinhalte, die ich wahrnehme und auf die ich reagiere, als seien sie unabhängig von mir, was sie nicht sind. Wenn man das erkennt... das nichts was man wahrnimmt, von einem selbst unabhängige Existenz hat, und nur die Bedeutung und Qualität hat, die man "hineindenkt", baut sich Angst ab... die Grübelei hört auf und weder erfährt man dann Leid durch Äußere Umstände, noch braucht man äußere Umstände um glücklich zu sein. Ich spreche da natürlich von einem Ideal, dass auf alles bezogen sicher schwer zu erreichen ist (möglich ist es), aber bei konkreten Themen ist das was ich da beschreibe genau das, was auch stattfindet. Und zwar so lange bis das Thema "erlöst" ist... keine Rolle mehr spielt und.. einfach nicht mehr auftaucht.



    Das ist eine sehr wichtige Beobachtung und das ist es, was ich oben mit dem meinte was ich über "Bedeutung" schrieb. Wenn man einen Wunsch hat, und dieser Wunsch mit Überzeugungen davon einhergeht, die Verwirklichung des Wunsches werde bestehendes Leid auflösen, wird er sich nicht erfüllen oder zu einer Enttäuschung werden. Die wirkliche Erfüllung kommt immer dann, wenn der "brauchen-Aspekt" nicht mehr da ist. An Beziehungen kann man das sehr gut erkennen. Die, bei denen sich die Partner wirklich brauchen, emotionale Abhängigkeiten vorliegen, sind in aller Regel voller Konflikte. Diejenigen, wo jeder für sich sein kann, der andere in dem Sinne nicht gebraucht aber natürlich geliebt wird, sind die funktionierenden Beziehungen und auch erfüllender. Die anderen bestehen eigentlich aus einem "Morgen wird es bestimmt besser..." Alles was mit brauchen zusammenhängt fixiert gewisse Vorstellungen des "Alles wird besser" auf die Zukunft... woraus man eine gewisse Kraft zieht weiter zu machen. Nur... es passiert eben nicht. Solange nicht, bis das Thema "erlöst" wurde von dem Leidfaktor.

    Ja, sehr schön formuliert. Wie ich ja jetzt schon oft erwähnte: Man beschäftigt sich mit dem was man für bedeutsam hält. Und Bedeutung zieht man interessanterweise nicht aus dem "Bekannten", sondern dem "Unbekannten". Sobald Du etwas vollkommen kennengelernt hast, wie auch Dich selbst in Interaktion damit, "löst es sich auf", spielt in Deinem Leben keine Rolle mehr. Wenn Du etwas erwartest, von dem Du zwar sicher weißt, dass es für Dich ein glücklicher Umstand sein wird... Nehmen wir an, Du weißt das Du morgen eine große Summe Geld bekommen wirst... Dann liegt trotzdem dieser Glücksfaktor nicht in dem Dir bekannten Bereich (das Thema Geld betreffend). Du ziehst ihn aus einer Art Hoffnung, die Du mit dem Thema verbindest, aber ohne konkrete Kenntnis darüber. Das liegt daran, dass Du Dir ja davon versprichst, Leid zu beenden... und dieses Leid ist schon ein unverstandener Faktor. Daher bist Du unsicher bei allem was es lösen soll. Oberflächlich gesehen sieht das falsch aus, man könnte z.B. sagen (wieder auf das Beispiel Geld bezogen): "Ich bin arm, und eine große Summe würde dieses Leiden beenden. Also: Ich kenne beides, sowohl das Problem, wie auch die mögliche Lösung." Aber das Leiden liegt nicht einfach in der Armut, der Mangel an Geld liegt nicht im Zufall oder den oberflächlich angenommenen Gründen, die hohe Summe würde nicht auf die Art das Problem lösen wie man es glaubt und wahrscheinlich eher gar nicht. Da wo Angst ist, ist etwas nicht verstanden worden, bzw. ist es noch nicht erkannt.


    Man kann durchaus Angst abbauen und wenn man weiterhin auf ein Ziel zustrebt, weil man eben diese Erfahrung machen will, aber ohne das es noch dazu dienen soll bestehendes Leid zu beenden, wird sich dieser Wunsch genau dann erfüllen, wenn man die Angst gelöst hat. Beispiel Geld: Angenommen Du willst reich sein, wirst Du dieses Ziel nicht erreichen, solange der Reichtum als ein Mittel dienen soll irgendeine Form von Leid aufzulösen. Du wirst es dann sein, wenn Du nach wie vor diese Erfahrung machen willst, aber die Verbindungen des Themas Reichtum zu "Leid" gelöst sind.

    Du kannst Deine Emotionen und das was Du denkst als ziemlich präzise Einschätzung dessen nehmen was passieren wird. Selbst wenn man bei etwas hin und hergerissen ist, nicht mal weiß ob etwas passieren wird oder nicht, kann man die Dinge zumindest tendenziell in gewünschte Bahnen lenken, indem man den geistigen Hintergrund dazu offen legt.

    Wenn durch die Erfahrung das Thema wirklich gelöst wurde, dann erscheint das so... Das liegt daran, dass es eben NICHT mit Leid verbunden ist, was bedeutet das das persönliche Leiden bleibt, während das Thema sich aufgelöst hat. Das ist einerseits positiv.. nur nimmt man dadurch keinen wirklichen Fortschritt wahr. Denn alles was man tut, tut man um dieses Leiden zu beenden das man nicht verstehen kann.

    Ja... das Thema pendelt sich auf jeden Fall ein. Eine Katastrophe wird schon nach kurzer Zeit an Intensität verlieren, genauso wie sich sehr schnell eine Ernüchterung einstellt, wenn es eine große Überraschung gab, von der man erwartete das sei die Lösung für irgendein Problem.

    Noch mal.. weil dass der wichtigste Punkt ist:
    Es geht darum, ob etwas das man erwartet, in irgendeiner Form mit bestehendem Leid verknüpft ist. Entweder dadurch das man denkt, es wird Leid bringen, oder weil man denkt, es wird Leid beenden. Auch ersteres betrifft schon bestehendes Leid, da die Überzeugungen das etwas Leiden bringen wird, bestehendes Leid sind... oder auch "nicht verarbeitetes Leid". Und der letzte Satz Deiner Aussage ist auch sehr richtig: Diesen Punkt hat man dann noch nicht verstanden. Da liegt noch etwas im Dunkeln wovon man so sehr überzeugt ist, dass man es einfach als wahr annimmt.

    Ich finde die Theorie schon treffend... sie stimmt auch. Aber sie ist noch nicht ganz genau. Das liegt auch daran, dass wenn Du eine Gesetzmäßigkeit erkannt zu haben glaubst, sie formulierst wie hier... gibt es wieder zwei Aspekte: Die Überzeugung das es so ist wie Du glaubst.
    Die potentielle Möglichkeit das Du Dich irrst.
    Und letzteres spielt nie keine Rolle. Und aus diesem Potential des Dir unbekannten, wird sich dann wieder etwas herauskristallisieren, dass eine Gesetzmäßigkeit relativiert, die man zuerst als absolut wahr angenommen hatte. Auch das ist etwas, das ständig erfahren wird. Überall und ständig werden vermeintliche Gesetzmäßigkeiten aufgestellt und nach einer mehr oder weniger kurzen Zeit, zeigen sich "Ausnahmen". Daher auch der Spruch "Ausnahmen bestätigen die Regel"...

    Das was sich da wehrt könnte einmal das sein was ich eben ansprach... Das Du zumindest gedanklich eine Theorie dagegenstellen kannst, nämlich die "Vielleicht ist die Theorie falsch - Theorie" :D (oder "nicht-absolut-wahr"). Möglicherweise wehrt sich auch Dein "Bewertungs-System" dagegen. Du hältst die Theorie grundsätzlich für richtig, aber Du bewertest sie negativ. Das würde dann dem entsprechen was ich oben mit Bedeutung und Überzeugungen meinte... Dann hätte das Thema Bedeutung für Dich, weil es irgendeinen Bezug zu bestehendem Leid hätte.

    Mehr als diese zwei Möglichkeiten sehe ich nicht.
    Abgesehen von dem gedanklichen Potential, das es doch noch andere gibt. ;)

    VG,
    C.
     
  9. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    14.058
    hat was - kein grundsätzlicher widerspruch. :)
     
  10. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Danke! Schon fürs Durchlesen! :D

    Noch ein Nachtrag zu dem was ich oben schrieb:

    Ich spreche viel über "Bezug zu Leid"... Wenn man sich z.B. etwas wünscht und das insofern Bezug zu Leid hat, als dass es als Problemlösung dienen soll.. Oder das man eine Erfahrung befürchtet, von der man ausgeht, dass sie Leid erzeugen wird. Und man kann das Leid in den allermeisten Fällen konkretisieren: Es hat (fast? immer) mit Beziehungen zu tun.

    Bei Wünschen ist es z.B. so, dass man den Leidbezug schon daran erkennen kann, das man sich etwas "für/wegen" anderer wünscht. Etwa ein schickes Auto, um bei anderen Eindruck zu machen. Oder man befürchtet etwas, von dem man sich genau das Gegenteil verspricht, das es einen Grund von anderen abgelehnt zu werden schaffen wird.

    Letztlich kann man wahrscheinlich jede Art Leid auf die Formel "Angst vor Isolation/Ablehnung/Einsamkeit".
     
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