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Die Sternen lügen nicht-sie schweigen von Bernd Harder

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Sternchen3, 8. April 2005.

  1. Sternchen3

    Sternchen3 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2005
    Beiträge:
    2
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    Bernd harder

    Die Sternen lügen nicht-sie schweigen
    67 entzauberte Esoterik-Mythen

    Vorwort
    Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor?In einer x-beliebigen Nachmittagstalkshow tritt einr selbst ernannte "Hexe"auf.
    sie glaube an "Tod und Wiedergeburt",sagt sie.Einer ihrer Geaprächspartner ist Geistlicher.
    Als er einen kritischen Einwand macht, bricht es geradezu aus der "Hexe" heraus: Die lehre von der Reinkarnation - also von der Wiedergeburt der Seele in einem anderen Körper-sei doch bis ins Jahr 553
    hinein teil der christlichen Lehre gewesen.Erst bei einemkonzil in Konstantinopel hätten
    "ein paar Tattergreise" alle Stellen und Hinweise darauf aus der Bibel gestrichen.
    Der Pfarrer ist ratlos, die Moderatorin sowieso.Und Sie zu Hause am Bildschirm?
    Bei einer Hochzeitsfeier unterhalten sich zwei der Gäste an ihrem Tisch über die Predigt des Pfarrers.
    Der eine erzählt etwas von einem "neuen Evangelium",das er kürzlich in einem Esoteriker-Buchladen gekauft habe.Der andere gibt zu erkennen, dass er sich intensiv mit "christlicher Astrologie" beschäftigt und überzeugt ist,dass Gott durch Sterne zu den Menschen spreche.
    Was können Sie tun ? Sich einmischen? Höflich, aber bestimmt darauf hinweisen, dass das Aberglaube in
    christlichem gewand ist?
    Ja-aber wie?
    Oft fühlen wir uns bei solchen Gesprächen unbehaglich.
    Wir spüren , dass solche Behauptungen und Ideen aus den bereichen Esoterik und Okkultismus Mythen sind und außerdem den christlichen Glauben verwässern oder sogar vollständig den biblischen Aussagen widersprechen.Zugleich aber fehlt uns nicht selten das nötige Sachwissen , um als ernst zu nehmender Diskussionspartner akzeptiert zu werden.

    Um es gleich vorweg zu nehmen :In diesem Buch geht es nicht darum ,Esoterik,Aberglauben und "Paranormales" gleichzusetzen mit Bindung an eine dunklen Welt.
    Nicht seelischen, spirituellen und körperlichen Gefahren von esoterischen Praktiken und Okkultismus
    oder"okkulte Belastung" stehen im Mittelpunkt. Auch nicht die Frage , ob sich hinter der Welle des Irrationalismus ein Angriff des Teufels , eine satanische Verschwörung , verbirgt.
    Dieses Buch bietet auch keine Patentrezepte gegen den Einfluss gott- und menschenfeindlicher Mächte.Vielmehr ist die Absicht von "Die Sternen lügen nicht-sie schweigen",Sie mit typischen esoterischen
    und abergläubischen Überzeugungen ,Thesen und Phrasen bekannt zu machen -und Ihnen überzeugende
    Gegenargumente an die Hand zu geben .Denn nur abwertende oder gar dämonisierende Bemerkungen zu diesem Themakreis fürhren in Gesprächen mit religiös nicht gebundenen und der Kirche fern stehenden Freunden, Bekannten und Kollegen in aller Regel kaum weiter.
    Außerdem:" Zu meinen , man das Wirken des Teufels eindämmen, indem man Verbotslisten mit Dingen erstellt,die,okkult belasten `, ist eine bloße Verharmlosung des Bösen", warnt der evangelische Theologe Dr. Hansjörg hemminger zu Recht.
    "Die Macht des Verdrehers und Verderbers von Anfang an ist verborgen hinter den unzähligen Schäden der gottlosen Menschenwelt".
    Aus diesem Grund finden Sie auf den folgenden Seiten knapp und in komprimierter Form wissenschaftliche fakten und biblische Wahrheiten gegen "Übersinnliches" und Unsinniges.Damit Sie jedem Gesprächdarüber geachsen sind.

    Aberglaube

    "Glaube und Aberglaube sind rein subjektiv. An gott zu glauben ist genauso abergläubisch wie drei mal auf Holz zu klopfen."

    Gegenfrage:Was ist der Unterschied zwischen Witz und Aberwitz?
    Wer witzig ist ,trifft das Richtige.Wer aberwitzig ist,erhebt einen falschen Anspruch und macht sich meist lächerlich.
    Auf die obige behauptung bezogen heißt das:Natürlich trifft es zu ,dass"Aberglaube" zu allen Zeiten und Kulturen ,ja sogar regional unterschiedlich definiert wurdeund wird.
    Aber: Wenn wir eine Idee oder eine Idee oder eine esoterische praktik als Aberglaube bezeichnen ,prüfen wir immer zugleich das , was wir bei sorgfältiger Betrachtung des Wissenstandes unserer kultur jeweils"objektiv" wissen können und was nicht.Aus diesem Grund ist es eben nicht derselbe"Aberglaube",
    auf einen Talisman oder aber auf Gott zu vertrauen.Ob es Gott gibt oder die Seele unsterblich ist,können
    wir objektiv betrachtet nicht wissen-aber auch nicht vernünftig widerlegen.Dagegen wissen wir heutzutage recht gut, dass von einem Glückspfennig keine geheimnisvollenüberirdischen "Kräfte" oder "Schwingungen" ausgehen und dass an einem Freitag.dem 13.,eben nicht mehr Unfälle
    passieren als sonst -denndazu gibt es einwandfreie wissenschaftliche und statistische Untersuchungen.
    Es stimmt,"Glaube" und "Aberglaube" mögen subjektiv sein. Aber sie sind durchaus nicht beliebig.
    Duch unsere Kenntnisse der Natur ist uns klar, dass bestimmte Zeichen und Gesten (wie etwa das Kreuzen der Finger oder ein besonderer kugelschreiber bei der Klausur) die Ereignisse, auf die sie gerihtet werden , unmöglich beeinflussen können.
    Anders gesagt: Wenn der aktuelle Stand des logischen und wissenschaftlichen Denkens unserer Zeit ergibt,dass ein Fluorit-heilstein kein "Kraftfeld" aussendet, das etwa Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer heilen kann,dann ist dies mitnichten eine rein "subjektive" Erkenntnis,die man einfach anzweifeln dürfte.
    Es gibt Dinge ,über die wir genau Bescheid wissen-und die wider bessere Einsicht trotzdem von vielen Menschen geglaubt werden.
    Und genau das ist Aberglaube.

    Amulette

    " Ein Amulett oder ein Talisman zu tragen ist doch das selbe wie z.b.eine Christophorus-Plakette im Auto".

    Nein.Talisman,Maskottchen und Amulett haben im Wesentlihen alle die gleiche Funktion: Sie sollen für den Besitzer Unheil abwenden und Glück bringen-den Sieg für die Fußballmanschaft ,eine gute Note in der Mathe Arbeit oder einen Geschäftserfolg.Diese Gegenstände weisen auf ein fast technisches Machbarkeitsdenken hin .
    Oder anders gesagt: auf einen"Glauben, dass...."
    Ihre Träger versuchen,sich geheimnisvoller und ungewöhnlicher Kräfte zu bedienen, um auf direktem Weg ein unmittelbares Ziel oder einen nahe liegenden Zweck zu erreichen.
    Das zeigt sich z.b. dann, wenn ein Fußballer bei einem wichtigen Spiel wie gelähmt agiert,weil seine"Glücksschuhe"gerade beim Schuster sind. Oder wenn eine Mannschaft die Schuld an einer Niederlage allein einer Tatsache zuschreibt, dass zuvorim Bus die "richtige" Sitzordnung nicht eingehalten wurde. Oder wo Menschen glauben,dass ohne einen bestimmten gegenstand, ohne eine bestimmte Handlung der Erfolg gar nicht mehr möglich ist.
    Sie verlieren die innere Sicherheit,die ein gesundes Selbstbewusstsein verleiht.
    Das Amulett,das dazu dienen soll, ihr Selbstbewusstsein zu stützen,untergräbt es in Wirklichkeit.
    bei Christen dagegen steht der "Glaube an...." im Vordergrund.
    Eine Christophorus- Plakette oder ein Fischaufkleber am Auto ersetzen weder gute Reifen und bremsen noch eine verantwortliche Fahrweise.Diese Zeichensollen uns vielmehr daran erinnern, dass wir an Gottes heil und Hilfe Glauben .

    fortzetzung folgt ...........
     
  2. Miramoni

    Miramoni Sehr aktives Mitglied

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    1. Januar 2005
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    münchen
    ja, auch die bakterien wurden erst erfunden, als man sie sehen konnte!
    wer vorher daran glaubte, war sicher anhänger eines aberglaubens.
    ist das jetzt eine raffinierte form von neptun? ein hauch von uranus? im 12. haus? zeichen fisch? oder missverstandener saturn gar?

    können einem die sterne leid tun?

    lg mira
     
  3. GreenTara

    GreenTara Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2003
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    4.788
    Ort:
    Kassel
    :D:D:D

    Moni, du bist ein Schatz. :umarmen: :kiss4: Eine geniale Antwort auf diese ewig gleichtönende, wenig phantasievolle Kritik an dem, was Astrologie eben nicht ist... ;)

    Wünsche mir noch ganz viele solcher Beiträge von dir!

    Lieben Gruß
    Rita
     
  4. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Kirchseeon/München
    Hallo Sternchen3,

    Du kannst ja gerne mal deine Daten rüberbeamen, dann wirst du sehen, zu was die Astrologie imstande ist.. :)

    Mit lieben Grüßen!

    Arnold
     
  5. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Graz
    die sterne schweigen, die sternchen plappern (nach)... da sind mir die sterne lieber.

    jake
     
  6. Flavira

    Flavira Neues Mitglied

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    Hallo!

    Arnold, ich glaube, das ist vergebliche Mühe.
    Es gibt sei immer wieder, Menschen, die meinen kritisieren zu können, wovon sie keine Ahnung haben.

    Ich frage nur, was dieses Posting hier soll? Ich gehe auch nicht ins Lara Croft (wird sie so geschrieben?) Forum und beleidige die Menschen dort, da sie einer Traumfrau hinterhängen, weil sie im richtigen Leben Frauen gegenüber Komplexe haben. Nicht dass das jetzt meine Meinung wäre – es gibt sicherlich solche unter ihren Fans – aber ich denke und hoffe, die meisten wollen nur ein wenig Alltagstress abbauen.

    Früher habe ich mich über solche Kritiken maßlos aufgeregt, heute sag ich nur: „Mach den Kopf dicht!“ Das ist nicht Bös gemeint, soll nur heißen, ich lasse es nicht mehr an mich ran. Ich WEISS was die Astrologie kann und nur das ist wichtig!

    Liebe Grüße an alle Astrologen! :kiss4:
    Anke
     
  7. Sternchen3

    Sternchen3 Neues Mitglied

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    2
    Astrologie

    "Astrologie ist eine uralte Erfahrungswissenschaft."

    "Erfahrungswissen" kann wahr sein- muss es aber nicht. Diese Frage stellt sich aber bei der Astrologie eigentlich gar nicht. Denn sie basiert nicht einmal auf "Erfahrung"(getestetes Wissen aus Beobachtung).
    Zunächst: verlieren sich die Ursprünge der Astrologie in einem mysteriösen, vorzeitlichen Dunkel , wie oft behauptet wird ?- Keineswegs.
    Wir wissen über die Entstehung der Sterndeutung und ihre Entwicklung recht gut Bescheid :Die klassische Astrologie ist kaum älter als das Christentum, das erste bekannte Horoskop ist auf das Jahr 410 v.Chr.
    datiert, die altbabylonischen Astralmythen sind lediglich primitive Vorformen.
    Viel entscheidender aber ist: Astrologische Deutungsregeln beruhen weder auf "Erfahrungen" noch auf
    systematischen Himmelsbeobachtungen nach einer wissenschaftlichen Methodik.
    Tatsächlich sind sie am Schreibtisch entstanden- und zwar nach einem sturen Schematismus, der sich naive Analogieschlüsse aufgrund der Namen der jeweiligen Gestirne zu Nutze macht.
    Das lässt sich am Beispiel des Planeten Pluto sehr gut zeigen : Obwohl der neunte Planet unseres Sonnensystems erst 1930 entdeckt wurde, waren die Astrologen schon kurze Zeit später mit ihren Entsprechungen zur Hand: Die zufällige Namensgebung Pluto (nach dem griechischen Gott der Unterwelt)
    führte zu folgender Charakteristika : Gewalt, Skrupellosigkeit , Verbrechen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Ähnliches mehr.
    Hätte man nicht eigentlich annehmen sollen, dass die astrologische Zunft erst einmal einen kompletten Pluto-Umlauf um die Sonne abwartet und etwaige Einflüsse des neu entdeckten Himmelskörpers auf uns Menschen und auf das irdische Geschehen genau beobachtet und protokolliert?
    Das hätte allerdings 248 Jahre gedauert .Zu lange anscheinend für die Anhänger des astrologischen Weltbildes , denn denen es um kaum mehr als eine vage symbolische Bedeutung der "Himmelslichter" geht-
    und nicht um Erfahrungs- oder gar Fachwissen.
    Der Okkultismus- Experte der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) ,Wolfgang Hund, hat dieses und eine ganze Reihe von weiteren, sehr einleuchtenden Beispielen für die Unwissenschaftlichkeit der Astrologie zusammengetragen:
    Was wäre, wenn die alten Römer den rötlich schimmernden Mars nicht nach ihrem Kriegsgott benannt hätten, sondern stattdessen nach dem Liebesgott Eros?
    Wären damit schlagartig sämtliche mit dem Himmelskörper verknüpften Horoskope sanftmütig geworden?
    Oder: An einem schönen, klaren Abend können wir am Himmel rund 2000 Sterne beobachten.
    Da nicht alle Sterne gleichzeitig über den Horizont stehen, vergrößert sich die Anzahl der Sterne, die wir mit bloßem Auge sehen können, auf etwa 6000. Zählt man nun noch die Sterne hinzu , die wir nicht wahrnehmen können, weil sie zu dunkel sind, dann geht ihre Zahl allerdings in die Milliarden.
    Für die Astrologen sind aber nur 150 Sterne von Bedeutung -nämlich jene, die auf dem so genannten Tierkreis liegen(das ist der scheinbare “Weg der Sonne“ am Himmel im Verlauf eines Jahres).
    Wieso? Auch auf diese Frage bleiben die Astrologen eine überzeugende Antwort schuldig.
    Oder: Was sehen wir, wenn wir mit bloßem Auge zum nächtlichen Sternenhimmel hinaufsehen?
    Nur viele helle Punkte – nicht aber die getreue Abbildung eines bekannten Objekts oder einer Figur.
    Nur die schöpferische Fantasie der Sterndeuter verbindet einzelne Sterne am Firmament assoziativ zu einer „Waage“, einem „Skorpion“ oder einem „Fisch“. Mittlerweile tragen mehr als 90 dieser so genannten Sternbilder einen Namen.
    Dafür ist die Internationale Astronomische Union zuständig , also Wissenschaftler.
    Für die Astrologen aber zählen wiederum nur jene zwölf Sternbilder auf dem Tierkreis: „ Tierkreiszeichen“ , denen sie eine anschaulich- mythologische Bedeutung zuschreiben. Und wiederum ignorieren sie dabei die Tatsache, das Sternenbilder bloß optische Projektionen sind. Die dazu gezählten Sterne bilden nicht wirklich eine Einheit mit einer komplexen und wirkmächtigen inneren Struktur, sondern sind unvorstellbar weit voneinander entfernt, ohne innere Verbundenheit – und ohne jeden Einfluss auf die Eigenschaften von „Waage“ -, “Skorpion“ – oder „Fische“ – Geborenen.
    Außerdem: Die zwölf Sternbilder am Himmel, die zur Geburtsstunde der Astrologie vor rund 2000 Jahren auf
    Der scheinbaren Sonnenbahn, der so genannten Ekliptik, zu sehen waren und daher zu den „ Tierkreiszeichen“ bestimmt wurden , sind längst weitergewandert. Aufgrund der Anziehungskräfte von Sonne und Mond torkelt die
    Erde ähnlich wie ein Kreisel durchs All. Das bedeutet zugleich, dass ich die Erdachse langsam, aber stetig verschiebt. Somit verändert sich in gleichem Maße die Ausrichtung der Erdoberfläche auf das Firmament – und damit auch auf die zu den Sternenbildern zusammengefassten Fixsterne.
    Das heißt : Wenn wir heute zum Himmel blicken , haben wir ganz andere „Himmelsgegenden“ vor Augen als die Menschen zur Zeit vor Christi Geburt . Die zwölf Sternbilder mit den Tierkreisnamen ( also Widder , Stier , Zwillinge ,Krebs, Löwe , Jungfrau ,Waage ,Skorpion , Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische) sind in den vergangenen zwei Jahrtausenden um etwa 30 Grad vorgerückt.
    So hat heute der „Zwilling“ dem „Stier“ Platz gemacht .
    Und wo vor 2000 Jahren das Sternbild der „Jungfrau“ zu sehen war, befindet sich jetzt der „Löwe“. Und das bedeutet zugleich ,dass ein angeblich leichtfertiger „Zwilling“ nach dem heutigen Stand der Gestirne eigentlich ein ernsthafter „Stier“ ist, und eine vermeintlich sorgenvolle „Jungfrau“ eher ein selbstbewusster „Löwe“ .
    Die Astrologie aber blendet die so genannte Erdprozession (die besagte Verschiebung der Erdachse) völlig aus .
    Konkret bedeutet das: Der Tierkreiszeichenring, den die Astrologen bis in die heutige Zeit hinein ihren Zeichnungen und Horoskopdeutungen zu Grunde legen, deckt sich nicht mehr mit den echten Sternbildern am realen Sternenhimmel, sondern er entspricht einer antiken Betrachtung.
    Wieso? Weil ein einmal festgelegtes und somit vertrautes (aber längst veraltetes) Weltbild anscheinend
    Mehr zählt als naturwissenschaftliche Tatsachen.
    Ähnliches gilt für den geheimnisvollen „Schicksalsimpuls“ , der angeblich von den Sternen auf uns Menschen
    Ausgehen soll. Kein Wissenschaftler behauptet , dass wir Menschen isoliert, ohne Beziehung zum
    Kosmos , leben.
    Aber gerade die nachgewiesenen Zusammenhänge wie z.b. Sonnenaktivität, Gezeiten etc. Sind weder von Astrologen entdeckt worden noch spielen sie im astrologischen Lehrsystem auch nur die geringste Rolle.
    Keine der vier bekannten Grundkräfte( Gravitation, Elektromagnetismus, starke und schwache
    Wechselwirkung /Radioaktivität) ist in der Lage , die komplexe Struktur der menschlichen Erbanlagen bzw. Charakter und Wesenszüge zu formen oder auch nur zu beeinflussen.
    Konkret bedeutet das: Die Planeten sind nicht elektrisch geladen und können daher keine weit reichenden Wirkungen ausüben . Das von ihnen ausgehende elektromagnetische Signal – also das Licht , das wir sehen - , kommt (neben vielen anderen Gründen) nicht in Frage ,weil nach astrologischer Lehre auch die Planeten wirken sollen , die zum Geburtszeitpunkt unter dem Horizont stehen und daher gar nicht gesehen werden können.
    Die Gravitationswirkung ist viel zu klein und unspezifisch. Die Anziehungskraft zwischen einem Säugling und der im Kreissaal anwesenden Hebamme ist rund eine Million Mal größer als die Gravitation der Planeten unseres Sonnensystems – denn Aufziehung hängt vom Abstand zwischen zwei Massen ab und sinkt drastisch mit der Entfernung der beiden Objekte.
    Die sogenannte starke und schwache Wechselwirkung regelt die Verhältnisse in den Atomkernen; sie wirkt jedoch nur auf ganz kurze Entfernungen, sozusagen nur, wenn die Elementarteilchen sich fast berühren. Das heißt: Kein wie auch immer gearteter „ kosmischer Reiz2 wirkt sich mit geradezu gesetzmäßiger Notwendigkeit auf das zukünftige menschliche Schicksal aus.
    Oder: Wann ist ein Mensch eigentlich „geboren“? Ist nicht der Zeitpunkt der genetischen Ausstattung ,also die Befruchtung , viel entscheidender als die Geburt? Wenn tatsächlich die Gestirne an der Bildung des menschlichen Wesens mitwirken würden- müssten sie dann nicht schon dem ungeborenen Fötus im Uterus ihren „Stempel“ aufdrücken, fragt sich Wolfgang Hund zu Recht.
    Rund 240 Menschen auf der Welt sind exakt zum selben Zeitpunkt auf die Welt gekommen .Wieso aber wird nicht jeder zum Dichterfürsten , der ein ähnliches Geburtshoroskop hat wie Johann Wolfgang von Goethe?
    Umgekehrt teilen viele Menschen dasselbe Schicksal , z.B. Tod bei einer Massenkatastrophe, haben aber nicht das gleiche Horoskop.
    Was ist für den Lebensweg zweier Menschen wohl bedeutsamer : Das gemeinsame Geburtshoroskop? Oder die Lebensumstände, in die sie hineingeboren werden?

    4.) „Man muss unterscheiden zwischen seriöser Astrologie und Scharlatanen, die mit primitiven Zeitungshoroskopen Geld machen wollen.“

    Zwischen „seriöser“ Astrologie und „Vulgärastrologie“ zu differenzieren .ist reine Rhetorik und führt keinen Schritt weiter. Denn der Unterschied zwischen einem detaillierten „persönlichen“ Horoskop und einem vierzeiligen Zeitungshoroskop lieg lediglich im Grad der Kompliziertheit. Individuelle astrologische „ Persönlichkeitsanalysen“ und Daseinsdeutungen beziehen sehr viel mehr Daten des Klienten mit ein , die die „ kosmische Situation“ zum Zeitpunkt seiner geburt möglichst exakt wiedergeben und ein „tiefgründiges Bild der menschlichen natur“ zeichnen sollen ; es wird mehr gerechnet, verglichen ,analysiert etc.
    Doch dieses gewaltige Regelgebäude mit zahllosen Abstraktionen, Zuordnungen und Deutungselementen sagt rein
    Gar nichts darüber aus , wie seriös das zugrunde gelegte Wissen ist.
    „Seriosität“ ist folglich kein brauchbares Unterscheidungsmerkmal. Zumal sich wohl ausnahmslos jeder Astrologe für „seriös“ hält – und die „ Unseriösen“ sind immer die anderen.
    Man muss eigentlich fragen, ob es auch nur eine einzige Variante astrologischer Deutungskunst gibt, die „funktioniert“. Gibt es überhaupt einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Gesamtsymbolik eines Horoskops und einem entsprechenden Geschehen auf der Erde bzw. mit einem Individuum?
    Dazu wurden mehr als 500 empirisch- wissenschaftliche Studien von Astrologie-Anhängern wie Astrologie- Kritikern durchgeführt: von Mathematikern, Psychologen, Soziologen, Astronomen und Medizinern.
    Die Ergebnisse deuten klar darauf hin , dass die von der Astrologie angenommenen Beziehungen zwischen den Menschen und den Gestirnen nicht bestehen- die grundlegende astrologische Hypothese also falsch ist.
    Der so genannte Mars –Effekt des Franzosen Gauquelin (der herausgefunden haben wollte, dass bestimmte Planeten – Konstellationen herausragende Angehörige bestimmter Berufe – z.B. Sportler – hervorbrachten), ist mittlerweile von Experten vielfach nachgeprüft und als Wissenschaftlich wertloser Datenselektionsprozess entlarvt worden.
     
  8. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Hi Sternchen,

    Wer die Astrologie auf ihre Stimmigkeit und ihre Möglichkeiten überprüfen will, muss sie studiert haben! Der Tierrkeis ist eine willkürliche Strecke, welche sich allerdings auf die Planeten und die scheinbare Sonnenbahn bezieht Wie wir wissen, sind die Umlaufzeiten der Erde und die der Planeten unseres Sonnensystems seit Jahrmillionen auf einer genauen und regelmäßig zeitlichen Umlaufbahn. Richtig ist, dass besonders unter der griechischen Hochkultur die Äqoinoktien im Widder befanden. Aber, die Archetypen, welche damals in die Tierkreiszeichen und Sternzeichen interpretiert wurden, beziehen sich immer auf die Sonnenbahn - von der Erde aus gesehen.

    "Ich glaube das, was ich sehe" und ich sehe jeden Tag die Sonne scheinbar auf- und untergehen und das ist für die subjektive Wahrnehmung des Menschen auschlaggebend. Eigentlich will ich als astrologisch psychologischer Berater und Lehrer nicht auf solche Statemants antworten, aber du hast dir trotzdem große Mühe dabei gegeben. Daher fand ich es sinnvoll dir du antworten.

    Mit lieben Grüßen! :)

    Arnold
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    wen meinst du denn mit wir? also was dich betrifft, stellst du deinem wissen gerade kein gutes zeugnis aus... was du hier behauptest, ist definitiv humbug.
    das nimmt nur jemand an, der von astrologie keine ahnung hat. selbstverständlich kann die position eines neu entdeckten planeten auch für vergangene jahre rückgerechnet werden (astronomisch, nicht astrologisch) - und damit ist er auch in allen horoskopen sichtbar, deren radixdatum vor seiner entdeckung liegt ... und horoskope in bezug auf biographien sind die basis astrologischer empirie; also steht im handumdrehen eine fülle von forschungsmaterial zur verfügung. und was die "zufällige" namensgebung pluto anlangt... seit wann wird irgendein namen zufällig vergeben? hab schon herzlicher gelacht...
    auf die was-wäre-wenn-hypothesen gehe ich nicht weiter ein, astrologie befasst sich mit wirklichkeit und nicht mit hirnwixigen planspielchen. die frage der sternzeichen ist längst - auch schon in diesem forum mehrfach - beantwortet. die realen sternbilder haben im laufe der geschichte (auch durch die erkenntnis der schwierigkeiten, die sie als astrologisches bezugssystem bringen) dazu geführt, dass in der abendländischen astrologie der siderische vom tropischen tierkreis abgelöst wurde. der ist eine art urmeter der astrologie, ein fiktiver messkreis, und hat mit 100, 1000 oder milliarden sternen so viel zu tun wie ein lineal mit deinem kopfumfang.
    einverstanden. meine armbanduhr wird von einer batterie betrieben, und ein quarzgesteuerter schrittschaltmotor bewegt die zeiger. wenn ichnun von diesen ablese, wie spät es ist ... hat dann die elektrizität die zeit gemacht? kannst du mir erklären, was zeit ist, welcher kosmische reiz sich hinter zeit verbirgt? astrologie nimmt für sich in anspruch, zeit qualitativ zu lesen, also nicht zeit zu messen, sondern das, was in der zeit liegt, zu interpretieren. dafür gibt es viele, auch viele kritisierbare, ansätze - wie im übrigen für jedes deutungsverfahren, auch für scheinbar wissenschaftliche deutungen von phänomenen. die medizinische diagnostik ist zum beispiel eine reichhaltige fundgrube für die deutungsproblematik. aber ich kennen keinen ernstzunehmenden astrologen, der noch davon ausgehen würde, dass "strahlen von den planeten" unser schicksal beeinflussen würden. dass diverse kosmische reize (direkte und indirekte auswirkungen z.b. des sonnenwinds auf unfallhäufigkeit etc.) auf uns einwirken, ist nicht gegenstand der astrologie, sondern der biologie, physik, chemie...
    ja und wo widerspricht da ein astrologe? der geburtszeitpunkt ist ein äußerst markanter punkt, um ein inidviduum in der zeitqualität zu verankern. zwangsläufig der einzige ist es nicht - zum beispiel wird im "human design", einem der astrologie ähnlichen verfahren, zusätzlich zum geburtszeitpunkt ein weiterer, 88 tage vor der geburt liegender zeitpunkt berücksichtigt. zum beispiel sind transithoroskope auf aktuelle zeitpunkte berechnet, zum beispiel gibt es chaosmathematisch begründete verfahren, die fraktale entsprechungen in der horoskoperstellung berücksichtigen ... der hund ist wohl da begraben, wo die kenntnis der astrologie nicht über die gängigen vorurteile hinausreicht. damit beißt sich die kritik in den schwanz, mit dem sie da so fröhlich wedelt :)
    stimmt, und schon gar nicht kann wissen als solches seriös sein. seriös ist gesellschaftliche bewertung des auftretens und sagt nicht einmal was über erfahrung und können bzw. über fertigkeiten im umgang mit den astrologischen hilfsmitteln aus. das ist genauso wie bei einem arzt. der weiße kittel sagt nichts darüber, ob er mein vertrauen verdient. wenn mir menschen, denen ich vertraue, aus erfahrung berichten, was er kann, dann erhält er meinen vertrauensvorschuss.
    möchtest du einen kausalzusammenhang haben? das ist naiv, davon haben sich sogar die physiker schon in vielen bereichen verabschiedet.
    dieses hypothese wird von den astrologiekritikern immer erst aufgestellt und hat mit den hypothesen, mit denen astrologen von heute arbeiten, in der regel nichts zu tun. und dann widerlegen sie ihre eigene behauptung ... toll. das ist so ähnlich wie mit der homöopathie ... offenbar ist es einfach unerträglich für viele medizininer anzuerkennen, dass etwas, das sie mit ihrem beschärnkten instrumentarium nicht erklären können, trotzdem funktioniert.

    im übrigen kommt solche kritik in aller regel auch von leuten - oft journalisten ohne tiefere sachkenntnis -, die auch hinsichtlich ihrer wisssenschafltichen fundierung weit entfernt vom heutigen stand der dinge sind. die modernen komplexitätswissenschaften zeichnen da ganz andere bilder und zusammenhänge - vielleicht, sternchen, magst du ja mal was von ken wilber lesen oder "das tao der physik" von fritjof capra, statt mit viel fleiß den stuss der schon sooooo oft entkräfteten argumente einmal mehr abzutippen.

    ich will dich aber nicht missionieren - du wirst sicher sehr gut ohne astrologie leben können, warum auch nicht. ich bin hier deshalb ein wenig auf deine sätze eingegangen, weil ja auch andere mitlesen, die sich vielleicht fragen, was an all dem dran ist. eine diskussion scheint mir schwer möglich zu sein, wie sich ja auch gezeigt hat, dass dir nicht mehr einfällt, als ohne konkretes eingehen auf die anderen statements weiter halbverdautes zu reproduzieren... mal sehen, wann es durch pansen und labmagen durch ist und den weg alles vergänglichen geht :)

    alles liebe, jake
     
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