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Die Neigung, zu dogmatisieren

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Bibo, 3. November 2009.

  1. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
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    Halllooo!

    Wieso eigentlich?

    Ich fixiere mich auf irgendeine Meinung, die mir durch intensivstes Nachdenken, durch intensivstes Verabscheuen anderer Dogmen oder auch einfach nur durch Fremdsuggestion, durch Überzeugung so was von wasserdicht, so was von richtig und absolut logisch erscheint, daß ich gar nicht anders kann, als sie in die Welt hinauszuposauenen. Aber das reicht nicht. Es sollen auch noch alle anderen von dieser absoluten WEltsicht, die die einzig Schlüssige nur sein kann, überzeugt sein. Die Welt soll von meinem Dogma beherrscht sein und erst, wenn sie nach seinen Regeln tickt, erst wenn alle Gegenstimmen ausgemerzt sind, ist mein Lebenssin erfüllt. Ich bin sogar bereit, dafür zu sterben oder andere dafür sterben zu lassen. Ja, selbst wenn ich dafür eingesperrt oder hingerichtet werde, mein Dogma hat noch Bestand über den Tod hinaus.

    Wieso eigentlich?

    Liebe Grüße,
    Bibo
     
  2. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.253
    Ort:
    Achtern Diek
    Aber sonst gehts?:rolleyes:


    LG
    U.
     
  3. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
    Nunja, das Leute wegen ihrer Überzeugungen bereit sind zu sterben kann man doch täglich in der Zeitung lesen (z.B: Terroranschläge). WOrums mir geht ist die Frage "wieso eigentlich?"
     
  4. derschreiber

    derschreiber Mitglied

    Registriert seit:
    30. Oktober 2009
    Beiträge:
    419
    vieleicht ist der glaube die letzte zuflucht etwas zu sein,
    und die totale absonderung, die letzte hoffnung.
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
    Interessantes Thema...

    Wenn man sich genauer anschaut wie wir denken, mal wirklich nüchtern und logisch dem auf den Grund geht, was man zu wissen glaubt, wird man feststellen das letztlich absolut alles relativ ist und man immer nur mit Überzeugungen hantiert. Das Interessante dabei ist: In dem Moment eines Gedankens, jeweils im "Jetzt", sind es sozusagen Wahrheiten und wir denken jeden Gedanken absolut... Auf Zeit gesehen relativieren sich die Gedanken sozusagen gegenseitig. Mal mehr mal weniger versteht sich.

    Das ist der eine Aspekt, sozusagen die reine "Verstandes-Technik" was Wahrheiten vs. Überzeugungen betrifft. Und Überzeugungen sind ja noch nicht unbedingt dogmatisch in dem Sinne wie Du es oben beschreibst.

    Warum Menschen dazu neigen, das wovon sie extrem überzeugt sind, auch auf eine Art nach außen zu bringen das es andere extrem überzeugen soll, hat mit der krassen Bewertung zu tun die diese Art zu denken mit einschließt. Es sind ja nicht nur Überzeugungen, sondern bei Dogmen geht es um richtig und falsch, um gut und böse usw. Das Interessante ist, das Dogmatiker v.a. predigen was alles Schlecht ist. Sie sind viel öfter Kritiker dessen was sie für falsch halten, als das sie wirklich das lehren was sie für richtig halten. Es ist vielmehr "dagegen" als "dafür"... Und das ist in allen Bereichen der Fall. Die Kirchen erzählen ihren Anhängern ja auch am liebsten was alles verboten und schlecht ist, was man nicht darf und was man tun muss, um nicht in die Hölle zu kommen. In der Politik hat keine Partei wirklich Lösungen anzubieten, aber was die anderen alle falsch machen, das wissen sie genau. Selbst die Wissenschaft ist mit Dogmatikern durchsetzt.. Ein gutes Beispiel sind die Skeptiker (GWUP). Die ziehen Dogmatiker magnetisch an, und ergänzen auf die Art perfekt, worüber sie vermeintliche Aufklärung betreiben.

    Übrigens gibt es etwas, wovon ich absolut überzeugt bin: Dogmatismus führt sehr direkt zum Leid. Hinterfragen was man so alles zu wissen glaubt, und gerade das was sicher erscheint und woran man festhalten will, führt hinaus.

    VG,
    C.
     
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    Du klingst wie der ANTICHRIST höchst persönlich! In Brüssel ist noch ein Stühlchen frei zwischen 665 und 667..... mach dich auf die Socken! :zauberer1
     
  7. Deckard66

    Deckard66 Mitglied

    Registriert seit:
    13. Oktober 2009
    Beiträge:
    265
    Ort:
    Deutschland
    Geistig verwirrte Menschen agieren ausschließlich im Ego ("Ego" und "Ich" sind 2 ganz verschiedene Dinge!). Sie folgen den Aussagen ebenso geistig verwirrter ausschließlich im Ego agierender Menschen und das Resultat ist das was du beschreibt.

    Der Mensch der sein Ego unterdrückt, die Welt als Beobachter wahrnimmt und realisiert wo er ist, wer ist ist und worum es geht kann so nicht handeln weil er weiß das es Unsinn ist, da er nur sich und anderen schadet.

    Bin ich von meiner Sicht der Dinge überzeugt? Ja.

    Möchte ich meine Sicht der Dinge anderen zuteil werden lassen? Ja.

    Will ich anderen meine Sicht der Dinge aufzwingen? Nein. Freier Willer. Wer in den Abgrund springen will soll das tun. Guten Flug. Außerdem ist es unmöglich. Der Wille zur Veränderung muß aus jedem selbst kommen. Warum soll ich Energie in etwas investieren das unmöglich ist?

    Würd ich andere verletzen oder töten um sie von meiner Sicht der Dinge zu überzeugen? Brauch ich nicht. Die Antworten hat jeder in sich. Wer sie nicht sucht und findet sorgt selbst für seinen Schmerz und sein Ableben. Schlag die Zeitung auf.

    Namaste,

    Deckard
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    ich bin mit all deiner überlegungen einer Meinung... ausser mit dieser... ick würd nie für meine Überzeugung andere Menschen in den Tod gehen lassen... ich würd für meine Überzugungen sterben... (wahrscheinlich) aber keine Meiner überzuegungen ist wertvoller als ein Menschenleben (ausser meins)

    wieso nicht?

    warum sind die Menschen eigentlich immer so entrüstet, oder verständnisslos, wenn mal einer die Masken des guten Geschmacks, der Höflichkeit und des Moralkorsets fallen lässt und darüber schreibt, was einen WIRKLICH bewegt?
     
  9. Bibo

    Bibo Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. April 2007
    Beiträge:
    3.069
    Ort:
    sehr im Süden Deutschlands
    Ich würd für meine Überzugungen sterben... (wahrscheinlich) aber keine Meiner überzuegungen ist wertvoller als ein Menschenleben (ausser meins)


    Hi Fist,

    ich habe mich nur in den extremen dogmatischen Bewusstseinsmodus hineinversetzt und festgestellt, daß es darin diese fanatische, über Leichen gehende Qualität(/Morbidität gibt. Ich würde auch niemals wegen einer ÜBerzeugung andere sterben lassen - sage ich jetzt mal einfach ohne die Umstände zu kennen, in die ich eines Tages geraten könnte (wie siehts z.B. aus, wenn die Gesellschaft eines Tages wieder in den Faschischmuss kippt?) Für die Zukunft weiss ich es nicth, inwieweit das auch in mir angelegte "Dogmabewusstsein" - das jetzt vielleicht noch schlummert und sich nur ab und zu in abgeschwächter Form zeigt - aufgrund der gegebenen Umstände ins Extreme kippen könnte.


    Gruß,
    Bibo
     
  10. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.253
    Ort:
    Achtern Diek
    Werbung:
    Hi Fist,

    ich war nicht entrüstet, aber höchst irritiert. Schließlich will Bibo zur Durchsetzung seines Dogmas, außer seiner Person, auch andere Menschen sterben lassen. Findest du diesen Gedanken nicht auch ein wenig in-human? :rolleyes:

    Außerdem: Solche Sätze sind bombastischer Größenwahn. Erinnern mich an die Selbstinzienierung zu früh abgestillter oder verlassener Kinder...("Schaut auf mich und habt mich trotzdem lieb").


    LG
    U.
     
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