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Die Lebensuhr im Horoskop, Feinbedeutung der Altersprogression.

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Arnold, 20. Juni 2016.

  1. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Die Lebensuhr im Horoskop, Feinbedeutung der Altersprogression.



    Sehr viel Stoff, der Vertiefung und Zeit beansprucht! Aber er ist mit Sicherheit für solche geeignet und nützlich, sobald man sich eingängig mit der Astrologie beschäftigen will. Kein Durchlaufstoff, der gleich im Gehirn sitzen bleibt, wobei wir jetzt schon fürs erste bei der eigenen menschlichen Freiwilligkeit und der Anstrengung angekommen sind!



    Die Altersprogression ist eine astrologische Spezialität der Huberschule. Der wesentliche Unterschied zu anderen Methoden ergibt sich aus bekannten Erkenntnissen der Psychosynthese und vor allem durch die Anwendung des goldenen Schnittmaßes, welches sich besonders in der Zahl Sechs findet! Diese Zahl beinhaltet ebenso die Zahl drei, und man kann genauso diese Zahl darin finden, dass der Tierkreis sich in zwölf 30 Grad großen Abschnitte teilt. Ebenso ist die Abfolge der Primäraspekte von großer Wichtigkeit, was Aspekte der 30 Grad Ordnung ergibt. So ist die 30 im Halbsextil enthalten, im Sextil die 60, im Quadrat die 90, im Trigon die 120 und zuletzt die Opposition mit 180 Grad. All diese Zahlen lassen sich harmonisch durch die 30 teilen.



    Der goldene Schnitt erklärt sich auch im bekannten platonischen Jahr, welches sich aus 30 x 72 Jahren ergibt. So wandert die Präzession alle 72 Jahre ein Grad im kosmischen Drehzeigersinn rückwärts und braucht 2160 Jahre dafür, um ein Zeichen zu durchwandern. Dies ist auch immer mit einer neuen Epoche, mit einem neuen Zeitalter verbunden. Daher arbeitet die Altersprogression in Schritten von sechs Jahren, da sie dem goldenen Schnittmaß der Sonne entspricht. Der Mensch ist ein Abbild der Sonne, ein organisches Wesen.

    Der goldene Schnitt ( lat. Sectio Aurea ) ist ein mathematisches Unterteilungsverhältnis von 0.6180333333 + 0.3819666666 = 1 Der GS ist in der gegenseitigen Unterteilung der Striche im Pentagramm veranschaulicht. das Pentagramm ist ein fünfstrahliger Stern, der in einem einzigen Strich gezeichnet werden kann.

    Um einen exakten "Drudenfuß" zu konstruieren, zeichnet man in einem Kreis fünf Punkte, in je einen Abstand von 72° ein, die man dann in einen einzigen Strich verbinden kann. Die sich dabei überkreuzenden Linien unterteilen sich gegenseitig mehrfach im Verhältnis A:B=B:C.

    Viele Strukturen in der Natur und bei menschlichen Artefakten sind - gewollt, oder zufällig - nach diesem Teilungsverhältnis aufgebaut: Cheops-Pyramide, Leonardo`s Mensch, Kunstwerke der Antike und der Renaissance, Dombauten des Mittelalters usw.

    Der Alterspunkt bezieht sich in den Hauszonen, sowie im ganzen Tierkreis auf den GS! Der Talpunkt eines Hauses befindet sich demnach immer auf 0.618 im Verhältnis zur Hausgröße. Interessant dabei ist auch die Tatsache, dass der Talpunkt des ganzen Tierkreises im achten Haus am Talpunkt ebenso zu finden ist! Das erklärt auch den Tiefgang dieses Hauses, dieses Zeichens und zeigt ebenso an, dass es sich um das schwierigste Haus handelt, welches man mit dem Alterspunkt im Alter von 42 - 48 Jahren durchwandert. Der Talpunkt des ganzen Zyklus findet somit mit 46 Lebensjahren statt.

    Statisch kennt man die Abfolge im Tierkreis mit kardinal - fix - veränderlich, also Energie - Form - Gedanke. Aber man kennt vom Menschen her die logische Abfolge von Gedanke - Energie - Form. Daher beginnt ein Folgehaus dynamisch bereits am Talpunkt des Vorhauses. Somit sieht man, dass ein Haus drei grundsätzliche Zonen in sich hat, primär drei Hauptzonen und drei sekundäre Zonen.

    Den meisten Astrologen sind die Transite sicher bekannt. Aber meistens wird diese Methode so gehandhabt, indem man das was von außen auf einen zukommt interpretiert. Solches löst häufig den Ereigniszwang aus, und sehr viele Astrologen haben selbst die „Transitis“ und versäumen dabei ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Altersprogression zeigt vielmehr die eigene innendynamische Befindlichkeit an. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass man all das, was man im äußeren erlebt, dem eigenen Inneren entstammt! Die Altersprogression arbeitet mit den Geburtsorthäusern – GOH, also mit den Koch-Häusern. Sie zeigen die subjektive Wahrnehmung eines Menschen auf seiner erlebten Augenhöhe an, also so, wie er seine Umwelt wahrnimmt. Daher eignet sich ein anderes Häusersystem für die Altersprogression keinesfalls!


    Die Technik ist einfach: Bei der Geburt startet der AP in Richtung der Häuser und des Tierkreises gegen den Uhrzeigersinn. Dabei benötigt er für die Durchwanderung eines Hauses sechs Jahre, was einer Umrundungsdauer um den Häuserkreis 72 Jahre ergibt. In dieser Zeitspanne bildet der AP 132 Aspekte zum eigenen Horoskop. Er beginnt also am Aszendenten und kehrt nach 72 Lebensjahren dort zurück. Wie eine Spirale setzt sich nach dieser Zeit die Wanderung fort. Der AP bewegt sich im ersten Zyklus durch das erste Haus und mit sechs Lebensjahren erreicht man die zweite Häuserspitze, mit 12 die dritte, mit 36 die sechste usw.


    Soweit die Technik, wobei natürlich die Häuser ihre Zonen haben und die drei wichtigsten die Spitze, der Invertpunkt und den Talpunkt ergeben. Das ergibt eine Intensitätskurve, einen Ablauf, der in jeden Haus zu finden ist! Der Aszendent gehört dem kardinalen Kreuz an. Eine Geburt oder deren Umstände erfordert diese kardinale Energie, so dass man in diese Welt hineingeboren werden kann! Also startet der Alterspunkt an dieser Stelle durch das erste Haus, welches von Mars beherrscht wird. Daher auch der bekannte erste Schrei eines neugeborenen Kindes, welches sich astrologisch gesehen als der Mond im Horoskop ergibt! Als schnellster Reisender durch den Tierkreis ist der Mond weich wie der heiße Ton auf der Töpferscheibe. Er lässt sich formen, prägen, wartet seiner Natur nach auf den Kontakt, natürlich primär zur Mutter. Man liegt hilflos auf dem Geburtstisch und ist schutzlos und nackt der Umwelt ausgeliefert, abhängig vom Grad der Zuneigung, vom Milieu, in welchem das eigen Ahnen- und Sippenschicksal das Licht der Welt hat erblicken lassen.


    Ab der Geburt bis zum 10. Lebensjahr hin spricht man von Frühprägung. Der Alterspunkt befindet die Konjunktion und die Opposition als wichtige Primäraspekte, die anderen fünf ergeben die sekundären Auslösungen. Also kann man sein Horoskop anschauen und rasch sehen, wann man entsprechende Aspekte auslöst und wie man sie erlebt hat. Die ersten zwei bis sechs Lebensmonate entsprechen noch dem symbiotischen Zustand mit der Mutter, der sich im 12. Haus zurückverfolgen lässt. Venus und Mars, Ernährung, das Strampeln und besonders die Mutter sind die lebensnotwendigen Bedürfnisse, so dass Saturn als Mutter schützt, ernährt, verpflegt, behütet, und mit dem Körperkontakt ein Kind optimal versorgt. Der Mond reagiert und weis ganz instinktiv um die eigenen Bedürfnisse.


    Nach einiger Zeit fängt der Mars zum Krabbeln an und auch der Merkur macht sich mit den ersten Sprachheranbildungsprozessen bemerkbar und will zusammen mit Mars alles Mögliche neugierig „be-greifen“! Jede Geburt ist wie ein Trauma und erst mit der Zeit erholt sich ein Kind davon. Ein weiterer Abschnitt in diesem Haus ist der Invertpunkt, was wiederum einer fixen Qualität entspricht. „Invertieren“ bedeutet so viel wie „umschalten“, wobei diese Prozesse etwas Fließendes darstellen, ineinander übergehen, hier vom kardinalen in den fixen Bereich. Dieses Umschalten an dieser Stelle lässt langsam den kardinalen Schub abklingen und Stabilität und Festigung eine Phase bringen, in welcher die Sprache für das Kind mit Merkur bemerkbar wird. Und mit vier kommt das Kind am Talpunkt des ersten Hauses an, dem veränderlichen Bereich. Während die Energien an einer Häuserspitze gemäß der Intensitätskurve ganz nach außen gerichtet sind, kommen sie am Invertpunkt in ruhigere Fahrwasser. Vergleichbar einer Häuserspitze dringen die Energien voll nach außen, um hinterher relativ rasch abzunehmen, so dass am fixen Invertpunkt die Hälfte nach innen geht, die andere nach außen.


    Am Talpunkt gehen die Energien gleich einer Pflanze im Winter bis zu 90% in die Wurzel zurück, was in astrologisch psychologischer Hinsicht die erste Einstülpstelle von 12 im ganzen Horoskop ist! Der Talpunkt im ersten Haus erfährt ein Kind dadurch, dass nun bereits das zweite Stierhaus zum Wirken beginnt! Statisch erreicht man es mit sechs Jahren, dynamisch bereits mit Vollendung des vierten Lebensjahres! So erlebt das Kind, dass ihm Grenzen aufgezeigt werden. Das Vorschulalter, oder das Spielen im Sandkasten löst zum ersten Mal die Besitzachse der Häuser zwei und acht aus. Da geht es um das Mein und Dein und um das Teilen mit der Gemeinschaft. Klar, ein Kind kann somit den Zank um Eimerchen und Schaufel in der Sandkiste mit gleichaltrigen Menschen erleben, Gewinn oder Verlust erleiden. Oder die Mutter nimmt mir meinen einarmigen Teddy weg, schmeißt ihn in die Mülltonne und hat mir einen neuen mitgebracht. Aber der einarmige Teddy hat mich bisher mein Leben begleitet, beim Schlafen im Bettchen, und es war meine organische Bezugsperson, die ich streicheln und lieben konnte. Der neue Teddy schützt mich nicht vor dem Verlust des alten! So etwas prägt, auch wenn dies nicht von so großer Bedeutung wäre, aus Sicht mancher Erzieher.


    Planeten in den ersten zwei Häusern stehend sind also sehr wichtig zu nehmen! Entweder berührt man sie in der Konjunktion, so dass man voll in der Suppe sitzt und dies noch gar nicht orten kann. Bei einer Opposition mit dem AP in den ersten zwei Lebensjahren ist meist ein ganz natürlicher Mechanismus der Fall, besser gesagt zwei: Entweder verdrängt man das, was auf der Gegenseite ist, oder man spaltet es ab. Das sind sehr wichtige Mechanismen, um die gesamte Entwicklung garantieren zu können. Problematisch wird es dann, wenn ein echtes seelisches Trauma der Fall ist, was ebenso körperliche Verletzungen und Verletzungen seelischer Art betreffen kann. Angenommen, jemand hat den Pluto kurz vor der zweiten Häuserspitze stehen, in Opposition zu seinem Mond, dann kann man 36 Jahre später so etwas erlösen, integrieren oder auch auflösen. Dazwischen bildet der AP in einem jeden Haus die fünf besagten Sekundäraspekte, also vom Halbsextil bis zum Quincunx, was der eigenen Entwicklungsdynamik sehr hilfreich sein kann!


    Der Häuserkreis teilt sich also in 12 Abschnitte von jeweils sechs Jahren ein. Und so ist es logisch, die entsprechenden Zeiten in den Häusern zu deuten! Mit sechs kommt man in die Schule, mit zwölf folgt das dritte Haus, und oft sieht man den Wechsel auf eine höhere Schule, die Anbindung und soziale Integration in das Kollektiv etc. Mit 18 erreiche ich das IC und das vierte Krebshaus, sozusagen in der Polarität die Individuums Achse. Und mit 22 bin ich am Talpunkt des vierten Hauses angelangt, zieht dynamisch ins fünfte und will auf die Spielwiese hingehen, und so ziehe ich den Ablöseprozess vom Elternhaus in Betracht. Ich möchte Erwachsen sein und Beziehungen eingehen, meine Sexualität erleben und ausleben, autonom und unabhängig sein. Die Meisten bekommen im fünften Haus ihre Kinder, gehen Beziehungen ein und kommen nicht selten vom Regen des vierten Hauses in die Traufe des fünften! Das fixe – feurige Löwenhaus drückt die Vitalität der Sonne aus und am Talpunkt fünf kommt der Bereich des sechsten Hauses zum Tragen, welches natürlich mit der Existenzbewältigung zu tun bekommt. Ein Erdhaus, wo die veränderliche Energie spürbar wird. Oft muss man sich im Beruf anpassen, oder man hat noch nicht herausgefunden, in welchen Bereichen man gute Anlagen mitbringt, so dass man sich spezialisieren kann. Flexibilität ist gefragt, und hier kommt auch die eigene Anstrengung auf den Plan, aber auch das Wissen und die Erfahrung darüber wie ich mit geringsten Aufwand das bestmögliche Ergebnis bekommen kann. Dies sollen nur Ausrisse sein, Stichwörter oder Anreize, da man alleine über ein Haus ein Buch schreiben könnte. Am Talpunkt des sechsten Hauses kommt der Punkt, wo man endlich beginnt aus dem unbewussten Horoskopraum, also der Nachtseite, endlich in den bewussten Raum angekommen zu sein! Der bewusste Raum bringt die notwendigen Lichter auf manche Schatten, so dass viele Mechanismen einem immer mehr bewusst werden.
     
  2. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Wichtig ist auch die Zuteilung der Lebensphasen. Demnach stehen die ersten 24 Lebensjahre unter dem Mond, also Kindheit, Jugend bis zur Heranbildung der eigenen Persönlichkeit. Die Sonne hat die Phase von 24 bis 48 Jahren. Da hat sie ihre Strahlkraft, die ab der Phase von Saturn abnimmt, welche bis 72 reicht. Das siebte Haus bildet mit dem ersten zusammen die Begegnungsachse, und somit geht es um die Partnerschaft, aber auch um das Geschäft mit dem Du, um Abmachungen und Verträge. Das siebte Haus ist kardinal und am Deszendenten kommt es zur Leistungsforderung, zur Energieumsetzung gemäß den kardinalen Prinzipien. Habe ich im ersten Haus Planeten stehen, so kann ich bei entsprechender Selbstkritik mein etwaiges Fehlverhalten anschauen. Prägung kann integriert und aufgelöst werden, sobald der Mechanismus und das damit verknüpfte Ereignis ins Bewusste gehoben werden können. Das Unbewusste speichert alles wie ein Decoder ab.


    Der Talpunkt im siebten Haus zieht mit dem 40. Lebensjahr bereits in das achte. Das fixe Haus des Skorpions ist nicht ganz so einfach, da in dieser Zeit das Thema des Loslassens in den Vordergrund in sich trägt! Man ist nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt, und das achte Haus ist abgrundtief! Mit dem goldenen Schnitt auf den Tierkreis bezogen ist der Talpunkt im achten Haus ebenso der Talpunkt des ganzen Horoskops! Im Job rücken die Jüngeren nach und machen die eigene Position streitig. Oder die Kinder sind groß und wollen ausziehen. Auf der Besitzachse der Häuser zwei und acht ist ja dieses Mein und Dein ein Thema, und so kann manche Bindung ein Ende finden, sei es der Jobverlust oder der Verlust des Partners. Im achten Haus sterben nicht selten die Eltern, so dass hier oft schmerzliche Transformation der Fall ist. Aber ab dem Talpunkt fängt dynamisch das neunte Haus an, veränderlicher Qualität und Natur!


    Dies bringt nicht selten eine neue Lebensphase und man kann gleich dem Phoenix aus der Asche hervorkommen. Auch grenzt das neunte Haus an das Medium Coeli, welches die linke und rechte Horoskop Seite, so wie am Immun Coeli die Grenze von Ich und Du anzeigt. Allmählich kommt man in eine Phase, in welcher man anfängt einen gesunden Egoismus heranzubilden. Auch bringt das neunte Haus die eigene Lebensanschauung mit sich, indem ich das 36 Jahre vorher mir eingetrichtert worden ist, auf seinen Gehalt anschauen kann, zur Synthese bringen, um weiterhin daran arbeiten, den eigenen Horizont nach oben erweitern zu können. Die Häuser elf bis acht entsprechen dem Raum, wo die Sonne am stärksten unter Tage ihre Strahlkraft hat. Am MC ist sie am stärksten, so dass man auf dem Weg zum Gipfel kommt.


    Dazu soll hier ab dem Talpunkt eine weitere sehr wichtige Zone beachtet werden! Nach dem Talpunkt teile ich die Wegstrecke in Graden zum Folgehaus ein. Das heißt, dass nach zwei Drittel nach dem Talpunkt der Stressbereich vor einer Häuserspitze eintritt! Das ist mit einem Sprint vergleichbar, manchmal kurz vor dem Kollaps, da man zwei Häusern in dieser Zeit dienen soll; hier dem neunten und dem zehnten. Kurz vor dem Gipfel am MC denkt man angekommen zu sein und stellt fest, dass man lediglich einen Überhang geschafft hat und es immer noch weiter nach oben geht! Da ist besagter Streckenkollaps oft der Fall. Aber der AP ist so hilfreich, weil ich mich auf solche Phasen vorbereiten kann und den Schalthebel rechtzeitig umlegen und mich somit darauf einstelle! Das Spitzenerlebnis ist relativ kurz, so wie reifes Obst am Baum hängt, oder eine Pflanze blüht. Danach ist die Energie ebenso vorhanden, aber sie rutscht innerhalb von zwei Jahren beinahe unmerklich zum Invertpunkt, dem fixen Bereich. Und die Strecke vom Invertpunkt zum Talpunkt kann man durchaus ebenso in drei Teilen betrachten. Diese Übergänge in den Häusern sind wichtig und stimmen auch mit den entsprechenden Lebensphasen überein.


    Im zehnten Haus ist man auf der Bühne, also in dem Haus, wo mittags die Sonne am hellsten auf die Erde herunterstrahlt. Hier kann man auf das vierte Haus zurückschauen und mich fragen, ob ich meine Berufung gefunden habe. Man steht im Licht und wird von der Umwelt in den Fokus der Beobachtung stehen. Auch ist das zehnte Haus kardinaler Natur. Man steht auf dem Dach und kann schauen, was man die letzten 36 Jahre auf dem Weg bis zum Gipfel erlebt und geschaffen hat. Eine ebenso gute Phase, um sein bisheriges Leben von Anfang an betrachten zu können.


    Ein sehr wichtiger Hinweis ergibt die Tatsache, dass ich, sobald ich ein Haus betrete, das dazu gehörige Kreuz immer aktiviere! AC, IC, DC und MC bilden das kardinale Kreuz, in welchem es immer um Energieumsatz, um Leistung, aber auch um Ich- Behauptung und Durchsetzung geht! Ebenso aktiviert man das fixe Kreuz immer wieder dann, sobald der AP ein fixes Haus durchläuft, und mit dem veränderlichen Kreuz werden die Häuser drei, sechs, neun und zwölf aktiviert.


    Das zehnte Haus, da stehe ich im Fokus der Öffentlichkeit, und so kann es sein, dass manche eigene verborgene Leiche im Keller an die Öffentlichkeit kommen könnte, und meine Karriere und mein Ruf darunter zu leiden hätten. Aber wesentlich ist immer, ob oder welche Planten in einem Haus stehen, da Konjunktion und Opposition markante Stellen für sich ergeben! So kann zum Beispiel eine Sonne, welche in der Radix am Talpunkt des zehnten Hauses steht, endlich bemerkt werden und ihre Strahlkraft entfalten. Eine Sonne an der Spitze wird bis sogar zwei Drittel nach dem Invertpunkt stehend sofort oder nach relativ kurzer Zeit von der Umwelt wahrgenommen! Häuserspitze bedeutet hier die größtmögliche Anbindung zur Umwelt, aber ebenso ist bei Planeten an den Häuserspitzen der Prägeeinfluss am stärksten! In eingeschlossenen Zeichen und am Talpunkt wird ein Planet oft für lange Zeit nicht von der Umwelt erkannt, und selbst bekommt man nur Zugang, sobald man sich entsprechend seiner Anlagen nach innen zuwendet. Das kann sehr schmerzhaft sein, sobald ich zum Beispiel einen eigeschlossenen Mond, oder am Talpunkt stehend im Horoskop habe! Ich will Kontakt und werde von meiner Umwelt nicht bemerkt. So bin ich auf mich selbst zurückgeworfen, was so etwas wie einer Konfliktphase entspricht. So ein Planet trägt jedoch eine absolut unverfälschte Reinheit in sich, weil der von niemanden geprägt werden konnte!


    Hebe ich diese Energie aus meinem Innersten nach oben, dann brilliert dieser Planet unglaublich stark und bekommt entsprechend tollen Feedback! Weis ich über so eine Tatsache Bescheid, dann kann ich daran arbeiten, ganz bewusst und ebenso die Erklärung und die Ursachen finden. Mit dem AP kann ich willentlich Korrekturen angehen, sobald sie notwendig sind. Somit bringt er auch eine echte Weiterentwicklung mit sich, da ich die Lebensphasen erkenne, auch über die Liste des AP, der wie lange Transite eine zeitlich erhebliche Wirkungsdauer mit sich bringt!


    Nach dem Talpunkt im zehnten Haus komme ich langsam in den Stressbereich zur elften Häuserspitze, wo die fixe, luftige Qualität des Wassermanns ihren Platz findet. Mit Menschen mit Planeten im elften oder fünften Haus kommt ein Thema, in welchem es um besagte moralische Vorstellung, um Ethik und auch um die Zugehörigkeit einer Schicht oder Gruppe geht, welche darauf bedacht sind, das Weltbild schlechthin zu verändern. Oder man schafft Visionen, welche die Welt besser machen sollen. Im Stressbereich zur elften Spitze hat man oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein, um dazugehören zu können! Aber mit der Zeit kommt die Erkenntnis, dass in diesem Haus alles Mögliche an menschlicher Qualität anzutreffen ist! Man fängt in dieser Lebensphase zum Selektieren an, was Beziehungen oder Freundschaften anbelangt. Meist wird der Kreis kleiner, aber die verbliebenen Beziehungen gewinnen an Bedeutung und haben ihre Werte. Im elften Haus kommt es zur Verbrüderung oder Vernetzung mit den Gruppen, die einem selbst gemäß sind. Ich kann ebenso hier die Rockerbanden antreffen, oder eine astrologische Schule, da diese im elften Haus ebenso ihren Platz findet.


    Ja, und ich kann im elften Haus das angehen, was ich im Alter zwischen 24 und 30 versäumt habe. Da spielt natürlich die eigene Befindlichkeit eine Rolle. Manche können tatsächlich eine gute und freie Beziehung eingehen, und manche sind in ihrem elfenbeinernen Turm wie isoliert, weil sie bisher den wichtigen Ausgleich einer Partnerschafft noch nicht so verinnerlicht haben. Da geht es ständig um das Bemühen des Ausgleichs, wie eben auf der Begegnungsachse der Häuser eins und sieben. Alte Eroberungsmuster greifen nicht mehr so gut, und so verkürzen sich die Abstände und die Zeitdauer einer Beziehung. Ein Thema, welches in der „Liebe und Kontakt im Horoskop“ eingehender abgehandelt wird.


    Mit 64 befindet man sich am Talpunkt des 11. Hauses und steht dynamisch im 12. Haus. Das 12. Haus ist der intimste und bewusste Raum im Horoskop. So kehre ich zu mir selbst zurück, und das veränderlich, wässrige Haus steht in der Polarität dem sechsten gegenüber. Sobald mich jemand braucht, kann ich mit meiner Erfahrung ins sechste Haus rüber gehen und helfen. Und anschließend gehe ich wieder zurück und bin mir selbst wichtig! Bin ich mit mir im Reinen, dann kann ich nach dem Talpunkt 12, also mit 70 mich auf eine weitere Runde um den Häuserkreis aufmachen. Und mit 70 aktiviere ich wieder das kardinale Kreuz, das erste Haus und die Begegnungsachse, so dass der Austausch mit dem Du, Partnerschaft und Zweisamkeit in den Fokus der eigenen Persönlichkeit gerichtet wird!
     
  3. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Dies ist ein Ausriss über die Altersprogression, wobei die Feindeutung erst zeigen wird, wieviel man aus einem Horoskop herausholen kann. Dazu noch sehr wesentliche und grundsätzliche Anmerkungen zur Altersprogression:


    Planeten sind organisch, so dass echte Wahrheiten durch dieses Organische die Folge sind! Organisch sind zum Beispiel die Tatsachen, wie die, dass die Sonne im Osten am Horizont aufgeht und im Westen wieder untergeht. Den hermetischen Gesetzen entsprechend von „wie oben so unten, wie innen so außen“ ist der Mensch ein Abdruck, ein Abbild der Sonne, was unserem Wesenskern entspricht. „Ich denke, also bin ich“ ist eine Erkenntnis, und mit meiner Sonne habe ich ein Willensorgan mentaler, geistiger Art und kann wie ein Wagenlenker meinen Willen in alle möglichen Richtungen drehen. Die Sonne hat neben sich weitere Planeten als Kollegen auf seiner Seite, so dass die Planeten unseren Funktionsorganen entsprechen. Daher ist sie der Persönlichkeitsplanet per set , da in ihr der Wille, die Wahrnehmung und Unterscheidungsfähigkeit gegeben ist! Der Mond, ebenso Persönlichkeitsplanet kann nur empfinden, fühlen und reflektieren. Und in einem Körper steht man mit Saturn als dritten Persönlichkeitsplanet in einem Körper. Daher ist die Sonne so wichtig, und der Alterspunkt schickt mich auf eine Reise durch zwölf Häuser.

    Somit ist der Fokus des AP ein echter Gradmesser der jeweiligen Zeitqualität, in der er sich im Hier und Jetzt bemerkbar macht. Aber die ganzen Prozesse verlaufen beim Menschen primär von innen nach außen! Und das ist das, was mich ausmacht, meinen Erbanlagen, also den Planeten im Zeichen entspricht! Und ebenso kommt zuerst die eigene Bewusstsein Struktur auf den Tisch, was dem eigenen Aspektbild entspricht! Daran sind meine Planeten angehängt, so dass das Aspektbild in seiner Gesamtheit, in seiner Form, seiner Farbigkeit und seiner Richtung, also wo es in den Häuserraum hinzielt! Da finde ich mich wieder, ohne einen Planeten anschauen zu müssen! Das Aspektbild als meine innerste Struktur! Ich kann sehen, ob ich die Motivation von „Ich-Behauptung in mir habe, kardinal, indem Strichfiguren in meinem Aspektbild vorhanden sind. Oder ich kann sehen, ob ich Vierecken im Bild habe, was der fixen Motivation von „Bewahrung, Stabilität und Sicherheit“ entspricht. Oder ich habe Dreiecken im Bild, also die veränderliche Motivation von „Liebe und Freiheit!“


    Dann schaue ich auf meine Erbanlagen, also auf meine Planeten im Tierkreiszeichen. Da sind meine Anlagen, meine Fähigkeiten, mit welchen ich der Umwelt in den Häusern begegne. Die astrologischen Häuser stellen Herausforderungen dar, so dass entsprechende Entwicklungsdynamik als Lebensweg angezeigt ist. Die Häuser sind Lebensräume mit entsprechenden Lebensinhalten und Lebensanforderungen. Und ein Haus ergibt mit dem AP immer eine Art von gegenwärtiger Lebensthematik. Es geht doch zuletzt darum wie ich mich selbst mit meiner Sonne im Leben verwirkliche, meine Anlagen erkenne und mich zuletzt nicht dem Versuch unterziehe, aus einem Widder eine Jungfrau zu werden oder auch umgekehrt!


    Aber die Prägeeinflüsse der Umwelt können fördern oder gefährlich sein, und zwar dann, sobald ich mich verbiegen lasse, so dass ich zuletzt unter dem Verlust der eigenen Identität leiden müsste- Selbstentfremdung. Daher ist das Häuserhoroskop so wichtig, weil man darin sehen kann, wie die Umwelt und die Eltern einen gesehen haben und entsprechend prägen wollten! Auch ist eine Rosette im Häuserhoroskop zu sehen, die Intensitätskurve, an der Spitze total nach außen, am Invertpunkt bereits etwa zur Hälfte nach innen abgesunken, am Talpunkt gänzlich nach innen verlaufend.


    Dieser Energieverlauf ist auch in der Physik erkennbar. Zum Beispiel bekommt ein Radfahrer einen starken Schub, sobald es munter von oben nach unten, also bergab geht. So rollt er bis zum Talpunkt, und wenn er bei Null Schwerkraftmasse angekommen ist, herrscht Stillstand und das Rad bleibt stehen. Nichts geht mehr, so wie ein Ball, der ausrollt und stehenbleibt! Wie ein Kolben mit dem Gesetz des „Schwungmomentum,“ was auch als „der tote Punkt“ bezeichnet wird. So kann man einen Talpunkt beschreiben. Früher hat man die Autos vorne angekurbelt, und so musste man die Kurbel so drehen, dass wieder genug Kraft vorhanden war, um den Kolben aus besagten Punkt zu bringen, damit die Karre wieder anspringt. Aber so ein Talpunktjahr dauert ein Jahr, wobei dieser bereits acht Monate vor Exaktheit und vier Monate danach alle sechs Jahre in einem jeden Haus stattfindet. Weis ich dies, dann kann ich mich entsprechend vorbereiten, mich in so einem Jahr innerlich treiben lassen, meinen Gedanken und Ideen nachgehen. Das ist gut, weil ich in dieser Zeit Zugang zu meinem innersten bekomme. Und diese Planphase und die Ideen kann ich auf der Folgespitze umsetzen und umsetzen. Aber am Talpunkt ist nicht unbedingt die Zeit zu handeln, eher zu reflektieren.


    Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Planeten bis sogar nur 1 Grad vor dem Talpunkt mehr pessimistisch gestimmt sind, Planeten nach dem Talpunkt optimistisch! Das liegt an der Zone um den Invertpunkt, und das fixe Prinzip wird hier durch den Saturn bestimmt, der Sicherung braucht und Angst vor Verlusten seiner Natur nach hat. Und nach dem Talpunkt beginnt der kardinale Bereich zur nächsten Spitze, was Aufbruchsstimmung mit sich bringt.

    Ebenso wesentlich sind die Zeichenwechsel, da die Zeichen immer meinen Anlagen und meinen Temperamenten entsprechen. Daher sind die Wechsel von einem Tierkreiszeichen in das folgende ebenso von sehr großer Wichtigkeit in der Altersprogression! Dies geschieht individuell, da man 12 Zeichen am Aszendenten stehen haben kann. Am heftigsten spürt man einen Zeichenwechsel, sobald man aus dem Wasser in das Feuer wechselt! Meistens ist der Wechsel bereits zwei oder vier Monate vorher bemerkbar, da es sich hier ebenso um fließende Übergänge handelt.


    Wasser ist passiv und Feuer aktiv. Da steckt man im Wasser, von Gefühlen und Empfindungen durchdrungen, reagiert passiv…. und plötzlich kommt das kalte Wasser mit dem Feuer in Berührung. Das zischt wie Lava, die glühend ins Meer stürzt! Wie in einer Dampfküche liegt alles im Nebel. So dauert es seine Zeit, bis man sich an die Energie des Feuers gewöhnt. Aber dabei muss man auch die Motivation der Zeichen mit einbeziehen! Der veränderliche Fisch wechselt in die kardinale Energie des Widders, oder die kardinale Wasserenergie des Krebses wechselt in den feurig, fixen Löwen, der fixe und wässrige Skorpion in das veränderliche Feuer des Schützen. Am Häuserkreis finden wir am Aszendenten die kosmische Spalte von den Fischen zum Widder, und da treten wir auch ins Leben bei unserer Geburt ein.


    Aber ich könnte zum Beispiel auf 10 Grad meinen Aszendenten im Skorpion haben, so dass ich nach einem Drittel Wegstrecke den Zeichenwechsel in den Schützen habe. Aber die Abfolgen als solche finden innerhalb von 72 Jahren immer statt!


    Der Wechsel vom kardinalen Widder in das Zeichen Stier bringt auch das Gefühl mit gegen eine Wand zu rennen. Feuer ist immer gut für das Tun und für das, was man bewegen möchte. Und in der Erde kommt eine ganz andere Qualität und um die Frage, wie es um den guten Geschmack steht und wie ich im fixen Stier meine Qualitäten zum Erden und zum Ausdruck zur Blüte bringen kann. Und wohlgemerkt, dieser Wechsel kann in einem Horoskop in jedem Haus stattfinden, also ganz spezifisch und individuell. Das erlaubt absolute Feindeutung, weil es organische Vorgänge im Menschen sind! Die Zeichenwechsel bekommen ebenso ihre Qualität, weil die Übergänge in jedem Alter entsprechend angezeigt sind. Klar, mit sieben Jahren bin ich ein Kind und noch nicht autonom. Aber die Lagerung der Zeichen ist Vererbung, welche in den Häusern konditioniert wird. So zeigen die Zeichen in jeder Lebensphase an, wie ich einem Haus ganz individuell begegne! Ich wechsle bei einem Zeichenwechsel meine aufgesetzte Brille und jedes Mal wechselt die Motivation. Der Stier sammelt, schafft Strukturen und verwertet. Und so kommt der Wechsel von fixen Stier in die veränderliche Luft. Da werde ich kontaktfreudiger, auch wissbegierlicher, flexibel. Und beim Wechsel weht der Wind, wirbelt die fixen Prinzipien durcheinander, hinterfragt sie um sie ebenso in eine Form bringen zu können. Weiterbildung kann auch ein Schlagwort für dieses Zeichen sein. Dabei achtet man nicht auf die Herrscher der Zeichen, da man ohnehin die Brille in so einer Zeit trägt. Logisch ist auch die Tatsache, dass man sich in der Luft oder in einem anderen Zeichen angekommen fühlt. So tut sich ein Steinbock sicher leichter, sobald er Jungfrau oder Stier im Zeichen durchläuft.
     
  4. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    Der nächste Wechsel bringt die veränderliche Luftqualität zum kardinalen Krebs. Ein Übergang, der mehr durch die Empfindungen führt. Aber zugleich kommt die Durchsetzung durch, so wie ein kleines Kind, das so lange weint, bis es die Aufmerksamkeit bekommt. Lässt man sie in Ruhe, dann kommen sie nach einer Zeit auf einen zu, als wenn nichts gewesen wäre. Doch die Mondbrille bringt echten Zugang zu den eigenen Gefühlen. Zugleich schaut man immer auf das entsprechende Haus wo der AP steht, was entsprechende Kombination ergibt und den Menschen erfasst. Und so folgt der zweite Wechsel, und bei den Fischen ist das Wasser ins Feuer gegangen, so wie es beim Übergang zum feurigen, fixen Löwen auch der Fall ist. Jetzt trage ich die Sonnenbrille und gehe nach der Eingewöhnungszeit entsprechend dieses Zeichens vor.


    Ein Zeichenwechsel ist immer ein Wechsel in eine neue Landschaft. So kommt ein Zeichen bei 12 Grad im Durchlauf besonders stark zum Tragen, und am Ende des Zeichens klingt dessen Energie langsam ab, da das Folgezeichen sichtbar wird und seine Wirkung zunehmend mit den Qualitäten des Vorzeichens mischt, so dass anschließend ab drei oder vier Grad die reine Zeichenqualität unverfälscht spürbar ist. Hat eine Zeichenachse zwei Häuserspitzen, dann ist man beim Durchlauf stark gefordert, was auch einem Aufbauprozess entspricht. In eingeschlossenen Zeichen habe ich dafür wieder mehr Zeit für mich, auch wenn sich darin kein Planet befindet!


    Wie man sieht, geht der AP von innen nach außen, so dass man selbst rasch merkt, dass es ohne die eigene Anstrengung, um das eigene Bemühen im Leben einfach nicht geht! Diese Dynamik des AP zündet innerhalb von sechs Jahren alle Planeten im Aspekt an, so dass nach jeweils sechs Jahren sich der Lernprozess in einem Folgehaus abspielt. Diese Prozesse kommen von innen, wobei auch der Energiefluss durch die Umwelt von außen nach innen dringen kann. Aber zuletzt geht es darum, das eigene Radix zu integrieren, seine eigene Werkzeuge, also die Planeten gut einzusetzen, um zuletzt eine runde und ganzheitliche Persönlichkeit werde. Mit der Altersprogression kommt man auch von der bekannten Deutung der Transite weg. Und Transitis kann ungesund sein, vor allem dann, wenn man keine brauchbaren Informationen bekommt, sondern solche, die in der Polarität nur zwischen gut und schlecht sich bewegt. Nur wenige Autoren sind hierfür empfehlenswert, so wie der bekannte Astrologe Howard Sasportas oder Stephen Arojo.


    Tatsache ist, dass man das was man nicht entwickelt, über die Umwelt gebacken bekommt. Die astrologische Psychologie setzt bei den Stärken an und beim freien Willen. Sonst entsteht nur Stückwerk, was wiederum unzufrieden macht und nicht selten den Zugang zur Astrologie verleidet. Alles hat seine tiefen Ursachen, so dass alles in der Gegenwart ein Spiegelbild aus der Vergangenheit sein kann. Daher muss man immer nach vorne blicken, da auch die Zukunft in der Gegenwart begründet ist! Auch für das Mondknotenhoroskop gibt es die Altersprogression, wobei die Phasen der Aspekte zeitlich weitaus kürzer sind. Das Mondknotenhoroskop gibt Aufschlüsse über die eigene Schattenpersönlichkeit, weil es die Aufsummierung aller zuvor gemachten Inkarnationen aufzeigt, ebenso alte Muster, die der eigenen Weiterentwicklung hinderlich sein können.


    Der Temperamentsalterspunkt.


    Der Temperamentsalterspunkt, kurz TAP genannt, zeigt die vier dem Menschen innewohnenden Entwicklungslinien auf. Im ersten Haus steht der TAP wie der AP gleich. Anschließend wechselt der AP in das zweite Haus, während der TAP vom ersten Feuerhaus in das zweite Feuerhaus wechselt, also in das fünfte Haus! Während der AP ins zweite Haus geht, kommt altersgemäß der TAP im fünften zum Tragen. Das macht sich darin bemerkbar, dass ein Kind das Verhalten der Erwachsenen nachvollzieht, imponieren möchte und im Fokus der anderen der Hahn im Korb sein möchte. Das geht spielerisch von sich, und trotzdem macht sich die Rivalität bemerkbar, die Art der eigenen Durchsetzung im späteren Leben.


    Geht der AP ins dritte Haus, landet der TAP im neunten Haus, also im dritten Feuerhaus. Man will selbst der Lehrer sein oder redet so daher! Der TAP sieht sich auch die Lehrer genauer an, durchschaut deren Muster und findet ihre Schwachstellen. So ist im Alter zwischen 12 und 18 Jahren auch die Auflehnung gegen die Erwachsenenwelt zu sehen, und bei schlechten Leistungen in der Schule für viele der Müll sichtbar, der im Wege der Bildung, aber auch der Gleichschaltung über uns herabregnet!


    Der AP geht ins vierte Haus und der TAP kommt in den kardinalen Steinbock, also ins zehnte Haus. Auch hier stehen sich wie auf der drei neun Achse AP und TAP gegenüber. Die Nestflucht ist ein Thema, und natürlich der Weg bis ins das zehnte Haus, Leiter für Leiter. So findet irgendwie allmählich die Nestflucht statt und man will sich auf den Weg zum Gipfel machen.


    Sobald im Alter von 24 der AP das fünfte Haus erreicht hat, wechselt der TAP in das fixe Stierzeichen. Da kehrt sich einiges um, da ich jetzt mit dem TAP auch meinen Habitus gebrauchen kann, also meine Fähigkeiten, damit ich mich im fünften Haus auch gut präsentieren kann! Am Aszendenten reicht die Maske, und im fünften Haus schauen sie einem unter dem Rock! Da bin ich aufgefordert in den gesunden Wettbewerb mit der Konkurrenz zu gehen, indem ich mich im fairen Wettbewerb mit andern messen soll. Das geht schon bei der Brautschau los, sobald ein Rivale auftaucht und Konkurrenz macht. Im Sport ist es ebenso, also möchte man der schönste und Beste sein, imponieren und im Vordergrund stehen. Man stellt fest, dass die anderen auch eine Sonne haben und ihre Strahlkraft verbreiten.


    Wechselt der AP in das sechste Haus der veränderlichen Jungfrau, dann treffen wie im ersten Haus AP und TAP zusammen. Sicher gut für alle Belange dieses Hauses, so dass auch der Aufbau einer Existenz so gesehen gute Energien mitbringt. Sobald der AP im Alter von 36 Jahren in das siebte Haus kommt, geht der TAP in das kardinale Lufthaus, also ebenso ins siebte! Man sieht, wie AP und TAP sich im kardinalen Kreuz immer treffen! Die Themen sind auf der Tafel für die vier Entwicklungslinien in brauchbaren Reizworten gegeben. Hier geht es mir mehr um die Abfolge und die notwendig logischen Erklärungen. Sobald der AP in das achte Haus im Alter von 42 Jahren wechselt, kommt der TAP in das fixe Luftzeichen des elften Hauses. Im neunten Haus stehen sich der AP und der TAP auf der Achse der Häuser drei und neun wieder gegenüber, AP in neun und TAP in drei. Und auch im zehnten Haus stehen sich im Alter von 54 bis 60 AP und TAP gegenüber, da der TAP ins kardinale Wasserhaus, also ins vierte gewechselt hat. Steht der AP zwischen 60 und 66 Jahren im elften Haus, so wechselt der TAP ins fixe Wasserhaus acht. Hier kann man zum Beispiel das elfte Haus in Bezug zum achten setzen. Das elfte Haus gibt gerne eine Möglichkeit für alle Verbesserungen vor, und im achten Haus sieht man die Welt wie sie ist und nicht so wie sie im 11. Haus gerne sein könnte.


    Im zwölften und veränderlichen Haus der Fische treffen AP und TAP wieder zusammen. Eine sehr wesentliche Unterscheidung liegt in der Dynamik der Häuser. Die normale Abfolge sieht man immer mit Kardinal, Fix und Veränderlich. Man kann sich gut vorstellen, wie die kardinale Energie den Urknall verursacht hat. „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Der Geist Gottes schwebte über den Wassern…..“! Im Grund sagt die Einleitung der Schöpfungsgeschichte aus, dass ein Geist vorhanden ist. Dieser Geist ist die Ursache, indem er sich beim Urknall in jede Richtung ausweitet und manifestiert! Es ist ja auch so, dass alle Galaxien Sternenstaub sind und der Mensch und alle DNS Ketten aus diesem Urstaub hervorkommen! Jetzt hat man Materie und den Geist, was wiederum Bewusstsein ergibt! Der kardinale Impuls, dann die Manifestation im fixen Prinzip, in dem sich unsere Erdlandschaft manifestiert und auskristallisiert hat. Und das veränderliche Prinzip, auch die Evolution, hinterfragt und bringt anschließend einen neuen, kardinalen Impuls.


    Aber, dieser Ablauf mag so gesehen seine Richtigkeit und seinen Bestand haben. Doch dieser Ablauf entspricht nur bedingt diesen Abläufen. Daher diese dynamische Deutung, mit welcher das erste Haus nicht am Aszendenten beginnt, sondern vielmehr am Talpunkt des zwölften Hauses! So erhalte ich nicht die Dynamik mit Kardinal, Fix und Veränderlich, sondern die Abfolge von Veränderlich, Kardinal und Fix. Das entspricht einer absolut stimmigen Abfolge von „Gedanke, Energie und Form“!


    Jetzt kann ich auf das Horoskop schauen und sehen, wo sich die Planeten befinden, also in welchen Häuserzonen. Somit ist es möglich, diese Abfolge bei einem Menschen zu betrachten, was mit dem „Dynamischer Quadrant“ zu tun hat. Für die Gedanken- und Ideenbildung sind die Talpunktplaneten geeignet, für die Energie die Planeten um die Häuserspitzen, und für die Form die fixen Bereiche zwischen Spitze und Talpunkt. alterspunkt.jpg Häuserzonen_Größe ändern.JPG 3 kreuze.jpg 5 schichten.jpg
     
  5. kniesebein

    kniesebein Mitglied

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    14. Oktober 2005
    Beiträge:
    52
    Ort:
    Wien
    Lieber Arnold,
    vielen lieben Dank!
    Lese deine Beiträge immer sehr interessiert, verschlinge sie schon fast.
    Danke dir.
    LG Kniese
     
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  6. Pfeil

    Pfeil Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2012
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    Berlin
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    Was ist denn die oberste Ebene hier?

    [​IMG]

    Das sind wohl von unten Felder, Zeichen, Planeten und Aspekte. Und die oberste Ebene? Aspektfiguren?
     
  7. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

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    Hat doch sehr viel Ähnlichkeit mit der "Blume des Lebens"
     
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  8. Arnold

    Arnold Sehr aktives Mitglied

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    13. Januar 2005
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    4.972
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    Kirchseeon/München
    Hallo Pfeil,

    Habe soeben die Grafiken kopiert und hinzugefügt. Werde sie noch scannen, damit sie besser sichtbar ist. Hoffe dies reicht inzwischen!
    DSC07120.JPG DSC07124.JPG
     
  9. Kolibri_8

    Kolibri_8 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juni 2015
    Beiträge:
    114
    Da Google ich mir die Finger wund die letzten Tage und dann stellst du solch einen intensiven Thread rein :D

    Gilt der Talpunkt exakt auf der Gradstellung und alles danach läuft schon in den Stressbereich?
    Da ich ja eine Konj von Sa/So/Ju habe, frage ich mich ob durch die Konj da Jupiter auch noch mit reingezogen wird in den Talpunkt/Stresspunkt?? Ich würde spontan ja sagen, da ich die Planetenkonj einfach nicht so getrennt voneinander betrachten kann...frag dann doch lieber nochmal nach.

    Liebe Grüße
     
  10. Kolibri_8

    Kolibri_8 Aktives Mitglied

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