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Die Klärung der "Erfolgsbesessenheit" (Erfolgszwang)

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von tschü, 13. November 2009.

  1. tschü

    tschü Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2009
    Beiträge:
    494
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    Hallo liebe Foris,

    Erfolgsbesessenheit wird in unserer Zeit in bestimmten Bereichen (Manager, Politiker, Sportler) nicht allzu kritisch hinterfragt, vielleicht sogar als „erforderlich“ angesehen. Meiner Meinung lohnt es sich hier, genauer hinzusehen. Aus meiner Sicht fühlt das als eine total nach vorne gerichtete Kraft an, als etwas „fixiertes“, als die „Gier nach Erfolg“. Zielgerichtetes Vorgehen bringt zwar an sich Kraft und Motivation, es geht mir hier darum, einmal hinzusehen bzw. hinzufühlen, was macht diese Kraft mit mir, was bringt sie mir und welchen Preis zahle ich dafür und inwieweit handelt es sich hier um etwas „zwanghaftes“.

    Die wohl ungünstigste Begleiterscheinung des Erfolgszwanges ist der Glaubenssatz, „der Zweck heiligt die Mittel“. Das betrifft nicht nur die Politik, die zB mit diesem Satz Guantanamo hervorgebracht hat oder Sportler mit Dopingsünden etc, oder auch Pop-Sänger die dann an den Medikamenten, die sie benötigen um das auszuhalten, zugrunde gehen, aber meiner Meinung auch der Einsatz der Magie für Egozwecke.

    Meine Erkenntnis hier: DER ZWECK HEILIGT DIE MITTEL NICHT, der Einsatz von Vorgehensweisen, die nicht im Einklang mit dem Herzen stehen, kann letztlich auch nichts positives hervorbringen, nichts mit dem man wirklich glücklich wird. Es ist eine negative Kraft und bringt daher nur Negatives hervor. Es führt auch dazu, dass man für den Erfolg auch Dinge in Kauf nimmt, die eben keine Freude bereiten, die nicht im Einklang mit seinen Gefühlen stehen und letztlich zu Schmerz führen. Aber was zählt ist ja der "Erfolg".

    Leider müssen die führenden Kräfte in der Wirtschaft über einen teilweise nicht unerheblichen Grad an Erfolgsbesessenheit verfügen und geben dadurch den Druck auf die unteren Ebenen weiter, sodass das ganze System von dieser negativen Kraft unterwandert ist.

    Die Kraft des Erfolgszwanges fühlt sich für mich so an: „ich muss gewinnen“, oder das Versprechen: „ohne den Erfolgszwang gibt es keinen Sieg“.
    Es ist eine treibende Kraft, wo man immer „einen Schritt vorne ist“ – damit ist man aber nicht im Jetzt. Man lebt nicht im „So-sein“ sondern man hat das Ziel, noch höher in der Karrierreleiter (Manager) oder noch höher in der Politik oder noch andere Frauen erobern (Playboy) usw, überall steckt eines dahinter: ich will gewinnen.
    Für mich fühlt sich das auch ein wenig als „Wutkraft“ an. Und wenn man gewonnen hat findet man heraus, man ist nicht glücklicher geworden, man benötigt wieder einen Sieg. So läuft man sein Leben lang etwas nach, ohne dass man am Ziel wirklich „ankommt“. Denn das „Versprechen des Erfolges“ ist der „Sieg“, der macht aber nur kurzfristig glücklich, zB „die eine Nacht“ beim Playboy und dann geht schon wieder die Suche nach dem nächsten Ziel weiter. Und so geht es fort und fort. Man könnte es den „Eselszug“ nennen, man hängt an der Leine und es wird einem die Wurst oder Karotte vorgehalten und so weiter. Die Gier nach Erfolg ist aber auch nicht "schlaffördernd".

    Nach meiner jetzigen Erkenntnis geht es vor allem auch darum, zwischen ERFOLG HABEN und ERFOLGREICH SEIN zu unterscheiden. Das eine ist das Streben nach dem „Sieg“ (haben – wollen, also ein materielles streben, eine „Illusion“ die letztlich in den Schmerz führt und das andere das SEIN, das beinhaltet die Dinge im Leben anzunehmen wie sie sind, das Leben im „Jetzt“.

    Eine Möglichkeit ist, diesen Glaubenssatz, man müsse immer Erfolg haben „umzuprogrammieren“, zB „ich habe Erfolg mit dem Herzen, mit dem was mir Freude macht“. Ein weitere Affirmation: „ich widerstehe dem Zug nach vorne“. „Ich werde mir bewusst, wo ich mich gerade befinde“.

    Erfolg als Ausdruck der Polarität ist an sich in Ordnung, niemand will nur Misserfolg, die Frage ist eben mit welcher Motivation bzw. mit welchen Mitteln man vorgeht bzw. welchen Preis man dafür bezahlt, weiters ob man auf „Erfolg-haben“ aus ist oder auf „erfolgreich-SEIN“.

    Dies sind zumindest meine bisherigen Erkenntnisse zu diesem Thema. Es würde mich freuen, wenn ihr auch über eure Erfahrungen zu diesem Thema berichtet.

    Liebe Lichtgrüße,
    Tschü
     
  2. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.110
    Ort:
    Land Brandenburg
    Hallo lieber Tschü,

    ich kann gut nachvollziehen, was Du hier beschreibst. Durch die Konditionierung der Eltern und Gesellschaft, ist es zwanghaft geworden, einen Ehrgeiz an den Tag zu legen, der die Menschen ins Unglück stürzt. Denn was haben sie davon, wenn sie Massen an Geld vielleicht häufen können, wenn sie durch Ellbogenpolitik und Erfolgszwang zum einen ihre Gesundheit ruinieren und zum anderen, andere Menschen dadurch vor den Kopf stoßen bzw. sogar vernichten (Mobbing usw....). Am Ende sind sie sehr einsam und können mit ihren finanziellen Mitteln das wichtigste in unserem Leben eben nicht kaufen, die Eigenliebe und die Liebe zu anderen Menschen.

    Der Erfolgszwang ist wohl mehr schon ein Erfolgswahn, denn die Gesellschaft will immer besser, schöner, reicher....doch wo kann das hinführen? In eine Abhängigkeit der Emotionen jedes einzelnen Menschen. Und nicht nur der Emotionen. Mit erfolgreich sein, hat das dann nichts mehr zu tun, denn es ist ein immer weiter und weiter und keiner will einsehen, dass er schon lange nicht mehr mithalten kann. Ja, es ist Wahnsinn, was im Sinne der Gesellschaft so alles geschehen kann, was garantiert nichts mehr mit dem Wohl der Gesellschaft zu tun hat...

    Dein Thema ist sehr interessant und bewundernswert, da Du den Mut aufbringst, über Deine eigenen Erfahrungen hier zu schreiben. Finde ich super klasse...habe vielen lieben Dank dafür.
    Ich werde sehen, ob ich eventuell ein anderes Thema mal so auseinander nehme.

    In diesem Sinne, alles Liebe Dir und eine lichtvolle Zeit auf Deinen Weg...Orion7
     
  3. lelek

    lelek Mitglied

    Registriert seit:
    1. Juli 2007
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    Ungarn
    Vor Beginn der Zeiten war der Mensch bei Gott. Er hatte alles und es gab keinen Grund zum Streben, zur Bewegung als Mittel zum Ausgleich.
    Dann wurde er von Gott getrennt, verfügt aber immer noch über ein gehöriges Energiepotential.
    Dieses Energiepotential begann zu schwinden und der Mensch empfand dies als Mangel. Er war bestrebt diesen Mangel auszugleichen. Eine wenige von ihnen fanden wieder die Verbindung zum Vater und lebten wieder im Überflüß.
    Die allermeisten jedoch wurden unruhig, versuchten den Mangel durch Bewegung auszugleichen und versuchten und versuchen hauptsächlich Energie von anderen Menschen zu "ergattern".
    Wer dann "erfolgreich" (Erfolg als Resultat von Unruhe) ist, sonnt sich im Licht der Anbetung anderer und füllt so sein Energiepotention (allerdsings nur sehr vorübergehend) auf. Sind nun alles Schönen und Reichen unendlich glücklich und erfüllt?

    Lelek
     
  4. Nayeli

    Nayeli Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Oktober 2006
    Beiträge:
    1.339
    Hallo Tschü,
    welch ein interesanntes Thema.
    Ich glaube der Erfolgszwang macht uns krankn, nein teilweise tötet er uns.
    Früher waren ging es den Menschen noch besser, es gab nicht soviel Materiellen Kram.
    Die Menschen hatten ihre Aufgaben , die gleichmäßig verteilt waren. Kinder brauchten keine Luxusgüter, sie beschäftigten sich noch mit der Natur, denn die bietet sehr viel Spielmöglichkeiten. Heute heißt es.....ein Kind kann ich mir im Moment nicht leisten...ich möcht ihm ja was bieten können. Tja stellt sich mir doch die Frage , was muss ich leisten , um meinem Kind das wichtigste überhaupt bieten zu können, unzwar die Liebe.
    Auch ich gehörte zu den Menschen die lange Zeit meinten sie müssen Leistungen bringen um jeden Preis. Ich habe viele unnütze Arbeit geleistet, bis mich mein 1. Schlaganfall gebremst hatte. Von Stund an interessierte mich der Erfolg nicht mehr. Ich tat was ich immer tun wollte, ich half anderen Menschen, für Kinder zu sorgen , das war mein Weg . Bis heute mach ich das mit Freude.
    Letztens schrieb mir jemand , ich solle mir Geld wünschen, sofort lehnte ich das ab, denn es würde mich dran hindert zu träumen.
    Das Leben ist so schön , ohne Zwang und Mobbing, man muss nur sein Herz öffnen, es ist so leicht.
    Sei ganz lieb gegrüßt,
    Nayeli
     
  5. tschü

    tschü Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2009
    Beiträge:
    494
    @ Lelek: danke, du beschreibst schön die Spirale nach unten. Je mehr man mit einem „negativen Ego“ in die Polarität eintaucht, umso schwächer wird man, umso mehr versucht man Macht und Erfolg nachzulaufen, hat aber übersehen, dass man die Macht über sich selber abgegeben hat und das Streben nach Macht über andere bringt nur Leid und letztlich auch die Ohn-Macht, der karmische Gegenpol.

    @ Nayeli, danke, ja ich glaube auch, der Erfolgszwang macht uns krank. Man redet zwar davon dass Dinge wie Rauchen, Alkohol und andere Dinge schädlich sind, man redet aber nicht davon, dass viele Leute das ja gerade deshalb machen, weil sie unter solchen Zwängen stehen, sei es an oberer Stelle in Firmen, aber auch als Dienstnehmer, auf die der Druck weitergegeben wird, aber natürlich auch in der Familie, da heißt es zum Beispiel „Papa bring“, wir möchten auch einen Urlaub, ein neues Handy, eine schöne Wohnung, ein schönes Auto, ein Haus usw.

    @ hallo liebe Orion, danke vielmals für deine Ausführungen. Ja ich glaube es ist wichtig nachzufühlen, was verspricht mir zB die Gier nach Materiellem bzw nach Erfolg und hält sie das Versprechen? Da habe ich dann rausgefunden dass ich wie ein Esel einer Illusion nachrenne und das war schon mal eine wichtige Erkenntnis.
    Dann kommt noch das Annehmen hinzu: ich habe das so gewählt, weil ich die Erfahrung machen wollte. Ohne das Annehmen hat man da auch eine „innere Spaltung“.
    Als nächstes ist die Transformation bzw. Demut. In der Demut steckt auch das Wort Mut, also den Mut zur Liebe (hat aber nichts mit „Unterwürfigkeit zu tun, das wird insbesondere im Christentum gerne verwechselt). Indem man der Christusenergie Raum gibt, dem Herzen Raum gibt, im Jetzt lebt…….und die Macht zu sich zurücknimmt und diese für die Transformation verwendet.

    Man kann die Dunkelheit nicht „wegzaubern“ oder verbannen, man kann nur Licht hineinbringen. Denn die Dunkelheit ist nur die Abwesenheit von Licht und das negative Ego ist nur die Abwesenheit der Liebe.

    Verurteilen ist nur ein neuerlicher „Polaritätstreiber“. Demut ist meiner Meinung nach auch der Mut zur Annahme des „ich habe die Illusion gewählt“ aber ich bin nicht die Illusion und eben auch der Mut zur Liebe.

    Letztlich kommt es wohl darauf an, hat man im Augenblick gelebt und die Dinge, die man gemacht hat aus Freude gemacht. War man glücklich, war das Leben ein Fest?

    Liebe Lichtgrüße,
    Tschü
     
  6. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

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    ...und am Ende wird gefragt, wie hast Du geliebt, nicht, was hast Du gemacht...ja, so ist es ....

    Ich danke Dir lieber Tschü, ich finde Deine Ausführungen einfach wunderbar...

    Alles Liebe Dir und eine lichtvolle Zeit...Orion7
     
  7. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

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    Ja, es ist eine gewisse Aggressivität, die aus dem Wunsch nach Erfolg entsteht. Es ist halt eine Frage der Kultiviertheit, ob man diese "Wut", diese antreibende Kraft, verwendet, um über Leichen zu gehen oder mit Lebenden.

    Ich halte das nicht für richtig, den Erfolg zu schmälern und die Würze, die er ins Leben bringt, esoterisch zu zuckern.

    Erfolg ist ein grundlegender Zusammenhang von Gesundheit. Schon mal drüber nachgedacht?

    Der Erfolg ist auch das evolutive Konzept schlechthin! Die Evolution ist nicht denkbar ohne ihn.

    Außerdem bringt er ein Glücksgefühl, und das ist etwas rundheraus Positives!



    Was man nicht darf ist Erfolg mit Abhängigkeit verwechseln und mit Niedergang. Schau Dir doch bitte an was passiert: immer weniger Manager haben Erfolg! Gerade die Großen, die es jahrzehntelang geschafft haben, schaffen es nicht mehr, weil sie abhängig sind von dem System, das sie selber gestrickt haben. Und die leben sicherlich in den von Dir beschriebenen Umständen des "negativen Erfolgs", also des Verlierens.


    Andere gewinnen aber. "Neue Unternehmen" gewinnen. Und das sind jede Menge alte Unternehmen, die sich umorientiert haben. Nur die Spitze des Eisbergs ist tatsächlich neu, zeitlich gesehen.


    Man kann es auch so unterscheiden, daß die "alte Bagage" Betriebswirtschaft macht, und die Neuen machen bereits länger schon Marketing. Und zwar in ganz bestimmten Bereichen, in denen sich ein Unternehmen führen läßt. Marketing macht als Konzept "flexibler", die Betriebswirtschaft dagegen ist starr und stur. Sie ist nicht kreativ, sondern verwaltend, und das ist ihr Mangel. Marketing ist ja ein Teil von ihr, sagt man, aber vielleicht ist es auch andersrum.


    Also Erfolg finde ich wirklich klasse. Ohne Erfolg gäbe es keinen Plan. Denn ohne Plan könnte man ja gar nicht messen, ob man Erfolg gehabt hat. Und schon allein dieses: zu planen und zu machen, finde ich toll. So als Möglichkeit im Leben. Ich plane zum Beispiel heute um 23:00 Uhr in's Bett zu gehen. Finde ich toll, daß ich das planen kann, stell Dir vor ich könnte das nicht, dann wüßte ich nicht wann ich schlafen und wachen sollte. Wüßt ich dann echt nicht, es würde zwar ein natürlicher Rhythmus entstehen, aber die Möglichkeit anders zu leben als natürlich finde ich als zivilisierter Mensch mal relativ notwendig. Und sogar nicht dumm, vom Konzept her. Denn sonst müßte die Bäckersfrau ja rund um die Uhr arbeiten und dann wird die noch dicker und runder. Das wäre wieder nicht gut für die Gesundheit und auch daran siehst Du wieder: Erfolg ist prima. :)


    Es ist ja auch überhautp die Frage, wie man ihn bewertet, den Erfolg. Was ist denn Erfolg? Ist Erfolg nicht auch, wenn ich erkenne, daß ich hoffnungslos erfolgslos bin? Vom Grundsatz her doch schon, oft ist das das Problem, daß man das nicht erkennt. Spielt Erfolg also im Grunde eine Rolle, wenn er als "Gefühl" zu kritisieren ist? Kritisiert man da nicht einfach nur Gefühl?

    Postorgiastische Erfolgsgrüsse,
    Trixi Maus

    P.s.: Ja, man kann's auch übertreiben. Aber das kann man auch bei der Menge der eingekauften Schuhe. Man kann bei Allem übertreiben oder davon abhängig sein. Die Dosis macht's halt.
     
  8. tschü

    tschü Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Trixi,

    Erfolg und Misserfolg sind ein Ausdruck der Polarität. Wenn mein Erfolg zB darin besteht, dass ich irgendwelche innere Schattenseiten aufgearbeitet habe, ist es ja was positives.
    Mit meinem Thread möchte ich das Thema Erfolg mal kritisch durchleuchten, schauen, wie fühlt sich die Kraft in mir an, was verspricht sie, was hält sie.

    Erfolg benötigt ein Ziel. Wenn man kein Ziel hat, kann man wohl auch keinen Erfolg haben. Die Frage ist aber, was soll verwirklicht werden? Um bei deinem Beispiel Wirtschaft zu bleiben, geht es um einen maximalen Betriebserfolg ohne wenn und aber oder geht es um zufriedene Kunden und um einen gerechten Ausgleich? Wird Rücksicht genommen auf Mitmenschen, Natur, Tiere usw oder geht es nur um Geld, Macht, Besitz oder um des Erfolges willen?

    Daher ist der zentrale Punkt, der Unterschied zwischen Erfolg – HABEN und erfolgreich SEIN. Also wenn du zum Beispiel malst: willst du ein weltberühmter Maler sein oder hast du einfach Freude am malen ?

    Daher – ich bin nicht gegen Erfolg. Erfolg ist ein Ausdruck der Polarität. Aber es gibt auch zu hinterfragende Formen, ich habe hier ein paar Kurzbezeichnungen gewählt:

    „Managersyndrom“ – wenn das Ziel darin besteht, „nur“ hinter einem Karierreposten her zu sein.
    „Politikersyndrom“ – wenn es primär um Macht (über andere) geht.
    „Besitzsyndrom“ – wenn es primär um Besitz geht, wie Mercedes/Porsche, usw
    „Playboysyndrom“ – ständig hinter neuen Erlebnissen her (wohl auch unter anderem damit man nicht an die innere „Leere“ erinnert wird)
    „Professorensyndrom“ – wenn es primär um Titel und „gescheiter sein“ geht.

    Orion hat es sehr schön formuliert: am Ende des Lebens wird gefragt, hast du geliebt und nicht was hast du gemacht.

    Man kannst auch nichts ins Jenseits mitnehmen. Weder Geld, noch Titel, auch nicht den Porsche usw.

    Es ist auch richtig, dass das Streben nach Erfolg-Haben die Evolution vorangetrieben hat – es hat einiges hervorgebracht – vom Computer bis zur Atombombe und vieles mehr. Aber eines hat es leider kaum gebracht: die Fähigkeit zu lieben. Das Streben nach Erfolg haben ist daher ein „Polaritätstreiber“. Lelek hat es schön beschrieben. Und es setzt uns einigen Druck aus, Nayeli hat darüber geschrieben. Natürlich kann man sagen, es ist eine esoterische Betrachtung.

    Letztlich kommt es wohl darauf an, wie hat man sein Leben im Augenblick gelebt. War es ein Fest? War es eine Freude, war man glücklich?

    Liebe Lichtgrüße,

    Tschü
     
  9. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.632
    hallo,

    also auch ich sehe "Erfolg" algemein erstmal als ein Teil einer Polarität, die es hier auf Erden überall gibt.

    Nur fragt mich keiner am Ende meines Lebens ob ich geliebt habe.

    Wer soll das sein?

    Nein, man fragt mich höchstens, hast du alles bereinigt?

    LG
    flimm
     
  10. tschü

    tschü Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2009
    Beiträge:
    494
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    Hallo Flimm,

    zum "bereinigen" wirst du wohl die Liebe benötigen, denn das ist ja letztlich die Kraft die alles heilt.

    Liebe Lichtgrüße,

    Tschü
     
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