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Die Idee eines demokratischem Sozialismus

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von SchattenElf, 1. März 2016.

  1. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    In Deutschland ist Demokratie und die somit innewohnende Meinungsfreiheit zu einer gesinnungsmonopolistischen Farce geworden!

    Das ist auch genau das was Sozialisten unter dem Begriff des Demokratischen Sozialismus verstehen.

    Denn vom Prinzip her widerspricht sich Sozialismus und Demokratie,denn der Sozialismus ist eine Ideologie welcher jedes Verständnis von Demokratie abgeht,weil Demokratie pluralistische Meinungsfreiheit bedeudet.
    Man muss schon ziemllich politisch verbohrt sein um dem Prinzip des Sozialismus eine pluralistische Meinungsfreiheit zuzusprechen.
    Warum? Sozialismus bedeutet= unpluralistisch! Weil eine Ideologie wie der Sozialismus ja schon DIE Bestimmung IST.
    Wo bleibt da der Pluralismus? Wo bleibt da die Demokratie?

    Wenn das wirklich stimmen sollte was du schreibst;nämlich dass Sozialismus unterschiedlich definiert werden kann dann kann auch der Nationalsozialismus unterschiedlich definiert werden können.
    Denn der Unterschied zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus liegt nur darinne dass der eine Sozialismus international ist und der andere national.
    Beide Seiten,der Internationalismus sowie der Nationalismus stehen unter dem Begriff Sozialismus als zwei gleichwerte Waagschalen die sich ausgleichen.
    Beim Ausschlagen einer Seite,bzw. einer Waagschale kommt es nur auf die Umsetzung an,auf der einen Seite war es Hitler auf der anderen Seite war es Stalin.

    Wer davon überzeugt ist dass der Sozialismus demokratisch sein könnte muss auch davon ausgehen müssen dass der Nationalsozialismus demokratisch sein kann.Denn in beiden Fällen sind es nur unterschiedliche Ideologien welche aber schon eine undemokratische&unpluralistische Bestimmung sind.

    Was würde vom demokratischen Sozialismus übrigbleiben wenn er demokratisch abgewählt werden würde !?
    Es würde nämlich das Selbe übrigbleiben wie wenn ein demokratischer Nationalsozialismus demokratisch abgewählt werden würde,
    nämlich nichts mehr von der jeweiligen ideologischen Bestimmung.

    Ich glaube viele die an einen demokratischen Sozialismus glauben haben in Wirklichkeit die Demokratie und die damit einhergehende Pluralität nicht verstanden.Sie glauben an Dinge die sie selbst garnicht wirklich innerlich verwirklich haben,denn sonst würden sie nicht von demokratischem Sozialismus sprechen.
     
    GrauerWolf gefällt das.
  2. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Demokratischer Sozialismus kann auch abgewählt werden. Ich bin selbst der Ansicht, dass Machtmonopole extrem gefährlich sind. Nur gilt das auch für Wirtschaftsmonopole oder de facto Kartelle.

    Von einer demokratisch sozialistischen Partei erwarte ich, dass sie sich als Gegenspieler der Konzerne betätigt und der arbeitenden Bevölkerung mehr Rechte einräumt usw.

    Dadurch, dass sie demokratisch gewählt sind, haben sie auch eine echte Legitimation dazu, werden aber auch wiederum von der Bevölkerung kontrolliert, genauso wie sie die mächtigen Unternehmen kontrollieren.

    Es ist die effektivste Form eines politischen Systems, um die Macht Einzelner (in der Wirtschaft und im Staat) nicht zu groß werden zu lassen.

    Ich bin auch weiter demokratischer Sozialist, glaube nur eben, dass wir das mit sehr vielen Muslimen garantiert nicht bekommen oder erhalten können, bzw. dass es schlimmer würde als diese Zwischenform aus Kapitalismus und Sozialismus, die wir haben.
     
  3. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Extrem liberale Weltanschauungen scheitern an sich selbst, insofern, dass zu große Freiheit immer das Recht des Stärkeren ist, der dann die Freiheiten der anderen aufhebt. Ein zu schwacher Staat führt sich auch gerade in einer Demokratie ad absurdum. Denn wenn er nichts mehr durchsetzen kann, dann handelt es sich auch nicht mehr um eine Volksherrschaft (= Demokratie). Das wäre dann ein Marionetten- oder Alibiparlament innerhalb eines plutokratischen Systems.
     
  4. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Demokratischer Sozialismus ist real funktionierender Sozialismus.

    Formen des Sozialismus, die auf Einparteiensysteme setzen konzentrieren zu viel Macht in den Händen einzelner Personen und erzeugen Oligarchien und Diktaturen. Das ist aber letztlich gerade nicht sozialistisch und schon deshalb gescheitert (auch wenn es andere Gründe gab).
     
  5. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    @PsiSnake
    wenn du die Wirtschaft und somit Konzerne in die Diskussion eines möglichen demokratischen Sozialismus einwirfst,dann kannst du das doch erst dann wenn die Wirtschaft demokratisch vergesellschaftet ist.
    Wirtschaft kann in einem demokratischen Sozialismus aber niemals völlig vergesellschaftet werden,denn sonst könnten wir nicht mehr von Pluralismus sprechen was eine Demokratie ausmacht.
    Bei dem Begriff eines demokratischen Sozialismus beisst sich,wenn man das bis in die letzte Konsequenz hineindenkt,der Hund nur einfach in den eigenen Schwanz.
    Demokratie und Pluralismus bedeutet eben auch immer Individualität!
    Die Individualität ist aber nicht nur des internationalen Sozialismus ärgster Feind sondern auch dem Nationalsozialismus.
    Bei Sozialismus ob internationaler Sozialismus oder Nationalsozialismue spielt das Kollektiv die Hauptrolle und eben nicht das Individuum welches seine Berechtigung aus Demokratie&Pluralismus bezieht.
     
  6. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Demokratischer real funktionierender Sozialismus ist eine Utopie.
    Es ist zwar eine schöne Utopie,ist und bleibt aber eine Utopie.
     
  7. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Es braucht zumindest klare Regeln um Ausbeutung auch dauerhaft zu verhindern. Denn wer am längeren Hebel ist, der setzt sich auch so durch, dass es für ihn die größten Vorteile hat. Dadurch vergrößert sich seine Macht, und das Potenzial diese auch auszunutzen, weiter. Das können die "Arbeiter" (weit gefasst) nur brechen, wenn sie sich organisieren. Das tun sie schon und haben sie getan, und darum existiert kein Kapitalismus des 19. Jahrhunderts mehr.
    Rechte müssen aber immer wieder erkämpft und erhalten werden.

    Eigentlich ist es ja schon zumindest so, dass viele Unternehmen nicht prinzipiell nur in der Hand von Einzelnen sind (Aktiengesellschaften). Oder sie werden auf der anderen Seite vom Staat gelenkt und kontrolliert.

    Man könnte genauso in Frage stellen, ob die Leute dazu in der Lage sind politische Entscheidungen zu treffen.
    Aber Demokratie funktioniert. Genauso muss es nicht so sein, dass Mitbestimmung in Konzernen nicht funktioniert. Solange zumindest kompetente Manager (wie Politiker auf der anderen Seite) gewählt würden.

    Pluralismus beinhaltet für mich nicht, dass Einzelne so mächtig werden, dass sie den Staat erpressen können.
    Auch muss ich zum Beispiel nicht glauben, dass jeder das Recht hat eine Privatschule aufzumachen. Schulen sollten meiner Ansicht nach in den Händen des Staates sein.

    Manche Ideen sind natürlich Unsinn. Nicht jeder Job kann gleich bezahlt werden. Aber sicherlich würde ich dafür sorgen, dass Geld vermehrt durch Arbeit in den eigenen Besitz kommt und nicht durch Vermieten von Wohnraum, Börsentransaktionen usw. In den Bereichen würden dann zumindest die Steuern erhöht werden, sofern es nicht sinnvoll ist etwas ganz abzuschaffen.

    Individualität wird auch dadurch garantiert, dass genug Finanzmittel (plus Gesundheitsversorgung, rechtliche Sicherheiten usw.) zur Verfügung stehen, diese Individualität auch auszuleben. Siehe auch meinen Beitrag zum uneingeschränkten Liberalismus, der in Wirklichkeit das Recht des Stärkeren ist. Indem das Recht des Stärkeren gebrochen ist, wird die Möglichkeit frei zu agieren insgesamt erhöht. Also hat man letztlich mehr gelebte Individualität gerade weil es mehr Regeln gibt.

    Das Kollektiv muss im Sozialismus eine wichtige Rolle spielen, weil ein Machtgleichgewicht nur durch vereinte Anstrengung erreicht werden kann, möglicherweise gegen einzelne mächtige Individuen, aber im Sinne der Individualität des Einzelnen, organisiert im Kollektiv.
     
  8. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Es wurde doch schon einiges erreicht, wenn man es mit den Zuständen im 19. Jahrhundert vergleicht.

    Und vor allem muss der Status quo auch jeder Zeit zumindest erhalten werden. Wer nichts tut, wird überholt. Eine Partei wie die FDP wird hingegen dafür sorgen, dass das Pendel in die andere Richtung geht. Parteien, die kein Gegengewicht zur Wirtschaft sind, sollte man auch nicht wählen. Denn das würde die Macht- und Kapitalmonopolisierung verstärken.

    In dem Zusammenhang gibt es jetzt allerdings das Problem, dass die linken Parteien dies durch unkontrollierte Zuwanderung von Personen, die reaktionär denken, nicht länger tun. Wenn das Ergebnis schlecht ist, ist auch die Idee schlecht. Und klar, es braucht auch insgesamt genug Pragmatismus.
     
  9. SchattenElf

    SchattenElf Sehr aktives Mitglied

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    Reicht zu all dem was du da schreibst nicht die Rückkehr in die gute alte soziale Marktwirtschaft von Ludwig Ehrhard ohne gleich mit dem (demokratischem) Sozialismus das Kind mit dem Bade auszuschütten in dem man individuelle innovative Ideen,welche auch der Allgmeinheit unter Berücksichtigung der guten alten sozialen Marktwirtschaft dienlich sein können fördert!?
    Warum muss das Wohl der Menschheit immer gleich im Kollektevismus verstanden und gesehen werden !?
    Obwohl man ganz genau weiss dass dieser Kollektivismus langfristig nicht zum kollektiven Wohlstand führt und führen kann weil man den Egoismus und Individualismus politisch niemals verbieten kann,und schon garnicht in einer Demokratie.
     
  10. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Unser System fördert Innovation nicht unbedingt, weil Einzelne die Macht haben Innovation zu monopolisieren und in den "Keller" zu schaffen. Geht um Patente und Geheimniskrämerei.

    Außerdem ist es gefährlich innovativ zu sein, weil man immer darauf achten muss, dass auch Gewinn dabei herausspringt.
    Und zwar schnell (wenn man nicht so viele Mittel wie ein Konzern hat). Auch hier kann ein Staat Mittel zur Verfügung stellen, sollte es sich um eine interessante Idee handeln. Kapitalismus denkt da auch in zu kurzen Zeiträumen.

    Das Patentrecht müsste auch so überarbeitet werden, dass Monopolisierung und Ausbeutung durch horrende Produktpreise (oder zumindest beides zusammen) unmöglich ist.

    Soziale Marktwirtschaft in bestimmten Grenzen eben. Es ist tatsächlich bescheuert und ebenso der Freiheit abträglich, wenn man zum Beispiel Handwerker zum Staats- oder Gemeinschaftsbetrieb macht. Aber weiß nicht was es bringen soll, wenn das Schienennetz privatisiert ist...Prinzipiell ist es wichtiger, dass es nicht zur Entstehung von Monopolen kommt, und dass Leute angemessen bezahlt werden.

    Ich bin selbst ein Individualist, aber was kann ich alleine tun? Die Menschheit (bzw. Gruppen in dieser) ist ein Kollektiv, und nur der Zusammenhalt garantiert, dass einzelne Spinner keine Schreckensherrschaft erschaffen.
    Dazu braucht das Kollektiv Mittel um genug Macht zu generieren. Dazu gehört das demokratische System.
    Der Einparteienstaat hingegen häuft zu viel Macht an, und herrscht schnell gegen das Volk.

    Egoismus ist normal und exakt damit rechne ich auch. Und genau deshalb muss dem Einzelnen wiederum auf die Finger geschaut werden. Wegen der egoistischen Interessen aller anderen, welche auch ihre Berechtigung haben.
    Die Gesellschaft verhindert die Exzesse von Einzelnen.

    Insofern...
    Um Sozialismus langfristig zu haben, muss man zumindest die Möglichkeit haben, diesen auch wieder abzuschaffen.
    Sonst schafft der Sozialismus sich nämlich von selbst ab.
    Daher ist demokratischer Sozialismus wirklicher Sozialismus.
     
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