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die gute alte Sinnfrage

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von laluneebelle, 7. Juni 2015.

  1. laluneebelle

    laluneebelle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Februar 2015
    Beiträge:
    930
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    Ich schreibe hier nicht um zu jammern, es geht mir wirklich darum, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum in den letzten zwei Jahren das leben so mies für mich ist.
    Vor zwei Jahren bekam mein Bruder seine Krebs Diagnose.
    Lymphdrüsenkrebs. Da er keine Partnerin hat, bin ich als die große Schwester immer ganz "vorne" mit dabei gewesen.
    Er gilt mittlerweile wieder als gesund.
    Vor eineinhalb Jahren kam der nächste Hammer.
    Meine Mutter erkrankte an Brustkrebs mit unzähligen Metastasen im Gehirn. Unheilbar.
    Seitdem ist meine mama pflegebedürftig. Durch die vielen Medikamente und Kopf Bestrahlungen ist sie nicht mehr sie selbst.
    Mein Vater hat sie bis Sonntag versorgt....
    Ohne Vorwarnung oder Anzeichen ist er tot zusammen gebrochen.
    Meine Kinder konnten ihn zwar nochmals reanimieren, aber im Krankenhaus starb er doch.
    Nun wissen wir nicht wie es weitergehen soll. Meine Mutter benötigt 24 Stunden Betreuung. Niemand von unserer Familie kann das leisten, das Haus meiner Eltern ist noch nicht abbezahlt.
    Es bleibt wahrscheinlich nur ein Pflegeheim und der Verkauf des Hauses.
    Mag mir jemand sagen, warum das leben so ein A....Loch zu uns ist?
    Es heißt doch immer, alles hätte einen Sinn?
    Vermag ich den nicht zu sehen, da mein Schmerz im Moment einfach zu groß ist?
    LG
     
  2. petrov

    petrov Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Oktober 2013
    Beiträge:
    411
    Ort:
    Venlo Holland
    Ohne ungluck kein gluck.

    Solche perioden macht fast jeder in sein leben durch.

    Es kommen auch immer wieder bessere zeiten.

    Sorge auch fur dich selber.

    Gruss
    Petrov
     
  3. laluneebelle

    laluneebelle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Februar 2015
    Beiträge:
    930
    Danke Petrov,
    im Moment geht es mir einfach zu schlecht, um an bessere Zeiten zu glauben.
     
  4. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2011
    Beiträge:
    14.604
    Ort:
    Das wäre auch zuviel verlangt, liebe laluneebelle.
    Dazu muss man erst Abstand gewinnen und den Schmerz verarbeiten...das kann ziemlich mühsam sein.
    Ich habe Ähnliches erfahren, drum kann ich mich sehr gut in Dich hineinversetzen.
    Mein Mann und meine Mutter starben innerhalb von 2 Monaten, später dann noch mein Sohn....
    da hab ich auch den Glauben an die Welt verloren.

    Ich weiß, es wird Dich momentan nicht trösten, wenn ich Dir sage, dass man aus solchen tiefen Tälern gestärkt herauskommen kann, aber es ist so.
    Wenn man verinnerlicht hat, dass alles Leben endlich ist und nichts und niemand einem auf ewig "gehört"....kein Mensch und auch kein Besitztum....dann ist man in der Lage, die Situationen anzunehmen wie sie sind, nicht ewig hinter etwas hertrauern, sondern dankbar sein für die Zeit, die man mit jemandem teilen durfte.
    Die Liebe stirbt ja nicht, die bleibt.
    Dein Vater hat alles gegeben, was ihm möglich war und dann wars genug.
    Jetzt gilt es, alle Kraft zusammenzunehmen, um Eure Mutter für die Zeit, die ihr noch bleibt, in Liebe zu begleiten.
    Für diese schwierige Zeit wünsche ich Dir von Herzen viel Kraft und Menschen in Deinem Umfeld, die Dich seelisch unterstützen.
    :umarmen:
     
  5. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.256
    ja, der Schmerz ist zu gross und zu präsent um etwas anderes zu sehen, ich kenne solche Zeiten auch, das war so schlimm dass ich gesagt habe "stop" ich kann das nicht alles auf einmal verarbeiten, ich brauche Zeit und nehm es dann später eins nach dem anderen hervor....leider hat mein Körper das so nicht gekonnt und ich wurde richtig schlimm krank über Jahre hinweg, dann hab ich mich an die Verarbeitung gemacht, hat wieder Jahre gedauert....
    was ich sagen will ist, verschieb die Trauer nicht, lebe sie jetzt, egal wie schlimm sie ist, Du musst nur die Gefühle zulassen und sie beobachten als wäre es ein Film, alles was Du verdrängst und auf später schiebst kann Dich krank machen und dann erinnert man sich nicht mehr so gut was alles noch verarbeitet werden muss....
    es muss gar nicht irgendwie speziell verarbeitet werden, es reicht aus das so zu nehmen wie es kommt, man kann es eh nicht ändern und um es zu nehmen wie es kommt reicht es aus die Gefühle die dazu auftauchen zuzulassen zu spüren und zu beobachten bis sie ihre Macht verloren haben,.. alle Gefühle die man verdrängt kommen wieder und dann vielleicht noch stärker und man weis nicht mehr wohin sie gehören....

    Es ist wie es ist, Du kannst nichts verändern an den Schicksalsschlägen, Du musst da mitten durch und Erklären kann man sie sich auch schlecht, seit es Menschen gibt sterben sie...manche auf ruhige Weise, andere nicht, keiner hat Macht über den Tod von anderen Menschen..

    Lebe das Leben so wie es sich präsentiert, manche Dinge kann man ändern, andere nicht, was einem fertig macht, macht es, was einem glücklich macht, macht es auch, es ist wie es ist und ich weis nicht ob es für Schicksals-Schläge einen guten Zeitpunkt gibt, es kommt einem wahrscheinlich immer ungerecht vor...

    Ob und welcher Sinn in allem liegt kann man nur selten sofort erkennen, aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass man ganz oft einen Sinn erkennt wenn ein paar Jahre vorbei sind, manche erkennen einen Sinn früher, manche später, ich gehöre in der Regel zu den späten, leider, aber das kann sich ja noch ändern, ich muss ja auch noch durch manches hindurch es hört ja nie wirklich auf....das Leben ist kein Spaziergang...
     
  6. laluneebelle

    laluneebelle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Februar 2015
    Beiträge:
    930
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    Vielen lieben dank!
    Ich weiss halt im Moment nicht so richtig wie es weitergehen soll.
    Ich mache mir schreckliche Gedanken um meinen Bruder.
    Trotz allem merke ich, dass ich irgendwie getragen werde.
    Viele unglaublich liebevolle Menschen sind da, die mich unterstützten. Das ist selbst in dieser sch....
    Situation wunderbar.
    LG
     
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  7. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.542
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Schon Platon hatte davon gesprochen, dass die Sorge um das Seelenheil die wichtigste Aufgabe eines Menschen sei. Etwas, von dem auch Petrus in seinem ersten Brief geschrieben hatte (1Petr 1[9-10]).

    Der Sinn unseres Daseins ist also das Streben, um glücklich sein zu können. Was dem Glücklichsein oft im Wege steht, sind die Widrigkeiten des Lebens, an denen wir dann oft beginnen zu resignieren und dieses wichtige Ziel aus dem Auge verlieren.

    Ja, es ist schmerzlich, wenn wir einen unserer Lieben plötzlich verlieren, wir sollten uns dabei aber erinnern, dass ein gnädiger Tod für den Verstorbenen ein Segen oder auch eine Erlösung sein kann. Schmerzlich ist es also für die Zurückgebliebenen, weil sie von dem geliebten Menschen, nicht mehr dessen Wärme, Nähe und Zuwendung erfahren können. Ein Gefühl der Einsamkeit, das von uns Menschen nur sehr schwer zu ertragen ist.

    Ist es nicht so, dass es in der Welt der Verstorbenen keine Gefühle und Bedürfnisse mehr gibt und er deshalb auch keinen Schmerz, Leid und Not mehr erfahren muss? Oft ist es die Sorge eines Sterbenden um die Zurückbleibenden, die ihn daran hindern sein Leben loszulassen. Ich möchte deshalb nicht, dass meinetwegen meine Lieben die Sorge um das Glücklichsein aus dem Auge verlieren. Wenn ich dereinst auf Wolke 7 sitze und dem Treiben da unten zuschaue, werde ich mich über das Glück freuen und nicht über das Unglück im Hier und Jetzt.

    Meine Eltern hatten sich beide einen gnädigen Tod gewünscht und der wurde ihnen auch erfüllt. Ich habe mich deshalb an ihren Wunsch erinnert, was mir den Abschied sehr erleichtert hat. Auch in schwierigen Situationen im Leben sollte man das Glücklichsein nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn es schwerfällt.

    Das wahre Glück liegt nicht im Großen, sondern in den vielen kleinen Momenten am Rande unseres Lebensweges. Ja und die Verstorbenen sterben erst wirklich, wenn ihre Namen nicht mehr genannt werden und sie damit ihm Nebel des Vergessens eingehüllt werden. Solange wir sie also nicht vergessen, liegt Ihr Seelenheil mit den Erinnerungen an sie in unserer Hand.


    Merlin
     
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  8. laluneebelle

    laluneebelle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Februar 2015
    Beiträge:
    930
    Wundervolle Worte. Danke dir dafür.
    Im ersten Schmerz schlägt man erst einmal um sich.
    Aber wenn etwas Zeit vergangen ist, kann man tatsächlich auch positives entdecken.
     
    semmerl12 und DruideMerlin gefällt das.
  9. schreib

    schreib Guest

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    in den tiefen Tälern des Lebens hat mir Jesus immer tragen geholfen! Er kam zu uns aus Liebe, damit wir Leben haben. Er allein weiß wozu manches gut ist, ich darf vertrauen, das Er meinen Weg zu einem guten Ende bringt (y)
    Weil Er auch sagte Er ist für Jeden da, weil Er alle Menschen gleich lieb hat, wirst du ganz bestimmt auch Hilfe erfahren können. Bitte aufrichtig um Hilfe, so wirst du sie bekommen, da bin ich ganz sicher :)
     
    laluneebelle gefällt das.
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