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Die Gründe für die Namenwechsel in Genesis

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von luzifer, 22. September 2005.

  1. luzifer

    luzifer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    3.418
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    Awram—Awraham:

    Die Gründe für die Namenwechsel in Genesis

    Von Prof. Dr. Eli E. Lasch


    Awram—Awraham. Wo kommt das Heh her, und was hat es zu bedeuten? Die meisten Exegeten folgen Rashi, der sagt, dass es sich um ein Akronym handelt. Gott sagt Awram: Nicht länger wird dein Name Awram heißen, sondern Avraham, denn du wirst der Vater vieler Völker werden - auf Hebräisch : Av HAMON Gojim. Der erste Buchstabe des Wortes "vieler", Hamon, wird jetzt dem Namen beigefügt. Warum ist das so wichtig?

    Weil Awrams große Sorge war, dass er keinen Sohn hatte. Dass der einzige Sohn, den er hatte, der Sohn einer Magd war. War das alles, worauf es hinaus ging? Der Sohar hingegen verbindet den Namenswechsel mit Awrams Beschneidung, dem körperlichen Symbol des Bundes. Durch die Beschneidung ist er von der niederen geistigen Ebene - Awram, zu einer höheren Ebene - Awraham, gewechselt, symbolisiert durch die Beifügung des heilige Buchstabens Heh, eine der Bezeichnungen Gottes, zu seinem Namen. Nach der Beschneidung wurde auch der Name Sarai in Sarah umgewandelt. Erst jetzt waren sie bereit den echten, "heiligen" Nachfolger zu zeugen. Und so war es auch. Kurz nach der Beschneidung und der Namensänderung erschienen die drei Engel, die die Geburt von Isaak ankündigten. Aber dafür musste auch dem Namen seiner Frau der Buchstabe "h" eingefügt werden. Sarai wurde zu Sarah.

    Aber der Buchstabe Heh hat noch eine tiefere Bedeutung und wird oft als ein Symbol für J-V-H-V (oder Hashem) benutzt. In Genesis, Kap. 2, 4 steht: "Dies ist die Entstehung von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden." Das Wort erschaffen hat aber eine ungewöhnliche Form : BE’h(i)BAR’AM – der Buchstabe "he" fällt aus der Reihe. Das ermöglicht den Satz anders zu lesen "im H hat er sie erschaffen", im heiligen Buchstaben He. He ist die Zahl fünf, und in der Numerologie ist die Fünf die Quersumme von 32, und 32 bedeutet auf Hebräisch Herz. (Herz, auf Hebräisch l(e)b, ausgesprochen lew, setzt sich zusammen aus l=30 und b=2) Also liest sich der Satz: Im Herzen hat Er sie erschaffen, der Liebe wegen.

    Zurück zu Awraham, der jetzt mit dem Buchstaben He ein neues Herz bekommen hat. In der Genesis befindet sich dieser Satz in der Überleitung vom ersten zum zweiten Schöpfungsbericht, bei dem es um den Menschen geht. Hier, bei Abraham, geht es um die Erschaffung eines neuen Menschen, eines Menschen, der einen Bund mit Gott geschlossen hat. Eines neuen Adam.

    Wir kommen jetzt zu deiner zweiten Frage : Jaakow-Israel. Erst muss man etwas über die Vorgeschichte wissen. Jaakow war auf dem Weg nach Kanaan und sollte seinen Bruder Esau treffen – und davor hatte er Angst. Esau behauptete ja, dass Jaakow ihn zweimal hintergangen habe, und wollte ihn töten. Das war der Grund, dass die Eltern Jaakow zu Laban schickten. Was wird jetzt passieren? Hat ihm sein Bruder nach 20 Jahren verziehen? "Und Jaakow blieb zurück." Und dann erschien plötzlich eine mysteriöse Gestalt. Ein Isch (Mann?), der mit ihm bis zur Morgenröte rang. Wer war dieser Isch? Ein ganz normaler Mann? Warum nannte dann Jaakow den Ort des Geschehens "Pniel": Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen. War es ein Engel? In der jüdischen Überlieferung hat jedes Volk einen "Sar", einen angelischen Herrscher, und Rashi sagt, dass dieser Isch der Sar von Esau und seinen Nachkommen, den Edomitern, war. Er wie andere auch behauptete ebenfalls, dass dieser Streit ein Zeichen für die Zukunft war, für den ewige Streit mit Edom, den Namen, den die Talmudisten Rom gegeben haben. Hier möchte ich hinzufügen, dass viele chassidische Juden glauben, das Adolf Hitler eine Reinkarnation von Amalek war, dem Enkel von Esau. Der Sohar nennt dieses Wesen Samael, den Inbegriff des Bösen. Das soll auch der Grund gewesen sein, dass beim Sonnenaufgang der Isch Jaakow sagte: Lass mich gehen. Die Macht von Samael beschränkt sich auf die Nacht. Rashi hingegen meinte, der Isch habe zum Himmel zurückkehren müssen, um sich den Lobgesängen der Engel anzuschliessen.

    Hier stellt der Sohar die folgende Frage: Ein Engel besteht doch aus reiner Energie und Information. Wie konnte ihn dann Jaakow festhalten? Die Antwort des Sohars ist, dass die Engel, wenn sie herunter kommen, um einen Auftrag zu erfüllen, eine zu dieser Aufgabe passende Form annehmen. Da der Engel sich mit Jaakow streiten sollte, nahm er menschliche Gestalt an und wurde so zu einem Mann. Diese Theorie erklärt auch, warum die Engel, die zu Abraham kamen, aßen. Warum konnte er ihn dann nicht überwältigen, fragt der Sohar und antwortet: Weil ihm Abraham und Isaak zu Seite standen. Dass es sich um einen Engel handelte, erkannte Jaakow an der Bitte ihn bei Sonnenaufgang gehen zu lassen. Und jetzt kommen wir zur wichtigsten Frage, dem neuen Namen.

    Der Name Jaakow hatte einen schlechten Beigeschmack, jemand, der den Platz eines anderen durch List an sich reißen will, der Hinterlistige. Hatte er nicht schon bei der Geburt die Ferse Esaus festgehalten - und so bekam er seinen Namen? Jetzt aber hat er offen und tapfer mit dem Engel gekämpft, ohne zu wissen, wer sein Gegner ist. "Deswegen," sagt der Engel, "bist du deinen alten Namen Jaakow (mit seinem Makel) los. Von nun an sei dein Name : Gottesstreiter, denn du hast mit Gott und den Menschen gestritten und hast obgesiegt." Wieso, fragt der Sohar, konnte der Engel Samael, das Inbild des Bösen und der Fürst von Esau, Jaakow den Namen wechseln. Das geht aus der Satzbildung der Worte hervor, die Jaakow sagte. Er sagt nämlich nicht: "Ich werde dich gehen lassen, wenn du mich segnen wirst," sondern das Verb steht in der Vergangenheit. Der Sohar sagt darauf, dass Jaakow vom Fürsten Esaus gefordert hat, dass Esau die Segen, die der Vater fälschlicherweise Jaakow gegeben hat, annimmt. Nachdem das geschehen war, konnte sich Jaakow ohne Angst mit seinem Bruder treffen.

    http://www.judentum.net/kultur/namenwechsel.htm
     
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