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Die Gier, der Hass und der Neid..

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Karine, 24. August 2011.

  1. Karine

    Karine Mitglied

    Registriert seit:
    20. November 2009
    Beiträge:
    142
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    find ich mal gut den text!


    -----
    Text von Wilfried Schmickler

    Was ist das für ein Tier, die Gier? Es frisst in mir, es frisst in Dir.
    Will mehr und mehr und frisst uns leer.
    Wo kommt das her, das Tier? Und wer erschuf sie nur, die Kreatur?
    Wo ist das finst’re Höllenloch, aus dem die Teufelsbestie kroch?
    Die sich allein dadurch vermehrt, indem sie Dich und mich verzehrt.
    Und wann fängt dieses Elend an, dass man genug nicht kriegen kann?
    Und plötzlich einfach so vergisst, dass man doch längst gesättigt ist.
    Und weiter frisst und frisst und frisst.
    Und trifft dann so ein Nimmersatt, auf jemanden, der etwas hat, was er nicht hat und gar nicht braucht, dann will er’s auch.

    Wie? Das soll’s schon gewesen sein? Nein, nein, da geht bestimmt noch rein,
    und überhaupt, da ist doch wer, der frisst tatsächlich noch viel mehr.
    Und plötzlich sind sie dann zu zweit, die Gier und ihre Brut – der Neid.

    Das bringt mich noch mal ins Grab, dass der was hat, was ich nicht hab,
    dass der wo ist, wo ich nicht bin, das will ich auch, da muss ich hin.
    Warum denn der? Warum nicht ich? Was der für sich, will ich für mich.
    Der lebt in Saus und lebt in Braus, mit Frau und Hund und Geld und Haus,
    und hängt den coolen Großkotz raus. – Wahrscheinlich alles auf Kredit.
    Der protzt und prahlt und strotzt und strahlt.
    Wie der schon geht, wie der schon steht, wie der sich um sich selber dreht.
    Und wie der aus dem Auto steigt und aller Welt den Hintern zeigt,
    blasierte Sau.
    Und seine Frau ist ganz genauso arrogant und degoutant.
    Und diese Blagen, die es wagen, die Nasen so unendlich hoch zu tragen,
    da hört er aber auf der Spaß. So kommt zu Neid und Gier der Hass.
    Und sind die erst einmal zu dritt, fehlt nur noch ein ganz kleiner Schritt,
    bis dass der Mensch komplett verroht, und schlägt den anderen halbtot.
    Und wenn Ihr fragt: Wer hat ihn bloß so weit gebracht?
    Das hat allein die GIER gemacht!



    http://nokturnaltimes.wordpress.com/2011/03/23/wilfried-schmickler-die-gier/
     
  2. Mondblumen

    Mondblumen Guest

    Ein schön menschliches Gedicht. ;)
     
  3. johsa

    johsa Guest

    Ein Gedicht für alle Gelegenheiten.
    Paßt zu jeder Zeit und an jedem Ort.

    :)
     
  4. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.257
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    komisches Ende, ich hab auf ein Habby end gehofft..
     
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