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Die Geschichte von der Traurigkeit

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Sternenfeuerwerk, 20. August 2006.

  1. Sternenfeuerwerk

    Sternenfeuerwerk Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2006
    Beiträge:
    2.839
    Ort:
    Austria
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    Eine ältere Frau ging eines Tages an einem See spazieren... ihre Schritte waren leicht und sie hatte ein Lächeln im Gesicht, das einem sorglosen Mädchen glich.

    Sie ging weiter hat die Sonne genossen... summte ein Lied... und auf einmal blieb sie stehen, sie sah am See eine junge Frau sitzen, die ältere Frau ging auf das junge Mädchen zu... ging in die Hocke und fragte, na wer bist Du denn

    Die junge Frau mit den traurigsten Augen, die die ältere Frau jemals gesehen hat, sagte: "Ich Ich bin die Traurigkeit", das sagte sie so leise, dass sie kaum zu hören war.

    So so die Traurigkeit sagte die Frau mit einem Lächeln im Gesicht, als würde sie von einer langjährigen Bekannten hören

    "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit sehr misstrauisch und schaut zu der älteren Frau rüber.

    Aber sicher kenne ich Dich, ich bin immer wieder mal ein Stück des Weges mit Dir gegangen, habe Dir Mut zugesprochen.

    Das verstehe ich jetzt aber nicht, sagte Traurigkeit, hast Du denn keine Angst vor mir?

    Aber warum sollte ich denn vor Dir Angst haben, entgegnete die ältere Frau, oder warum sollte ich versuchen vor Dir wegzulaufen Du weißt doch so gut wie ich, dass Du jeden der vor Dir wegläuft, eines Tages wieder einholst!

    Aber liebe Traurigkeit, warum siehst Du denn so mutlos aus, so kenne ich Dich ja gar nicht.

    "Ich ... ich bin sehr verzweifelt", antwortete die Traurigkeit mit brüchiger und sehr leiser Stimme.

    Nun setzte sich die ältere Frau zu der Traurigkeit und sagte: "Traurig bist du also" und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "willst Du mir erzählen, was Dich so unendlich traurig macht, was bedrückt Dich denn so sehr."

    Die Traurigkeit dachte nach und seufzte aus tiefstem Herzen... sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich gewünscht, dass einfach jemand da ist, dem sie ihr Herz ausschütten kann, der ihr einfach zuhört.

    "Ach, weißt du" sagte sie leicht zögernd und immer noch verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, mich unter die Menschen zu mischen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.

    Aber weißt Du, wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück, haben Angst und versuchen mit falscher guter Laune mich zu vertreiben.

    Die Traurigkeit schluckte schwer und hatte Tränen in den Augen. "Sie reden sich ein, dass das Leben heiter ist und ihr falsches lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot.

    Sie sagen: Nur was einem nicht umbringt macht einem härter und dann bekommen sie Herzschmerzen.

    Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen, dann schafft man alles.

    Und dann sagen sie noch: Nur Schwächlinge und dabei merken sie gar nicht, wie ihre aufg ab estauten Tränen fast ihre Köpfe sprengen.

    Aber dass schlimmste ist, sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

    "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet.

    Die Traurigkeit wurde noch verzweifelter und sagte, aber ich will ihnen doch nichts böses, ich will ihnen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen und sich wiederfinden. Ich versuche ihnen einen Weg aufzuzeigen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden und Narben zu pflegen.
    Wer traurig ist, hat halt eine besonders dünne Haut und auch schwache Nerven.

    Neuer Kummer schafft es, dass eine fast verheilte Narbe wieder aufbricht und das tut sehr weh. Nur wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Narben wirklich heilen.

    Doch die Menschen wollen meine Hilfe gar nicht in Anspruch nehmen.

    Sie schminken sich ein lachen über ihre Narben.

    Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und Kälte zu." Die Traurigkeit schwieg.

    Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

    Die ältere Frau nahm die zusammengesunkene Traurigkeit tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

    "Weine nur, Traurigkeit", flüstere sie liebevoll, "ruh dich in meinen Armen aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine gehen. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

    Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber – wer bist du Eigentlich?"

    Wem habe ich all mein Leid anvertraut, wer hat mich eben getröstet... wer strahlt diese Wärme und Güte aus

    "Ich?" sagte die ältere Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

    "Ich... ich bin die Hoffnung."
     
  2. Galahad

    Galahad Guest

    Ich habe die Geschichte zwar schon das eine oder andere mal hier gelesen, aber schön ist Sie doch.

    LG
    Galahad
     
  3. Sternenfeuerwerk

    Sternenfeuerwerk Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2006
    Beiträge:
    2.839
    Ort:
    Austria
    :) ja
     
  4. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hmm

    bei mir hatte die Traurigkeit immer ein Heim
    und immer wenn sie mich verliess
    da trauerte ich ihr nach

    Wohlig sog ich ihre Tränen auf
    und weinte sie duch meine Augen
    ständig ist sie nah bei mir, eine mir Vertraute

    und die alte Frau der Hoffnung?
    wie könnte ich sie kennen,
    säh ich nicht durch die Träne ihre Runzeln

    ach und oft waren beide mir ein laster
    ich fluchte wieder sie
    lies sie beide los und lästerte

    doch sie waren beide mir stehts Treu

    mfg by FIST
     
  5. wolky

    wolky Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. August 2005
    Beiträge:
    4.149
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    Sie war auf Besuch die Traurigkeit,
    war nicht eingeladen auf diesem Lebensfest,
    wollte sie nicht sehen und auch nicht spüren,
    wollte glücklich sein und niemals weinen.
    Hat sich ihren Platz erkämpft,
    bis ich es nicht mehr halten konnt,
    so rannten Tränen über mein Gesicht.
    Erst eins dann zwei, dann wie ein Strom,
    bahnten sie sich ihren Weg,
    doch mit den Tränen ging auch die
    Traurigkeit,
    nahm mit Schmerz und Mutlosigkeit,
    und nach dem Tränen kam wieder Sonnenschein,
    mit einem kleinen Regenbogen.
    Die Hoffnung diese kleine Brücke nahm,
    sich einen Platz im Herzen suchte,
    um wieder Wärme zu versprühen.


    wolky
     
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